Test des Acer CB343CUR J0 mit 140 W starkem USB-C-Dock
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Messungen nach Kalibrierung und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der Acer CB343CUR J0 aus DisplayCAL heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde 6500 K gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Die RGB-Werte können im OSD unter „Farbe → Farbtemperatur → Anwender → (RGB‑)Verstärkung“ vorgenommen werden.

Für die Kalibrierung wurden im OSD folgende Werte eingestellt:

Bildmodus: Nutzer
Helligkeit: 19 (Maximale Helligkeit „Ein“)
Kontrast: 50
Gamma: 2,2
Farbraum: Standard
Farbtemperatur: Anwender
RGB: 42/50/43
Schwarzverstärkung: 5

Profilvalidierung

Diagramm: Profilvalidierung
Profilvalidierung

Der Acer CB343CUR J0 zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Alle Kalibrierungsziele wurden erreicht. Die Graubalance erreicht eine knappe sehr gute Wertung (Delta-C-Average: 0,52). Die Range erzielt mit 1,45 Delta C eine gute Wertung. Die Farbwerte sind sehr gut (Delta-E-2000-Average: 0,64) bzw. gut (Delta-E-2000-Maximum: 2,25).

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)
Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,40) erzielt eine sehr gute und die Range mit 1,65 Delta C eine gute Wertung. Die Farbwerte sind (Delta-E-2000-Average: 0,55) als sehr gut zu werten. Der Gamma-Wert erreicht im Schnitt 2,21, und die Gamma-Kurve verläuft korrekt. Die maximale Farbabweichung beläuft sich auf Delta C 1,59 (RGB: 0 0 127).

Die „Range“ bei Delta C (ΔC) bezieht sich auf den Bereich oder die Spanne der Farbunterschiede zwischen zwei Farben oder Farbwerten. Delta C ist eine Metrik, die in der Farbmessung und -analyse verwendet wird, um den Farbunterschied zwischen zwei Farbproben zu quantifizieren. Es misst, wie stark die Farben voneinander abweichen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)
Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)

Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,50) erzielt eine sehr gute und die Range mit 1,69 Delta C eine gute Wertung. Die Farbwerte sind (Delta-E-2000-Average: 1,35) als gut zu werten. Der Gamma-Wert erreicht im Schnitt 2,62, und die Gamma-Kurve verläuft korrekt. Die maximale Farbabweichung beläuft sich auf Delta C 4,40 (RGB: 191 127 0).

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des Acer CB343CUR J0 wird nicht durch Pulsweitenmodulation (PWM) gedimmt, sodass keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flicker) auftreten. Getestet wurde bei einer Helligkeit von 100 %, 19 % (140 cd/m²) und 0 %. Damit ist der Bildschirm selbst bei reduzierter Leuchtdichte für ein längeres, ermüdungsfreies Arbeiten davor geeignet.

Reaktionsverhalten

Das Reaktionsverhalten haben wir in nativer Auflösung bei 120 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und unter „Leistung → Overdrive“ im OSD zu finden. Hier gibt es die Stellungen „Aus“, „Normal“ und „Extrem“. Ab Werk ist „Normal“ voreingestellt. Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 1 ms (VRB) genannt. VRB steht für „Visual Response Boost“ und beschreibt eine Technik, die bei Gaming-Monitoren von Acer eingesetzt wird, um Bewegungsunschärfe zu minimieren. Die Angabe der Reaktionsgeschwindigkeit mit GtG wäre sinnvoller.

Messverfahren: Anfängliche Reaktionszeit („initial response time“), Gamma-Korrektur (RGB-5-Toleranz) und RGB-Überschwinger.

Overdrive, 120 Hz

120 Hz, Overdrive „Aus“

In der Overdrive-Stufe „Aus“ messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel (0–255) mit 10,4 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 7 ms. Der Mittelwert über alle Messpunkte liegt bei 18,3 ms. Insgesamt sind die Messwerte als langsam zu werten.

