Test ASUS XG49VQ – Gaming-Monitor mit klasse Immersion
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Netzdiagramme

Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „0“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „0“
Netzdiagramm 144 Hz, Overdrive „0“
Netzdiagramm 144 Hz, Overdrive „0“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „3“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „3“
Netzdiagramm 144 Hz, Overdrive „3“
Netzdiagramm 144 Hz, Overdrive „3“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „5“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „5“
Netzdiagramm 144 Hz, Overdrive „5“
Netzdiagramm 144 Hz, Overdrive „5“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Die pfeilschnelle Verzögerung von nur 1 ms und eine mittlere Bildwechselzeit von nur 3,1 ms machen den ASUS ROG Strix XG49VQ mit einer Gesamtlatenz von 4,1 ms zu einem riesigen Display für schnelle Shooter-Spiele.

Subjektive Beurteilung

Neben dem umfangreichen Testparcours testen wir das Display auch in Bezug auf Handling und Spiel-Eigenschaften. Zusätzlich beurteilen wir das, was unsere Augen sehen. Dafür haben wir mit dem Monitor Filme geschaut, weitere kleine Sichttests durchgeführt und eine Zeit lang gespielt. Die Gaming-Performance lässt sich am besten mit Rennsimulationen testen. Hierfür kommt hauptsächlich das Spiel „Project CARS 2“ in der Cockpit-Ansicht zum Einsatz.

Grundlegendes

Um den ASUS ROG Strix XG49VQ in seinem gesamten Umfang nutzen zu können, ist es notwendig, eine aktuelle Grafikkarte von AMD der Serien RX 400, RX 500, Vega oder – frisch erschienen – Navi zu besitzen. Dies ist erforderlich, um auch HDR nutzen zu können.

Spielbetrieb 60 Hz und an Spielekonsolen

Eines vorweg: Auch wenn man das Glück hat, mit einer Xbox One X oder Xbox One S von einer höheren Aktualisierungsrate und FreeSync zu profitieren, ist es derzeit leider nicht möglich, die gesamte Breite des ASUS ROG Strix XG49VQ zu nutzen, ohne dass Spiele horizontal von 16:9 auf 32:9 gestreckt werden, was wirklich nicht schön anzusehen ist. So ist der Nutzen dieses Monitors bereits hier nicht gegeben. Die Darstellung bei 60 Hz ist ziemlich zähflüssig und verwischt recht stark. Besonders am Computer, wo bei einigen Spielen auch die Anzeige über die gesamte Breite des Bildes möglich ist, fallen die langsameren Schaltzeiten bei mittlerem Overdrive störend auf. Empfindlichen Leuten könnte hier schnell schwindelig werden. Wählt man die höchste Overdrive-Stufe aus, ist das Display zwar reaktionsfreudiger, doch die Bildfehler ruinieren das Gameplay. Wer eine Konsole zum Zocken nutzt, für den ist der XG49VQ nicht geeignet.

Spielbetrieb 144 Hz ohne FreeSync

Bei diesem Monitor fällt die Asynchronität zwischen Bildschirm und Grafikkarte auch bei 144 Hz noch extrem auf. Das liegt an dem begrenzten vertikalen Sichtfeld, bei dem nahe Objekte sehr viel größer angezeigt werden. Diese fangen durch die fehlende Synchronisation stark an zu zittern, wenn sie über den Bildschirm laufen. In „Project CARS 2“ fällt das besonders bei den Werbetafeln in Kurvenfahrten auf, was sich sehr unangenehm anfühlt. Selten haben wir FreeSync so herbeigesehnt, wie bei diesem Display.

Spielbetrieb mit FreeSync

Um das Format des ASUS ROG Strix XG49VQ richtig genießen zu können, sind die Voreinstellungen 144 Hz + FreeSync alternativlos. Erst jetzt machen Rennsimulationen an diesem Display unglaublichen Spaß. Auch die höchste Overdrive-Stufe lässt sich ohne Weiteres wählen, da der gemessene Peak im Abschnitt „Reaktionsverhalten“ nur ein kaum vernehmbares Nachleuchten an bewegten Objekträndern erzeugt. Eine Reduzierung des Overdrives von Stufe 5 auf Stufe 4 macht nur dann Sinn, wenn es auf eine perfekte Bildqualität ankommt. Dann verschwindet auch das letzte Nachleuchten. In der Regel wird man diesen Vorteil, besonders bei schnellen Shooterspielen nicht wahrnehmen können. Daher haben wir die höchste Overdrive-Stufe bevorzugt.

