Test Monitor LG 34UC79G-B
7/8

0
41461

Bei unserem Testgerät kann diese Einstellung entweder aktiviert oder deaktiviert werden. Der Effekt kostet einiges an Leuchtdichte, was durch die Helligkeitseinstellung bei diesem Monitor jedoch kompensiert werden kann. So bleiben bei 100 % Helligkeit noch immer 160 cd/m² übrig, was für jedes Spiel ausreichen sollte. Während jedoch bei anderen Displays, die diese Funktion bieten, sehr gute Ergebnisse erzielt werden, setzt hier keine Verbesserung ein. Eine gute Überprüfung gelingt mit dem Testprogramm „PixPerAn“, das auch einen Lesbarkeitstest beinhaltet und Buchstabenfolgen mit steigender Schnelligkeit über den Bildschirm laufen lässt. Während wir bei anderen Monitoren Stufe 28 und mehr erreichen konnten, war beim LG 34UC79G-B schon bei Stufe 7 Schluss, die aber auch bei deaktivierter „Blur Reduction“ erzielt werden konnte. Der Effekt ist einfach nicht stark genug, um einen nennenswerten Vorteil bringen zu können.

„Schwarz-Stabilisator“

Der Schwarz-Stabilisator liefert hingegen ein gutes Ergebnis und hebt die dunklen Bildanteile an, während die helleren Bildanteile nahezu unangetastet bleiben. Diese Einstellung ist interessant, um in düsteren Spielszenen ein wenig mehr Durchblick zu erhalten.

Lg 34uc79g B Monitor O Schwarzstabi
Lg 34uc79g B Monitor M Schwarzstabi
Links ohne Schwarzstabilisator, rechts Schwarz-Stabilisator bei 100 Prozent

Fadenkreuz

Für Shooter-Neulinge stehen Target-Overlays in vier verschiedenen Größen und Formen zur Verfügung, mit denen man das Zielen üben können soll.

Lg 34uc79g B Monitor Fadenkreuz
Target-Overlays für Shooter-Neulinge

Sound

Der LG 34UC79G-B verfügt über keine Lautsprecher. Es gibt allerdings einen Line-out- und einen Kopfhörerausgang, auf die das einkommende Signal weitergeleitet wird. Die Lautstärkeeinstellung ist an prominenter Stelle als Hotkey zu erreichen, indem man den Joystick nach links bewegt.

DVD und Video

Das Gerät verfügt über zwei HDMI-Schnittstellen, über die HD-Geräte wie BD-Player, Spielekonsolen oder HD-Receiver direkt angeschlossen werden können. Der Ton kann, wie bereits im Teil „Sound“ erwähnt, an den Line-out- oder Kopfhörerausgang weitergeleitet werden.

In den vordefinierten Modi existiert auch ein Cinema-Modus, der sich augenscheinlich aber nicht von den Werkseinstellungen unterscheidet, außer dass sämtliche bildspezifischen Einstellungsmöglichkeiten bis auf die Helligkeitseinstellungen deaktiviert werden. Das ist zunächst einmal nicht so tragisch, da das Display über eine gute Grundabstimmung nahe D65 verfügt, hilft einem aber auch nicht weiter, wenn doch einmal etwas geändert werden soll.

Besser beraten ist man in den Werkseinstellungen im Modus „Anwender“, da man so auch Einfluss auf das Bild nehmen kann. Im Grunde bedarf es einzig einer Absenkung der Helligkeit, so dass man im Bereich von 25-40 % liegt, was auch immer eine Frage der Umgebungshelligkeit ist. Die anderen Parameter können im Grunde so bleiben. Wer es etwas knackiger mag, der wechselt von „Gamma1“ zu „Gamma2“, wodurch das Bild den minimalen Grauschleier verliert. Die Farbdarstellung ist nicht zu knallig, und auch Hautfarben werden gut dargestellt. Will man an den Farben trotzdem etwas verändern, ist eine Sechs-Farben-Anpassung vorhanden. So lassen sich Farben einfacher einstellen als über die RGB-Methode mit den drei Reglern, die Farben in Abhängigkeit zueinander verändern und daher ein wenig Farbwissen abverlangen.

Ein Videoabend mit dem LG 34UC79G-B lässt sich aufgrund des riesigen Panels auch mit mehreren Leuten genießen, da auch die äußeren Plätze nicht mit ausgewaschenen oder falschen Farben abgestraft werden. Der besagte Blaustich bei den hellen Grauwerten macht sich auch nur wenig bemerkbar, da nicht sämtliche Grauwerte betroffen sind.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Aufgrund des 21:9-Seitenverhältnisses spielen die richtige Darstellung und die Möglichkeit, flexibel auf Seitenverhältnisse reagieren zu können, eine große Rolle. Teilweise wird das Ergebnis auch vom Zuspielgerät und dessen Aktualität beeinflusst.

