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Test Monitor Samsung BX2350
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Bedienung

Das Bedienelement hat Samsung in der rechten unteren Ecke untergebracht. Tasten sind zur Bedienung aber nicht zu drücken, stattdessen läuft die Steuerung des OSDs über ein modernes Touchfeld. In unserem Test reagierte dieses sehr schnell und sensibel auf Eingaben und steht konservativen Eingabeelementen in nichts nach.

Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Bedienung
Touch-Tastenfeld des BX2350.

Direkt über das Touchfeld kann man folgende Einstellungen erreichen: Das OSD, MagicBright-Einstellungen, die Lautstärkeregelungen, die Wahl des Eingangssignals, die automatische Anpassung des analogen Signals sowie der An- und Aus-Schalter.

OSD

Das OSD des BX2350 ist übersichtig in die 5 Unterpunkte Bild, Farbe, Größe und Position, Setup & Rest und Information gegliedert. Im Submenü Bild lassen sich Helligkeit, Kontrast, Schärfe, MagicBright (Modi für verschiedene Anwendungsschwerpunkte), MagicAngle (Optimierung für verschiedene Blickwinkel), das Overdriveverhalten und der HDMI-Schwarzpunkt steuern. Unter Farbe lassen sich die einzelnen RGB-Kanäle, die Farbtemperatur, Farbeffekte, das Gamma und MagicColor-Einstellungen regulieren.

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OSD des Samsung BX2350.

Im Unterpunkt Größe und Position lässt sich die horizontale und vertikale Position des Bildes bei analogem Anschluss sowie die Position des Menüs verschieben, außerdem können Interpolationsmodi verändert werden. Unter Setup&Reset kann ein Reset vorgenommen und die Sprache sowie weitere OSD-Optionen eingestellt werden. Möchte der Anwender Signalinformationen erhalten, wählt er Informationen.

Bildqualität

Im Samsung SyncMaster BX2350 kommt ein TN-Panel mit LED-Backlight zum Einsatz. Diese Paneltechnologie arbeitet üblicherweise nur mit 6-Bit pro Farbkanal. Eine HiFRC-Schaltung ermöglicht aber den Eindruck von 16,7 Millionen Farben. Nicht unterstütze Farben werden dabei mit sogenanntem Dithering simuliert. Hierbei nimmt ein Pixel im Verlauf mehrerer Frames verschiedene Farbtöne an, die vom Menschen dann als Zielfarbton erkannt wird.

Ist diese Steuerung korrekt implementiert, kommt die Simulation einem echten 8-Bit-Panel sehr nahe. Im anderen Fall können aber auch unschöne Jeansmuster oder ein Flimmern bei bestimmten Farben auftreten.

Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Bildqualitaet 1
Testbild zum Graustufenverlauf.

Beim Graustufenverlauf zeigt sich beim BX2350 leichtes Banding. Auch bei Farbverläufen konnten wir ähnliche Erscheinungen ausmachen. Dunkle Farb- und Graustufen flimmerten sogar etwas oder zeigten leichtes kriseln. Gut schneidet das Gerät aber in der Graustufendifferenzierung ab. Im unteren Spektrum waren alle Graustufen im Vergleich zu Schwarz zu unterscheiden, während dagegen am hellen Ende des Spektrums die obersten beiden Graustufen vom reinen Weiß nicht differenzierbar wiedergegeben werden konnten.

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Helligkeitsverteilung bei grauer und schwarzer Fläche.

Die subjektive Bildqualität ist für ein TN-Panel sehr gut: Lichthöfe waren nicht auszumachen und Farben wirken natürlich, obgleich in der Werkseinstellung etwas kalt. Der hohe Kontrast und der gute Schwarzwert verstärken den positiven Eindruck. Nur in Sachen Blickwinkel muss das TN-Panel seine Schwächen offenbaren, auch die Graustufendarstellung ist für ein TN-Panel lediglich auf durchschnittlichem Niveau.

