Test ASUS XG49VQ – Gaming-Monitor mit klasse Immersion
3/7

2
24 917

OSD

Das OSD-Menü kommt im üblichen Drei-Spalten-Look mit Kopfzeile, die über die grundlegenden Einstellungen informiert.

Eingeteilt ist das Menü in acht Kategorien mit vielen Einstellungsmöglichkeiten. Aufgrund der Tatsache, dass wir es mit einem Gaming-Display zu tun haben, interessieren uns natürlich die Anzahl der möglichen Speicherplätze und die Konfigurierbarkeit der einzelnen GameVisual-Bildmodi. Hier bietet der ASUS ROG Strix XG49VQ mehr als notwendig, da sich bis auf den sRGB-Modus sämtliche Presets abändern lassen und in ihren Einstellungen verbleiben, bis der Monitor über das OSD-Menü zurückgesetzt wird.

Das bedeutet, dass sieben Speicherplätze zur Verfügung stehen, und zwei weitere unter „MyFavorite“. Über die beiden letztgenannten lassen sich außerdem Einstellungen laden, die von anderen Benutzern des gleichen Monitormodells als AXML-Datei gespeichert wurden.

OSD-Hauptmenü
OSD-Hauptmenü
OSD-Bildeinrichtungsebene
OSD-Bildeinrichtungsebene

Der Umfang der Kategorien und Einstellungsmöglichkeiten unterscheidet sich nur marginal von dem der anderen ROG-Monitore. Die GamePlus-Toolbox mit Overlay-Target, Echtzeit-Timer, fps-Zähler und Anzeigenausrichtung gehört mittlerweile zum Standard. Auch der Blaulichtfilter in vier Abstufungen muss hier nicht erneut erklärt werden. Interessant ist noch die Kategorie „BUB-Einstellungen“. Mit dem ASUS XG49VQ ist es möglich, bis zu drei Quellen gleichzeitig anzuzeigen.

OSD-Einstellungsebene "Bildeinteilung"
OSD-Einstellungsebene „Bildeinteilung“
OSD-Einstellungsebene "Bildeinteilung Quellenzuweisung"
OSD-Einstellungsebene „Bildeinteilung Quellenzuweisung“

Diese können in den weiteren Einstellungen auf dem Display verteilt und unter „Farbeinstellungen“ einzeln einem Bildmodus zugeordnet werden. Praktisch funktioniert das Prinzip allerdings nicht so gut, da die Auflösung von 1280 x 1080 Pixeln kein sehr geläufiges Bildformat ist. Hier kommt es letztendlich auf die Konfigurierbarkeit des jeweiligen Quellgerätes an. Einfache BD-Player sind hier eher schlecht aufgestellt. Außerdem verliert der ASUS ROG Strix XG49VQ bei diesen Einstellungen die Spiel-Eigenschaften.

Zwei Quellen nebeneinander
Zwei Quellen nebeneinander
Drei Quellen nebeneinander
Drei Quellen nebeneinander

Das OSD-Menü kann durchweg überzeugen. Nach einer kurzen Zeit hat man sich an die Anordnung der Tasten gewöhnt und kann die Einstellungen über den Fünf-Wege-Joystick völlig intuitiv verändern. Auch der Umfang der Einstellungsmöglichkeiten ist mehr als ausreichend.

Das Monitor-Setup lässt sich zudem durch die Software „DisplayWidget“, die von der Produkt-Website heruntergeladen werden kann, verändern. Wer mit der üblichen Methode des OSD-Menüs auf Kriegsfuß steht, sollte diese Option ausprobieren. Hier sind auch sämtliche Funktionen vorhanden und zum Teil sogar ergänzt.

Das Monitor-Setup lässt sich auch über die Software „DisplayWidget“ verändern
Das Monitor-Setup lässt sich auch über die Software „DisplayWidget“ verändern

Bildqualität

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 90, Kontrast 80, Gamma 2.2, Bildmodus „Racing“. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Graustufen des ASUS ROG Strix XG49VQ
Graustufen des ASUS ROG Strix XG49VQ

Bei der Graustufendarstellung zeigt der ASUS ROG Strix XG49VQ ein respektables Ergebnis. Sowohl die hellen als auch die dunklen Farbtöne heben sich vom Hintergrund ab. Bei den hellen Farbtönen kann man ab dem drittletzten Feld einen minimalen Farbstich erkennen. Er zeigt aber nicht den üblichen Gelb-, sondern einen leichten Rotstich. Die typische Farbtreppe nahe der Mitte hält sich zudem bei frontaler Sicht erfreulich in Grenzen. Diese verstärkt sich natürlich, je weiter man sich aus dem Zentrum entfernt, und auch der Rotstich wird auffallender und zeigt sich orangefarben. Eine zweite Farbtreppe im Verlauf nach außen, wie sie oft bei VA-Panels vorkommt, ist jedoch nicht zu erkennen.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung des Dsiplays bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung des Displays bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Dank des VA-Panels bekommt man ein tolles Schwarzbild zu sehen. Bei genauerem Hinsehen in einem völlig abgedunkelten Raum sind am Bildrand entlang Highlights zu erkennen, die sich im normalen Betrieb aber nicht bemerkbar machen. Bei längerer Belichtungszeit ist die Herkunft der Spots dann genauer zu erkennen.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf
Helligkeits- und Kontrastverlauf

Mit einer maximalen Helligkeit von 491 cd/m² bei nativem Weißpunkt erreicht das Panel eine enorme Leuchtdichte. Um allerdings auf D65 zu kommen, sind starke Korrekturen an den RGB-Gain-Reglern vorzunehmen. Mit 408 cd/m² verliert das Panel rund 20 % an Leuchtkraft. Die niedrigste Leuchtdichte liegt bei 70 cd/m². Das könnte für einige Nutzer beim Arbeiten in absoluter Dunkelheit schon zu hoch sein.

Laut Datenblatt erreicht der ASUS ROG Strix XG49VQ ein Kontrastverhältnis von 3000:1. Hier kann das Display richtig punkten, da wir ein durchschnittliches Kontrastverhältnis von 3520:1 messen. Maximal wurde 3600:1 erzielt. Nach der Kalibrierung verringert sich das Kontrastverhältnis auf 3366:1, was ein hervorragendes Ergebnis darstellt.

2 KOMMENTARE

  1. Ein maximal immersives Erlebnis mit 1080p für gleichen Preis wie ein Samsung CRG9, oder aktuelle VR-Hardware… Einfach nur keine Ahnung von aktueller Hardware, oder nur ein weiterer PR-Artikel. Wieso wundert ihr euch dann über schlechte Bewertung?

  2. Falls euch ein Test mal nicht gefällt, wäre es hilfreich zu Wissen, warum genau. Es ist zwar einfacher den Button zu klicken, aber um etwas an den Tests zu optimieren, ist ein Kommentar zusätzlich hilfreicher. Danke schon mal vorab.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen

* Sie müssen das Kästchen aktivieren, ansonsten können Sie keinen Kommentar erstellen. Sollten Sie dennoch versuchen Ihren Kommentar zu posten, ohne akzeptiert zu haben, wird eine neue Seite geöffnet und Sie erhalten einen Hinweis. Alle eingetragenen Daten, inklusive des Kommentars, gehen dabei verloren!