Test Monitor NEC MultiSync 24WMGX3
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Bildqualität

Im NEC 24WMGX³ kommt ein neuartiges AMVA-Panel zum Einsatz. Den „normalen“ MVA-Panels wurde eine eher langsame Reaktionszeit nachgesagt. Die Reaktionszeit wird mit 16 ms (s/w) beziehungsweise 6 ms (grey-to-grey) angegeben.

Die Farben sollen dank des verbesserten Panels noch natürlicher und kräftiger erscheinen und auch die Blickwinkelabhängigkeit soll verbessert worden sein.

Nec Multisync 24wmgx3 Monitor Nec 24wmgx3 Gradients
Farbverläufe werden in der Werkseinstellung sauber angezeigt.

Die Farbverläufe fallen in der Werkseinstellung sehr sauber aus. Nicht eine einzige gröbere Abstufung kann festgestellt werden. Auf eine Kontrastveränderung reagiert das Gerät jedoch drastisch. Reduziert man die Werkseinstellung (50 Prozent) auf 49 Prozent, so kann man gerade bei sehr hellen Grauwerten eine deutliche Verbesserung feststellen. Es werden alle Graunuancen angezeigt, sowohl in den sehr dunklen, wie auch in den sehr hellen Bereichen.

Bei allen anderen niedrigeren und auch höheren Werten tritt jedoch schnell Qualitätsverlust in Form von Kontrastverlust auf. Eine andere Kontrasteinstellung als 49 beziehungsweise 50 Prozent erwies sich im Test als nicht praktikabel.

Die Ausleuchtung ist sehr gut, die oft üblichen Aufhellungen im Randbereich sind beim NEC 24WMGX³ faktisch nicht vorhanden. Zudem ist die Ausleuchtung subjektiv betrachtet sehr gleichmäßig und homogen. Der Schwarzwert ist bei reduzierter Helligkeit in Ordnung. 0,2 cd/m² bei einer Leuchtdichte von 140 cd/m² ist ein guter Wert.

Der NEC 24WMGX³ verfügt über keinen erweiterten Farbraum. Das ist in Anbetracht seiner Marktpositionierung als Multimedia-Display auch eher von Vorteil. Die heute üblichen Videoquellen basieren auf Farbräumen, die gut mit sRGB vergleichbar sind. Bildbearbeitung it AdobeRGB als Quellfarbraum oder ECI-RGB als Zielfarbraum ist so natürlich nicht vernünftig durchzuführen, aber dafür wurde das Display auch nicht konzipiert.

Helligkeitsverteilung

Die gemessene Helligkeitsabweichung zum oberen Bildschirmrand liegt bei maximal 6 Prozent, während die entsprechende Abweichung zum unteren Bildschirmrand bei 16 Prozent liegt.

Nec Multisync 24wmgx3 Monitor Nec 24wmgx3 Helligkeitsverteilung
An 15 Messpunkten wurden die Helligkeitswerte ermittelt.

Insgesamt liefert der NEC 24WMGX³ bei der Helligkeitsverteilung ein gutes Ergebnis, zumal die Abweichungen über große Flächen des Bildschirms deutlich geringer sind. Lediglich das untere Bilddrittel ist etwas dunkler, wobei der Wert in der linken unteren Ecke am weitesten abweicht. Nach einer Kalibrierung mit einem Zielgamma von 2,2 wird dieser Wert stabil über das gesamte Panel gehalten.

Nec Multisync 24wmgx3 Monitor Nec 24wmgx3 Test Schwarz
Nec Multisync 24wmgx3 Monitor Nec 24wmgx3 Test Weiss
Die Differenzierung heller und dunkler Graustufen wurde mittels entsprechender Testbilder überprüft.

Bei 100 Prozent Helligkeit messen wir eine Leuchtdichte von 547 cd/m². Damit wird die Werksangabe von 500 cd/m² deutlich überschritten. Im Gegenzug dazu erreicht man die optimalen 140 cd/m² bei rund 17,2 Prozent. Beim Absenken und Anheben der Helligkeit dauert es rund fünf Minuten, bis sich der Monitor auf einen festen Helligkeitswert eingependelt hat. Das sollte eigentlich schneller gehen.

Mit einem Minimum von 116 cd/m² kommt der NEC 24WMGX³ hier gerade noch so unter den Standardwert. Er eignet sich demnach bedingt für dunkle Umgebungen. Nach Möglichkeit sollte aber immer eine Hintergrundbeleuchtung vorhanden sein. Der Kontrast bleibt auch bei 0 Prozent Helligkeit weitestgehend erhalten.

Blickwinkel

Der maximale Blickwinkel des NEC 24WMGX³ beträgt laut Hersteller 178 Grad in der Horizontalen, wie auch in der Vertikalen bei einem typischen Restkontrastverhältnis von 10:1.

Wichtiger als die Blickwinkelangabe unter Einbeziehung des Restkontrastes, ist die tatsächliche subjektive Blickwinkelstabilität ohne sichtbare Farbverfälschungen, Negativeffekte oder einer sichtbaren Helligkeitsreduzierung. Hier erwarten wir gute Ergebnisse, da ja ein AMVA-Panel verwendet wurde.

Nec Multisync 24wmgx3 Monitor Nec 24wmgx3 Blickwinkel
Blickwinkel des NEC 24WMGX³.

Die Ergebnisse beim Blickwinkeltest können sich sehen lassen. Der NEC 24WMGX³ erfüllt die gestellten Erwartungen nicht nur, sondern übertrifft diese sogar. In der Horizontalen kommt es zu geringem Kontrastverlust und einer minimalen Bildaufhellung. Von oben betrachtet fällt der Kontrast ebenfalls minimal ab und das Bild wird etwas heller. Von unten betrachtet bleibt das Bild selbst bei extremen Betrachtungswinkeln quasi unverändert. Ein so gutes Ergebnis hat uns positiv überrascht und überzeugt auf der ganzen Linie. Hier scheint das Panel wirklich seine Stärken auszuspielen.

Ausmessung und Kalibration

Im Folgenden haben wir den NEC 24WMGX³ bezüglich seiner Farbechtheit überprüft und getestet, wie gut sich der TFT-Monitor kalibrieren lässt. Die Ergebnisse sind hauptsächlich für die Grafik- und Fotobearbeitung interessant. Für den Office-Betrieb und Spiele sind sie größtenteils vernachlässigbar, da bei diesen Anwendungen der subjektive Eindruck überwiegt.

Zunächst haben wir den maximalen Farbraum des TFTs ermittelt und einerseits mit dem Druckfarbraum Isocoated und andererseits mit dem sRGB-Farbraum verglichen.

Den Vergleich mit AdobeRGB und ECI-RGB 2.0 verwenden wir nur bei Geräten, die über einen erweiterten Farbraum verfügen. Der NEC 24WMGX³ deckt hier gerade einmal 72 bzw. 66 Prozent ab, was ein klares Indiz dafür ist, dass kein erweiterter Farbraum vorliegt.

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