Test AOC C27G2ZU – 240 Hz Curved Gaming-Monitor
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Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung des TFT-Panels bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung des TFT-Panels bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Das Schwarzbild macht vom Schwarzwert zunächst einen tollen Eindruck, allerdings kann man am oberen und unteren Rand mehrere Spots erkennen, durch die die Hintergrundbeleuchtung durchscheint und die nicht dem normalen Glow zuzuordnen sind. Bei normalem Licht und Betrieb sind diese Mängel allerdings nicht zu erkennen. Bei düsteren Filmen oder Spielen in sehr dunkler Umgebung können die Spots aber stören.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des AOC C27G2ZU
Helligkeits- und Kontrastverlauf des AOC C27G2ZU

Bei nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum 271 cd/m². Das sind rund 10 % weniger, als es die Herstellerangaben versprechen, die bei 300 cd/m² liegen. 259 cd/m² bleiben übrig, wenn die notwendigen Korrekturen vorgenommen wurden, um auf D65 zu kommen. Mit einer Minimalhelligkeit von 35 cd/m² kann das Display sehr weit heruntergeregelt werden.

Mit einem durchschnittlichen Kontrastverhältnis von 3411:1 zeigt der AOC C27G2ZU ein tolles Resultat. Die starken Schwankungen in der Grafik sind dem Messgerät geschuldet, da nur zwei Nachkommastellen ausgegeben werden. Daher zählen wir den Wert des maximalen Kontrasts von 4000:1 und den des minimalen Kontrasts von 2840:1 als Messtoleranzen. Nach der Kalibrierung erreicht das Display ein Kontrastverhältnis von hohen 3508:1. Insgesamt ist das natürlich ein sehr gutes Ergebnis.

Bildhomogenität

Diagramm mit der Helligkeitsverteilung in %
Helligkeitsverteilung in %
Diagramm mit der Farbreinheit in Delta C
Farbreinheit in Delta C

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Bei der Helligkeitsverteilung erhalten wir eine befriedigende durchschnittliche Helligkeitsabweichung von 5,15 %. Auch die maximale Abweichung von 18,92 % zeigt ein befriedigendes Ergebnis.

Bei der Farbreinheit ist das Ergebnis weniger schön. Bereits beim durchschnittlichen Delta C von 1,70 wird zwar ein befriedigendes Ergebnis geliefert. Die maximale Abweichung mit einem Delta C von 4,27 schneidet hier allerdings schlecht ab. Auffällig ist, dass sich die gesamten hohen Abweichungen am oberen Bildrand befinden.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Coating des AOC C27G2ZU
Coating des AOC C27G2ZU
Referenzbild Coating
Referenzbild

Das Panel des AOC C27G2ZU verfügt über eine mattkristalline Oberfläche. Durch die leicht spiegelnde Oberfläche werden kräftigere und brillantere Farben dargestellt als bei Displays mit stumpfmatter Ausführung. In sehr hellen Räumen können allerdings Probleme durch das eigene Spiegelbild entstehen. Besonders dann, wenn die Bildinhalte sehr dunkel sind.

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des AOC C27G2ZU bei horizontalen Blickwinkeln von +/-75 Grad und vertikalen von +60 und -45 Grad.

Horizontale und vertikale Blickwinkel des VA-Panels vom AOC C27G2ZU
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Sitzt man frontal vor dem Bildschirm, wirkt das Bild sehr schön kontrastreich und farbenfroh. Bewegt man sich allerdings aus dem Zentrum heraus, verliert es schnell an Kontrast, und die Farben wirken ausgewaschen. Das macht sich besonders bei weniger gesättigten Farben bemerkbar. Zusätzlich erhalten helle Grautöne einen Gelbstich. Das Ergebnis ist bei den horizontalen und vertikalen Blickwinkeln in etwa gleich und kann nicht überzeugen.

Interpolation

Unter der Kategorie „Extra -> Seitenverhältnis“ sollen laut Handbuch zwar verschiedene Seitenverhältnisse und jede Menge simulierte Bildschirmgrößen wählbar sein, doch am Computer ist die Option ausgegraut und steht fix auf „Breit“. Ein Schärferegler ist nicht verfügbar. Bei 16:9-Auflösungen wird stets Vollbild gezeigt. Bei allen anderen Seitenverhältnissen wird das Bild zentriert in einem Fenster seitengerecht dargestellt, allerdings nicht pixelgenau, sondern immer skaliert.

Testgrafik native Auflösung
Testgrafik native Auflösung
Testgrafik 1280 x 720
Testgrafik 1280 x 720

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1280 x 720 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf.

Textwiedergabe native Auflösung
Textwiedergabe native Auflösung
Textwiedergabe 1280 x 720
Textwiedergabe 1280 x 720

Interpolierte Texte werden sehr gut wiedergegeben. Zwar wirken Buchstaben etwas weicher, bleiben aber sogar bei einer sehr kleinen Auflösung von 800 x 600 Pixeln und fettem Text noch sehr gut lesbar.

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