Man sollte die Spiel-Settings aber so wählen, dass die fps innerhalb der Range von 48 bis 144 Hz liegen, da sonst wieder das Zittern des Bildes anfängt. Wenn diese Dinge beachtet werden, erhält man ein überzeugendes smoothes Gameplay.

32:9-Format

Sicherlich unterstützen nicht alle Spiele das Super-Ultrawide-Format. Einige Games strecken das übliche 16:9-Format einfach nur in die Breite, was wirklich nicht schön anzusehen ist, während andere Titel zwar die Auflösung mit 3840 x 1080 Pixeln anbieten, sich aber einfach weigern und links und rechts schwarze Balken an das 16:9-Format setzen. Dies ist etwa bei „Resident Evil 7 biohazard“ der Fall. Einen richtigen Aha-Effekt erlebt man, wenn die Auflösung unverzerrt auf die gesamte Breite angezeigt wird. Wir konnten die Spiele „Project CARS 2“ und „Battlefield 1“ in diesem Format genießen. In Sachen Immersion ist es wohl nur noch durch VR zu übertreffen.

In Sachen Immersion ist das 32:9-Format kaum zu übertreffen (Auszug aus dem Spiel „Battlefield 1“)
In Sachen Immersion ist das 32:9-Format kaum zu übertreffen (Auszug aus dem Spiel „Battlefield 1“)

Spielbetrieb an Nvidia-Grafikkarten

Der ASUS ROG Strix XG49VQ gehört nicht zu den G-Sync-Compatible-Displays. Bei manchen Spielen fiel uns bei Ladebildschirmen ein merkliches Flackern auf, wovon während der Action aber nichts zu merken war. Die Synchronisation lief bei sämtlichen von uns getesteten Titeln einwandfrei.

Backlight

Das Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist der Bildschirm auch bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet.

Diagramm: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

HDR

Der ASUS ROG Strix XG49VQ kann HDR-Inhalte wiedergeben und ist offiziell vom VESA-Konsortium DisplayHDR-400-zertifiziert. Die Vorgaben für diese Zertifizierung sind auch noch nicht sonderlich hochgesteckt, da es sich hier um den Einstieg in die Welt der HDR-Bildschirme handelt. Zudem gehören etwas Glück und die passende Hardware dazu, damit Spiele den HDR-Modus freigeben. Auf Anhieb ist uns dies beim Spiel „Resident Evil 7 biohazard“ gelungen. Hier hat uns der Proband positiv überrascht. Obwohl das Panel nicht über „Local Dimming“ verfügt, ist der Effekt richtig sehenswert und hebt den Spielspaß gegenüber SDR enorm. Hier kommt ihm die recht hohe maximale Leuchtdichte zugute.

Bildeindruck ohne HDR (Auszug Spiel: „Resident Evil 7 biohazard“)
Bildeindruck ohne HDR (Auszug Spiel: „Resident Evil 7 biohazard“)
Bildeindruck mit HDR (Auszug Spiel: „Resident Evil 7 biohazard“)
Bildeindruck mit HDR (Auszug Spiel: „Resident Evil 7 biohazard“)

2 KOMMENTARE

  1. Ein maximal immersives Erlebnis mit 1080p für gleichen Preis wie ein Samsung CRG9, oder aktuelle VR-Hardware… Einfach nur keine Ahnung von aktueller Hardware, oder nur ein weiterer PR-Artikel. Wieso wundert ihr euch dann über schlechte Bewertung?

  2. Falls euch ein Test mal nicht gefällt, wäre es hilfreich zu Wissen, warum genau. Es ist zwar einfacher den Button zu klicken, aber um etwas an den Tests zu optimieren, ist ein Kommentar zusätzlich hilfreicher. Danke schon mal vorab.

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