Interpolation
Im OSD unter dem Menüpunkt „Bild“ ist die Option „Superscharf“ verfügbar, die ein- oder ausgeschaltet werden kann. Laut Acer dient sie dazu, hochauflösende Bilder durch Verstärkung der Pixeldichte der Originalquelle zu simulieren, sodass Bilder schärfer und deutlicher werden. Eine Optimierung der Schriftdarstellung konnten wir jedoch nicht feststellen. Wer die Schriftstärke unter 3440 × 1440 anpassen möchte, sollte das Windows-Bordmittel ClearType verwenden.
Wir testen die Interpolation am DisplayPort bei 60 Hz. Die Schärfe in der nativen Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1920 × 1080 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte erreicht wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfe-Eindruck. Farbsäume treten nicht auf. Insgesamt ist das Ergebnis als gut zu bezeichnen.
Die im OSD unter „Leistung → Erweiterter Bildmodus“ angebotenen Skalierungsoptionen sind gewöhnungsbedürftig. Zur Auswahl stehen die Optionen „Aus“ (Vollbild), „22 Zoll“, „23,8 Zoll“, „24 Zoll“, 24,5 Zoll“ und „27 Zoll“. Eine 1:1-Anzeige ist nicht vorgesehen. Um eine 16:9- oder 16:10-Auflösung seitengerecht darzustellen, muss die Option „27 Zoll“ gewählt werden. Dann stehen jedoch Funktionen wie HDR, Overdrive oder Adaptive Sync nicht mehr zur Verfügung. Die anderen Werte scheinen Bildschirmgrößen zu simulieren. Im Vergleich zum Vorgängermodell bietet der Acer CB343CUR J0 zumindest eine 16:9-Darstellung an. Beim CB343CUR D gab es diesbezüglich keine Auswahlmöglichkeit.
Im PC-Betrieb sollte die Skalierung der Grafikkarte überlassen werden, die das Bildsignal als Vollbild, Seitenverhältnis oder 1:1 wiedergeben kann. Da wir aber die Möglichkeiten des Acer CB343CUR J0 testen wollen, haben wir in den Einstellungen der Grafikkarte festgelegt, dass das Anzeigegerät die Skalierung übernehmen soll und ein 1:1-Bild von der Grafikkarte ausgegeben wird. Beim Test der 1:1-Darstellung wird ein Vollbild zugespielt, was im Fall des Probanden keine Rolle spielt, weil er keine Option für eine 1:1-Darstellung besitzt.
Wie bereits erwähnt, ist es bequemer, die Interpolation der Grafikkarte zu überlassen. So können 1080p und 720p mit 50 und 60 Hz nur als SD-Auflösung dargestellt werden. In den PC-Auflösungen sind sie nicht vorhanden. Allerdings kann 1080p auch mit 120 Hz angezeigt werden.
Überlassen Sie die Interpolation der Grafikkarte, dies ist deutlich bequemer und hat auch keine Auswirkungen bei von der nativen Auflösung abweichenden Werten mit Blick auf Overdrive oder Adaptive Sync. Wählen Sie im Grafikkartentreiber „Seitengerechte Darstellung“ und als Anzeigegerät „GPU“. Dann ist die Darstellung stets korrekt. Lediglich bei der externen Zuspielung, beispielsweise über eine Streaming-Box, funktioniert dies nicht.
| Signal | Verzerrungsfreie, maximal flächenfüllende Wiedergabe | Unskalierte Wiedergabe |
| SD (480p) | Ja | Nein |
| SD (576p) | Nein | Nein |
| HD (720p) | Ja | Nein |
| HD (1080p) | Ja (auch 120 Hz) | Nein |
| UHD (4K) | Nein | Nein |
| PC (5:4) | Nein | Nein |
| PC (4:3) | Nein | Nein |
| PC (16:10) | Ja | Nein |
| PC (16:9) | Ja | Nein |
Farbwiedergabe
Zunächst wird die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset und – falls vorhanden – in einem vordefinierten Modus (sRGB, Adobe RGB oder DCI-P3) getestet. Anschließend wird das Testgerät mit DisplayCAL kalibriert. Falls eine Hardwarekalibrierung möglich ist, wird der Monitor zusätzlich mit der Software des Herstellers kalibriert. Für die Messungen wird eine eigene Software verwendet, als Messgerät kommt das Kolorimeter Calibrite Display Plus HL zum Einsatz.
Bezüglich des Farbspektrums nennt Acer beim CB343CUR J0 90 % DCI-P3. Die Grafiken zeigen die sRGB-Farbraumabdeckung im Werkszustand und nach der Kalibrierung. Unter „Farbe → Modi“ steht ein sRGB-Modus zur Verfügung.
Im Standard-Modus wird der sRGB-Farbraum zu 92 % abgedeckt, nach der Kalibrierung zu 99 %. Den etwas erweiterten Farbraum sollte der sRGB-Modus idealerweise entsprechend einschränken, was auch einwandfrei gelingt. Ein fehlender Farbumfang wird durch ein schwarzes Gitter gekennzeichnet, eine größere Abdeckung durch ein hellgraues.
| Farbraum | Abdeckung im Werks-Preset | Abdeckung nach Kalibrierung |
| sRGB | 92 % | 99 % |
| Adobe RGB | – | 81 % |
| ECI-RGB v2 | – | 74 % |
| DCI-P3 RGB | – | 86 % |
| ISO Coated v2 (FOGRA39L) | – | 94 % |
Messungen vor Kalibrierung und Profilierung
Farbmodus: Standard (Werkseinstellung)
Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Die Graubalance (Delta-C-Average: 1,06) ist messtechnisch bereits ab Werk gut. Die Delta-C-Range erzielt mit 1,48 ebenfalls einen guten Wert. Die Farbtemperatur ist mit 6750 K geringfügig kälter als die Vorgabe von 6500 K. Das Gamma (Durchschnitt: 2,11) liegt unter dem gewünschten Wert von 2,2.
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Bei der Graubalance (Delta-C-Average: 0,47; Delta-C-Range: 1,47) sind die Ergebnisse sehr gut und gut. Die Farbwerte (Delta-E-2000-Average: 1,58) erzielen ein gutes Resultat. Die Maximalabweichung liegt bei 2,84 Delta E 2000 (RGB: 127 127 0). Der Gamma-Verlauf beträgt im Schnitt 2,08 und verläuft nicht normgerecht.
Die Helligkeit kann im OSD entsprechend angepasst werden. Um eine Leuchtdichte von 140 cd/m² zu erzielen, sollte bei der Helligkeit ein Wert von 19 % gewählt werden.
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.