Helligkeit

Samsung beziffert die Maximalhelligkeit mit 250 cd/m². Zum Kontrast finden wir leider nur eine dynamische Angabe in Höhe von 5.000.000:1. Letzterer Wert beschreibt aber das Kontrastverhältnis von zwei aufeinander folgenden Bildern. Wir konnten diesen Wert in unserem Test nicht verifizieren. Bei der maximal gemessenen Helligkeit konnte der Samsung BX2350 mit 252 cd/m² die Herstellerangabe leicht überschreiten. Der gemessene statische Kontrast bleibt während der Messreihe nahezu konstant bei ca. 870:1

Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Helligkeit
 

Zwischen der gemessenen Helligkeit und der eingestellten Helligkeit besteht ein nahezu perfekter linearer Zusammenhang: Bei Erhöhung der Helligkeit um 10 % steigt der Messwert um je 20 cd/m². Mit einem Minimum von 44 cd/m² und einem Maximum von 244 cd/m² lässt sich mit der Samsung BX2350 in jeder Arbeitsumgebung benutzen.

Helligkeitsverteilung

Wir untersuchen Helligkeitsverteilung und Bildhomogenität an einem weißen Testbild, das wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die Helligkeitsabweichung in Prozent und das DeltaC (d.h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den zentral gemessenen Wert. Für das DeltaC liegt die Wahrnehmungsschwelle, in Bezug auf Unbunttöne als Referenz, bereits bei etwa 0,5. Ein DeltaC von 4 sollte nicht signifikant überschritten werden, sonst ist mit größeren Farbstichen zu rechnen.

Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Helligkeitsverteilung
Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Homogenitaet
Helligkeitsverteilung und Homogenität des BX2350.

In der Helligkeitsverteilung befinden sich in unserer Testreihe nur zwei auffällige Abweichungen und zwar in der oberen rechten und linken Ecke mit ca. 11 Prozent. Weniger gut sieht es in der Bildhomogenität aus: Hier weichen viele Werte schon recht stark von dem Wert der Bildmitte ab. Auffällig sind hier die beiden Messungen in der rechten unteren Ecke. Auch im subjektiven Test konnten wir die Messwerte anhand eines – im Vergleich zur Mitte – wärmeren Weißpunktes verifizieren.

Blickwinkel

Laut Hersteller beträgt der Blickwinkel horizontal 170 und vertikal 160 Grad bei einem Kontrastverhältnis von 10:1. Diese Angaben beziehen sich jedoch nur auf den Restkontrast und nicht darauf, ob das Bild bei bestimmten Blickwinkeln Farbverfälschungen unterliegt.

Samsung Bx2350 Monitor Samsung Bx2350 Blickwinkel 1
Blickwinkel des Samsung BX2350.

Betrachtet man das Panel von der Seite, so verschiebt sich der Weißpunkt in wärmere Regionen. Von oben betrachtet kann neben einem Kontrastverlust keine Farbverfälschung ausgemacht werden. Bei der Ansicht von unten zeigt sich der für ein TN-Panel typische Negativeffekt: Farben werden hier umgekehrt und das Bild stark abgedunkelt.

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Die Fotos wurden unter gleichem Blickwinkel aufgenommen. Links: MagicAngle „Aus“, Rechts: Magic Angle „Zurücklehnmodus 2“.

Zur Vermeidung der Blickwinkelschwächen kann der Samsung BX2350 jedoch mit einem besonderen Special glänzen. Unter dem Menüpunkt „MagicAngle“ lässt sich das Bild dem Blickwinkel entsprechend optimieren. Die Technik dahinter ist ganz einfach: Aktiviert man einen bestimmten Modus, so werden Gamma und Helligkeit so optimiert, dass Kontrastschwächungen unter dem gewählten Blickwinkel weniger stark auffallen. Besonders die Zurücklehnmodi können bei dem Betrachten von Filmen aus tieferen Positionen – wie beispielsweise von einem Sofa aus – den Negativeffekt vermindern und bis zu einem gewissen Winkel sogar unterdrücken.

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