Test ASUS VG279QL1A: Top Gaming- und Allround-Monitor
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GamePlus-Einstelloptionen

Neben den nachfolgend aufgeführten GamePlus-Eigenschaften steht eine Schattenverstärkung im OSD als einzelner Punkt zur Verfügung. Dieser dürfte vor allem für Ego-Shooter interessant sein, da damit Gegner in dunklen Ecken besser sichtbar sein sollen. Für diese Zielgruppe kann die Funktion sinnvoll sein. Sie besitzt drei Stufen, aber wir empfehlen, direkt die stärkste anzuwenden, um einen sichtbaren Effekt zu erhalten. Es wird zudem der ganze Bildschirm aufgehellt und nicht nur dunkle Bereiche, wodurch mit einer verfälschten Bilddarstellung gelebt werden muss.

GamePlus-Einstelloptionen (Quelle: ASUS-Handbuch)
GamePlus-Einstelloptionen (Quelle: ASUS-Handbuch)

Die Fadenkreuze als ersten Punkt bei den GamePlus-Einstellungen können hilfreich sein bei Shootern, bei denen diese nicht über das Spiel einblendbar sind. Es kann zwischen drei Modellen und zwei Farben gewählt werden, sodass kaum Wünsche offen bleiben dürften.

Die Timer-Option finden wir grundsätzlich gut, allerdings wurde sie nicht perfekt umgesetzt. Uns gefällt, dass die Position des Timers fast beliebig verschiebbar ist, egal ob in einer Ecke oder leicht darunter, damit eine Leiste im oberen Bereich nicht verdeckt wird. Theoretisch wäre auch die Anzeige in der Bildmitte möglich. Gewählt werden kann aber nur zwischen den fünf vorgegebenen Zeiten, die nach einer Aktivierung rückwärtslaufen. Eigene Zeiten können nicht definiert werden, und ein Wert, der bei null beginnt und vorwärts läuft, ist leider ebenso wenig möglich.

Timer oben links
Timer oben links
Timer verschoben nach unten
Timer verschoben nach unten

Der fps-Zähler ist grundsätzlich eine sehr nützliche Eigenschaft für Gamer, es kann wahlweise nur eine Zahl oder auch ein kleines Diagramm mit dem Verlauf angezeigt werden. Die Ausrichtung dieser Anzeige ist ebenfalls fast frei wählbar.

Der Zähler kann entweder als „Echtzeit“ oder „Dynamisch“ dargestellt werden. In der Praxis haben wir keinen Unterschied feststellen können. Dies lag allerdings auch daran, dass nach unserer Ansicht nicht die fps eines Spiels angezeigt wurden, sondern einfach die eingestellte Hertzzahl des Monitors, die natürlich während des Spiels immer bei 165 Hz lag. In Forza Horizon 4 kann im Spiel ein eigener fps-Zähler aktiviert werden, den wir als Vergleich mitlaufen ließen. Diese Werte schwankten wie üblich und erreichten mit unseren Einstellungen zudem selten 165 Hz. Der fps-Zähler des Monitors zeigte dagegen dauerhaft 165 Hz an.

fps-Zähler in der linken oberen Ecke
fps-Zähler in der linken oberen Ecke

Sound

Der ASUS VG279QL1A besitzt zwei 2-Watt-Lautsprecher. Signale können nur per HDMI oder DisplayPort zugespielt werden. Über den Klinkenanschluss kann die Ausgabe alternativ auch über Kopfhörer oder externe Lautsprecher erfolgen. Gamer, die diese Funktion häufig nutzen, hätten sich dafür wahrscheinlich einen seitlichen Anschluss gewünscht, der aber nicht vorhanden ist.

Einstelloptionen gibt es für den Sound im OSD nicht, dort kann lediglich die Lautstärke verstellt oder vollständig stummgeschaltet werden. Erfreulicherweise lässt sich die Lautstärkeregelung auf eine Schnellauswahltaste des Monitors legen, wodurch sie bequem angesteuert werden kann.

