Test Monitor Iiyama ProLite B2206WS-B1
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Anschlüsse

Für den Büroalltag konzipiert zeigt sich der ProLite B2206WS hinsichtlich seiner Konnektivität: VGA-Eingang für die analoge Bildzuspielung, DVI-D-single-Link und 3,5-mm-Klinkenstecker für die integrierten 1 W Stereolautsprecher – mehr stehen nicht zur Verfügung. Die Fähigkeit des DVI-Ports zur HDCP-Unterstützung verwundert beinahe, erlaubt sie doch die Ausgabe kopiergeschützter Videosignale.

Iiyama Prolite B2206ws B1 Monitor Anschluesse Und Tasten
Pivotiert man den Monitor, sind alle Anschlüsse gut erreichbar. Doch der Teufel steckt im Detail.

Die zu dicht an der Rückseite des Panels positionierten Anschlüsse komplizieren es, die Steckverbindungen mit den Fingern anzuschrauben. Erschwerend kommt hinzu, dass die ovalen Steckergehäuse des mitgelieferten DVI-Kabels nur unter, wenn auch geringer, Kraftanwendung aufgesteckt werden können. Andere uns vorliegende DVI-Kabel passten soeben und lagen bündig am Gehäuse an.

Iiyama Prolite B2206ws B1 Monitor Dvi Stecker
Der Stecker des mitgelieferten Kabels hat ein leicht gewölbtes Gehäuse und passt somit kaum an den Monitor.

Nahe dem Stromanschluss findet sich der Klinkenstecker für die integrierten Lautsprecher. Nur über das mitgelieferte analoge Audiokabel können sie mit Signalen versorgt werden. Das von der Playstation 3 über HDMI ausgegebene Audiosignal kann der Monitor nicht über seinen DVI-Port aufnehmen.

Die Soundausgabe fällt erwartungsgemäß mager aus. Die Lautsprecher sind mit einer Leistungsangabe von einem Watt nicht sonderlich kräftig, sämtliche tiefen Frequenzen fehlen. Die gebotene Leistung reicht für die Windows-Systemklänge aus.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
k.A. 36,1 W
k.A. 27,1 W
39 W 26,3 W
k.A. 17,4 W
2 W (max.) 0,6 W
k.A. 0,4 W

*Angaben und Messungen ohne Sound*

Die Herstellerangaben für den typischen Stromverbrauch im Betrieb sind, verglichen mit dem PRAD-typischen Wert von 140 cd/m² zu hoch angesetzt. Selbst der maximal ermittelte Verbrauch liegt deutlich darunter.

Etwas höher liegt der Stromverbrauch des Monitors, werden die Lautsprecher genutzt. Hierzu findet sich im Handbuch ein Hinweis, dass der Messwert des minimalen Stromverbrauchs nur ohne angeschlossenes Audioequipment gültig ist. Dennoch haben unsere Messungen bei 100 Prozent Helligkeit und auch 140 cd/m² ergeben, dass der Unterschied gerade mal 0,4 Watt beträgt und somit nicht weiter ins Gewicht fällt.

Bedienung

Hinsichtlich der Bildschirmausrichtung gibt es keine störenden Hindernisse. Der Monitor steht trotz des instabilen Eindrucks, den er macht, stets sicher auf seinem großzügig dimensionierten Standfuß. Die perfekte Ausrichtung ist nicht ganz passend zu den Anschlägen im Gelenk, welches für die Pivotfunktion verantwortlich ist, aber dies ist leicht korrigierbar. Einmal ausgerichtet, hält der Iiyama B2206WS sicher jede eingestellte Position. Die einzelnen Scharniere geben hierbei nicht übermäßig nach und sich durchaus angenehm zu verstellen.

Wie bereits im Abschnitt „Mechanik“ angeführt, überzeugen die Tasten nicht. Ihre Ausrichtung nach unten ist nicht das Problem, sondern schlechte Haptik und fehlende Präzision in der Bedienung. Die Tasten wackeln, haben einen sehr straffen Druckpunkt und lösen den erwünschten Klick manchmal nicht und dann wieder doppelt aus. In Kombination mit einem OSD, welches beim Wechsel der Menüpunkte mindestens eine Sekunde braucht, ergibt das ein nichtzufriedenstellendes Ergebnis.

