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Test Monitor Samsung BX2350
7/8

DVD und Video

In diesem Abschnitt geht es allein um die Bildqualität von Film-Material. Auf die Videosignalverarbeitung werden wir im folgenden Abschnitt noch ausführlich eingehen.

Der Samsung BX2350 unterstützt an beiden HDMI-Eingänge HDCP-verschlüsselte Signale. Einer Zuspielung von Bluray-Filmen steht daher nichts im Wege.

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Bluray-Film: „Avatar – Aufbruch nach Pandora“.

In Filmen macht der Samsung für ein TN-Panel insgesamt eine gute Figur. Der ausgezeichnete Kontrast verleiht Filmen die nötige Tiefe. Auch die gute Helligkeitsverteilung verhindert den Anblick hässlicher und störender Lichthöfe bei der Betrachtung von Filmen im Kinoformat, welche den Bildschirm nicht komplett füllen. Zudem bietet der BX2350 das interessante Feature „MagicAngle“.

Für Filme bietet sich insbesondere der „Zurücklehnmodus“ an, womit man den Bildschirm auch aus ungünstigen Betrachtungswinkeln mit erheblich weniger Kontrastverlusten betrachten kann. Filmfans, die den einen oder anderen Film von der tiefen Couch betrachten, werden dieses Feature zu schätzen wissen. Auf den horizontalen Blickwinkel hat diese Optimierung dagegen keinen Einfluss.

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Bluray-Film: „Fluch der Karibik 2“.

Die Farben wirken in Filmen natürlich, aber zeitweilig etwas blass. Kleine Abstriche müssen auch in helleren Partien gemacht werden, diese wirken leicht undifferenziert und ausgewaschen. Aber all dies ist bei einem TN-Panel schon Mäkeln auf hohem Niveau. Auch für die Wiedergabe von Filmen empfehlen wir den Overdrivemodus „schneller“, damit die Schlierenbildung und der Coronaeffekt so wenig wie möglich in Erscheinung treten.

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DVD-Film: „The Day after Tomorrow“.

Videosignalverarbeitung

Im User-Manual lassen sich Hinweise finden, dass der BX2350 neben den im PC-Bereich typischen 60 Hertz auch 56, 72 und 75 Hertz in einigen nicht-nativen Auflösungen unterstützt.

Im folgenden Procedere haben wir getestet, inwiefern sich der Samsung BX2350 für die Wiedergabe von externen Quellen abseits des PCs als Videoprozessor eignet.

Unterstütze Refreshsraten

Vorweg sei gesagt, dass wir in jeder zu testenden Frequenz einen Juddertest durchführen, welcher überprüft, ob die Elektronik auch intern mit dieser Frequenz arbeitet. Ist dies nicht der Fall, kommt es zu Rucklern.

Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Judder
Juddertest am Samsung BX2350.

Hier kann der Samsung BX2350 überzeugen. Er kann nicht nur die erwähnten 56, 60, 72 und 75 Hertz darstellen, sondern legt noch eine Schippe drauf und ermöglicht eine judderfreie Darstellung von 50-Hertz-Signalen. Dadurch können deutsche PAL-DVDs flüssig wiedergegeben werden. Die 24-Hertz Zuspielung quittierte das OSD jedoch mit einer Fehlermeldung. Blurays, welche üblicherweise in 1080p24 vorliegen, werden damit nur leicht ruckelnd dargestellt. Eine Übersicht der judderfreien Signale zeigt folgendes Bild

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Ein großes Spektrum an Frequenzen wird vom BX2350 judderfrei wiedergegeben.

Deinterlacing

Auch bei der Zuspielung von 576 Zeilen im halbbildbasiertem Material zeigte der Samsung BX2350 eine Fehlermeldung. Das Testprocedere wurde aus diesem Grund mit 1080i-Material durchgeführt. Da der BX2350 aber überhaupt in der Lage war, halbbildbasiertes Material anzunehmen – ein LCD aber immer vollbildbasiert arbeitet – muss ein Deinterlacer verbaut sein, der für die Umwandlung von Halb- nach Vollbildern verantwortlich ist. Weiterführende Informationen dazu bietet unsere Reportage: „Aus 2 mach 1“ – Deinterlacing.

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Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Deinterlacing 2
2:2-Signale im 1080i-Format werden am BX2350 nicht erkannt und per Fieldscaling hochskaliert …
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… ebenso wie3:2- und…
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… Filmmaterial. nn

Insgesamt ist die Verarbeitung von Interlaced-Material nicht zufriedenstellend. 480i- und 576i-Material wird komplett verweigert; 1080i-Material wird dagegen immerhin erkannt, produziert aber selbst bei Standbildern ein sehr unangenehmes Flackern, was eindeutig auf einfaches Fieldscaling schließen lässt.

Skalierung

Wichtig ist die Darstellung mit korrektem Seitenverhältnis. Im Videobereich liegt nur bei HD-Material ein quadratisches Pixelseitenverhältnis vor. Verfügt der Bildschirm im OSD über eine explizite „4:3“ und „16:9“ Einstellung in den Skalierungseinstellungen, stehen die Chancen gut, entsprechendes Material korrekt anzeigen zu können.

Unsere Testbildreihe basiert auf einem anamorphen Video mit Kreisen, die bei korrekter Beachtung des Seitenverhältnisses absolut rund sein müssen (zugespielt wurde per HDMI). Mit entsprechenden Einstellungen am DVD-Player können wir alle möglichen Zuspielungen simulieren.

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Zuspielung in 576p im Ausgangsformat 16:9; Links: Interpolation „breit“; Rechts: Interpolation „auto“.

Die erste Zuspielung erfolgt im Ausgangsformat 16:9. Bei der Interpolation „breit“ – also auf das volle 16:9-Panel – sind daher keine Verzerrungen wahrzunehmen. Wie bei vielen anderen Monitoren wird bei der Interpoationsart „auto“ das Signal dagegen falsch interpretiert und stark gestaucht. Dies dürfte aber am nicht-quadratischen Pixelseitenverhältnis des Ausgangsformats liegen. Andere Auflösungen im PC-Bereich – 16:10, 5:4, 4:3 – werden korrekt skaliert.

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Zuspielung in 576p im Ausgangsformat „4:3 Letterboxed“; Links: Interpolation „breit“; Rechts: Interpolation „auto“.

Anschließend wird im Ausgangsformat 4:3 Letterboxed zugespielt. Logischerweise ist die Darstellung nun bei der Skalierung auf „breit“ sehr gestreckt. Auch die „auto“-Interpolation schafft hier keine hundertprozentige Abhilfe: Die Kreise sind etwas breiter als hoch. Auch hier muss hinzugefügt werden, dass die Ursache im nicht-quadratischen Pixelseitenverhältnis liegt.

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