Test Projektoren & Beamer ASUS P2B
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Anschlüsse

Bei den Anschlussmöglichkeiten zeigt sich der P2B – insbesondere für so ein kompaktes Gerät – recht vielseitig. Von links nach rechts zeigt die Abbildung: Infrarotsensor, Strom-Anschluss, Slot für MicroSD Card, USB 2.0 und Micro-USB 2.0, Kopfhörer-Ausgang, Mini-VGA, Öffnung Reset und HDMI/MHL. Zusätzlich kann ein interner Speicher von 2 GB genutzt werden.

Laut Handbuch scheint es sogar möglich einen WLAN-Dongle an den USB-Port anzuschließen und den P2B damit netzwerkfähig zu machen. Über das integrierte MediaCenter könnte man dann auch über diesen Weg auf Dokumente zugreifen. Allerdings wird das nur mit einem Satz beiläufig erwähnt und nicht näher beschrieben. Nachgeprüft haben wir diese Möglichkeit mangels WLAN-USB-Stick nicht.

Wie man Daten zwischen internem und externem Speicher transferiert, verrät das Handbuch leider auch nicht.

Asus P2b Beamer Anschluesse
Anschlüsse des Asus P2B.

OSD

Das On-screen Display wird über die Menü-Taste am Projektor oder auf der Fernbedienung aufgerufen. ASUS hat sich dabei für die mehrfach Belegung der Tasten etwas Neues einfallen lassen und diese Funktion „Dynamic Key Control“ getauft.

Das 12-Tasten-Raster im Bedienfeld des Projektors und der Fernsteuerung ist dabei identisch mit dem Layout, das im projizierten Bild angezeigt wird. Für den ersten Einstieg gibt es in der Mitte die Menü-Taste, oder Direktauswahlen für die wichtigsten Funktionen über die restlichen Tasten.

Asus P2b Beamer Hersteller Foto Grid Control
Projektor-Steuerung über „Dynamic Key Control“ (Foto: ASUS)

Befindet man sich danach in einem Untermenü, wird über die OSD-Einblendung für jede Taste die dort jeweils zugeordnete Funktion angezeigt. Die Funktion einer Taste wechselt also ständig und ist dann mit der Tasten-Beschriftung nicht mehr identisch. Eine Menü-Steuerung über immer gleich bleibende Pfeil-Tasten gibt es nicht. Die roten Pfeil-Symbole auf der Fernbedienung sind hier eher irreführend.

Asus P2b Beamer OSD Hauptmenue
Asus P2b Beamer OSD Einstellungen
Einblendung des OSD im projizierten Bild, irreführende Tastenbezeichnungen.

Verwirrend ist auch, dass die Fernbedienung zwar Extra-Tasten für die übliche Player-Steuerung hat (Play, Pause, Vorlauf, etc.), diese aber nur in bestimmten Situationen auch als solche funktionieren. Beim Abspielen der Projektor-Demo oder einer Diashow über den internen Viewer bewirken diese Tasten gar nichts. Erst wenn mittels Menü-Taste das OSD einblendet wird, wird angezeigt, dass die Taste oberhalb der Menü-Taste jetzt für Start/Pause zuständig ist. Diese Taste ist aber mit der Beschriftung zur Helligkeitsregelung versehen.

Wir haben diese Art der Steuerung leider nicht als so intuitiv empfunden, wie ASUS sich das gewünscht hat. Sie führt eher dazu, dass man ständig zwischen Fernbedienung und OSD-Einblendung hin und her schaut, damit man auch die richtige Taste trifft. Mit etwas Eingewöhnung kann man damit aber durchaus zurechtkommen.

Bildqualität

Für den Test am PC haben wir den Projektor am HDMI-Anschluss in der nativen Auflösung betrieben. Zudem wurde der Projektor mit einem Reset auf die Werkseinstellung zurückgesetzt. Die Farbmessungen haben wir mit einem i1 Pro und einem i1 Display Pro von X-Rite durchgeführt.

Zur Erstellung des Videos und der Fotos vom projizierten Bild wurde der Projektor waagrecht ausgerichtet und im Abstand von 1,5 Metern (entspricht einer Bilddiagonalen von 1,42 Meter) vor einer Leinwand mit guten Reflektionseigenschaften positioniert. Die Raumbeleuchtung wurde dabei stark gedimmt oder vollständig abgedunkelt.

Auflösung

Der DMD-Chip des P2B kann mit seinen nativen 1.280 x 800 Bildpunkten die kleine HD-Auflösung ohne Umrechnung wiedergeben. Die eingebaute Skalierungseinheit verarbeitet auch zahlreiche andere PC- und AV-Formate, von 480p und 576p hinauf bis zu FullHD, hier allerdings nur interlaced in 1080/50i und 1080/60i.

Die möglichen Auflösungen sind in einer Liste im Handbuch zusammengestellt. Skalierungsverluste führen allerdings vielfach zu Einbußen bei der Bildqualität. Am PC ist die native Auflösung immer die beste Wahl.

Das Pixelgitter ist nur sichtbar, wenn man sehr nahe an das Bild herangeht. Bei normalen Betrachtungsabständen ist es praktisch nicht auszumachen. Pixelfehler traten bei unserem Testgerät nicht auf.

Bildschärfe und Konvergenz

Asus P2b Beamer Gitter Nativ
Asus P2b Beamer Text Nativ
Bildschärfe und Darstellung von Texten könnte besser sein.

Die einpixeligen Strukturen unseres Testgitters kann der P2B nicht sauber wiedergeben. Senkrechte und waagrechte Linien werden fransig dargestellt, feine Strukturen verlaufen an bestimmten Stellen. Bei genauem Hinsehen zeigt sich auch der Grund: Die Pixel sind nicht gleichmäßig in einer Reihe angeordnet, sondern stehen rautenförmig auf einer Ecke.

Asus P2b Beamer Gitter Nativ Ausschnitt
Fransige Linien aufgrund rautenförmiger Anordnung des Pixelgitters.

Auch die Darstellung von Texten wird davon negativ beeinflusst. Bei etwa 6 Punkt endet die Lesbarkeit, sehr kleine Schriften sind nicht die Stärke des P2B. Insgesamt wirkt das Bild selbst in nativer Auflösung so, als sei eine Interpolation am Werk. Bei Videos und Spielen fällt das nicht so stark auf, beim PC-Desktop ist das Ergebnis aber sicher nicht optimal.

Unbefriedigend ist auch die Schärfeverteilung: es ist schlicht unmöglich, eine gleich gute Einstellung für die gesamte Bildfläche zu finden. Stets hat der P2B ein Problem mit rechts-links und oben-unten – kaum ist die eine Seite scharf gestellt, ist die andere wieder etwas unschärfer geworden. Nach einigem Bemühen findet man sich notgedrungen mit einem Schärfekompromiss in der Bildmitte ab.

Die Konvergenzfehler an den Schwarz-Weiß-Übergängen sind noch moderat, aber bei genauem Hinsehen unverkennbar. Oben und rechts sind bei der Testgrafik magentafarbene Farbsäume zu sehen, unten – schwächer ausgeprägt – grüne.

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