Test Monitor Samsung 2233RZ
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Inputlag

Die Spieletauglichkeit eines TFT-Monitors ist nicht allein von seiner Reaktionszeit und der Schlierenbildung abhängig, sondern zumindest im Progamer-Bereich auch von der Reaktionszeit, mit der Eingaben des Users wie eine Mausbewegung auf den Bildschirm gelangen. Für Verzögerungen können sehr viele Faktoren eine Rolle spielen, u.a. auch der Monitor selbst.

Der Samsung 2233RZ arbeitet mit einem durchschnittlichen Lag von 10 ms nahezu verzögerungsfrei.  Selbst hartgesottene Vielspieler dürften diese geringe Eingabelatenz nicht negativ bemerken.

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Input-Lag-freies Bild.

Der SyncMaster 2233RZ spielt beim Reaktionsverhalten in der ersten Liga der Gaming-Monitore mit. Mit dem sauber abgestimmten Overdrive, seiner minimalen Bewegungsunschärfe und dem gestochen scharfen Bild in schnellen Actiongames kann der Samsung mit den aktuellen Top-Modellen wie dem LG L227WT(P) oder dem Acer G24 mithalten.

120Hz-Technik

Als einer der ersten TFT-Monitore unterstützt der Syncmaster 2233RZ mit seiner 120 Hz-Technologie die NVIDIA-Technologie GeForce 3D-Vision. Eine 3D-Brille und einen leistungsfähigen Rechner mit neuester GeForce-Grafikkarte vorausgesetzt, lassen sich damit Spiele in 3D darstellen.

Mangels passender Brille haben wir lediglich überprüft, ob die Grundvoraussetzung für die 3D-Darstellung vom Monitor erfüllt wird: Das 120Hz-Signal, dass an der Grafikkarte ausgegeben wird, kommt jedenfalls einwandfrei beim Monitor an. 3D-Vision kann also auf Wunsch genutzt werden.

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Das 120 Hz-Signal, das von der Grafikkarte herausgegeben wird (oben), wird über den Monitor auch mit 120 Hz wiedergegeben (unten).
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Die höhere Bildfrequenz trägt aber auch ohne GeForce-Grafikkarte bzw. 3D-Brille zu einer insgesamt besseren Bewegtbilddarstellung bei, vergleichbar mit der auf aktuellen LCD-TVs mit 100Hz- oder 200Hz-Technologie.

Fans von Taktik-Shootern wie CounterStrike müssen sich also nicht mehr mit 60 fps zufrieden geben, sondern können mit entsprechender Hardware trotz aktivierter Vsync hohe Framerates erreichen.

Interpolation

Unter dem Menüpunkt „Einstellungen“ bietet der SyncMaster 2233RZ zwei verschiedene Anzeigemodi für interpolierte Bildinhalte an:

Wählt man die Einstellung „Breit“, so wird das Bild unabhängig von der jeweiligen Auflösung auf der gesamten Bildfläche angezeigt. Auflösungen, die nicht im 16:10 Seitenverhältnis des Monitors sind, werden entsprechend verzerrt und hochskaliert.

Die andere Auswahlmöglichkeit „Auto“ soll laut der Bedienungsanleitung auf der CD das jeweilige Eingangssignal im korrekten Seitenverhältnis auf dem Bildschirm anzeigen. Bei Auflösungen im 4:3-Format wie 1.024 x 768 würde dies bedeuten, dass die gesamte Höhe des Displays ausgefüllt würde, an den beiden Seiten jedoch schwarze Balken eingeblendet werden.

Ärgerlicherweise funktionierte diese Einstellung aber nicht: Alle getesteten Auflösungen wurden vom Monitor grundsätzlich auf die gesamte Bildfläche vergrößert, egal ob „Auto“ oder „Breit“ gewählt ist.

Interpolation Text

Was die Interpolationsleistung im Desktop-Betrieb angeht, so kann der Syncmaster 2233RZ nur mittelmäßige Resultate liefern. Bei den Auflösungen 1.440 x 900, 1.280 x 800 und 1.280 x 768 waren Texte etwas unscharf und verschwommen. Mithilfe der Schärfe-Funktion im OSD kann zumindest die Schriftkontur verdeutlicht werden. Dennoch liegt der 22-Zöller nicht auf dem hohen Niveau anderer Testkandidaten, wie dem Acer G24.