Die Beschriftung der Tasten ist im Kunststoff eingeprägt. Nach kurzer Gewöhnung orientiert man sich jedoch eher anhand der LED in der Mitte zwischen den Tasten, da die Beschriftungen bei schwacher Beleuchtung nicht mehr klar unterscheidbar sind.

Die Power-LED selbst ist recht weit von der aktiven Displayfläche entfernt und zudem nach unten ausgerichtet. Im Betrieb schimmert so der Standfuß in einem fahlen bläulichen Licht. Im Stand-By ist die LED schwach Orange erleuchtet. Wird der Monitor über den Taster abgeschaltet, so erlischt die LED komplett.

Da der An-Aus-Knopf unmittelbar neben den Tasten für das OSD liegt und sich haptisch nicht unmittelbar zu erkennen gibt, kann es vorkommen, dass man im OSD während des Einstellens ungewollt den Monitor abschaltet. Es gäbe elegantere Lösungen, andererseits sollte man als normaler Benutzer wohl kaum ununterbrochen im OSD Einstellungen vornehmen müssen, weshalb dies nicht als Mangel angesehen wird.

Tasten von links nach rechts

Source: Wählt aus, welcher Eingang aktiviert sein soll, DVI oder D-Sub.

Auto / zurück: Bei analoger Bildzuspielung kann hier das Bild justiert werden. Im OSD werden mit diesem Knopf aktivierte Einstellungen, Menüs und das OSD an sich verlassen.

ECO / „-„: Ohne OSD wird der ECO-Modus durchgewechselt. Im OSD springt man nach unten bzw. verringert eine aktivierte Einstellung, zum Beispiel die Helligkeit.

Volume / „+“: Ruft das Fenster zur Justierung der Lautstärke auf. Bei geöffnetem OSD werden ausgewählte Einstellungen erhöht oder im OSD nach oben navigiert.

Menu / Select: Öffnet das OSD und seine Untermenüs. Wählt Optionen aus, damit diese daraufhin verstellt werden können.

An/Aus: Schaltet den Monitor ein oder aus.

OSD

Das OSD ist identisch zu dem des Iiyama ProLite B2409HDS-1, der bereits getestet wurde. Die dort zu findende Beschreibung ist ausführlich und stellt alle Menüpunkte vor. Da außerdem das Handbuch jeden Menüpunkt samt jeglichen Einstellungsmöglichkeiten erklärt, reicht es wohl zur Auffrischung, nur ein ausgesuchtes Foto des OSDs zu präsentieren.

Das OSD ist übersichtlich und recht intuitiv zu bedienen, wobei die Tasten das größte Hindernis darstellen, wenn sie Eingaben nicht oder eben doppelt annehmen.

Iiyama Prolite B2206ws B1 Monitor Osd Info
Die bunten Icons auf der linken Seite markieren die Menüpunkte, der große rechte Bereich für die Einstellungen ist schlicht und übersichtlich gehalten.

Ein Wechsel zwischen den einzelnen Menüpunkten dauert leider ca. eine ganze Sekunde. Das dargestellte Informationsmenü braucht sogar noch etwas länger zur Darstellung.

Die auswählbaren Farbmodi können nicht überzeugen und die fünf unterschiedlichen Presets, hier „Picture Mode“ genannt, mit den Bezeichnungen Text, Internet, Movie und Sport bewirken im Vergleich zum Preset Standard lediglich eine Anpassung der Helligkeit. Auch der ECO-Modus, der über eine Taste auch ohne Umweg des OSDs aktiviert wird, legt nur die Helligkeit in drei fest vorgegebenen Schritten fest.

Da die Helligkeit auch manuell frei gewählt werden kann, ist der Nutzen dieser dreifachen Belegung nicht ersichtlich. Vermutlich wurde „ECO“ nur hinzugefügt, da es gerade im Trend liegt.

Selbst in dunklen Umgebungen sind die deutlich hervorstehenden Tasten, deren Lage zusätzlich durch die LED markiert wird, nicht schwer zu finden. Die Zuordnung zu den Funktionen ist aufgrund der nicht so gut lesbaren Beschriftung jedoch schon schwieriger und bedarf ein wenig Übung.

Software

Dem Monitor liegt keine Software bei. Die Herstellerseite bietet einen passenden Treiber sowie Software für die Pivotierung an. Letzteres bringt jeder Grafikkartentreiber von Haus aus heute mit.

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