-->

BRANDHEISS

Test Monitor Samsung BX2350
5/8

Vergleich mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum unter Berücksichtigung des Monitorprofils

KalibriertZielErreicht
D65 (6502)6508
95.04 100.00 108.8894.93 100.00 108.77
0,21
– (0,08)0,16
140140
Nativ0,18
Nativ777
sRGB (~ Gamma 2.2)~2,22 (avg.)

* CCT-Bezug

Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Srgb 1
 
Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Srgb 2
 

Im kalibrierten Zustand sind noch recht auffällige Farbabweichungen vorhanden. Der Grund dürfte die nicht ausreichende Abdeckung des sRGB-Farbraumes sein. Kein Problem stellte hingegen das Anpassen an die Ziele in Puncto Helligkeit, Weißpunkt, Gamma und Neutralität der Grauachse da. Durch die Reduzierung der RGB-Werte im Monitor sinkt der Kontrast auf immer noch gute 777:1.

Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Srgb 3
 

UGRA-Test

Abschließend haben wir den Samsung BX2350 auf die Empfehlungen der UGRA kalibriert (5800K, Gamma 1,8 und Helligkeit, sofern mit Bordmitteln erreichbar: 140 cd/m²), um seine Tauglichkeit für die digitale Druckvorstufe/Softproof zu bestimmen. Die Zertifizierung kann aber natürlich auch mit anderen Parametern erreicht werden. Falls der Monitor keinen Gamma-Regler besitzt, wird durch die Kalibrierung der Tonwertumfang im Regelfall zu stark eingeschränkt, um den Test mit den vorgegebenen Parametern zu bestehen. Den Schwarzwert begrenzen wir manuell auf 0,3 cd/m², um Schwächen des EyeOne Pro zu minimieren.

Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Ugra
Der ausführliche UGRA UDACT Report für die Softwarekalibrierung kann als PDF Datei heruntergeladen werden.

Der Samsung BX2350 besteht den UGRA-Test nicht, da der Tonwertumfang im Zuge der Kalibrierung zu stark eingeschränkt wurde. Trotz Gamma-Regler werden nur 91,4 Prozent der zu testenden Grauwerte dargestellt. Um die UGRA-Vorgaben zu erfüllen, müssten aber mindestens 95 % dargestellt werden können.

Interpolation

Folgende Bilder zeigen das Interpolationsverhalten. Als Skalierungsmodus wurde die Option „auto“ gewählt.

Interpolation Text

Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Interpolation Text 1
Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Interpolation Text 2
Links: die native Full-HD-Auflösung 1.920 x 1.080; rechts: die kleinste HD-Auflösung 1.280 x 720.
Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Interpolation Text 3
Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Interpolation Text 4
Links: Auflösung 1.680 x 1.050; Rechts: Auflösung 1.440 x 900.
Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Interpolation Text 5
Auflösung 1280 x 1024: Keine Verzerrung durch seitengerechte Darstellung.

Der BX2350 liefert in dieser Disziplin durchschnittliche Leistungen in nahezu allen Auflösungen. Physikalisch bedingt bietet nur die native Auflösung ein komplett scharfes Bild, weil jedem Pixel auf dem Panel des Bildschirms ein Pixel des Signals zugeordnet ist. Verringert man die Quellauflösung findet keine pixelgenaue Anzeige mehr statt und der Bildschirm ist gezwungen, die geringere Auflösung auf die höhere Panelauflösung zu interpolieren. Dabei entsteht eine typische Unschärfe in Form von Schattenbildung. Mit dieser Unschärfe sticht insbesondere die Auflösung 1.680 x 1.050 aus der Testreihe heraus.

Der Interpolationsmodus „auto“ erfüllt seinen Zweck vollständig und lässt alle PC-üblichen Auflösungen seitenrecht darstellen. Ein 1:1-Mapping haben wir beim BX2350 jedoch vermisst.

