Test ASUS PG279QM: G-Sync-Gaming-Monitor mit Reflex Latency Analyzer
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FreeSync und G-Sync

Bei neueren Monitoren mit G-Sync-Modul wie dem hier getesteten ASUS PG279QM können auch AMD-Grafikkarten mit VRR betrieben werden. Der Proband schaltet automatisch in den G-Sync-Modus, wenn FreeSync im Grafikkartentreiber aktiviert wird. Dabei soll der gesamte Bereich von 1 bis 240 Hz abgedeckt werden. Reine FreeSync-Displays sind in der Regel aber günstiger als G-Sync-Geräte. Anwender, die einem der beiden Grafikkarten-Lager treu sind, sollten sich auch beim Monitor festlegen.

FreeSync von 1 bis 240 Hz
FreeSync von 1 bis 240 Hz

Im Handbuch ist nicht angegeben, welchen Frequenzbereich der ASUS PG279QM im G-Sync-Betrieb mit einer NVIDIA-Grafikkarte abdeckt. Mit der G-Sync-Pendulum-Demo haben wir daher den Frequenzbereich getestet und ermittelt, dass die Synchronisierung bei 40 Hz startet und über den gesamten Bereich bis 240 Hz erfolgt.

Auf den ersten Blick klingt dies schlechter als bei einem Betrieb mit einer AMD-Grafikkarte, die auch den Bereich unter 40 Hz abdecken soll. Testen konnten wir dies mit der Demo nicht, da sie nur mit NVIDIA-Grafikkarten korrekt funktioniert. In der Praxis dürfte dies zudem keine Rolle spielen, da es kaum Anwender geben dürfte, die diesen teuren Gaming-Monitor mit einer Grafikkarte betreiben, die in Spielen unter 40 fps erzeugt.

G-Sync von 40 bis 240 Hz
G-Sync von 40 bis 240 Hz

GamePlus

Unter dem Begriff „GamePlus“ bündelt ASUS viele Einstelloptionen, die das Leben von Spielern einfacher machen sollen. Mit der ersten Option lassen sich drei unterschiedlich große Fadenkreuze in der Mitte des Monitors einblenden. Diese können entweder grün oder türkis angezeigt werden. Natürlich sollten sie nur für Trainingszwecke verwendet werden, wie es ASUS vorsichtshalber angibt. Fraglich, ob sich daran jeder Nutzer halten wird.

Möglich ist zudem, die angezeigten Timer in einer Ecke des Monitors einzublenden. Selbst definierte Zeiten können allerdings nicht festgelegt werden. Der Timer zählt runter, sobald er ausgewählt wurde. Alternativ kann eine Stoppuhr eingeblendet werden, die bei null beginnt und hochzählt, sobald sie eingeblendet wurde.

GamePlus: Einstelloptionen
GamePlus: Einstelloptionen

Beim fps-Counter gibt es zwei verschiedene Varianten. Bei der Echtzeitvariante wird der fps-Wert in der Ecke laufend aktualisiert, und das so schnell, dass die Zahlen sich oft gegenseitig überblenden. Bei der größeren Verlaufsansicht ist die Anzeige etwas langsamer, dafür wird aber der Verlauf der letzten Sekunden ebenfalls mit angegeben.

Bei der letzten Option werden an allen Seiten des Bildschirms Pfeile eingeblendet. Wird diese Einstellung bei zwei Monitoren durchgeführt, die sich über- oder nebeneinander befinden, kann so eine exakte Ausrichtung der beiden Geräte vorgenommen werden.

fps in Echtzeit
fps in Echtzeit
fps-Verlauf
fps-Verlauf

Subjektive Beurteilung

Wie sich die Messwerte in der Praxis auswirken, wollen wir in diesem Bereich subjektiv aufgrund der Erlebnisse mit den menschlichen Augen und den Erfahrungen des Testers wiedergeben. Wir haben dafür verschiedene Spiele mit dem ASUS PG279QM ausprobiert und auf mögliche optische Effekte des Geräts geachtet.

