Test Monitor HP LP3065
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Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
176 W 141,9 W
2 W 0,21-8,7 W
0,6 W

Mit 141,9 Watt liegt der von uns ermittelte maximale Stromverbrauch deutlich unterhalb der Herstellerangabe und somit etwa auf dem Niveau eines entsprechenden Röhren-Bildschirms. Im Stand-by-Mode schwankt der Verbrauch stark zwischen niedrigen 0,2 Watt und inakzeptablen 8,7 Watt. Eine sinnvolle Erklärung haben wir für diese Schwankungen nicht finden können. Die Überprüfung unseres Messgerätes ergab jedoch keine Fehlfunktion. Die 0,6 Watt im ausgeschalteten Zustand (Soft-Off) liegen dagegen im grünen Bereich.

Die Verarbeitungsqualität unseres Testgeräts ist insgesamt tadellos. Alle Gehäuseteile sind passgenau gearbeitet. Ein Knarren oder Knacken konnten wir während des Testzeitraums nicht feststellen. Die Mechanik der Gelenke arbeitet perfekt; einziger Kritikpunkt in Sachen Verarbeitung bleibt der deutlich zu hohe, schwankende Verbrauch im Stand-By.

Beim Aufstellen des HP LP3065 sollte man die Bildschirmgröße nicht unterschätzen und einen ausreichend großen Abstand zum TFT einkalkulieren. Wir halten einen Abstand von mindestens 60 cm für geboten, um gut an dem Gerät arbeiten zu können. Im Test haben wir das Display in ca. 80 cm Abstand aufgestellt. Nur so ist es möglich den Bildinhalt ohne größere Kopfbewegungen mit den Augen zu erfassen.

Anschlüsse

Auf der Gehäuserückseite des LP3065 sind in einer großzügig geschnittenen Aussparung folgende Anschlüsse platziert: Drei Dual-Link DVI-D Eingänge, ein USB-Hub-Anschluss und der obligatorische Netzanschluss.

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Von links nach rechts: Netzschalter und – anschluss, 3 x Dual-Link DVI-D-Eingang, USB-Hub-Eingang.

Die DVI-Eingänge unterstützen Dual-Link (24+1) und eingeschränkt auch Single-Link (18+1). Wird der HP LP3065 mit einem Single-Link DVI-Kabel an einer Grafikkarte betrieben oder ist der DVI-D Ausgang der Grafikkarte nur Single-Link fähig, so reduziert sich die maximal nutzbare Auflösung auf 1.280 x 800 Pixel.

Erst mit Dual-Link lässt sich der Monitor auch mit der nativen Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln betreiben. Die Single-Link Auflösung von 1.280 x 800 wirkt zwar etwas grobpixlig, wird aber absolut scharf dargestellt. Die DVI-D Eingänge des LP3065 unterstützen im Übrigen auch HDCP.

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Links 18+1 Single-Link DVI-D und rechts 24+1 Dual-Link DVI-D. Nur mit einer Dual-Link fähigen Grafikkarte lässt sich der HP LP3065 in der nativen Auflösung betreiben.

Am linken Gehäuserand, um 4,2 cm nach innen versetzt, befinden sich die Ausgänge des 4-fach-USB-Hubs. Gut zugänglich lassen sich hier USB-Sticks, Digitalkameras, externe Laufwerke usw. anschließen. Alle von uns getesteten Komponenten liefen problemlos.

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Die vier USB-Anschlüsse des HP LP3065 sind auf der linken Seite des Geräts platziert.

Bedienung

Der HP LP3065 hat zur Einstellung der nötigsten Funktionen vier große Tasten, die einen sehr guten Druckpunkt aufweisen. Die silberne Beschriftung der Tasten ist auch unter schlechten Umgebungslichtverhältnissen noch gut erkennbar.

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Der LP3065 kommt mit einem übersichtlichen Tastenfeld und gut lesbarer Beschriftung.

Mit der Taste input wird zwischen den drei DVI-D Eingängen umgeschaltet. Mit den Tasten und kann die Helligkeit justiert werden. Mit der Taste wird der TFT ein- und ausgeschaltet.

