Test Monitor Acer T230Hbmid
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Videosignalverarbeitung

Handbuch und Kurzanleitung des T230H machen leider keine Aussage zu den mit HDMI darstellbaren Eingangssignalen. Wir haben daher alle in diesem Bereich üblichen Frequenzen angelegt und uns genauer angeschaut, was der Acer T230H in diesem Bereich kann und was nicht.

Unterstütze Refreshsraten

Zunächst haben wir untersucht, welche Frequenzen tatsächlich unterstützt werden. Frequenzen von 50 Hertz oder Vielfache von 24 sind für die judderfreie Darstellung von Videos und Filmen besonders geeignet. Zur Überprüfung, ob der Monitor auch intern mit diesen Frequenzen schaltet, haben wir einen Juddertest durchgeführt. Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Special „Perfekter Bildgenuss: Auf die Bildfrequenz kommt es an“.

Im Test konnten wir feststellen, dass Signale mit 24 Hz nicht angezeigt werden, zudem gibt der Monitor bei diesem Versuch ein deutliches Brummen von sich. Mit 50 und 60 Hz werden sowohl 1.280 x 720 als auch 1.920 x 1080 ohne Ruckeln verarbeitet. Damit ist der T230H gut geeignet für den Anschluss aller möglichen Zuspieler, nur Cineasten werden den 24p-Modus vermissen.

Acer T230hbmid Monitor Acer T230h Judder 1
Acer T230hbmid Monitor Acer T230h Judder 2
Juddertest am Acer T230H

Deinterlacing

Der T230H kann auch halbbildbasierte Videosignale anzunehmen. Ein LCD arbeitet aber immer vollbildbasiert, daher muss dieser Monitor mit einem Deinterlacer ausgerüstet sein. Weitere Informationen bietet unsere Reportage: „Aus 2 mach 1“ – Deinterlacing.

Halbbildmaterial wird vom T230H nur mit 1080i60 akzeptiert. Unsere Testergebnisse mit dieser Auflösung zeigen die nachstehenden Fotos.

Acer T230hbmid Monitor Acer T230h Deint 1a
Acer T230hbmid Monitor Acer T230h Deint 1b
2:2 Signale werden nicht erkannt und per Fieldscaling hochskaliert
Acer T230hbmid Monitor Acer T230h Deint 2a
Acer T230hbmid Monitor Acer T230h Deint 2b
3:2 Signale werden erkannt und sauber dargestellt

Signale mit 3:2 Kadenz werden korrekt erkannt, die Vollbilder werden ohne Auflösungsverlust wieder hergestellt. Signale mit 2:2 Kadenz interpretiert der Deinterlacer dagegen als Videomaterial und skaliert hoch, dies äußert sich in Kammartefakten und auffälligen Moiré-Effekten (zu sehen an der Tribüne im 2:2 Foto links).

Bewertung

Bildstabilität:
(digital)
(analog)
Blickwinkelabhängigkeit (v/h):
Kontrasthöhe:
Farbraum:
Subjektiver Bildeindruck:
Graustufenauflösung:
Helligkeitsverteilung:
Interpoliertes Bild:
Gehäuseverarbeitung und Mechanik:
Bedienung/OSD:
Geeignet für Gelegenheitsspieler:
Geeignet für Hardcorespieler:
Geeignet für DVD/Video:
Preis [incl. MWSt. in Euro]: Keine Angaben
3.6

(GUT)

Technische Spezifikationen: Acer T230Hbmid

Fazit

Als HD-tauglicher PC-Monitor hinterlässt der Acer T230H einen guten Eindruck. Alle wichtigen Anschlüsse sind vorhanden. Die Bedienung ist unkompliziert, wenn auch schon fast spartanisch.

Für ein TN-Panel ist der Bildeindruck in Ordnung. Auflösung und Bildschärfe sind sehr gut, der Kontrastwert von 700:1 ist noch gut, die Farben sind natürlich und ausgewogen. Nach der Kalibrierung auf den sRGB-Standard ist selbst die Bildbearbeitung im Amateurbereich möglich. Sehr störend sind allerdings die starken Spiegelungen im glänzenden Display.

Die Helligkeitsverteilung und die Graustufenauflösung sind eine Schwachstelle des T230H. Der optische Eindruck bei Filmen und Spielen ist erfreulich, aber die Lichthöfe an den Displayrändern stören doch. Ohne jede Skalierungsmöglichkeit für kleinere Bildformate sollte eigentlich kein Monitor mehr auskommen müssen, was aber durch die pixelgenaue Darstellung bei Wide-Formaten und die fast schon sehr gute Interpolationsleistung abgemildert wird.

Im Videobetrieb werden Bildfrequenzen von 50 und 60 Hz judderfrei dargestellt, auch das Deinterlacing bei Halbbildmaterial ist befriedigend. Die 24p-Wiedergabe für Filme fehlt allerdings. Tagsüber wird sich mancher Videofan auch mehr als die maximalen 245 cd/m² wünschen.

Eher durchschnittlich ist die Leistung im Bereich Spiele. Die Reaktionszeit ist gut, aber der erhöhte Inputlag von 1,5 Frames reicht wohl nur für Hobbyspieler.

Ein netter Marketinggag ist die Multitouch-Fähigkeit: mit diesem neuen Feature zählt der T230H zu den ersten Geräten am Markt. Technisch setzt der Monitor dies im Zusammenspiel mit Windows 7 gut um. Die fehlende Effizienz und die ermüdende Körperhaltung bei dieser Bedienweise sind nicht dem Monitor anzulasten.

Dennoch macht gerade dieses Feature den Monitor im Vergleich zu Modellen ohne Multitouch-Fähigkeit, bei identischer Ausstattung, teuer. Man sollte sich also vorher sehr genau überlegen, ob man dieses Feature auch wirklich nutzt.

Ungewöhnlich solide fällt die Konstruktion des verstellbaren Standfußes aus. Mit durchdachten Details und der stabilen Ausführung mit viel Metall macht sie einen hervorragenden Eindruck, an dem sich andere Hersteller in diesem Preissegment ein Beispiel nehmen können. In Kombination mit der Multitouch-Fähigkeit, rettet der Acer T230H noch eine knappe gute Wertung.

Testlogo Acer T230H

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