Stimmen werden durch die Lautsprecher klar wiedergegeben, was sie interessant für Dokumentationen oder Podcasts macht. Musik wurde nur bei Titeln ohne Bass und große Soundeffekte ansprechend wiedergegeben. Für atmosphärischen Sound in Spielen würde wir die Klanggeber nicht empfehlen. Überrascht hat uns dagegen das Potenzial bei der Lautstärke. Wir haben die Lautsprecher auf 50 von 100 betrieben und auf dem PC zusätzlich eine Reduzierung auf 50 % vorgenommen. Mit diesen Einstellungen wurde der Sound, je nach Quelle, sogar häufiger als noch zu laut wahrgenommen.

HDR

Der Hersteller wirbt mit dem DisplayHDR-400-Standard. So soll der Monitor in der Spitze eine Helligkeit von bis zu 400 cd/m² darstellen können. Unsere maximal gemessene Helligkeit von 375 cd/m² widerspricht dieser Angabe nicht, da wir keine Spitzen, sondern die dauerhaft angezeigte Leuchtdichte messen.

HDR muss im OSD und unter Windows aktiviert werden, bevor es genutzt werden kann. Nach einer Aktivierung können viele Einstellungen wie zum Beispiel die Helligkeit oder der Kontrast nicht mehr manuell verstellt werden. Der Monitor bietet mit dem „ASUS Cinema HDR“ und dem „ASUS Gaming HDR“ zwei Optionen der Darstellung an. In beiden Modi wird der Kontrast stärker wiedergegeben, direkte Unterschiede der beiden Einstelloptionen konnten wir dagegen nicht ausmachen. Der HDR-Modus bietet insgesamt aber nur einen kleinen Mehrwert. Ein richtiges Wow-Erlebnis wurde nicht hervorgerufen, was aber nicht überraschend ist, da der Proband mit HDR 400 nur die unterste Stufe des HDR-Standards erfüllt.

DVD und Video

Für die nachfolgenden Tests haben wir einen Blu-ray-Player per HDMI-Kabel angeschlossen. Die Skalierungsmöglichkeiten waren auch in diesem Betrieb ausgegraut, egal welche Signale zugespielt wurden. Daher können nicht alle Signale ohne Verzerrungen dargestellt werden. Bei aktuellen Formaten dürfte dies aber nicht zu Einschränkungen führen, da nativ eine 16:9-Auflösung vorliegt. Eine Blu-ray mit einem Kinofilm im 21:9-Format wurde ebenfalls ohne Verzerrungen und mit den üblichen schwarzen Balken im oberen und unteren Bereich angezeigt.

Ein 24-Hz-Signal konnte der Monitor nicht wiedergeben. 50 und 60 Hz waren dagegen problemlos möglich.

50-Hz-Betrieb
50-Hz-Betrieb
60-Hz-Betrieb
60-Hz-Betrieb

Die Einstellung des Farbbereiches und des Farbraums kann nur automatisch vom Monitor erfolgen, ein manuelles Eingreifen ist nicht möglich. Bei „üblichen“ Signalzuspielungen wurden die Werte vom Display auch korrekt umgesetzt. Bei einem über unseren BD-Player erzwungenen YCbCr-Farbraum zeigte der Proband dagegen die typischen grün-lilafarbenen Farbverfälschungen an. Wie das Bild eigentlich aussehen soll, zeigt das Foto mit der Einstellung des RGB-Farbraums. Auch andere Funktionen wie zum Beispiel ein Overscan-Modus oder eine Bild-in-Bild-Darstellung besitzt das Gerät nicht. Für die externe Zuspielung von Videomaterial ist es daher nur bedingt geeignet.

Farbraum YUV mit Farbverfälschungen
Farbraum YUV mit Farbverfälschungen
Farbraum RGB ohne Farbverfälschungen
Farbraum RGB ohne Farbverfälschungen

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