Der HP LP3065 kommt ansonsten ohne jegliche OSD-Funktionen (On-Screen-Display). Farb-, Gamma- oder Kontrasteinstellungen können nur über die Treibereinstellungen der jeweiligen Grafikkarte vorgenommen werden.

Selbst bei der Helligkeitseinstellung wird kein Balken oder eine Prozentangabe eingeblendet. In den Endeinstellungen maximale und minimale Helligkeit blinkt lediglich die Power-LED. Die Helligkeitseinstellung wird so zum Ratespiel und an die Nachvollziehbarkeit der Einstellung ist nicht zu denken.

Wer jetzt denkt, dass sich die Monitoreinstellungen – ähnlich wie bei Samsung – wenigstens über eine Screenmanager-Software vornehmen lassen, liegt falsch: Auch auf diese verzichtet Hewlett-Packard beim LP3065.

Auf der beiliegenden CD befindet sich lediglich das Programm „HP Display LiteServer“. Damit soll die Lebensdauer der Hintergrundbeleuchtung erhöht werden können. Mit der Software können die An- und Abschaltzeiten der Hintergrundbeleuchtung eingestellt werden. Da Windows auch selbst eine konfigurierbare Energiesparfunktion bietet, ist die Software aus unserer Sicht überflüssig.

Die Einstellmöglichkeiten des HP LP3065 sind – da praktisch nicht vorhanden – nur als sehr schlecht zu bewerten. Für uns ist in keinster Weise nachvollziehbar, wieso HP beim LP3065 völlig auf ein On-Screen-Menü verzichtet. Alle Einstellungen müssen somit umständlich über die Grafikkarte und/oder zusätzliche Tools wie Powerstrip vorgenommen werden.

Bildqualität

Der HP LP3065 ist mit einem S-IPS Panel von LG.Philips ausgestattet, das 8 Bit pro RGB-Farbe und somit 16,77 Millionen Farben darstellen kann. Der Kontrast des TFTs wird von Hewlett-Packard mit 1000:1 angegeben. Der Monitor bietet damit einen hohen Kontrastumfang, was sich in einem sichtbar guten Schwarzwert bemerkbar macht.

Die maximale Helligkeit des LP3065 wird von HP mit 300 Candela pro Quadratmeter angegeben. Wir haben die Helligkeit des Monitors per Colorimeter nachgemessen. Minimal konnten wir einen Wert von 81 cd/m² und maximal von 306 cd/m² ermitteln. Die Herstellerangabe wird also erfreulicher Weise eingehalten und sogar geringfügig übertroffen

Bei einem 10:1 Kontrastverhältnis soll der Blickwinkel horizontal und vertikal 178 Grad betragen. In der Praxis wird der Blickwinkel bis ca. 160 Grad sehr stabil gehalten. Darüber hinaus fällt die Blickwinkelstabilität etwas ab, was sich als leichtes Abdunkeln der Farben bemerkbar macht. Die Blickwinkelstabilität bewerten wir noch mit sehr gut.

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Bild links Blickwinkel von rechts und Bild rechts bei frontaler Ansicht
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Bild oben zeigt den Blickwinkel von unten und Bild unten zeigt den Blickwinkel von oben

Die subjektive Bildqualität des LP3065 ist hervorragend, feinste lineare und radiale Farbverläufe werden ohne Streifen dargestellt. Das Gleiche gilt auch für die Graustufenauflösung. Die objektiven Messergebnisse bestätigen unseren sehr guten subjektiven Eindruck.

Dafür haben wir den LP3065 mit dem Colorimeter Silver Haze Pro (x-rite Modell DTP94) und der iColor Software von Quatographic farblich kalibriert. Anschließend haben wir den anzeigbaren Farbraum und die Farbausgabequalität gemessen.

Achim Behrendt

... ist bereits seit 2003 im Team und startete als Autor für Testberichte. Mittlerweile kümmert er sich allerdings ausschließlich um unsere Fernseher- und Monitor-Datenbank. In seiner Freizeit ist er sportlich und gilt als ambitionierter Mountain-Biker.

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