In den Werkseinstellungen ist die Option „Vollbild“ voreingestellt und dient vorrangig dem Computer- und Spielbetrieb. Angeschlossen an einen BD-Player, wird so HD-Material grausam in die Breite gezogen und es entstehen Mondgesichter.

Lg 34uc79g B Monitor Vollbild
Für Filmmaterial in HD die schlechteste Option: „Vollbild“ (Filmsequenz „Honig im Kopf“)

Die bessere Wahl ist „Original“, da hier das Seitenformat beachtet und das Signal unverzerrt wiedergegeben wird. Diese Option ist auch die beste für SD-Signale, da das Bild auf die gesamte Panel-Höhe skaliert und seitengerecht mit Balken rechts und links wiedergegeben wird.

Lg 34uc79g B Monitor Original
Lg 34uc79g B Monitor 1zu1
Unverzerrte Wiedergabe von HD-Material mit „Original“ oder „1:1“ mit Balken (Filmsequenz „Honig im Kopf“)

Die meisten aktuellen Filme werden im Verhältnis 2,39:1 (teilweise auch 2,40:1 genannt) produziert, was dem 21:9-Format entspricht. Die Option „Cinema1“ könnte eigentlich auch „21:9“ heißen, denn sie bietet genau dieses Format und stellt das Material bildschirmfüllend ohne Balken dar. Die Option „Cinema2“ staucht das Bild vertikal etwas zusammen, um Platz für mögliche Untertitel am unteren Bildrand zu lassen.

Lg 34uc79g B Monitor Cinema1
Lg 34uc79g B Monitor Cinema2
Bildfüllende unverzerrte Wiedergabe mit „Cinema1“ und minimal verzerrt mit „Cinema2“ (Filmsequenz „Honig im Kopf“)

Laut Handbuch werden auch Interlaced-Signale in 1080i angenommen, die einwandfrei anzusehen sind. Zusätzlich spielten wir dem Gerät Halbbildfolgen im 3:2- und 2:2-Rhythmus sowie echtes Videomaterial mit nicht zusammenhängenden Halbbildern zu. Eingehende Halbbildsignale werden von der Elektronik des LG 34UC79G-B ohne weitere Verarbeitung skaliert. Deutliches Zeilenflimmern und eine reduzierte vertikale Auflösung sind die Folge, was für einen nicht vorhandenen Deinterlacer spricht.

Das Display ist nicht wählerisch, spielt man ihm verschiedene Bildwiederholungsfrequenzen zu. Ab 24 Hz nimmt das Gerät sämtliche Aktualisierungsraten entgegen, die zugespielt werden, allerdings waren diese erst ab 60 Hz frei von Judder. Filme mit 24 Hz waren trotzdem ansehnlich anzuschauen.

Overscan

Eine Overscan-Einstellungsebene ist am Testgerät nicht vorhanden.

Farbmodelle und Signallevel

Der LG 34UC79G-B kann durch die Option „Bild->Bildanpassung->Schwarzwert“ über HDMI an den richtigen Schwarzwert angepasst werden. In den Werkseinstellungen ist „Hoch“ vorausgewählt und zeigt Videomaterial falsch mit PC-Level (RGB 0-255) an. Hier muss händisch auf „Tief“ umgestellt werden, was Videolevel (RGB 16-235) bezeichnet.

Da das Display über HDMI 2.0 verfügt, bekommen ältere Player anscheinend Probleme mit dem Farbmodell. Entweder muss am Player „RGB“ ausgewählt werden, da YCbCr 4:2:2 und YCbCr 4:4:4 mit eigenartigen Farben wiedergegeben werden, oder aber man aktiviert die Option „Allgemein->HDMI->Kompatibilitätsmodus->Ein“. Dann werden auch diese Farbmodelle richtig verarbeitet und angezeigt.

Lg 34uc79g B Monitor Kompatibilitaetsmodus Aus
Lg 34uc79g B Monitor Kompatibilitaetsmodus An
Alten BD-Playern muss aufgrund von HDMI 2.0 über den Kompatibilitätsmodus unter die Arme gegriffen werden

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen

* Sie müssen das Kästchen aktivieren, ansonsten können Sie keinen Kommentar erstellen. Sollten Sie dennoch versuchen Ihren Kommentar zu posten, ohne akzeptiert zu haben, wird eine neue Seite geöffnet und Sie erhalten einen Hinweis. Alle eingetragenen Daten, inklusive des Kommentars, gehen dabei verloren!