Wir haben nachfolgend versucht, die vorhandene Schlierenbildung fotografisch so abzubilden, dass sie dem tatsächlich sichtbaren Effekt entspricht. Bei 60 Hz ist bei schnellen Rennspielen ein Blur-Effekt vorhanden, und auch bei Shootern können Schlieren wahrgenommen werden, was aber bei praktisch allen Monitoren mit 60 Hz der Fall ist. Eine ULMB-Funktion („Ultra Low Motion Blur“), die dort entsprechend hätte gegensteuern können, besitzt der ASUS PG279QM nicht. Bei 240 Hz ist der Blur-Effekt kaum noch sichtbar, und auch in Shootern sind Schlieren nicht mehr wahrnehmbar.

Die beiden Bilder wurden zudem auf der höchsten Overdrive-Stufe aufgenommen, um mögliche Überschwinger sichtbar zu machen. Wir konnten allerdings subjektiv kein Nachleuchten bei schnellen Objekten feststellen, wie es bei zu aggressivem Overdrive ansonsten der Fall ist. Selbst die höchste Stufe kann daher uneingeschränkt empfohlen werden.

Bewegungsunschärfe bei 240 Hz
Bewegungsunschärfe bei 240 Hz

Mit der Funktion „Dark Boost“ soll die Gammakurve angepasst werden, um Objekte in dunklen Szenen besser erkennen zu können. Dies ist ein durchaus sinnvolles Feature vor allem bei Shootern und uns auch schon von anderen Monitoren bekannt. In der Praxis wurde nach einer Aktivierung das gesamte Bild ausgeblichener dargestellt. Allerdings war der Effekt selbst auf der höchsten Stufe nur minimal sichtbar.

Konsolenbetrieb

Wirklich Spaß macht der ASUS PG279QM im Konsolenbetrieb vor allem mit einer Xbox Series X, da aktuell nur sie eine Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln bei 120 Hz darstellen kann. Vorhanden sind außerdem ALLM („Auto Low Latency Mode“) und VRR („Variable Refresh Rate“). Das Spiel muss diese Eigenschaften natürlich auch unterstützen, aber dies können immer mehr Titel, da Microsoft kontinuierlich fps-Updates herausbringt.

Xbox Series X mit 1440p und 120 Hz
Xbox Series X mit 1440p und 120 Hz

Wie unter „Latenzzeit“ beschrieben, nimmt die Latenz mit steigender Hertz-Zahl ab und dürfte bei 120 Hz daher bei etwa 8 ms liegen. Dies ist zwar deutlich hinter den 1 ms, die bei 240 Hz möglich sind, aber in diesen Genuss werden auch in naher Zukunft nur PC-Spieler kommen. Die anderen Stärken des ASUS PG279QM lassen sich aber ebenso mit einer entsprechenden Konsole genießen. Gears 5 läuft auf dem Monitor zum Beispiel sehr flüssig bei 120 Hz und sieht mit der hohen Auflösung zudem noch ansprechend aus.

16 KOMMENTARE

  1. Noch eine Ergänzung: ich habe gerade im Test den Teil mit dem Stromverbrauch gelesen und bei meinen gerade mal gemessen. Die 2 Minuten wo die Hintergrundbeleuchtung noch an ist liege ich bei 35 Watt. Im Standby sind es dann immer noch 22 Watt. Wäre super, wenn ihr Asus mal um eine Stellungnahme bittet. Vor allem, wenn dies in der EU nichtzulässig ist.

    • Hi, ich habe den Monitor auch seit Samstag. Habe kein Strommessgerät, könntest du nachmessen ob er im ausgeschalteten Zustand (per Knopf am Monitor) auch noch so viel Strom zieht? Das wäre dann wirklich schlimm für mich. Zu deiner Frage unten, mir ist auch aufgefallen, dass wenn ich den PC ausmache, der Monitor anbleibt anstatt dunkel zu werden. Ich schalte ihn dann aber direkt aus.

      • Hey Phil, komplett ausgeschaltet (am Knopf auf der Rückseite) sind es noch 20 Watt wie hier im Test geschildert. Ich habe den Monitor gestern zurück gesendet. Der Asus Supprt meinte es wäre ein Windows Problem 😂

        • Uff. Danke für die Info. Ich hoffe mal dass Asus das Problem irgendwann ernst nimmt und ein Firmware Update liefert, will den Monitor eigentlich nicht wieder hergeben. So lange werde ich ihn über die Steckdosenleiste ausschalten. Sollte natürlich nicht sein bei einem 900€ Monitor. 20W würden mich im Jahr ca. 50€ kosten (wenn der Monitor 24/7 „ausgeschaltet“ wäre). Das ist echt zu viel für ein einziges ausgeschaltetes Gerät.