Diagramm 120 Hz (Overdrive „Aus“): Sehr langsame bis mittlere Schaltzeiten
120 Hz (Overdrive „Aus“): Sehr langsame bis mittlere Schaltzeiten
Diagramm 120 Hz (Overdrive „Aus“): Neutrale Abstimmung faktisch ohne Überschwinger
120 Hz (Overdrive „Aus“): Neutrale Abstimmung, faktisch ohne Überschwinger

Nennenswerte Überschwinger sind keine zu beobachten, die Abstimmung ist sehr neutral. Das Schaltzeiten-Diagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren und wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert.

Zusammenfassung

120 Hz, Overdrive „Normal“

In der Werkseinstellung „Normal“ messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel (0–255) leicht verbessert mit 8,9 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 2,5 ms. Der Mittelwert über alle Messpunkte liegt bei 12,7 ms. Insgesamt können die Messwerte als befriedigend bezeichnet werden. Allerdings sind einige Messwerte weiterhin langsam.

Diagramm 120 Hz (Overdrive „Normal“): Deutlich verbesserte Schaltzeiten
120 Hz (Overdrive „Normal“): Deutlich verbesserte Schaltzeiten
Diagramm 120 Hz (Overdrive „Normal“): Neutrale Abstimmung mit einem Ausreißer
120 Hz (Overdrive „Normal“): Neutrale Abstimmung mit einem Ausreißer

Die Abstimmung ist bis auf einen Wert weiterhin neutral. Für den Alltagseinsatz ist die ab Werk eingestellte Overdrive-Stufe „Normal“ unter Qualitätsaspekten die optimale Wahl.

Zusammenfassung
zusammenfassung

120 Hz, Overdrive „Extrem“

In der höchsten Overdrive-Stufe „Extrem“ messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel (0–255) mit 7,9 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 1,3 ms. Der Mittelwert über alle Messpunkte liegt bei 5,5 ms. Insgesamt sind die Messwerte als gut zu werten.

Diagramm 120 Hz (Overdrive „Extrem“): Weitestgehend schnelle Schaltzeiten
120 Hz (Overdrive „Extrem“): Weitestgehend schnelle Schaltzeiten
Diagramm 120 Hz (Overdrive „Extrem“): Überschwinger sind jetzt deutlich auszumachen
120 Hz (Overdrive „Extrem“): Überschwinger sind jetzt deutlich auszumachen

Überschwinger treten jetzt deutlich auf. Unter Qualitätsaspekten führt dies zu Beeinträchtigungen.

Zusammenfassung

Latenzzeit

Die Latenzzeit (auch Input-Lag genannt) eines Monitors ist insbesondere beim Spielen ein wichtiger Faktor, da sie beeinflusst, wie schnell Eingaben (z. B. Mausbewegungen oder Tastenklicks) auf dem Bildschirm angezeigt werden. Ein Wert von unter 5 ms kann als sehr gut angesehen werden und ist ideal für professionelle Gamer und E-Sportler, da sie auf schnelle Reaktionen angewiesen sind. 5 bis 10 ms eignen sich noch für ambitionierte Spieler und Videobearbeiter. Als durchschnittlich sind 10 bis 25 ms anzusehen, was für die meisten Nutzer ausreichend für alltägliche Aufgaben ist. Ab 25 ms kann es bei schnellen Bewegungen zu Verzögerungen kommen, wodurch solche Werte für anspruchsvolle Anwendungen nicht mehr empfehlenswert sind.

Lag-Messungen

Wir haben die Latenzzeit in der nativen Auflösung (3440 × 1440) bei 60 Hz, 100 Hz und 120 Hz am DisplayPort gemessen. Im Mittel beträgt sie 10,5 ms bei 60 Hz, 6,7 ms bei 100 Hz und 6,5 ms bei 120 Hz, was für einen Business-Monitor praxistaugliche Werte sind.

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