Test EIZO EV3240X: High-End-Business-Monitor mit 4K
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31,5 Zoll großes 4K-Display liefert eine überzeugende Bilddarstellung mit 100 % sRGB sowie einem IPS-Panel mit ausgezeichneten Blickwinkeln und einem Kontrastwert von über 2000:1

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen im Pegel und in der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Diagramm: 60 Hz, Overdrive „Aus“
60 Hz, Overdrive „Aus“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive „Standard“
60 Hz, Overdrive „Standard“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive „Verbessert“
60 Hz, Overdrive „Verbessert“

Latenzzeit

Die Latenz ist für Spieler von großer Bedeutung, da sie die Gesamtverzögerung zwischen der Eingabe und der Ausgabe bestimmt. Um die Latenz zu berechnen, addieren wir die Zeit der Signalverzögerung zur halben durchschnittlichen Bildwechselzeit. Bei einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hz und dem Overdrive-Modus „Standard“ erzielen wir eine Gesamtlatenz von 17,1 ms (9,4 ms Signalverzögerung plus halbe GtG-Zeit von 7,7 ms). Im Overdrive-Modus „Verbessert“ beträgt die minimale Gesamtlatenz 15,4 ms (9,4 ms Signalverzögerung plus halbe GtG-Zeit von 6 ms).

Es ist zu beachten, dass ein Display mit einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hz technisch nicht in der Lage ist, eine Signalverzögerung von 1 ms zu erreichen, wie es bei Monitoren mit einer Bildwiederholfrequenz von 144 Hz oder höher der Fall ist. Eine Latenzzeit von 15,4 ms ist für einen 60-Hz-Bildschirm jedoch kein Spitzenwert. Für einen Büromonitor ist diese Latenzzeit hingegen völlig unbedenklich.

Backlight

Der EIZO EV3240X verfügt über eine kontinuierliche Hintergrundbeleuchtung. Das Diagramm zeigt, dass der Lichtstrom bei voller und reduzierter Helligkeit konstant bleibt – im Gegensatz zu einer PWM-Hintergrundbeleuchtung, bei der Unterbrechungen auftreten können. Dies macht den Bildschirm ideal für längere Arbeitszeiten, da das Flimmern der Hintergrundbeleuchtung die Augen nicht ermüdet, selbst bei niedrigerer Helligkeit.

Diagramm: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

PbP und PiP

PbP steht für „Picture by Picture“ und bezieht sich auf eine Funktion, die es ermöglicht, mehrere Quellen gleichzeitig auf einem Monitor anzuzeigen. Bei der Verwendung von PbP teilt das Gerät den verfügbaren Bildschirmplatz in separate Abschnitte auf und zeigt den Inhalt verschiedener Eingangsquellen gleichzeitig nebeneinander an.

PbP: Verfügbare Layouts (Screenshot: EIZO-Handbuch)
PbP: Verfügbare Layouts (Screenshot: EIZO-Handbuch)

Dies kann besonders nützlich sein, wenn Sie mehrere Geräte – etwa einen zweiten Computer oder einen Laptop – mit dem EIZO EV3240X verbinden und den Inhalt jeder Quelle gleichzeitig im Blick behalten möchten. Jeder Abschnitt des Displays zeigt dann den Inhalt einer bestimmten Quelle an.

PbP im PbP-A/PbP-A-Layout
PbP im PbP-A/PbP-A-Layout

Im Fall des EIZO EV3240X gibt es die Optionen (Layout 1 bis 3) „PbP-A/PbP-A“, „PbP-B/PbP-C“ und „PbP-C/PbP-B“. Somit können zwei Quellen gleichzeitig betrachtet werden. Alle vier Signaleingänge können als Haupt- oder Subeingang im OSD definiert werden. Per Tastenklick im OSD ist es möglich, die angezeigten Bildquellen jeweils von links nach rechts zu tauschen. Gleiches gilt für die Zuordnung des Tons zur jeweiligen Quelle. Je Quelle kann entschieden werden, ob die Darstellung als „Automatik“, „Vollbild“, „Seitenverhältnis“ oder „Punkt für Punkt“ erfolgt. Nicht jede Konstellation ist möglich. Im Handbuch werden alle funktionierenden Kombinationen genannt.

In unserem Beispiel beträgt die Auflösung des Chromecast (links) 1920 x 1080 Bildpunkte (Full HD), während auf der rechten Seite die von Windows empfohlene Auflösung 1920 x 2160 Bildpunkte beträgt. Die von Windows empfohlene Skalierung ist 150 %.

PiP steht für „Picture in Picture“ und bezieht sich auf eine Funktion, die es ermöglicht, eine weitere Quelle gleichzeitig auf einem Monitor anzuzeigen. Aufgrund der größeren Bilddiagonale hat EIZO dem 32-Zoll-Modell einen PiP-Modus spendiert, was dem 27-Zoll-Modell verwehrt bleibt. Bei der Verwendung von PiP wird ein kleines Fenster in einer der Ecken des Bildschirms angezeigt.

