Test LG 38GN950-B: 38 Zoll Gaming-Monitor der Superlative

LGs neues Monitorflaggschiff der UltraGear-Modellreihe bietet DisplayHDR 600, Nano-IPS-Technologie, FreeSync, 160 Hz und eine Reaktionszeit von 1 ms (G2G)

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Einleitung

38GN950-B lautet die Bezeichnung des neuen Monitorflaggschiffs aus der UltraGear-Serie von LG. UltraGear steht für High-End-Gaming und High-End-Ausstattung, und das soll natürlich auch das neue Modell bieten. Das 37,5 Zoll große Curved-AH-IPS-Panel wird durch W-LEDs mit Nano-Partikeln beleuchtet, hat ein Seitenverhältnis von 24:10, löst mit 3840 x 1600 Pixeln auf und soll laut Herstellerangabe den DCI-P3-Farbraum zu 98 % abdecken. Der Bildschirm ist DisplayHDR-600-zertifiziert und bietet eine Vielzahl an Funktionen speziell für Spieler. „Der Gaming-Monitor Ihrer Träume“ steht auf der Produktpräsentationsseite des Herstellers. Das ist doch mal eine Ansage, die wir in diesem Test überprüfen wollen.

Die interessantesten Fakten für Gamer sind 144 Hz Bildwiederholfrequenz mit Übertaktungsmöglichkeit auf 160 Hz, 1 ms Bildaufbauzeit (GtG), G-Sync-Kompatibilität, AMD FreeSync Premium Pro, ein Black Stabilizer für eine verbesserte Schwarzstufendarstellung, eine vierstufige Pixelbeschleunigung für gestochen scharfe Bewegtbilder und Sphere Lighting 2.0.

Nachdem uns bereits der kleinere Bruder LG 34GN850-B im Test begeistern konnte, sind die Erwartungen an den LG 38GN950-B entsprechend hoch. Wir freuen uns auf einen spannenden Praxistest.

Angeschlossen und getestet haben wir den Monitor am DisplayPort-Ausgang einer Gigabyte GeForce GTX 1070 Ti. Die farbmetrischen Messungen wurden mit einem Spektralfotometer (X-Rite i1Pro) in Verbindung mit der iColor-Software von Quato durchgeführt. Für die Ermittlung des minimalen Schwarzwertes wurde ein Kolorimeter (X-Rite i1Display Pro) verwendet. Als externe Zuspielquelle kam der Blu-ray-Player Sony BDP-S350 zum Einsatz, angeschlossen über ein HDMI-Kabel.

Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und den Spezifikationen finden Sie im Datenblatt des LG 38GN950-B.

Lieferumfang

LG weiß, wie man seine Produkte präsentiert, und so beeindruckt beim 38GN950-B bereits die Verpackung. Einerseits wegen des farbigen Hochglanzdrucks mit coolem Motiv, andererseits durch deren Größe. Mit den Außenmaßen 104,5 x 54 x 25 cm (B x H x T) wird der Monitor in einem großen Karton geliefert. Seitliche Griffmulden ermöglichen den händischen Transport. Von oben wird die Verpackung geöffnet und der Inhalt entnommen. Zwei Styroporteile fixieren und schützen das Display, den Standfuß und das Zubehör. Bildschirm und Standfuß werden noch zusätzlich durch einen weichen Schaumstoffbeutel gesichert.

 Farbiger Hochglanzdruck auf der Verpackung
Farbiger Hochglanzdruck auf der Verpackung

Beim LG 38GN950-B befindet sich das Zubehör ordentlich aufgeräumt in einer separaten Schachtel. Alle notwendigen Kabel, um den Monitor vollumfänglich in Betrieb nehmen zu können, sind vorhanden. Das wäre in erster Linie das externe Netzteil mit Stromkabel. Des Weiteren sind je ein DisplayPort-, HDMI- und USB-3.0-Upstream-Kabel vorhanden. Letzteres wird benötigt, um den Bildschirm mit dem PC zu verbinden und mit der Zusatz-Software „Control Center“ Sphere Lighting 2.0 in vollem Umfang nutzen zu können.

Darüber hinaus befinden sich eine CD mit dem Benutzerhandbuch als PDF-Datei, eine Garantiekarte, eine Kurzanleitung und ein Kalibrierungsreport im Lieferzubehör.

