Test Monitor BenQ BL2400PT
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Stromverbrauch

Helligkeit Hersteller Gemessen EU-Richtlinie
100 % k.A. 35,6 W k.A.
100 % 42,0 W 35,6 W k.A.
34 % k.A. 21,2 W k.A.
0 % k.A. 15,2 W k.A.
0,2 W 0,2 W 2,0 W
k.A. 0,1 W 1,0 W

Das Handbuch beziffert den Stromverbrauch mit 42 Watt, unsere Messung ergibt einen deutlich günstigeren Wert von 35,6 Watt bei voller Helligkeit. Der Stromverbrauch sinkt recht linear mit der eingestellten Helligkeit. Bei der von uns empfohlenen Leuchtdichte von 140 cd/m² sinkt der Messwert auf 21,2 Watt.

Eine Eigenheit hat der voreingestellte Bildmodus „Standard“: nach dem Reset auf Werkseinstellung steht der Helligkeitsregler auf 50 Prozent und kann auch verändert werden, aber es passiert einfach nichts. Der Monitor strahlt stets mit voller Leistung. Erst wenn die Eye Protect-Option von on nach off geändert wurde, springt der Helligkeitsregler auf 100 Prozent und kann dann auch wirksam geregelt werden. Sinnvoller arbeitet der Modus „Eco“: hier ist der Regler unveränderlich auf 33 Prozent festgelegt, damit stellt sich recht genau unsere empfohlene Leuchtdichte am Arbeitsplatz ein.

Im Standby-Modus zeigt das Strommessgerät sehr sparsame 0,2 Watt an, ausgeschaltet sind es nur noch kaum messbare 0,1 Watt. Die Vorschriften der aktuellen EU-Richtlinie 1275/2008 für den Standby-Verbrauch ab 2010 sind also mehr als erfüllt, selbst der verschärften Vorschrift mit nochmals halbierten Werten ab 2013 würde dieser Monitor schon genügen.

Der Stromverbrauch von VA-Panels ist immer deutlich höher als der von TN-Panels. Zum Vergleich: unser Bestwert für TN-Panels mit 24 Zoll und LED-Beleuchtung liegt bislang bei 12 Watt für 140 cd/m² (Samsung BX2440 LED). Allerdings sind die Verbrauchswerte der bisher gemessenen LED-Monitore noch sehr unterschiedlich, und für VA-Panels fehlen noch Vergleichswerte. Beim Standby-Verbrauch dagegen liegt der Monitor ganz vorne und zeigt, was heute machbar ist. Daher bewerten wir den Stromverbrauch des BL2400PT aktuell mit einem Gut.

Anschlüsse

Der BenQ BL2400PT bietet mit DVI und DisplayPort zwei digitale Signaleingänge an. Damit kann der Monitor auch an aktuellen Mehrschirm-Grafikkarten mit bis zu 6 DisplayPort-Ausgängen (ATI Eyefinity) betrieben werden, um z.B. eine Videowand aufzubauen. Auch ein VGA-Eingang für analoge Signale ist noch vorhanden.

Benq Bl2400pt Monitor Anschluesse
Die wirklich interessanten Anschlüsse sind alle vorhanden.

Stereoton kann über zwei 3,5 mm Klinkenbuchsen eingespeist und auch an einen externen Verstärker weitergeleitet werden. Die Stromversorgung erfolgt an der Rückseite über den üblichen Kaltgerätestecker.

Bedienung

Die sechs Bedientasten (von BenQ als Steuerpalette bezeichnet) sind rechts an der Unterseite des Bildschirmrahmens angeordnet. Sie arbeiten mit ziemlich schwammigem Druckpunkt, und auch die meist nur schwer lesbare Tastenbeschriftung trägt dazu bei, dass die Navigation im OSD bisweilen hakelig und unkomfortabel wirkt.

Benq Bl2400pt Monitor Tasten
Die Tastenbeschriftung ist schlecht lesbar.

Das einzige sichtbare Anzeigeelement ist eine kleine LED rechts unten neben dem Netzschalter, die bei eingeschaltetem Monitor grün leuchtet. Im Standby-Zustand blinkt sie gelb. Die Leuchtstärke ist so gering, dass sie auch in dunkler Umgebung kaum stört. Auf dem Foto kann man unter dem Netzschalter auch den nach unten abstrahlenden Lautsprecher erkennen.

OSD

Mit vier der insgesamt sechs Tasten navigiert man durch das OSD: Menü, Auf, Ab und Enter. Die Auto-Taste ist nur für die Bildjustierung am VGA-Anschluss zuständig. Die sechste Taste ist der Netzschalter.

Hauptmenü:

Die Menü-Taste führt direkt ins Hauptmenü, das in sieben Bereiche aufgeteilt ist. Drei davon beeinflussen das Bild (Anzeige / Bild / Bild erweitert), die übrigen ermöglichen die Einstellung von Ton, Ergonomie- und Stromsparfunktionen und Systemvorgaben wie z.B. die Wahl der Signalquelle.

Benq Bl2400pt Monitor Osd Main
OSD Hauptmenü.

Die Gestaltung der Menüs ist nüchtern, übersichtlich und leicht verständlich. Pro Seite werden maximal 7 Einstellungen angeboten, Folgeseiten gibt es nicht. Die Menüpunkte sind größtenteils selbsterklärend und werden im Handbuch nochmals erläutert. Die Bedienung ist durch die häufigen Wechsel zwischen der Menü- und der Enter-Taste allerdings etwas umständlich, wegen der kaum erkennbaren Tastenbeschriftung ist hier der Tastsinn stark gefragt.

Benq Bl2400pt Monitor Osd Bild1
Benq Bl2400pt Monitor Osd Bild2
Links: Menü Bild; rechts: Menü Bild erweitert.

Die geringe Zahl vom Menüs und Unterpunkten zeigt, dass sich das OSD auf die wichtigsten Optionen beschränkt. Bei den Farbeinstellungen fällt nur der Gammaregler auf. Hinter dem Punkt Farbe (Color) öffnet sich ein Submenü mit drei Farbtemperaturvorgaben und einem User-Profil mit individuellen RGB-Werten. Die Bildmoduswahl (Picture Mode) bietet auch einen sRGB-Modus an. Die Option AMA (Advanced Motion Accelerator) beeinflusst das Overdrive-Verhalten, dadurch soll sich die Graustufen-Reaktionszeit verbessern lassen.

Einstellmöglichkeiten zur Ergonomie und zum Energiesparen hat nicht jeder Monitor, doch sehr viel wird auch hier nicht geboten. Die Optionen beschränken sich auf Eye Protect, das die Bildschirmhelligkeit automatisch an die Umgebungshelligkeit anpassen kann, und den Eco Sensor, der einen Betrachter vor dem Bildschirm detektieren kann. Der Sensor hierfür sitzt mittig im unteren Panelrahmen.

Benq Bl2400pt Monitor Osd Ergo
Benq Bl2400pt Monitor Osd Eco
Links: Menü Ergonomie; rechts: Menü Eco (Spar).

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