Test des Acer CB343CUR J0 mit 140 W starkem USB-C-Dock
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Bildqualität

Die Oberfläche des Panels ist zumindest bei frontaler Sicht gut entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugt dennoch bei einem schwarzen Bild sichtbare Reflexionen auf dem Bildschirm. Im Alltagseinsatz ist davon aber nur wenig zu bemerken.

Beim Reset (Werkseinstellungen) stellt der Acer CB343CUR J0 folgende Werte ein:

Bildmodus: Standard
Helligkeit: 80 (Maximale Helligkeit „Ein“)
Kontrast: 50
Gamma: 2,2
Farbraum: Standard
Farbtemperatur: Warm
RGB: Nur im Benutzermodus
Schwarzverstärkung: 5

Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Auflösung

Die UWQHD‑Auflösung (3440 × 1440 Pixel, 21:9) verteilt sich auf 34 Zoll und bietet somit 109 ppi. Das ist folglich identisch mit einem 27 Zoll großen WQHD‑Monitor (2560 × 1440). Die Bezeichnung ppi steht für „pixel per inch“, also Pixel pro Zoll. Diese Maßeinheit beschreibt die Auflösung eines Bildes, ohne jedoch Angaben über die Ausgabegröße zu machen.

Die Schriftdarstellung kann bei Bedarf unter Windows über die Skalierung oder per ClearType noch an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

Graustufen

Die Graubalance macht beim Acer CB343CUR J0 bereits ab Werk einen ausgezeichneten Eindruck. Die Graustufen wirken völlig neutral. Die hellsten und dunkelsten Stufen lassen sich vollständig unterscheiden. Beide Bildschirmhälften wirken dabei absolut identisch.

Testbild der Graustufen-Darstellung vom VSA-Panel
Testbild der Graustufen-Darstellung

Selbst feinste Grauverläufe werden korrekt wiedergegeben. Es sind keine Farbverzerrungen und nur minimale Banding-Effekte zu erkennen. Auf der Ausgabeseite im Grafikkarten-Treiber kann ein 10-Bit-Signal (8 Bit + FRC) eingestellt werden.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild, ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Bei mittiger Blickrichtung sind in den Randbereichen und Ecken leichte Hotspots erkennbar. Bei der Darstellung von Bildinhalten sind sie jedoch nicht wahrnehmbar. Lediglich bei Filmen können sie auffallen, wenn oben und unten Ränder eingeblendet werden. Die Ausleuchtung verpasst knapp eine gute Wertung.

Ausleuchtung seitlich
Ausleuchtung seitlich

Bei stärkerer Abweichung von der mittigen Sitzposition sind insbesondere in den Ecken Farb-Drifts ins Rötliche erkennbar. Die Hotspots sind bei seitlicher Betrachtung deutlich ausgeprägter.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf 6500 K als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Diagramm vom Helligkeits- und Kontrastverlauf
Helligkeits- und Kontrastverlauf

Wir ermitteln eine maximale Helligkeit von 418,1 cd/m², was deutlich über der vom Hersteller angegebenen Marke von 350 cd/m² liegt. Die Leuchtdichte kann bis auf 53,9 cd/m² reduziert werden, was für das Arbeiten in einer vollständig abgedunkelten Umgebung geeignet ist.

Um die vollen Helligkeitswerte zu erzielen, ist es notwendig, im OSD unter „Bild → Maximale Helligkeit“ die Einstellung zu aktivieren („Ein“). Ab Werk wird mit 80 % ein Helligkeitswert von 136 cd/m² erzielt. Mit aktivierter Option „Maximale Helligkeit“ sind es dagegen 380,7 cd/m².

Ein statisches Kontrastverhältnis des VA-Panels nennt der Hersteller nicht. Gemäß unseren Messungen liegt es nach der Kalibrierung bei sehr guten 2785:1. Der Durchschnittswert unserer Messungen beträgt 2572:1 und der Höchstwert 2695:1 (0 %).

Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 % und 25 %   Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 %.

Diagramm der Helligkeitsverteilung in %
Helligkeitsverteilung in %
diagramm der Farbhomogenität in Delta C
Farbhomogenität in Delta C

Die Helligkeitsverteilung zeigt als maximale Abweichung 7,98 % und als Mittelwert 5,14 %, was insgesamt ein noch gutes Ergebnis darstellt. Hinsichtlich Farbhomogenität schneidet der Acer CB343CUR J0 befriedigend ab (Delta-C-Average: 1,79; Delta-C-Maximum: 3,64).

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Coating des Acer CB343CUR J0
Coating des Acer CB343CUR J0
Coating-Referenzbild
Coating-Referenzbild

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der Acer CB343CUR J0 besitzt eine matte Oberfläche mit dezenten, mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Die Herstellerangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Das sind die für moderne IPS- und VA-Panels typischen Werte. Das Foto zeigt den Bildschirm des Acer CB343CUR J0 bei horizontalen Blickwinkeln von etwa ±60 Grad.

Horizontale und vertikale Blickwinkel des VA-Panels
Horizontale und vertikale Blickwinkel des VA-Panels

VA-Panels können bei der Blickwinkelstabilität nicht an IPS- oder gar OLED-Exemplare heranreichen. Bei frontaler Sicht ist die Qualität von Farb- und Kontrastdarstellung des Acer CB343CUR J0 ausgesprochen gut. Das ändert sich jedoch, sobald man von oben oder seitlich auf die Bildoberfläche schaut. Hier wird kein voll befriedigendes Ergebnis mehr erzielt. Bei extremen Winkeln in der Horizontalen und Vertikalen hellt das Bild sehr deutlich auf und verliert an Kontrast.

Hinzu kommt, dass beim Scrollen der Text an Schärfe verliert. Ganz extrem ist dies bei roter und grüner Schrift auf schwarzem Hintergrund. Der Text ist dann praktisch unleserlich.

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