Separat verpacktes Zubehör des LG 38GN950-B
Separat verpacktes Zubehör
Umfangreiches Zubehör beim LG 38GN950-B
Umfangreiches Zubehör beim LG 38GN950-B

Optik und Mechanik

LG hat die Optik der UltraGear-Modellreihe vereinheitlicht, und so präsentiert sich der LG 38GN950-B ebenfalls mit einem mattschwarzen Gehäuse und einzelnen roten Akzenten. Die Gaming-Gene sind optisch nicht sofort erkennbar, wodurch der Monitor auch in einem Büro nicht deplatziert oder unprofessionell wirkt.

An drei Seiten ist der Rahmen um das Display nur etwa 2 mm breit, der Bildschirm selbst dann allerdings noch mal ca. 5 mm vom Rand eingerückt. An der Display-Unterkante zieht sich ein etwa 12 mm hoher Rahmen über die gesamte Display-Breite. Auch die Gehäuserückseite des LG 38GN950-B ist schlicht gehalten. Der RGB-LED-Ring ist mittig platziert und umschließt die Standfußhalterung sowie das Anschluss-Panel.

Breites Curved-Display ohne Rahmen
Breites Curved-Display ohne Rahmen
Mattschwarzes Monitorgehäuse-Finish mit roten Farbakzenten
Mattschwarzes Gehäuse-Finish mit roten Farbakzenten

Am unteren Display-Rahmen befindet sich mittig platziert das LG-Logo. Hier hat der Hersteller keinen besonderen Aufwand betrieben. Das Logo ist lediglich mit weißer Farbe aufgedruckt. Seitlich um das gesamte Gehäuse herum zieht sich das einzige Hochglanzelement des LG 38GN950-B in Form eines glänzenden schwarzen Rahmens. An seinen Außenkanten ist das Gehäuse des Monitors nur 2,6 cm dick, nimmt aber zur Gehäusemitte hin bauchig zu. Das sehr breite Curved-Display sieht allein schon wegen seiner Größe beeindruckend aus. Und dennoch wirkt der Proband nicht klobig.

In weißer Farbe aufgedrucktes LG-Logo auf dem Display-Rahmen
In weißer Farbe aufgedrucktes LG-Logo auf dem Display-Rahmen
Seitlicher Gehäuserahmen in Hochglanzoptik
Seitlicher Gehäuserahmen in Hochglanzoptik

Um den RGB-LED-Ring herum sind rote Belüftungsöffnungen positioniert, die für eine sportliche und elegante Optik sorgen. Allgemein setzt LG auch beim 38GN950-B die roten Farbakzente wieder ausgesprochen sparsam ein. Lediglich die Unterseite des Standfußes, die Innenseite der Kabelhalterung und die Belüftungsöffnungen auf der Gehäuseoberseite sind noch rot gefärbt.

Kreisförmige RGB-LED-Beleuchtung auf der Displaygehäuserückseite
Kreisförmige RGB-LED-Beleuchtung auf der Gehäuserückseite
Rote Farbakzente unterstreichen den E-Sport-Charakter des LG 38GN950-B
Rote Farbakzente unterstreichen den E-Sport-Charakter

Auf Sparflamme köchelt der LG 38GN950-B allerdings auch bei den Ergonomie-Funktionen, aber das ist beim kleineren Bruder LG 34GN850-B und dem LG 38GL950G-B ebenso der Fall und daher wenig überraschend. Das Notwendigste an Ergonomie wird aber geboten, und das ist in erster Linie eine Höhenverstellung des Displays. Hier bietet der Monitor einen Einstellungsbereich von 11 cm, und zwar von minimal 9,7 cm auf maximal 20,7 cm. Die Mechanik arbeitet ordentlich und präzise. Eine Pivot-Funktion hätte bei diesem Format wenig Sinn, aber eine seitliche Drehfunktion wäre schon optimal.

9,7 cm Display-Höhe in der niedrigsten Position
9,7 cm Display-Höhe in der niedrigsten Position
20,7 cm Display-Höhe in der höchsten Position
20,7 cm Display-Höhe in der höchsten Position

Des Weiteren lässt sich die Display-Neigung verändern. Hier wird ein Einstellungsbereich von 4 Grad nach unten und 14 Grad nach oben geboten. Das ist nicht sonderlich viel, aber in den meisten Fällen ausreichend. Auch hier arbeitet die Mechanik einwandfrei.

