Test ASUS VG28UQL1A: 4K-Gaming-Monitor mit ELMB-Sync
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Interpolation

Die Option, das Bildseitenverhältnis ändern zu können, ist bei ASUS-Displays immer unter „Bildeinrichtung -> Kontrollen“ zu finden – am Computer aber sowohl an AMD- als auch an NVIDIA-GPUs ausgegraut und damit nicht wählbar. Eine direkte Schärfeoption ist im OSD-Menü nicht vorhanden. Einzig die Einstellung „VividPixel“ bietet unter anderem einen leichten Schärfegewinn, der aber nur marginaler Natur ist.

Testgrafik native Auflösung
Testgrafik native Auflösung
Testgrafik 1280 x 720
Testgrafik 1280 x 720

Unsere Testgrafik wird bei nativer Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten natürlich detailreich und scharf abgebildet. Setzt man die Auflösung herunter, entsteht zwangsläufig mehr Platz, der aufgefüllt werden muss. Dies geschieht durch zusätzlich eingefügte graue Pixel. Bei einer Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten kann man dies gut an den dickeren Konturen und dem leichten Unschärfe-Eindruck erkennen.

Trotzdem lässt sich selbst das sehr feine Muster im Inneren des Kreuzes noch erkennen. Die Darstellung von Text ist bei kleineren Auflösungen zwar etwas matschiger und verfügt über weichere Außenlinien, aber selbst bei sehr kleinem und fettem Schriftgrad noch klar zu lesen.

Textwiedergabe native Auflösung
Textwiedergabe native Auflösung
Textwiedergabe 1280 x 720
Textwiedergabe 1280 x 720

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden das Kolorimeter X-Rite i1 DisplayPro und das Spektrofotometer X-Rite i1Pro eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2

Vor der Kalibrierung erreicht das Display eine Abdeckung des sRGB-Farbraums von 96 %, der nach der Kalibrierung auf 99 % anwächst und damit in beiden Fällen ein sehr gutes Ergebnis darstellt.

Messungen vor Kalibration und Profilierung

Farbmodus: Racing Modus

Diagramm: Graubalance in der Werkseinstellung
Graubalance in der Werkseinstellung

Ab Werk zeigt der ASUS VG28UQL1A im Grunde eine schön neutrale Abstimmung. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,94 und einer Range von 1,31 wird gerade noch eine gute Bewertung erreicht. Wir müssen allerdings eine Note abziehen, da der Weißpunkt mit einem Delta E von 5,72 zu weit verfehlt wird. Das durchschnittliche Gamma liegt im Mittel bei 2,09, was für ein unkalibriertes Display völlig in Ordnung ist.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Diagramm: Farbwiedergabe in der Werkseinstellung
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung

Unter „GameVisual“ existiert eine sRGB-Emulation. Überraschenderweise lässt sich hier sogar die Leuchtdichte einstellen, sodass der Modus sinnvoll einsetzbar ist. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,46 und einer Range von 0,92 erreichen die Grauwerte ein sehr gutes Ergebnis und die bunten Farben mit einem Delta E94 von 1,24 eine gute Benotung. Doch auch hier ist die Farbtemperatur zu warm geraten und zeigt mit einem Delta E von 5,69 zum anvisierten Weißpunkt eine zu hohe Abweichung. Aufgrund dessen gibt es erneut eine Abwertung um eine Note, was mit einer befriedigenden Gesamtbewertung einhergeht.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der ASUS VG28UQL1A aus Quato iColor Display heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Folgende Werte wurden für die Kalibrierung im OSD-Menü eingestellt: Helligkeit 33, Rot 89, Grün 89, Blau 100.

Profilvalidierung

Diagramm: Validierung der Monitorkalibration
Validierung der Monitorkalibration

Der ASUS VG28UQL1A zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Grauwerte und Farbwerte zeigen ein sehr gutes Ergebnis.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Monitor kalibriert (sRGB)
Monitor kalibriert (sRGB)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,37 und einer Range von 1,0 messen wir bei den Grauwerten ein sehr gutes Ergebnis. Bei den bunten Farben zeigt die blaue Farbe zwar eine recht hohe Abweichung, dafür wurden die restlichen Farben aber sehr schön eingefangen, was in der Gesamtheit mit einem Delta E94 von 0,49 ein sehr gutes Ergebnis ergibt. Insgesamt ist das ein tolles Resultat und zeigt, was sich nach einer Kalibrierung aus dem ASUS VG28UQL1A herausholen lässt.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 1 ms (GtG) genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und unter „Gaming -> Variabler OD“ zu finden. Hier gibt es die Stellungen 0 bis 5. Als Standardwert ist „3“ voreingestellt.

Overdrive 60 Hz

60 Hz, Overdrive „0“

Diagramm: Überdurchschnittliche Schaltzeiten
Überdurchschnittliche Schaltzeiten
Diagramm: Unauffälliger Helligkeitsverlauf
Unauffälliger Helligkeitsverlauf

Bereits bei 60 Hz und deaktivierter Beschleunigung zeigt der ASUS VG28UQL1A überdurchschnittliche Schaltzeiten und kann sich im Vergleich zu anderen bereits getesteten Monitoren im vorderen Feld behaupten. Der Helligkeitsverlauf zeigt sich unauffällig.

60 Hz, Overdrive „3“

Diagramm: Durchweg ordentlich spielbare Schaltzeiten
Durchweg ordentlich spielbare Schaltzeiten
Diagramm: Überschwinger halten sich in Grenzen
Überschwinger halten sich in Grenzen

Die Performance kann sich auch bei mittlerem Overdrive in Stufe 3 sehen lassen. Auch hier zeigt sich das Display im Vergleich auf den vorderen Plätzen. Mit 5,4 ms für den Schwarz-Weiß-Wechsel, 3,1 ms für den schnellsten Grauwechsel, 4,3 ms als Durchschnittswert an 15 Messpunkten und schnellen 3,6 ms für den CtC-Wert lässt es sich bereits im unteren Aktualisierungsratenbereich bei 60 Hz ordentlich spielen. Auch der Helligkeitsverlauf fällt noch nicht durch extreme Überschwinger auf.

60 Hz, Overdrive „5“

Diagramm: Erneut effektive Kürzung der Schaltzeiten
Erneut effektive Kürzung der Schaltzeiten
Diagramm: Starke Überschwinger werden sich in der Bildqualität niederschlagen
Starke Überschwinger werden sich in der Bildqualität niederschlagen

Bei maximalem Overdrive werden die Schaltzeiten erneut effektiv gekürzt. Allerdings werden analog dazu auch starke Überschwinger produziert, die sich garantiert in der Bildqualität bemerkbar machen werden. Im Teil „Subjektive Beurteilung“ schildern wir, wie stark das Bild leidet.

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