Test ASUS PA24AC – Monitor mit perfekter Graubalance
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Messungen vor Kalibration und Profilierung

Dynamische Regelungen werden, sofern möglich, vor den nachfolgenden Tests deaktiviert.

Werkseinstellung

Die Werkseinstellung des ASUS PA24AC überzeugt (wir haben allerdings die dynamische Regelung der Hintergrundbeleuchtung abweichend davon deaktiviert). Alle von uns erfassten Parameter korrelieren gut mit den jeweiligen Einstellungen im OSD.

Die Graubalance ist ausgezeichnet und hält den Vergleich mit High-End-Monitoren absolut stand.

Diagramm: Werkseinstellung
Werkseinstellung

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Farbmodus sRGB im Vergleich mit sRGB

Diagramm: Farbmodus sRGB
Farbmodus sRGB

Im sRGB-Modus setzt sich das positive Bild fort. Die Graubalance ist nach wie vor einwandfrei, und die sRGB-Tonwertkurve wird annähernd erreicht. Gerade das ist leider noch immer nicht selbstverständlich. Geringe Abweichungen in den bunten Farben legen zudem Zeugnis von einer Farbraumtransformation ab.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Farbmodus Rec. 709 im Vergleich mit Rec. 709

Diagramm: Farbmodus Rec. 709
Farbmodus Rec. 709

Auch in diesem Modus gibt es nur wenig Anlass zur Kritik. Letztlich handelt es sich um eine Kopie des sRGB-Modus. Das ist insofern nicht ganz korrekt, weil die Gamma-2.2-Tonwertkurve in den Tiefen etwas verfehlt wird.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der ASUS PA24AC aus Quato iColor Display heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt. Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Tonwertkurve, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Da die RGB-Gain-Regler nicht sinnvoll nutzbar sind (siehe Abschnitt „OSD“), haben wir entsprechend keine Anpassungen vorgenommen. Die Kalibration erfolgte auf Basis der Einstellung 6500 K im Modus „Standard“.

Die Hardware-Kalibration kam aufgrund ihrer Einschränkungen hier nicht zum Zuge.

Profilvalidierung (Modus „Standard“)

Diagramm: Profilvalidierung
Profilvalidierung

Der ASUS PA24AC zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Shaper-/Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance ist gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)
Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

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Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)
Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

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Vergleich mit ECI-RGB v2 (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit ECI-RGB v2 (farbtransformiert)
Vergleich mit ECI-RGB v2 (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Monitorprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Das gelingt für den ASUS PA24AC einwandfrei.

In sRGB treten nur wenige Out-of-Gamut-Farben auf. Viele gesättigte Tonwerte in Adobe RGB und ECI-RGB v2 können dagegen nur näherungsweise durch eine Abbildung auf die Farbraumgrenze dargestellt werden. Damit steigt auch die Gefahr von Tonwertabrissen in diesen Bereichen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Profilvalidierung (Modus „Darkroom“)

Diagramm: Profilvalidierung (Modus "Darkroom")
Profilvalidierung (Modus „Darkroom“)

Im Abschnitt „OSD“ sind wir bereits auf die Tonwertabrisse im Modus „Darkroom“ eingegangen. Eine Kalibration aus diesem Modus heraus führt zu völlig unbrauchbaren Ergebnissen. Die Monitorcharakteristik kann aufgrund starker Nichtlinearitäten (der Begriff bezieht sich nicht auf eine lineare Tonwertkurve, die nie angestrebt wird) durch ein Shaper-/Matrix-Profil nicht korrekt erfasst werden. Letztlich addieren sich die Farbkanäle bei separater Ansteuerung nicht zu dem Ergebnis, das bei entsprechenden Tertiärfarben erzielt wird.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

UDACT („UGRA-Test“)

Vor dem Test haben wir den Bildschirm auf folgende Zielwerte kalibriert, die den Empfehlungen der UGRA für Softproofing-Aufgaben entsprechen (alternativ: L*-Gradation):

Helligkeit Weißpunkt (CCT) Weißpunkt (XYZ, norm.) Gradation
Ziel 160 cd/m² 5800 K 95.37 100.00 97.39 Gamma 1.8

Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses wird unter anderem der UGRA-/FOGRA-Medienkeil CMYK auf Basis der ausgewählten Druckbedingung vermessen. Wir definieren hier die durch die FOGRA39-Charakterisierungsdaten beschriebene Offset-Druckbedingung (glänzend bzw. matt gestrichenes Bilderdruckpapier). Die Zertifizierung scheitert nur an dem zu geringen Farbumfang. Alle anderen Parameter liegen innerhalb der Vorgaben.

Diagramm: Ergebnisse
Ergebnisse

Die ausführlichen Testergebnisse des UGRA-UDACT können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

ProArt-Calibration-Software

Mittels der mitgelieferten ProArt-Calibration-Software kann der ASUS PA24AC kalibriert werden. Da dabei direkt auf den Scaler bzw. dessen LUTs zugegriffen wird, handelt es sich um eine sogenannte Hardware-Kalibration. Als Messgeräte können i1Display Pro sowie i1Pro (2) von X-Rite und das Spyder 5 von Datacolor zum Einsatz kommen. Die Umsetzung ist leider sehr spartanisch.

Das größte Manko ist der Verzicht auf eine abschließende Charakterisierung des Monitors, die in Form eine ICC-Profils gespeichert würde. Auf dieser Basis könnten Farbmanagement-fähige Anwendungen geeignete Transformationen vornehmen. Daher verwundert es nicht weiter, dass eine Kalibration mit nativem Farbumfang erst gar nicht möglich ist. Von den zahlreichen Gamut-Optionen wird außerdem nur sRGB unterstützt, auch wenn eine farbmetrische Umrechnung größerer Farbräume (mit Gamut-Clipping) technisch einfach zu realisieren wäre.

Davon abgesehen kann der Benutzer weder Weißpunkt noch Leuchtdichte frei wählen. Hier bietet die Software einige wenige Voreinstellungen an. Standardmäßig ist die Funktion zur Verbesserung der Flächenhomogenität deaktiviert. Möchte man sie aktivieren, ist eine entsprechende recht langwierige Vermessung obligatorisch. Hier fehlt eine Möglichkeit, die ab Werk eingemessenen Werte zu verwenden. Sie liefern (siehe Abschnitt „Bildhomogenität“) bereits sehr gute Resultate.

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