Test Monitor BenQ BL2400PT
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Bildqualität

Der BenQ BL2400PT verwendet ein preisgünstiges A-MVA-Panel mit der Auflösung 1.920 x 1.080 und 0,276 mm Pixelgröße. Nach dem Reset auf die Werkseinstellung ist die subjektive Bildqualität gut. Farben erscheinen kräftig mit stimmigem Kontrast. Die Blickwinkelabhängigkeit ist ausgeprägt, aber wesentlich geringer als selbst bei den besten TN-Bildschirmen. Die Oberfläche des Panels ist matt, aber nicht sehr wirksam entspiegelt: seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugt deutliche Reflektionen auf dem Bildschirm.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 100 Prozent (H100), Kontrast 50 Prozent (K50), Bildmodus Standard, Farbeinstellung normal. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf ist in der Werkseinstellung nahezu einwandfrei. Banding ist nicht zu beobachten, aber hellere Graustufen zeigen teilweise einen grünlichen Schimmer.

Benq Bl2400pt Monitor Grau
Grauverlauf ohne Banding.

Auch bei der Graustufendarstellung schneidet der BL2400PT gut ab: nur die dunkelste und die beiden hellsten Werte werden verschluckt, die dritthellste Stufe ist zu erahnen.

Benq Bl2400pt Monitor Stufen Sw
Benq Bl2400pt Monitor Stufen Ws
Die Differenzierung von hellen und dunklen Graustufen gelingt gut.

Das Graustufenverhalten lässt sich weder mit dem Kontrast- noch mit dem Helligkeitsregler nennenswert beeinflussen. Auch die verschiedenen Bild- und Farbmodi haben keinen Einfluss darauf.

Benq Bl2400pt Monitor Ausleuchtung
Das Schwarzbild ist wirklich bemerkenswert schwarz.

Ein schwarzes Testbild wird auch vom BL2400PT nicht gänzlich schwarz wiedergegeben, aber es ist frontal betrachtet doch schon bemerkenswert dunkel. Von der fast gänzlich schwarzen Mitte aus verlaufen zunehmende Aufhellungen hin zu allen Randbereichen.

Vor allem beim Schwarz zeigt sich allerdings eine ausgeprägtere Abhängigkeit vom Blickwinkel, als man sie bei einem VA-Panel eigentlich erwarten würde: genau frontal betrachtet ist das Schwarz wirklich hervorragend dunkel, dafür gehen aber auch die fünf dunkelsten Graustufen verloren. Schon aus kleinen seitlichen Winkeln betrachtet sind sie dagegen hervorragend differenzierbar, dafür wirkt die ganze Schirmfläche jetzt insgesamt deutlich heller. Ob es dann 5 oder 25 Grad sind, macht kaum einen Unterschied. Die scheinbaren Randaufhellungen beim Schwarzbild rühren also nicht vom gewöhnlichen Durchscheinen der Beleuchtung her, sondern vom zunehmenden Blickwinkel. Fixiert man z.B. den linken Randbereich, so hellt sich die Bildschirmmitte auf, die beim Foto eben noch fast schwarz war.

Bei diesen Versuchen fallen auch einige streifenförmige Bildbereiche auf, die wie fleckige Schatten aussehen und am stärksten bei seitlicher Betrachtung hervortreten. Wahrscheinlich entstehen sie durch ungleichmäßig verarbeitete Polarisatorfolien.

Benq Bl2400pt Monitor Grauflecken
Beim Weißbild werden Verarbeitungsfehler sichtbar.

Helligkeit, Kontrast und Schwarzwert

Benq Bl2400pt Monitor Kontrast
Helligkeits- und Kontrastverlauf des BL2400PT.

Im Datenblatt gibt BenQ für den BL2400PT eine erreichbare Helligkeit von 300 cd/m² an, gemessen haben wir maximal 274 cd/m² in der Bildschirmmitte. Eine arbeitsplatzgerechte Leuchtdichte von 140 cd/m² ergibt sich in der Einstellung H36. Mit dem Helligkeitswert Null Prozent messen wir noch eine Mindesthelligkeit von 70 cd/m².

Für den PC-Betrieb liegt der nutzbare Helligkeitsbereich sehr günstig: der unterste Wert ist nicht praxisfern, und die Reserve bei maximaler Einstellung ist mehr als genug. Für die Betrachtung von Filmen in taghellen Räumen ist die Maximalhelligkeit dagegen nur ausreichend.

Die gemessenen Schwarzwerte sind hervorragend niedrig. Bei maximaler Helligkeitseinstellung messen wir den Schwarzpunkt mit nur 0,10 cd/m², daraus errechnet sich ein sehr hoher Kontrastwert von 2.740:1. Mit abnehmender Helligkeitseinstellung lässt der Kontrast etwas nach, bei 140 cd/m² sind es aber immer noch hervorragende 2.400:1.

Wie die vorstehende Untersuchung des Schwarzbildes zeigte, lässt der Schwarzwert aber schon bei kleinen seitlichen Betrachtungswinkeln sichtlich nach. Außerhalb der Bildschirmmitte sind bei normaler Betrachtungsposition eher reale Kontraste von 1.000:1 zu erwarten.

Helligkeitsverteilung und Bildhomogenität

Wir untersuchen Helligkeitsverteilung und Bildhomogenität an einem weißen Testbild, das wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die Helligkeitsabweichung in Prozent und das DeltaC (d.h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den zentral gemessenen Wert.

Benq Bl2400pt Monitor Helligkeitsverteilung
Benq Bl2400pt Monitor Homogenitaet
Messwerte des weißen Testbilds; links: Helligkeitsverteilung, rechts: Homogenität.

Bei der Helligkeitsverteilung wirkt der Durchschnittswert von 98 Prozent besser als die Verteilung selber: während die untere linke Ecke um 10 Prozent aufgehellt ist, dunkeln die übrigen drei Ecken genauso deutlich ab. Die Sichtbarkeitsgrenze von 20 Prozent wird aber nur in der äußersten Ecke unten links überschritten.

Bei der Homogenitätsmessung liegt das mittlere deltaC bei 1,3, maximal werden 2,5 erreicht. Subjektiv betrachtet sind weder größere Helligkeitsunterschiede noch Farbstiche zu erkennen. Bei dieser Untersuchung schneidet der BL2400PT insgesamt gut ab.

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