Test Monitor Iiyama ProLite GB2773HS-GB1
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Deinterlacing

Da ein LC-Display immer vollbildbasiert (progressiv) arbeitet, muss ein eingebauter Deinterlacer aus eingehenden Halbbildern (interlaced) eine Vollbildfolge erstellen.

Wir überprüfen das Deinterlacing mit Halbbildfolgen im 3:2 und 2:2 Rhythmus und spielen danach noch echtes Videomaterial mit nicht zusammenhängenden Halbbildern zu. Im Optimalfall kann der Deinterlacer in den beiden ersten Fällen die Originalvollbildfolge verlustfrei rekonstruieren.

Eingehende Halbbildsignale werden von der Elektronik des Iiyama GB2773HS ohne weitere Verarbeitung skaliert. Deutliches Zeilenflimmern und eine reduzierte vertikale Auflösung sind die Folge. Wir empfehlen daher, das Deinterlacing bereits vor der Zuspielung durchführen zu lassen.

Signalpegel und Farbmodell

Der Iiyama GB2773HS verarbeitet am HDMI-Eingang digitale RGB- und YCbCr-Signale. Erstgenannte sollten den vollen Dynamikbereich nutzen (PC-Level, Tonwertumfang bei 8bit Präzision: 0-255). Während der Zuspielung über einen externen Player muss das Signal daher geeignet gespreizt werden.

Für YCbCr-Signale werden Nutzdaten mit eingeschränktem Dynamikbereich (Videolevel, Tonwertumfang bei 8bit Präzision: 16-235) unterstellt. Das ist sinnvoll.

Bewertung

Kein Preis verfügbar
3.7

(GUT)

Fazit

Der Iiyama GB2773HS wird als Gaming-Display beworben und bringt mit 144Hz auch die Voraussetzungen mit „Pro-Gamer“ zufrieden stellen zu können. Das gelingt ihm in der Praxis auch sehr überzeugend, jedoch muss der Overdrive für gehobene Ansprüche schon auf das Maximum gesetzt werden. Die unerwünschten Nebeneffekte, wie z.B. Bewegungsartefakte halten sich dabei in Grenzen.

Weitere Pluspunkte sammelt der Iiyama GB2773HS für die guten ergonomischen Eigenschaften. Dagegen spricht der glänzende Rahmen, der bei ungünstigem Licht störende Reflexionen verursacht und die absaufenden Details in dunklen Szenen.

Zwar verfügt der Iiyama GB2773HS über eine gute sRGB-Farbraumabdeckung, jedoch sind die Werkseinstellungen alles andere als gelungen. Selbst Menschen, die von Farbmanagement keine Ahnung haben, werden die „Out of the Box“ Einstellungen kaum nutzen wollen und versuchen den Blaustich aus dem Bild zu bekommen.

Auch wenn nach der Kalibrierung die Farben stimmig sind, für die Bildbearbeitung ist der Monitor nicht geeignet. Und es stellt sich die Frage, wer einen solchen Monitor tatsächlich kalibriert.

Alles in allem macht der GB2773HS, bis auf die genannten Punkte, seine Sache ziemlich gut. Er wurde für Spieler entwickelt und genau diese Zielgruppe wird mit dem Monitor auch zufrieden sein. Ein Kaufpreis von knapp 300,00 Euro ist für die gebotene Leistung angemessen.

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1 KOMMENTAR

  1. ich habe den GB2773HS-GB2 (mit der 2 am Ende) zuhause und werde ihn schnellstmöglich zurückgeben. Das Panel ist eine Zumutung. Bei einem Grau-Testbild: Im oberen Viertel des Monitors ist er noch Grau und darunter wird das Grau zu Grün.

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