Test BenQ TK800 – Projektor für Sportereignisse
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Kühlung und Wartung

Wie auf den verschiedenen Produktabbildungen weiter oben gut zu sehen, ist der BenQ TK800 vorn und auf beiden Seiten offenherzig mit Lüftungsgittern versehen. Das bedeutet natürlich auch viel Angriffsfläche für Staubablagerungen.

Für Durchluft sorgen zwei große Lüfter (vermutlich 12–14 mm). Auf der rechten Seite wird frische Luft in das Gerät gesaugt und die warme Abluft auf der linken Seite durch einen schräg angebrachten Lüfter teils nach vorn, teils zur Seite wieder aus dem Gerät befördert.

Im Abluftbereich ist schon eine deutliche Erwärmung spürbar. Insgesamt macht die Lösung des TK800 bei der Kühlung aber einen guten und flexiblen Eindruck. Auch wenn das Gerät hinter einem steht, bekommt man nicht gleich die Haare geföhnt.

Bei Projektoren mit Hochdrucklampe muss diese regelmäßig ausgetauscht werden. Zudem nimmt bis zum Ende der Lebensdauer die Lichtleistung merklich ab und beträgt am Ende nur noch etwa die Hälfte der Anfangsleistung. Bei regelmäßiger Nutzung muss man alle zwei bis drei Jahre die Lampe und den Lüftungsfilter erneuern, und das ist durchaus kostspielig.

Die Lebensdauer einer Lampe gibt BenQ mit bis zu 10 000 Stunden an. Das ist schon bemerkenswert lang. Was tatsächlich herauskommt, hängt aber vom verwendeten Lampenmodus ab. Die maximale Lebensdauer bekommt man nur im Sparmodus. Laut Handbuch schlägt der Normalmodus mit einem Faktor 2,5 und der SmartEco-Modus mit einem Faktor 1,25 zu Buche.

Wird der Beamer nur im Normalmodus betrieben, reduziert sich die Lebensdauer also auf 4000 Stunden. Für das Heimkino bei abgedunkeltem Raum ist die Lichtleistung des Sparmodus aber mehr als ausreichend. Grob gerundet muss die Lampe also nach 2,5 bis 6,5 Jahren ausgetauscht werden.

Zum Lampenwechsel muss oben eine verschraubte Abdeckplatte entfernt werden (Screenshot Handbuch BenQ)
Zum Lampenwechsel muss oben eine verschraubte Abdeckplatte entfernt werden (Screenshot Handbuch BenQ)

Der Austausch der Lampe erfolgt über eine fest verschraubte Abdeckung an der Oberseite. Im Gegensatz zu anderen Projektoren ist also ein Austausch auch bei Decken-Installation problemlos möglich.

Eine regelmäßige Reinigung bzw. ein häufiger Austausch des Luftfilters sind bei DLP-Projektoren im Gegensatz zu LCD-Projektoren nicht nötig. Der TK800 ist hier keine Ausnahme und damit bis zum nächsten Lampenwechsel praktisch wartungsfrei. Lediglich die Frontlinse sollte man gelegentlich – am besten mit einem Blasebalg – entstauben.

Im Vergleich zur LCD-Technik ist das schon ein großer Vorteil, denn wenn man dort die regelmäßige Reinigung des Luftfilters vernachlässigt (ca. alle 100 Betriebsstunden), führt das zu einer erhöhten Erwärmung mit lauteren Lüftern und auf Dauer zu einer vorzeitigen Alterung der Lampe.

Bedienung und OSD

Die wichtigsten Tasten findet man auf der Geräte-Oberseite. Sie lassen sich gut bedienen, haben einen klaren Druckpunkt und unterstreichen den wertigen Eindruck des Designs. In der Praxis wird die Bedienung aber in der Regel über die exzellente Fernbedienung erfolgen, die ebenfalls sehr zu überzeugen weiß.

Bedienfeld am Projektor
Bedienfeld am Projektor
BenQ TK800 Projektor mit Fernbedienung
Projektor mit Fernbedienung
Projektor mit beleuchteter Fernbedienung
Projektor mit beleuchteter Fernbedienung
Fernbedienung im Dunkeln mit orange leuchtenden Tasten
Fernbedienung im Dunkeln mit orange leuchtenden Tasten

Die Fernbedienung lässt keine Wünsche offen. Sie liegt gut in der Hand, die verschiedenen Funktionsbereiche sind klar abgegrenzt und sinnvoll strukturiert. Die hervorgehobenen und gummierten Tasten lassen sich auch ohne Sichtkontakt leicht finden und haben einen klaren Druckpunkt. Mit der leicht zu findenden Taste ganz unten kann zudem eine orangefarbene Tastenbeleuchtung eingeschaltet werden. Für wichtige Funktionen sind Direktwahltasten vorhanden.

OSD: ausreichend groß und gut zu lesen
OSD: ausreichend groß und gut zu lesen

Das OSD des TK800 ist eher nüchtern und funktional gehalten. Dabei sind die Einstellungen klar gegliedert und auf insgesamt sechs Hauptmenü-Ebenen verteilt. Der Funktionsumfang ist enorm und lässt in den erweiterten Einstellungen auch eine individuelle Kalibrierung zu.

OSD: Bildeinstellungen
OSD: Bildeinstellungen
OSD: Display-Einstellungen
OSD: Display-Einstellungen
OSD: Installation
OSD: Installation
OSD: System-Einstellungen
OSD: System-Einstellungen
OSD: Erweiterte System-Einstellungen
OSD: Erweiterte System-Einstellungen
OSD: Informationsanzeige
OSD: Informationsanzeige

Die Bedienung läuft überwiegend flüssig und verzögerungsfrei. Etwas nervige Wartezeiten genehmigt sich der BenQ TK800 aber bei dem Umschalten zwischen den Bildmodi, der Lampenleistung und der Silence-Funktion. Auch lässt BenQ bei den Erläuterungen im Handbuch durchaus noch Verbesserungspotenzial hinsichtlich Kundenorientierung und Nutzerfreundlichkeit offen.

OSD: Direktauswahl für die wichtigsten Funktionen
OSD: Direktauswahl für die wichtigsten Funktionen

Sobald man seine präferierten Einstellungen gefunden hat, braucht man das Menü nur noch selten. Zahlreiche Direktwahltasten auf der Fernbedienung rufen die betreffende Funktion sofort auf. Eine Einstellmöglichkeit bzw. Bestätigung der gewählten Einstellung erfolgt mit einer kleinen Einblendung.

Die Menüs werden grundsätzlich als Überlagerung des bisherigen Bildes eingeblendet. Filme laufen im Hintergrund weiter. Die Auswirkung der Einstellungen kann man unmittelbar im Bild sehen. Insgesamt ist auch die Bedienung des TK800 gelungen.

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