Interpolation Spiele

Im Spiel Anno 1701 können viele scharfe Kanten beobachtet werden, die das Interpolationsverhalten gut widerspiegeln. Als Anhaltspunkt soll insbesondere die im Wind hängende Fahne dienen. Anti-Aliasing, welches die Treppenbildung an Kanten vermindert wurden im Treiber und im Spiel deaktiviert.

Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Interpolation 1
Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Interpolation 2
Links: die native Full-HD-Auflösung 1.920 x 1.080; rechts: die kleinste HD-Auflösung 1.280 x 720.
Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Interpolation 3
Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Interpolation 4
Links: 1.680 x 1.050; Rechts: 1.440 x 900.
Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Interpolation 5
Auflösung 1280 x 1024.

Bei der Interpolation in Spielen kann der BX2350 überzeugen. Wie üblich fallen Schwächen in der Interpolation in Bewegtbildern weniger auf als bei der Wiedergabe von statischem Material. Nostalgiker freuen sich über die seitengerechte Darstellung von Klassikern ohne Widescreenunterstützung.

Bildschärfe

Neben den Interpolationsmodi lässt sich auch die Bildschärfe am Samsung BX2350 manuell verändern. Der Standardwert liegt auf dem Wert 60. Hierbei sollte es auch belassen werden. Aus kleineren Werten resultiert eine Unschärfe und aus größeren Werten eine Überschärfung in Form von umleuchteten Konturen.

Reaktionsverhalten

Das Reaktionsverhalten eines Monitors wird im Wesentlichen von den Schaltzeiten, dem Overdrive-Verhalten und der Latenzzeit bestimmt. Diese Einflussgrößen ermitteln wir in einem neuen Verfahren mit Fotosensoren und einem Oszilloskop.

Den BX2350 haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am HMDI-Anschluss Nr. 1 vermessen. Der Monitor wurde zunächst auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt, dann wurde die Helligkeit auf 100 Prozent und der HDMI-Schwarzwert auf „Gering“ eingestellt. Zusätzlich haben wir die drei Einstellungsoptionen für die Reaktionszeit untersucht. Standardmäßig ist die Reaktionszeit mit „Normal“ voreingestellt.

Schaltzeiten

Nach der älteren Norm ISO 13406-2 wird der Monitor von Schwarz zu Weiß umgeschaltet und wieder zurück. Die gemessenen Schaltzeiten zwischen 10 und 90 Prozent Helligkeit (rise + fall) werden addiert und als Bildaufbauzeit bezeichnet. Die aktuelle Norm ISO 9241-305 beschreibt die Bildaufbauzeit dagegen als mittlere Übergangszeit zwischen fünf verschiedenen Grauwerten hin und zurück. Vielfach wird die Bildaufbauzeit auch als Reaktionszeit oder Response Time bezeichnet.

Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Bildaufbauzeit
Die Schaltzeiten von Schwarz zu Weiß sind typisch für ein schnelles TN-Panel.

Gewöhnlich strahlt die Hintergrundbeleuchtung bei LCD-Monitoren in der hellsten Einstellung (100 Prozent) kontinuierlich mit voller Leistung, erst bei kleineren Helligkeitseinstellungen wird sie kurzzeitig dunkel geschaltet. Je größer der Anteil dieser (unmerklich) kurzen Dunkelphasen ist, umso niedriger erscheint dem Betrachter die Bildschirmhelligkeit.

Im Oszillogramm sieht man die Überlagerung von Panelkurve und Beleuchtungskurve: während CCFL-Röhren bei jeder Dunkelphase einen spitzen Zahn aus dem Abfall und Wiederanstieg der Helligkeit bilden, erkennt man die LED-Beleuchtung an extrem steilen Flanken, die sich bei sehr kurzen Dunkelphasen zu einem Strich zusammen ziehen.

Interessante Themen

Schreibe einen Kommentar

* Sie müssen das Kästchen aktivieren, ansonsten können Sie keinen Kommentar erstellen. Sollten Sie dennoch versuchen Ihren Kommentar zu posten, ohne akzeptiert zu haben, wird eine neue Seite geöffnet und Sie erhalten einen Hinweis. Alle eingetragenen Daten, inklusive des Kommentars, gehen dabei verloren!