PiP-Modus
PiP-Modus

Dies kann hilfreich sein, wenn man während des Arbeitens ein Video simultan ansehen möchte. Zum Arbeiten eignet sich ein PiP-Modus nur bedingt. Dafür ist die Darstellungsgröße des Fensters schlicht zu klein, obwohl es deutlich größer ist als uns bekannte Lösungen anderer Hersteller. Es gibt zwei Größen für das Fenster (groß und klein). Alle vier Signaleingänge können als Signalquelle für das große und das kleine Fenster im OSD definiert werden. Während man für das große Fenster unter „Bilderweiterung“ die Skalierung ändern kann, ist die Skalierung im kleinen Fenster fix bei „Seitenverhältnis“, was bedeutet, dass alle Auflösungen, die kein 16:9-Format besitzen, einen seitlichen schwarzen Rand aufweisen.

PiP: Fenstergröße klein
PiP: Fenstergröße klein
PiP: Fenstergröße groß
PiP: Fenstergröße groß

Maus und Tastatur funktionierten im großen und kleinen Fenster gleichermaßen, ohne dass irgendetwas umgeschaltet werden müsste. Unter Windows muss je nach Auflösung, die im kleinen Fenster gewählt wurde, skaliert werden. Ansonsten ist die Schrift kaum lesbar.

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Wie schon vorab erwähnt, ergibt das Arbeiten aus unserer Sicht im kleinen Fenster, selbst wenn die Einstellung „Groß“ verwendet wird, wenig Sinn. Für die Anzeige eines Videos ist das allerdings eine willkommene Lösung, egal ob man das Fenster in groß oder klein anzeigt. Die Abstände oben und seitlich hat man gelassen, damit die Fenster unter Windows beispielsweise geschlossen werden können, wenn das kleine Fenster oben rechts angezeigt wird. Sollte es unten links oder rechts angezeigt werden, verdeckt es nicht die Taskleiste.

Dockingstation

Der EIZO EV3240X ist mit einem LAN-Anschluss und einem USB-Hub für den Einsatz als Dockingstation ausgestattet. Ein USB-C-Kabel, das im Lieferumfang enthalten ist, ermöglicht die Einrichtung einer Netzwerkumgebung – insbesondere für Geräte wie Notebook-PCs oder Tablets, die keine LAN-Ports haben. Zusätzlich ist es möglich, USB-kompatible Peripheriegeräte anzuschließen und Smartphones aufzuladen. Tastatur und Maus können direkt an den Monitor angeschlossen werden.

Selbst wenn der EIZO EV3240X im Energiesparmodus ist, können Geräte, die an den USB-Downstream-Port angeschlossen sind, weiterhin verwendet werden. Daher kann der Stromverbrauch des Monitors im Energiesparmodus je angeschlossenen Geräten variieren. Beachten Sie jedoch, dass ein Gerät, das an den USB-Downstream-Port des Displays angeschlossen ist, nicht funktioniert, wenn der Hauptnetzschalter des Bildschirms ausgeschaltet ist.

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3 Gedanken zu „Test EIZO EV3240X: High-End-Business-Monitor mit 4K“

  1. Danke für Deine Gedanken.

    Einen 3285 habe ich hier stehen. Und ja, der Fuß dürfte besser sein. Allerdings steht der Monitor einmal aufgestellt seit 5 Jahren ohne viel Veränderung. Werde mir wohl einen 3285 daneben stellen. Ob der etwas höher angegebene Kontrast beim 3240x zu signifikanten Verbesserung führt, kann ich abschließend ohne Side-by-Side-Vergleich nicht beurteilen.

    Es ist ja nicht so, als könnte man das „Altgerät“ nicht mehr ansehen. Ich arbeite bis zu 10h arbeitstäglich am Schirm und bin immer noch zufrieden.

    Antworten
  2. Der EV3285 wurde hier ebenfalls schon getestet.
    Schade, dass Ihr nicht auch einen Vergleich zu diesem Gerät kommentiert.

    –> Mir stellt sich einfach die Frage, ob ich die derzeitigen Abverkaufsangebote nutzen sollte oder ob der EV3240X im Hinblick auf die Bildqualität einen erkennbaren Vorteil bringt.
    KVM- oder Hub-Funktionalität ist hier nicht relevant. Die 60 W des EV3285 haben sowohl für ein MBP i9 als auch ein MBP M1Pro jeweils entspannt gereicht. Mehr wird nach meinen Erfahrungen nur bei längerfristiger Volllast gebraucht.

    Danke für Euer Feedback.

    Antworten
    • Der EV3285 Test ist mehr als 5 Jahre alt. Der Monitor ist sicherlich weiterhin ein Gerät, was auf dem Schreibtisch eine gute Figur macht. Vergleiche anzustellen ist schwer, weil der Test, wie zuvor erwähnt, schon etwas länger her ist und beide Geräte von unterschiedlichen Redakteuren getestet wurden. Preislich ist der EV3285 sicherlich interessant und die 5-jährige Garantie hast du ja dennoch. Einzig der Standfuß ist eine wirklich sinnvolle Weiterentwicklung, aber ob das einen solchen Aufpreis rechtfertigt, kannst nur du entscheiden.

      Antworten

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