Test BenQ TK800 – Projektor für Sportereignisse
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Inbetriebnahme

Ein- und ausschalten

Projektoren mit herkömmlicher Hochdrucklampe benötigen typischerweise eine Auf- und Abkühlphase. Dass solche Projektoren bis zur Anzeige des ersten Bildes ein bisschen Zeit benötigen, ist also durchaus normal.

Dass der BenQ TK800 nicht die prompten Ein-/Ausschaltzeiten eines LED-Beamers bietet, kann man ihm daher nicht verübeln. Allerdings gehört das Gerät ganz klar zu denen, die ganz besonders gemächlich zu Werke gehen.

Nach dem Betätigen der Power-Taste passiert 10 Sekunden lang zunächst gar nichts. Erst danach lässt der TK800 erste Anzeichen erkennen, dass er die Aufforderung loszulegen tatsächlich verstanden hat. Nach 34 Sekunden wird dann ein deutliches Brummgeräusch vernehmbar, dem sich etwa weitere 6 Sekunden später die Anzeige des BenQ-Logos hinzugesellt. Das darf man dann 15 Sekunden lang in Ruhe genießen, bis das Gerät mit der Quellsuche beginnt. Nach weiteren 6 Sekunden ist das endlich erledigt und das Bild wird angezeigt.

Insgesamt vergeht also gut 1 Minute, bis man mit der Filmvorführung beginnen kann. Bei der Fußball-WM sollte man also erst den Beamer einschalten und dann das Bier aus dem Kühlschrank holen, und nicht umgekehrt.

Nach dem Ausschalten drehen die Lüfter erneut etwas hoch und sorgen in der Abkühlphase noch gut 1 ½ Minuten dafür, dass kein Hitzestau entsteht und die Lampe ordentlich abgekühlt wird – allerdings auch mit entsprechendem Geräuschpegel.

Betriebsgeräusch

Das Betriebsgeräusch beträgt laut Hersteller 33 dB(A) im Normal- und 29 dB(A) im Eco-Modus. Das mag messtechnisch auch richtig sein, sagt aber über den subjektiv empfundenen Lärmpegel herzlich wenig aus.

Soweit für uns ersichtlich, hängt die Lüfterlautstärke primär mit der gewählten Lampenleistung zusammen, die unabhängig vom gewählten Bildmodus in zwei Stufen (Normal-/Sparmodus) geregelt werden kann. Im laufenden Betrieb bleibt die Drehzahl dann – abhängig von der Raumtemperatur – jeweils konstant.

Nach dem Einschalten überrascht der BenQ TK800 hier erst mal mit einem deutlich vernehmbaren Brummgeräusch, das sich auch mit dem Herunterregeln der Lampenleistung nicht reduzieren lässt. Das Geräusch hört sich so ähnlich an wie das typische Lautsprecherbrummen (hohes Volume, kein Eingangssignal). Den internen Lautsprecher hatten wir aber vollständig deaktiviert. Es kommt ganz offensichtlich auch gar nicht von dem relativ großen Lüfter, der eher dezent zu Werke geht.

Angenehm großer und leiser Lüfter, aber Brummgeräusch durch Pixel-Shifting
Angenehm großer und leiser Lüfter, aber Brummgeräusch durch Pixel-Shifting

Das Geräusch ist aber so eindringlich, dass man meinen könnte, das Gerät sei defekt. Das Handbuch ist bei der Ursachensuche leider wenig hilfreich. Allerdings hatten wir eine Vermutung und kamen der Fehlerquelle so auf die Spur:

Beim BenQ TK800 handelt es sich gar nicht um ein echtes 4K-Gerät. Die native Auflösung beträgt lediglich 1920 x 1080 Pixel, die mithilfe einer Pixel-Shift-Funktion aufgepeppt werden. Selbige lässt sich im Display-Menü mit der Funktion „Silence“ ausschalten. Dann ist das Betriebsgeräusch des BenQ TK800 sogar bei hoher Lampenleistung vergleichsweise angenehm leise. Die Einbußen bei der Bildqualität sind aber sehr deutlich und beziehen sich nicht nur auf die Auflösung, sondern auch auf die Farbbrillanz.

Unsere subjektive Einschätzung

Das Abschalten des 4K-Enhancements über die Silence-Funktion ist eigentlich keine echte Option, die Einbußen bei der Bildqualität mag man eher nicht in Kauf nehmen. Insbesondere in Verbindung mit einer anständigen Surround-Anlage kann man mit ihr bei Sportereignissen oder primär actionlastigen Spielfilmen aber ohne Weiteres im Geschehen versinken, sodass man das Betriebsgeräusch des BenQ TK800 nicht mehr wahrnimmt. Das gilt natürlich erst recht für gewerbliche Installationen in einer Sportkneipe etc.

Will man das Gerät aber im heimischen Wohnzimmer auch als Fernseher-Ersatz mit reduzierter Zimmerlautstärke oder für romantische Spielfilme mit vielen ruhigen Passagen verwenden, dann kann das Betriebsgeräusch schnell nervig werden. Spätestens wenn die akustische Film- bzw. Musikkulisse entfällt (Surfen, Diashow etc.), ist man froh, wenn man das Gerät wieder abschalten kann.

Stromverbrauch, Kühlung und Wartung

Stromverbrauch

Die Leistungsaufnahme im Betrieb wird vom Hersteller mit maximal 385 Watt angegeben. Der Verbrauch im Standby soll weniger als 0,5 Watt betragen.

Nach unseren Messungen werden die Herstellerangaben hier sehr gut eingehalten:

Hersteller Stromverbrauch in Watt/h
Lichtmodus: normal 313
Lichtmodus: Sparmodus 234
Standby < 0,5

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