-->

BRANDHEISS

Test ASUS VG279QL1A: Top Gaming- und Allround-Monitor
4/7

27-Zoll-Monitor kann im Test sowohl bei den Gaming-Eigenschaften als auch bei der Bildqualität und der Farbwiedergabe überzeugen

Messungen vor Kalibration und Profilierung

Bildmodus „Rennmodus“ (Werkseinstellung)

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Diagramm: Graubalance in der Werkseinstellung
Graubalance in der Werkseinstellung

Der Monitor besitzt keinen Standardmodus, allerdings kann der werkseitig voreingestellte Rennmodus in fast allen Bereichen angepasst werden, sodass er sich wie ein Standardmodus verhält. Die Abweichungen in den Grauwerten liegen im Durchschnitt bei einem Delta von unter 0,2. Dies ist ein extrem guter Wert, der selbst viele Spezialmonitore in den Schatten stellt. Der Weißpunkt beträgt 6800 Kelvin, der Kontrast fast 1400:1, und auch die Gammakurve verläuft nahezu linear, wenn auch nicht perfekt auf der Ideallinie. Zu Recht vergeben wir in diesem Bereich daher die Bestnote.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des Rennmodus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Diagramm: Farbwiedergabe im Standardmodus
Farbwiedergabe im Standardmodus

Wir haben den Rennmodus anschließend auch mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum verglichen, um zu prüfen, ob die Werkseinstellungen in diesem Bereich ebenso gut voreingestellt sind. Bei den Farbwerten zeigen sich etwas stärkere Abweichungen. Der Durchschnitt liegt mit einem Delta von 1,6 aber in einem guten Bereich. Im Amateurbereich sollte der Monitor daher auch schon ohne eine Kalibrierung für die Bildbearbeitung eingesetzt werden können.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Diagramm: Farbwiedergabe im sRGB-Modus
Farbwiedergabe im sRGB-Modus

Es kann auf einen sRGB-Modus gewechselt werden. Dieser stellt die Helligkeit deutlich geringer ein, als dies im Werkszustand der Fall ist. Ablesbar ist dieser Wert allerdings nicht mehr, da fast alle Einstelloptionen im OSD ausgegraut werden. Dies betrifft sowohl die Helligkeit als auch den Kontrast und die Farbtemperatur. Manuelle Anpassungen sind also unmöglich.

Die Abweichungen bei den Grau- und Farbwerten überraschen uns auch in diesem Bereich. Die Grauwerte liegen weiterhin auf einem sehr guten Niveau. Das Delta bei den Farbwerten verringert sich auf 1,1, was knapp an einer sehr guten Benotung schrammt. Die sRGB-Farbraumabdeckung ist mit 93 % zudem etwas geringer, als es nach einer Kalibrierung möglich wäre.

Ärgerlicher finden wir aber, dass wir manuell nicht mehr eingreifen können, um die Werte zu optimieren. So liegt der Weißpunkt bei etwa 6200 Kelvin, der Kontrast bei 1180:1 und die Helligkeit bei 200 cd/m². Vor allem den letzten Werten würden viele Nutzer gern anpassen. Mit dem Rennmodus dürften die meisten Anwender daher besser fahren, auch wenn die Messergebnisse damit etwas schlechter ausfallen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde das Gerät aus Quato iColor Display heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Für die Kalibrierung im OSD wurden folgende Werte eingestellt:

Bildmodus:Rennmodus
Helligkeit:20
Kontrast:80
Gamma eingestellt:Nicht vorhanden
Gamma gemessen:2,24
Farbtemperatur:Anwendermodus
RGB:100/95/97
Color-Gamut:k. A.
DUE Priority:Nicht vorhanden
Schärfe:Nicht vorhanden
Reaktionszeit:60

Profilvalidierung

Diagramm: Validierung des Profils
Validierung des Profils

Bei der Profilvalidierung treten keine unschönen Nichtlinearitäten auf. Die in den Grafiken sichtbaren Ergebnisse liegen alle auf einem sehr guten Niveau. Bei den Farbwerten gibt es aber mit einem Delta von 2 einen kleinen Ausreißer nach oben, der insgesamt nur zu einer guten Benotung führt.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)
Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch.

Nach einer Kalibrierung können in allen Bereichen sehr gute Noten eingefahren werden. Die Abweichungen bei den Grauwerten verschlechtern sich gegenüber dem sRGB-Modus des Monitors minimal, dafür fällt der Durchschnitt bei den Farbabweichungen auf unter 0,6 Delta. Der Kontrast bleibt mit knapp 1300:1 sehr hoch, der Weißpunkt beträgt exakt 6500 Kelvin, und die sRGB-Abdeckung liegt nun bei 99 %. Nur die Gammakurve verläuft zumindest zwischen 10 und 30 % Helligkeit nicht ganz konform. Der Monitor bietet sich daher auch für die Bildbearbeitung an.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Den ASUS VG279QL1A haben wir in nativer Auflösung am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt der Anleitung wird eine bestmögliche Reaktionszeit von 2 ms (GtG) bzw. 1 ms (MPRT) genannt. Der ASUS VG279QL1A besitzt sechs Overdrive-Stufen (0, 20, 40, 60, 80, 100). In der Werkseinstellung ist die Stufe 60 aktiviert.

Christian Kraft

... ist seit 2010 im Team und verfasst Testberichte für Monitore. Neben seinen Vorlieben für die Fotografie und der koreanischen Küche hatte er schon immer eine Leidenschaft für Computerspiele. Früher als reiner PC-Spieler und heute als Gamerscore-Jäger auf der Xbox.

Interessante Themen

Schreibe einen Kommentar

* Sie müssen das Kästchen aktivieren, ansonsten können Sie keinen Kommentar erstellen. Sollten Sie dennoch versuchen Ihren Kommentar zu posten, ohne akzeptiert zu haben, wird eine neue Seite geöffnet und Sie erhalten einen Hinweis. Alle eingetragenen Daten, inklusive des Kommentars, gehen dabei verloren!