Test ASUS XG49VQ – Gaming-Monitor mit klasse Immersion
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Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der ASUS ROG Strix XG49VQ aus Quato iColor Display heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Folgende Werte wurden für die Kalibrierung im OSD-Menü eingestellt: Helligkeit 16, Kontrast 80, Farbtemperatur Anwendermodus (Rot 100, Grün 92, Blau 93).

Profilvalidierung

Diagramm: Validierung der Monitorkalibration
Validierung der Monitorkalibration

Die Kalibrationsziele wurden zwar allesamt erreicht, und auch die Graubalance konnte auf ein gutes Ergebnis gebracht werden. Problematisch erscheinen allerdings die bunten Farben, die trotz einer Abdeckung des sRGB-Farbraums von 99 % zu hohe Abweichungen zeigen. Mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 2,66 und einem maximalen Delta E94 von 6,19 eignet sich der ASUS ROG Strix XG49VQ für farbkritische Arbeiten nicht.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Monitor kalibriert (sRGB)
Monitor kalibriert (sRGB)

Nach der Kalibrierung verbessern sich die Ergebnisse, allerdings sind die Abweichungen bei den Farben noch zu hoch, sodass nur eine befriedigende Wertung erzielt wird. Die Gammakurve kann überzeugen, ebenso die Graubalance. Sowohl die durchschnittliche Abweichung als auch die Range warten jetzt mit einem guten Ergebnis auf.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

DCI-P3-Farbmodus (Farbmodus: Racing, Farbtemperatur: warm)

Diagramm: Farbwiedergabe im DCI-Farbraum
Farbwiedergabe im DCI-Farbraum

Der ASUS ROG Strix XG49VQ verfügt zwar über keinen emulierten DCI-P3-Farbraum, doch laut Produkt-Website soll der Monitor eine Abdeckung von 90 % erreichen. Dieses Ziel wird mit einem Ergebnis von 85 % nicht ganz erreicht.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 4 ms (Grau zu Grau) genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und unter „Bildeinrichtung -> OD“ zu finden. Hier gibt es die Stellungen 0 bis 5. Als Standardwert ist „3“ voreingestellt.

Overdrive 60 Hz

60 Hz, Overdrive „0“

Diagramm: Unterdurchschnittliche Schaltzeiten
Unterdurchschnittliche Schaltzeiten
Diagramm: Keine Überschwinger
Keine Überschwinger

Bei deaktiviertem Overdrive und 60 Hz passiert noch nichts Interessantes. Hier werden nur unterdurchschnittliche Schaltzeiten erreicht, die noch nichts mit einem Gaming-Display zu tun haben.

60 Hz, Overdrive „3“

Diagramm: Die Schaltzeiten ziehen ordentlich an
Die Schaltzeiten ziehen ordentlich an
Diagramm: Keine Überschwinger
Keine Überschwinger

Bei mittlerem Overdrive werden die Schaltzeiten bereits effektiv verkürzt und können den ASUS ROG Strix XG49VQ Performance-technisch bei sämtlichen Messarten im oberen Drittel platzieren. Der Helligkeitsverlauf zeigt keine Überschwinger.

60 Hz, Overdrive „5“

Diagramm: Bis auf den Schwarz-Weiß-Wechsel gute Schaltzeiten
Bis auf den Schwarz-Weiß-Wechsel gute Schaltzeiten
Diagramm: Heftige Überschwinger
Heftige Überschwinger

Bei 60 Hz und maximalem Overdrive werden bis auf dem Schwarz-Weiß-Wechsel ordentliche Schaltzeiten erreicht. Der für uns so wichtige CtC-Wert ist mit 4,4 ms auch schnell genug, sodass kritische Farbübergänge keinerlei Hürden darstellen und scharf abgebildet werden. Der Input-Lag mit 12,6 ms dürfte für schnelle Shooter aber etwas kürzer ausfallen.

Analog zu den Schaltzeiten weist der Helligkeitsverlauf jedoch einen heftigen Peak auf, der sich nachteilig auf die Bildqualität auswirkt.

Overdrive 144 Hz

144 Hz, Overdrive „0“

Diagramm: Unterdurchschnittliche Schaltzeiten
Unterdurchschnittliche Schaltzeiten
Diagramm: Neutrale Abstimmung
Neutrale Abstimmung

Auch bei 144 Hz und deaktiviertem Overdrive werden Schaltzeiten gemessen, die für den Spielbetrieb ungeeignet sind. Doch bereits hier zeigt sich, dass das Display für den 144-Hz-Betrieb optimiert wurde, da die Latenz von 12,6 ms bei 60 Hz auf 1 ms bei 144 Hz zurückgeht.

Auch die Helligkeitsübergänge erscheinen nun etwas präziser (weniger Ripple in der Sprungantwort).

144 Hz, Overdrive „3“

Diagramm: Mittelmäßige Schaltzeiten
Mittelmäßige Schaltzeiten
Diagramm: Sauberes Signal ohne Überschwinger
Sauberes Signal ohne Überschwinger

Bei mittlerem Overdrive und 144 Hz ziehen die Schaltzeiten nicht stark an. Hier werden gegenüber vielen anderen Gaming-Displays nur unterdurchschnittliche Werte erreicht. Besonders der CtC-Wert ist hier mit 16,8 ms noch zu langsam.

Der Helligkeitsverlauf zeigt ein sauberes Signal.

144 Hz, Overdrive „5“

Diagramm: Starker Peak im Helligkeitsverlauf
Starker Peak im Helligkeitsverlauf

Bei maximalem Overdrive schneidet der ASUS ROG Strix XG49VQ Performance-technisch gut ab und muss lediglich Displays mit TN-Panel den Vortritt lassen. Trotzdem reichen die Schaltzeiten vollkommen aus, um auch Pro-Gamer zufriedenstellen zu können. Mit einem CtC-Wert von 3,6 ms werden Farbübergänge messerscharf abgebildet.

Aber auch hier zeigt der Helligkeitsverlauf einen starken Peak, der sich auf die Bildqualität auswirken wird. Wie stark sich die Überschwinger bemerkbar machen und ob die Overdrive-Stufe 4 die bessere Alternative ist, werden wir im Abschnitt „Subjektive Beurteilung“ behandeln.

2 KOMMENTARE

  1. Ein maximal immersives Erlebnis mit 1080p für gleichen Preis wie ein Samsung CRG9, oder aktuelle VR-Hardware… Einfach nur keine Ahnung von aktueller Hardware, oder nur ein weiterer PR-Artikel. Wieso wundert ihr euch dann über schlechte Bewertung?

  2. Falls euch ein Test mal nicht gefällt, wäre es hilfreich zu Wissen, warum genau. Es ist zwar einfacher den Button zu klicken, aber um etwas an den Tests zu optimieren, ist ein Kommentar zusätzlich hilfreicher. Danke schon mal vorab.

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