Test Monitor NEC MultiSync 24WMGX3
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Anwendungen

Mit 1.920 x 1.200 Bildpunkten ist die Arbeitsfläche für einen Monitor dieser Größe als normal zu bezeichnen.

Nec Multisync 24wmgx3 Monitor Nec 24wmgx3 Workspace Office
Zwei Din-A4 Dokumente können fast in Originalgröße nebeneinander angezeigt werden.

Die Höhe des Bildschirms reicht problemlos, um zwei Din-A4-Dokumente mit 84 Prozent Größe darzustellen. Dabei ist links und rechts noch genügend Platz, so dass auch ein Messenger permanent daneben Platz findet, ohne dass die Seitenansicht verkleinert werden müsste.

Verschiedene Anwendungen können parallel und ohne Überschneidungen ausgeführt werden. Ein PDF-Dokument findet zum Beispiel problemlos neben einem Browserfenster Platz. Fotos können mit rund 33 Prozent Auflösung (12 Megapixel) angezeigt werden, ohne dass der Raum für Paletten, Tools oder weitere Fenster knapp wird.

Nec Multisync 24wmgx3 Monitor Nec 24wmgx3 Workspace
Hochaufgelöste Bilder können großflächig angezeigt werden. Wenn man diese auf rund 16,7 Prozent verkleinert, kann man parallel noch ein PDF-Dokument mit knapp 90 Prozent betrachten und einen Musicplayer unten platzieren.

Reaktionsverhalten und Input Lag

Für das AMVA-Panel des NEC 24WMGX³ wird eine Reaktionszeit von 6 ms angegeben, die sich auf einen Grau-zu-Grau-Wechsel bezieht.

Nec Multisync 24wmgx3 Monitor Nec 24wmgx3 Ingame
Bild aus dem Spiel „Unreal Tournament 3“ mit Auflösung 1.920 x 1.080.

Neben der Reaktionszeit ist vor allem der vielzitierte Input-Lag für die Spieletauglichkeit entscheidend. Vergeht zwischen Eingabe und optischer Rückmeldung zu viel Zeit, wird insbesondere der Fraktion der „Hardcore-Spieler“ die Steuerung zu indirekt.

Der NEC 24WMGX³ schlägt sich im „Stoppuhr-Test“ gegen einen CRT gut bis sehr gut, wobei man zwischen den verschiedenen Einstellungs-Modi differenzieren muss, wobei sich der Through-Modus beim Testen nicht auf den Inputlag ausgewirkt hat.

Ein Corona-Effekt (weiße Umrandung eines sich bewegendes Objektes, vor allem bei hohem Kontrast zwischen Vorder- und Hintergrund) konnte in keinem Modus beobachtet werden.

Ein Ghosting-Effekt (dunkles, mattes Geisterbild, welches dem eigentlichen Bewegungsobjekt folgt) wurde in den Standardeinstellungen des Geräts im PRAD-Schlierentest beobachtet. Dieser Effekt kann durch Zuschalten des MP-Modus gemindert werden. Im MP-1 Modus ist die Minderung etwas sichtbar, im MP-2 Modus noch deutlicher. Im MP-3 Modus ist die Verminderung des Effektes am besten, aber immer noch geringfügig erkennbar. Allerdings ist der Effekt nur in sehr geringem Abstand zum Display überhaupt erkennbar. Im Alltagsbetrieb fällt der Ghosting Effekt in keiner Weise mehr auf.

Bei allen Farbprofilen außer „Spiel-2“ lagen die Werte zwischen 0 ms Latenz (33 Prozent aller Fälle) und 16 ms (66 Prozent aller Fälle). Damit ergibt sich eine durchschnittliche Latenz von knapp unter einem Frame pro Sekunde (10,56 ms).

Schaltet man den MP-Modus hinzu, bei dem Overdrive zum Einsatz kommt, so verbessern sich die Werte auf 50 Prozent mit Null-Latenz und 50 Prozent mit einer Latenz von 16 ms. Im Durchschnitt sinkt die Latenz also auf 0,5 Frames pro Sekunde. Der MP-Modus verfügt über drei Stufen. In allen Stufen wird eine Verbesserung der Latenz erreicht, wobei Stufe 3 am Besten abschneidet. Der MP-Modus verursacht durch Black Screen Insertion allerdings ein Bildflackern bei Standbildern. Deswegen ist er wirklich nur bei schnell bewegten Spielen oder Filmen zu gebrauchen, da das Flackern sonst zu sehr stört.