Um den Bildschirm exakt waagerecht ausrichten zu können, kann er geringfügig horizontal gedreht werden. Allzu schief darf der Untergrund aber nicht sein.

Display-Neigung: 4 Grad nach unten ...
Display-Neigung: 4 Grad nach unten …
... und 14 Grad nach oben sind nicht viel, aber ausreichend
… und 14 Grad nach oben sind nicht viel, aber ausreichend

Um den LG 38GN950-B mit dem originalen Standfuß betreiben zu können, muss dieser zuerst montiert werden. Er besteht aus zwei Teilen. Mit zwei Flügelschrauben an der Standfußunterseite werden die beiden Teile miteinander verbunden. Auf der Gehäuserückseite des Displays muss der Standfuß dann nur noch in die VESA-Halterung eingerastet werden.

Wuchtiger, zweiteiliger Monitorstandfuß
Wuchtiger, zweiteiliger Standfuß
Rote Akzentfarbe an der Unterseite vom Monitorfuß
Rote Akzentfarbe an der Unterseite

Der Standfuß des LG 38GN950-B ist alles andere als zierlich und klein. Mit einer Breite von etwa 45 cm und einer Tiefe von rund 31 cm wird viel Platz auf dem Schreibtisch benötigt. Auch das Verbindungsstück zum Monitor ist mit etwa 12 cm Tiefe sehr wuchtig. Dafür erhält das Display einen sicheren Stand. Durch Antirutschgummis an der Standfußunterseite und das hohe Eigengewicht bleibt der Proband sicher dort stehen, wo er aufgestellt wurde.

Werkzeugloser Zusammenbau des Standfußes
Werkzeugloser Zusammenbau des Standfußes
Großer Standfuß des LG 38GN950-B
Großer Standfuß des LG 38GN950-B

Um alternative Befestigungsmöglichkeiten nutzen zu können, besitzt der LG 38GN950-B eine VESA-Halterung auf der Gehäuserückseite mit einem Lochabstand von 100 mm. Die notwendigen Schrauben für die Montage sind bereits mit dabei. Optisch schön gelöst, wird die VESA-Halterung vom originalen Standfuß verdeckt.

VESA-Halterung mit 100 mm Lochabstand auf der Displaygehäuserückseite
VESA-Halterung mit 100 mm Lochabstand

Für das Kabelmanagement gibt es eine Ausbuchtung auf der Standfußrückseite. Das ist aber mehr eine Alibilösung. Erstens steht nicht sonderlich viel Platz in dieser Ausbuchtung zur Verfügung. Zweitens wirkt der Halterungsstift nicht besonders stabil. Außerdem ist die Position dieser Kabelhalterung nicht sinnvoll gewählt. Aber vielleicht soll sie einfach nur dem Design dienen, denn schick sieht sie schon aus.

Kabelführung auf der Standfußrückseite des LG 38GN950-B
Kabelführung auf der Standfußrückseite

Der LG 38GN950-B besitzt einige Belüftungsöffnungen. Am auffälligsten sind jene an der Gehäuseoberseite, da sie rot eingefärbt sind. Weitere Öffnungen befinden sich um den RGB-LED-Ring, ebenfalls in roter Akzentfarbe, und an der Gehäuseunterseite. Da der Monitor ein externes Netzteil besitzt und LEDs nur wenig Wärme erzeugen, wären so viele Belüftungsöffnungen vermutlich nicht notwendig gewesen. Womöglich geht der Hersteller einfach auf Nummer sicher.

Belüftungsöffnungen mit roter Akzentfarbe
Belüftungsöffnungen mit roter Akzentfarbe

14 KOMMENTARE

  1. Mein Monitor ist leider ex gegangen (hochwertiger NEC 24 Zoll). Das Problem, ich brauche einen Allround Monitor, eher groß (home office, Spiele (RPG), Bildbearbeitung). Was wäre da der bessere, der hier oder der Eizo EV3895? Am liebsten hätte ich ja auch 4K, da meine Kamera 4K aufnimmt, aber das gibt es in der Art wohl noch nicht.