  2. Hallo,

    ich habe den Monitor bei Alternate bestellt und heute wurde er geliefert. Super Teil und ich bin sehr zufrieden. Das einzige was mich etwas stört: Nachdem der Monitor in den Standby Modus geht, bleibt die Hintergrundbeleuchtung noch 2 Minuten eingeschaltet. Könnt ihr das bestätigen?

  3. Allgemein guter Test, danke.
    Nur fällt alles mit dem Fazit, der Bewertung und der Preis-Leistung, und diese ist genau wie schon beim Test von Oliver Jachmann des ASUS PG32UQX.

    Zusammenfassend, negative Punkte/Kritik:
    – Betriebsgeräusch. Wenn bereits Ihr Exemplar Geräusche macht (Testexemplare sind ja meist golden-samples), gibt es eine Serienstreuung und Menschen mit besserem Gehör werden noch mehr Betriebsgeräusche hören.
    – Idle Stromverbrauch. Wird bis zum Erscheinung gelöst; wenn nicht, schlecht. HWunboxed berictet ähnliches.
    – immer noch kein HDMI 2.1
    – natives G-Sync, unnötig teuer. NVIDIA Reflex Latency Analyzer eine teure Spielerei ohne echten Merhwert im Betrieb
    – G-Sync hat varible overdrive – wurde hier selbst bei 144 Hz nicht richtig eingestellt wie HWUnboxed zeigt; Bildartefakte hat es genug. Für was also das teure G-Sync?
    – wie immer das billige AG-Coating was die ganze Bildqualität verschlechtert, wie auch bei den hunderten Millionen anderen LCD-Produkten welche die südkoreanische/taiwanesische LCD-Industrie so ausspuckt. Kostenersparnis bis zum geht nicht mehr. Gutes AR-coating oder semig-glossy Mischung gibt es für die Monitor Kundschaft halt nicht. Diese ist diesbezüglich unwissend und Tester wie Sie bemängeln dies schon seit vielen Jahren nicht
    – sehr schlechter 700:1 Kontrast
    – Graustufen, schlechte Ausleuchtung, wieder Lichthöfe, backlight-bleed, IPS-glow, Bildhomogenität/Helligkeitsabweichung von bis zu 20 %
    – Die hohe Abdeckung des DCI-P3 Farbraums bringt nichts, da: Wieder nur 8-bit + FRC und kann kein echtes HDR. Nicht mal HDR 600 Zertifizierung für bessere Darstellung.
    Für was der hohe Farbraum? Um sich extrem übersättigte bonbonfarben und sonnenverbrannte Menschen anzuschauen?
    – mittelmäßig schnelles Panel von LG, für 240 Hz nicht geeignet. Laut HWUnboxed nur 80 % innerhalb der Refreshspanne bei 240 Hz.
    Vor allem bei den Schwarz-Übergängen hat das Panel so seine Probleme. GtG ist auch nicht pralle.

    Bleibt die gute Verstellbarkeit, OSD, Bedienung, ordentliche sRGB-Kalibrierung ab Werk.

    850 € …
    Kann der GIGABYTE AORUS FI27Q-X alles für 670 €, treibt aber den Preis nicht unnötig durch G-Sync und Latency-Analyzer Spielerei in die Höhe.

    Bewertung wie üblich bei einer Redaktion auf LCD-Monitore spezialisiert: 4.2 Gut.
    Das was ich beim Test zum ASUS PG32UQX geschrieben habe, schreibe ich hier nicht erneut.
    Glaubwürdigkeit sinkt immer noch.
    Sieht somit nicht danach aus dass sich etwas bei der Redaktion geändert hat.
    Weder wurde darüber gesprochen, noch die Meinungen der Redaktion oder Bewertungen geändert.