Die überraschende Ausnahme bildete das Farbprofil „Spiel-2“. Der MP-Modus hatte hier keinen Einfluss mehr, egal, ob er ein- oder ausgeschaltet war. Obwohl keine Veränderungen der Schärfe oder anderer Einstellungen am Gerät festgestellt werden konnten, sanken die Latenzwerte auf 66 Prozent Null-Latenz und 33 Prozent mit 16 ms Latenz als Maximum. Im rechnerischen Mittel kommt man so auf eine Durchschnittslatenz von 5,2 ms, also unter 0,5 Frames pro Sekunde. Das ist ein sehr starkes Ergebnis.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die maximale Verzögerung bei 1 Frame pro Sekunde liegt, wobei der Durchschnittswert etwas variiert, je nachdem in welchem Modus man sich befindet. Das beste Durchschnitts-Ergebnis erzielte der „Spiel-2“-Modus.

Somit bietet der NEC 24WMGX³ für alle Anwendungsarten gute bis sehr gute Möglichkeiten an, um die Latenzzeiten zu minimieren.

Nec Multisync 24wmgx3 Monitor Nec 24wmgx3 Inputlag Minimal
 
Nec Multisync 24wmgx3 Monitor Nec 24wmgx3 Inputlag Maximal
Das linke Bild zeigt jeweils die virtuelle Stoppuhr des NEC 24WMGX³ und das rechte Bild die Klon-Anzeige des CRT-Monitors; zuerst mit minimaler und dann mit maximaler Latenz.

DVD und Video

In diesem Abschnitt geht es nur um den Rechner als Zuspieler. Externe Videoquellen werden später behandelt.

Der NEC 24WMGX³ unterstützt am DVI-Port Signale, die mit HDCP geschützt sind. Blu-ray oder HD-DVD Discs können also problemlos am Rechner wiedergegeben werden.

Egal welches Format vom PC an den Monitor übermittelt wird, die Wiedergabe funktioniert immer korrekt und in bester Qualität. 1080p-Material wird per Definition am besten wiedergegeben. Der Detailverlust bei klassischen DVDs (576p) ist recht deutlich anhand von Artefakten zu sehen.

Nec Multisync 24wmgx3 Monitor Nec 24wmgx3 1080p
1080p: Star Wars – The Clone Wars mit sattem Schwarz und tollen Details.
Nec Multisync 24wmgx3 Monitor Nec 24wmgx3 576p
576p: The Scorpion King, hier ist die niedrige SD-Qualität zu erkennen.

Videosignalverarbeitung

NEC bietet an diesem Gerät vielfältige Anschlussmöglichkeiten an. Neben zwei HDMI-Eingängen, sind auch Component/S-Video-Eingänge zu finden. Die weiteren Tests werden zeigen, inwiefern sich der 24WMGX³ für die Wiedergabe von Videoquellen abseits des PCs als Videoprozessor eignet.

Unterstützte Refreshraten

Im Bereich der Computer-Displays ist eine ausschließliche Unterstützung von Signalen mit 60Hz noch weit verbreitet. Der NEC 24WMGX³ macht da die Ausnahme. Eine 50Hz-Unterstützung wird zwar nirgendwo explizit erwähnt, aber beim Abspielen von entsprechenden Videos hat sich das Display automatisch auf 50Hz eingestellt.

Deinterlacing

Die zu Testzwecken verwendete PS3 läßt leider nur bedingt Rückschlüsse auf die Fähigkeiten des Deinterlacers zu, da eine unskalierte Interlaced-Ausgabe per HDMI (480i60/576i50) nicht möglich ist.

Bei Zuspielung in 1080i wird ein recht deutliches Zeilenflimmern sichtbar. Das läßt hier auf einfaches Fieldscaling statt ausgreiftem Deinterlacing schließen.

Weitere Informationen bietet unser Bericht: „Aus 2 mach 1“ – Deinterlacing.

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