  2. Wer auf diese leider selten dämliche Software umsetzung mit dem Blinke-Blinke-Licht verzichten kann greift zum „LG 38WN95C“ sollte der gleiche Monitor sein ohne Blinke-Blinke, dafür mit Thunderbolt über USB-C! Bei gleichem Preis greift man immer zum „WN“! Wobei der „WN“ aktuell sogar günstiger ist.
    Das Blinke-Blinke Licht mag zwar nett aus sehen aber hat eine Verzögerung drinnen und man ist auf immer auf die Gnade von LG angewiesen für passende Treiber und Software. Die Software soll auch recht oft abstürzen, dann hilft nur ein Neustart um das Licht wieder in den Griff zu bekommen. Als USB Lösung wie es LG hier anbietet gibt es für kleines Geld besseres als „Bastellösung“ und selbst für HDMI gibt es Lösungen wo das Signal durchgeschliffen wird ohne Sofware am PC.

    • Laut LG-Website ist der Unterschie dann doch etwas größer für Leute, die Wert drauf legen. Auf der Herstellerwebsite gibts ne Vergleichsfunktion, die auf die Schnelle folgende Unterschiede offenbart:

      WN hat zusätzlich:
      – 6 Achsen Farbkontrolle
      – 1x Thunderbold 3.0
      – Hochwertigeres (?) Gehäuse und Standfuß samt (wahrscheinlich) besserer Ergonomiemöglichkeiten
      – Integriertet Lautsprecher

      Dafür fehlt dem WN:
      – G-Sync
      – Formatumschaltung zw. Wide, Original, Cinema 1, Cinema 2, 1:1
      – 166 und 175Hz OC

      Wers genauer wissen will sollte sich nicht nur auf den Vergleich verlassen sondern in den Handbüchern nachsehen. Die Vergleichstabellen sind in der Regel (absichtlich) nicht ganz so genau….

      https://www.lg.com/de/monitore/lg-38wn95c-w
      https://www.lg.com/de/monitore/lg-38gn950-b

  3. Vielen vielen Dank für den Test. Hab ich schon gespannt darauf gewartet. 🙂
    Ich habe den GN950 heute bekommen und bin vollkommen begeistert. Hatte vorher einen 21:9 Asus ROG 35Zoll und der kann in keinster Weise mithalten.

    Aber wieso ich eigentlich schreibe. 🙂
    Man kann auch dem GN950 eine 10Bit-Farbtiefe verpassen – zumindest mit einer Nvidia-Karte.
    Wenn man in der Nvidia-Systemsteuerung unter „Auflösung ändern“ auf eine paar Hz verzichtet und in von 144 auf 120 Hz einstellt kann man dann darunter auf „Nvidia-Farbeinstellungen“ klicken und dort sind dann auch 10 bpc auswählbar.
    Ob das einen Effekt hat kann ich nicht sagen… optisch konnte ich so keinen Unterschied feststellen.

    Dumme Frage… welches Ausgabe-Farbformat ist eigentlich das beste?
    Weil dort kann man jetzt RGB, YCbCr422 oder YCbCr444 auswählen.

    • Hallo Markus. Es freut mich dass du so begeistert bist vom LG 38GN950-B und bedanke mich für dein Feedback. Danke auch für den Hinweis wegen der Farbtiefe bei 120 Hz. Hätte ich nicht schon den kleineren Bruder, den LG 34GN850-B, hätte ich ihn mir auch geholt. Vor allem das 24:10 Bildformat spricht absolut für den 38GN950-B.

      Was deine Frage betrifft, RGB ist die bevorzugte Wahl.

      Ich wünsche dir weiterhin viel Freude mit dem LG 38GN950-B!

    • Hallo Markus,

      ich nutze das Panel und habe auch mit 8/10bit herumexperimentiert. Im Alltag kein Unterschied, die meisten Quellen sind sowieso 8bit und auch Windows stellt wohl nur 8bit dar. In Photoshop etc. kann man umstellen auf 10bit, aber hier muss auch die Quelle das unterstützen. Also wenn, dann halte ich das für die Postproduktion von Video- und Bildmaterial für sinnvoll, für alles andere ist 8bit besser, da manchmal das Bild bei 144Hz flüssiger wirkt als bei 120Hu. Und 444 ist besser, da hier die maximalen Bildinformationen für jeden Farbkanal übertragen werden.

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