    • Da hat jemand beim HWUnboxed Video nicht ganz aufgepasst
      – Das ist ein AU Optronics Panel und schnell genug für 240Hz
      – HDMI 2.1 braucht man bei 1440p nicht
      – Variable overdrive ist gut konfiguriert. Ich bezweifle dass du den Monitor selbst bei 144Hz in Aktion gesehen hast und bewerten kannst wie schlimm der overshoot ist
      – HWUnboxed hatte einen Kontrast for 939:1 nach einer kalibrierung gemessen
      – HDR ohne OLED oder miniLED FALD ist sowieso nutzlos

      Das nächste mal vllt. nicht nur aufs Papier gucken, sondern auf den Monitor selber 😉

      • Es ist nicht schnell genug für 240 Hz.
        Das Refresh-Fenster für die 0 – 255 Übergänge ist nicht mal ansatzweise in der Nähe von 95 %. Overshoot, ghosting etc. ist reichlich vorhanden.
        Medium oder Esport preset? Sind beide nicht sonderlich konfiguriert.
        Die Test-Ufo Bilder zeigen deutlich wie es verschmiert.
        Das schnellste IPS-Panel in dem 360 Hz Gerät von Asus ist gerade mal für ~ 200 Bildrate ausreichend.

        VO wär gut wenn es die Messergebnisse zeigen, tun diese aber nicht.

        Stimmt, HDMI 2.1 braucht man nicht, wäre aber dennoch schön, da aktuell.
        Wenn es ein paar Euro spart, von mir aus, davon kommt aber nichts vom Endkunden an – der Monitor ist dämlich teuer.

        Mit dem Kontrast muss man schaue wer richtig liegt 😀
        Nun, selbst mit 1000:1 ist es eine Niete, wenn ich schaue das bereits IPS-Panel 1400:1 erreichen.
        Z.B. die IPS mit IGZO Technik; aber diese sind ja zu fein für den ollen Desktop-Konsumenten, diesen nimmt man liebe seit Jahren aus wie eine Gans.

        Nein, für die Möhre hier gibt es keine Entschuldigungen bei 850 €, und die prad Redaktion hat schon längst jede Glaubwürdigkeit verloren.
        In ihrem LCD-Glashaus sitzen sie schon seit Jahren und bewerten LCD-Produkte viel zu gut, ohne echte Kritik, weil es ihnen passt.

    • „850 € …
      Kann der GIGABYTE AORUS FI27Q-X alles für 670 €, treibt aber den Preis nicht unnötig durch G-Sync und Latency-Analyzer Spielerei in die Höhe.“

      Kann er nicht. Statt 80% schafft er nur 50% innerhalb der 240Hz Spanne, ohne das „unnötige“ G-Sync-Modul hat er keinen variablen Overdrive was zu 40% Inverse Ghosting bei 120Hz und knapp 60% bei 60Hz führt. Außerdem hat er ein BGR-Pixel-Layout was Text in manchen Anwendungen unscharf darstellt. Dies wurde auch alles im HWUB Video besprochen.

  4. Sicher dass euch beim Testen kein Fehler unterlaufen ist? Laut Hardware Unboxed sind im sRGB Modus Einstellungen wie Helligkeit und Kontrast immer noch verstellbar.

    • Nun wir testen dies und schreiben es nur, wenn es auch so ist. Im Handbuch steht zudem: In the sRGB mode, the following function(s) are not user-configurable: Color Temp., Brightness, Contrast, Gamma, Six-axis Saturation.

    • Ich habe den Fehler gefunden. Es gibt bei diesem Monitor 2 sRGB-Modi. Der eine sRGB-Modus unter „Image -> Display SDR Input“ ist standardmäßig voreingestellt und ist der von dem Hardware Unboxed berichtet hat. Prad hat den kompletten Test mit diesem Modus aktiv durchgeführt, deshalb konnten sie auch keinen P3 Farbraum messen. Der andere sRGB-Modus ist unter „Gaming -> GameVisual“ zu finden und scheint redundant zu sein wenn der andere bereits aktiv ist. Dieser Modus sperrt auch die Einstellungen wie Helligkeit usw.

  5. Hallo,
    Spekulationen von „Reddit“ soll dieser Monitor im Juni zum Verkauf stehen.
    Genaueres kann ich leider auch nicht sagen.
    Ich bin auch schon sehr spät auf diesen Monitor.

    Beste Grüße

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