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Samsung 2233rz Monitor Samsung 2233rz Inter Txt 1440x900 Thumbnail
Links: Native Auflösung 1.680 x 1.050 und rechts: 1.440 x 900.
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Links: 1.280 x 800 und rechts: 1.280 x 768.
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Links: 1.280 x 1.024 und rechts: 1.024 x 768.

Bei sehr niedrigen Auflösungen nimmt die Schärfe wieder zu. So wird 1.024 x 768 deutlich besser dargestellt, als die höheren Auflösungen. Die beiden 5:4- bzw. 4:3-Auflösungen 1.280 x 1.024 und 1.024 x 768 werden verzerrt dargestellt, da der 22-Zöller trotz offiziell vorhandener Interpolationseinstellung keine seitengerechte Darstellung wiedergibt.

Interpolation Spiele

Einige Spiele wie beispielsweise Crysis Warhead, Fallout 3 oder Far Cry 2 stellen erhebliche Anforderungen an die PC-Hardware, so dass selbst High-Tech-Grafikkarten an ihre Grenzen stoßen. Das Spielen in geringerer Auflösung ist ressourcenschonender, deshalb ist eine gute Interpolationsleistung für Spieler wichtig.

Die Interpolationsschwächen bei Text sind in Spielen kaum noch zu erkennen. Allerdings lässt die Kantenschärfe bei hohen Auflösungen wie 1.440 x 900 etwas zu wünschen übrig. Mit der Schärfefunktion kann hier nur eine kaum merkliche Verbesserung erzielt werden.

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Samsung 2233rz Monitor Samsung 2233rz Inter Gme 1440x900 Thumbnail
Links: Native Auflösung 1.680 x 1.050 und rechts: 1.440 x 900.
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Links: 1.280 x 800 und rechts: 1.280 x 768.
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Links: 1.280 x 1.024 und rechts: 1.024 x 768.

Besonders ärgerlich ist die zumindest bei unserem Testgerät nicht funktionierende seitengerechte Interpolation insbesondere für Spieler. Bei Nicht-Breitbild-Auflösungen muss die Grafikkarte die korrekte Darstellung übernehmen, was insbesondere bei ATI-Karten nicht immer einwandfrei klappt. Außerdem schränkt es die Verwendung als Gaming-Monitor für Konsolen wie die PS3 ein, da deren 16:9-Signal dann auf 16:10 gestreckt wird.

Anwendungen

Der SyncMaster bietet die für 22-Zoll-Monitore typische Auflösung von 1.680 x 1.050 Pixeln an. Das reicht aus, um zwei Word-Dokumente in voller Größe darzustellen. Möchte man daneben noch eine Sidebar oder einen Instant-Messenger unterbringen, kommt man allerdings um eine Verkleinerung der Dokumente auf etwa 85 Prozent nicht herum.

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Ebenso gut kann eine Hälfte des Bildschirms mit einem Dokument, die andere mit einem Browserfenster gefüllt werden. Bei zwei Browserfenstern gleichzeitig wird es jedoch eng, da die meisten Websites auf ein größeres Platzangebot ausgelegt sind. Wem der Platz nicht ausreicht, sollte einen Monitor mit einer Mindestauflösung von 1.920 x 1.080 Pixel oder den Betrieb von mehreren Bildschirmen in Erwägung ziehen.

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Das gleichzeitige Anzeigen zweier Browserfenster ist möglich, jedoch eher unkomfortabel.

Wer öfters mit Platzintensiven Programmen aus dem Grafik- oder Musikbearbeitungsbereich hantiert, wird mit dem 22-Zöller gut zurechtkommen. Dank der Breitbilddarstellung können Werkzeugboxen bequem neben der Bearbeitungsfläche verstaut werden. Dank des Pixelpitch von 0,282 mm² sind auch kleine Schriften gut lesbar.

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Grafikprogramme wie Photoshop oder After Effects lassen sich hervorragend auf den verfügbaren 1.680 x 1.050 Pixeln darstellen.

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