Test Monitor Samsung P2770HD
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Bedienung

Die Bedienung erfolgt über ein berührungsempfindliches Tastenfeld, welches in der rechten unteren Ecke eingelassen ist. Wie wir bereits bei Bildschirmen mit gleicher Bedienung die Erfahrung gemacht haben, reagieren auch beim Samsung P2770HD die Touch-Flächen nicht sensibel genug und erschweren das Navigieren erheblich.

Beim P2770HD ist dies aber kein Problem, weil sich die Fernbedienung auch hervorragend für die Steuerung des Menüs verwenden lässt.

Samsung P2770hd Monitor Samsung 2270hd Bedienung
Die Menütasten leuchten erst beim einmaligen Berühren des Touch-Feldes auf.

Das Menü reagiert insgesamt etwas träge und verhindert auch mit der Fernbedienung ein komfortables Navigieren. Glücklicherweise sind Zugriffe auf wichtige Funktionen aber leicht erreichbar.

OSD

Bei Druck auf die Menü-Taste im Bedienfeld oder auf der Fernbedienung gelangt man in das OSD. In den Bildoptionen können Parameter wie Kontrast, Helligkeit, Schärfe, Farbe und Interpolationsverhalten geregelt werden, während man bei den Ton-Settings der Sound per Equalizer und bestimmter Presets verbessern kann.

Samsung P2770hd Monitor Samsung 2270hd Osd
Übersichtlich, aber bildschirmfüllend präsentiert sich das OSD des P2770HD.

Außerdem bietet das Menü TV-typische Optionen zur Sendersuche und Programmübersicht. In den Einstellungen können Systemsprache, Ausschaltzeit und Kindersicherung konfiguriert werden. Im letzten Punkt, der Unterstützung bietet der 2770HD ein Tool zur Fehlerdiagnose sowie eine Anleitung Wiedergabe von HD-Signalen.

Bildqualität

Im Samsung P2770HD kommt ein TN-Panel zum Einsatz. Diese Paneltechnologie arbeitet üblicherweise nur mit 6-Bit pro Farbkanal. Eine HiFRC-Schaltung ermöglicht aber den Eindruck von 16,7 Millionen Farben. Nicht unterstütze Farben werden hierbei mit sogenanntem Dithering simuliert. Hierbei nimmt ein Pixel im Verlauf mehrerer Frames verschiedene Farbtöne an, die vom Menschen dann zum Zielfarbton verarbeitet werden.

Ist diese Steuerung korrekt implementiert, kommt die Simulation einem echten 8-Bit-Panel sehr nahe. Im anderen Fall können aber auch unschöne Jeansmuster oder ein Flimmern bei bestimmten Farben auftreten.

Samsung P2770hd Monitor Samsung 2270hd Bq 1
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Test des Graustufenverlaufs und der Graustufendifferenzierung.

Beim Samsung P2770HD trifft ersteres zu: Farbverläufe wirken für ein TN-Panel sehr sauber. Banding fällt nur beim genauen Betrachten auf und Dithereffekte werden auch erst bei einem Augenabstand von 20 Zentimetern sichtbar. In dieser Hinsicht kann die verwendete Technik schon fast mit einem höherwertigen Panel mithalten.

Die Graustufendifferenzierung gelingt dem 27-Zoller dagegen nur befriedigend. Während er alle dunklen Graustufen differenzierbar darstellen kann, so gelingt ihm dies bei den oberen 4 hellsten Grauwerten nicht. Bei der Betrachtung von Bildern wirken hellere Partien daher oft überbelichtet.

Samsung selbst beziffert den dynamischen Kontrast des P2770HD auf 50.000:1. Dies ist aber ein Wert, der das Kontrastverhältnis von zwei aufeinander folgenden Bildern wiedergibt. Wir konnten diesen Wert in unserem Test nicht verifizieren. Unser Testgerät erreichte aber einen guten statischen Kontrast von 1.035:1. Nach der Kalibrierung konnte dieser Wert sogar noch auf 1.044:1 gesteigert werden.

Samsung P2770hd Monitor Samsung 2270hd Ausleuchtung 2
Samsung P2770hd Monitor Samsung 2270hd Ausleuchtung 1
Leichte Lichthöfe stören die sonst gleichmäßige Ausleuchtung des Samsung P2770HD.

Der Samsung P2770HD verfügt nicht über einen erweiterten Farbraum, was bei einem Multimedia-Monitor sicherlich die richtige Wahl ist. Farben aus monitorähnlichen Farbräumen, wie beispielsweise dem sRGB-Farbraum, wirken daher nicht übertrieben bunt. Die Werkseinstellung wirkt sehr kalt. Nach Optimierung der Farbanteile wirkt das Bild aber ausgeglichen und hinterlässt einen positiven Eindruck.

Helligkeit

Als Maximalhelligkeit nennt Samsung einen Wert von 300 cd/m², den wir in unserem Test aber nicht ganz erreichten. 277 cd/m² sind aber für jede Arbeitsumgebung mehr als ausreichend und bieten keinen Anlass zur Kritik. Mit einer Minimalhelligkeit von 39 cd/m² ist ein ausreichend großes Helligkeitsspektrum für jede Situation abgedeckt.

Helligkeit Hersteller Gemessen
300 cd/m² 277 cd/m²
k.A. 140 cd/m²
k.A. 120 cd/m²
k.A. 39 cd/m²

Helligkeitsverteilung

Die Helligkeitsverteilung haben wir an 15 Messpunkten ermittelt, nachdem wir die Helligkeit auf 50 Prozent abgesenkt und somit 140 cd/m² in der Mitte des Displays als Optimalwert erreicht haben.

Samsung P2770hd Monitor Samsung 2270hd Helligkeitsverteilung
Die Helligkeitsverteilung des P2770HD ermittelt an 15 Messpunkten.

In dieser Disziplin liefert der P2770HD ein gutes Ergebnis. Die maximale Abweichung liegt mit 15 Prozent in der unteren Mitte. Während viele Monitore mit einer schwächeren linken Seite zu kämpfen haben, liegen die Abweichungen beim SyncMaster fast symmetrisch zur Hauptachse vor, was die Unregelmäßigkeiten insgesamt etwas kaschiert. Die Durchschnittsabweichung liegt bei noch guten 9 Prozent.

Blickwinkel

Laut Hersteller beträgt der Blickwinkel horizontal 170 und vertikal 160 Grad bei einem Kontrastverhältnis von 10:1. Diese Angaben beziehen sich jedoch nur auf den Restkontrast und nicht darauf, ob das Bild bei bestimmten Blickwinkeln Farbverfälschungen unterliegt.

Samsung P2770hd Monitor Samsung 2270hd Blickwinkel
Blickwinkel des Samsung P2770HD.

Die Verfälschungen der Farben unter einem hohen horizontalen Blickwinkel hält sich in Grenzen. Neben einer Senkung des Kontrastes tritt aber auch ein leichter Gelbstich auf. Auch von oben betrachtet hält das Bild bis zu einem gewissen Winkel stand. Über diesen Winkel hinaus kippt das Bild leicht und wird mit einem leicht lila-stichigen Grauschleier überzogen. Von unten betrachtet zeigt sich der für ein TN-Panel typische Negativeffekt, welcher die Farben umkehrt.

Bei einem üblichen Betrachtungsabstand am Schreibtisch kann man aber selbst unter optimalem Blickwinkel an den Rändern des Panels leichte Farbverfälschungen erkennen. Durch die recht guten horizontalen Blickwinkel konnte Samsung dieses Problem aber einigermaßen in den Griff bekommen.

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