Test Projektoren & Beamer BenQ W1060
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Inbetriebnahme

Ein- und Ausschalten

Eingeschaltet wird der W1060 mit der Power-Taste am Projektor oder der ON-Taste auf der Fernbedienung, der Projektor quittiert dies mit einem (abschaltbaren) Signalton. Der Lüfter läuft erst nach etwa 3 Sekunden los, nach 20 Sekunden erscheint das Videobild. Das Wattmeter zeigt, dass die Lampe dann noch nicht die volle Leistung erreicht hat.

Ausgeschaltet wird mit der OFF-Taste auf der Fernbedienung, ohne dass eine Rückfrage zu bestätigen wäre. Alternativ geht das auch mit der Power-Taste am Projektor, dann erscheint eine Warnmeldung und die Power-Taste muss nochmals gedrückt werden. Der Lüfter dreht für etwa 3 Sekunden voll auf, dann schaltet das Gerät sich schon ab. Diese Schnellkühlung ist standardmäßig voreingestellt. Ob die Lebensdauer der Lampe sich bei abgestellter Schnellkühlung verlängert, wird nicht erwähnt.

Das Handbuch weist darauf hin, dass die Lampe nach dem Einschalten mindestens 5 Minuten brennen sollte. Beim Wiederanlauf nach dem Ausschalten beginnt zunächst eine Abkühlphase, wenn das Gerät noch warm ist. Zunächst passiert nicht viel, erst nach 15 Sekunden Bedenkzeit dreht der Lüfter voll auf, bis dann nach etwa 90 Sekunden automatisch der nächste Startvorgang eingeleitet wird.

Bereitschaftszeiten

Normal[s] Eco[s]
Startzeit bis Bildwiedergabe 20 20
Startzeit bis volle Helligkeit 40 35
Abkühlzeit normal 90 90
Abkühlzeit schnell 5 5
Auto-Aus ohne Bildsignal 5 – 30 Min. 5 – 30 Min.

Die Bereitschaftszeiten des W1060 sind angenehm kurz. Das Videobild erscheint schnell, bis zur vollen Helligkeit vergehen dann nur noch wenige Sekunden. Eine Abkühlphase entsteht nur bei entsprechender Konfiguration, ab Werk ist sie deaktiviert.

Betriebsgeräusch

Benq W1060 Beamer Noise
Betriebsgeräusch (ohne Tonteil).

Bei abgeschaltetem Tonteil messen wir im leicht gedämpften Büroraum 32,0 dB(A) im Normal-Modus, im Eco-Modus nur 28,4 dB(A). Beide Messwerte liegen nur marginal über der Herstellerangabe von 31 bzw. 28 dB. Subjektiv wirkt der Lärmpegel im Normal-Modus gleichförmig und nicht sehr störend. Im Eco-Modus geht das Lüftergeräusch stark zurück, und das unveränderliche Geräusch des Farbrads tritt in den Vordergrund. Die Lästigkeit geht leider nicht so stark zurück wie die Messwerte erwarten ließen.

Stromverbrauch

Der Hersteller gibt den Stromverbrauch mit 270 Watt im Normal-Modus an, für den Eco-Modus wird keine Zahl genannt. Für eine Lampe mit 190 Watt ist das ein leicht erhöhter Wert (+42 Prozent).

Benq W1060 Beamer Verbrauch
Stromverbrauch (ohne Tonteil).

Die gemessenen Verbrauchswerte sind mit 234 (Normal) bzw. 201 Watt (Eco) allerdings ganz normal. Gemessen wurde wie immer ohne Tonteil, das noch einmal bis zu 15 Watt Verbrauch beisteuern könnte. Im Standby-Modus messen wir 0,3 Watt, der aktuelle Grenzwert der EU-Richtlinie 1275/2008 wird also erfüllt.

Kühlung und Wartung

Die Kühlluft wird beim W1060 auf der linken Seite angesaugt, die warme Abluft tritt vorne rechts wieder aus. Durch die Öffnungen kann man das Innere des Projektors detailliert studieren, Blendgefahr besteht jedoch nicht. An der Seite tritt kaum Streulicht aus, nach vorne hin schon deutlich mehr, das müsste bei Deckenmontage ein wenig kaschiert werden.

Das optische System des DLP-Projektors ist voll gekapselt und benötigt keinen Luftfilter. Wartungsaufwand für die Reinigung oder den Austausch von Filtern entsteht nicht.

Benq W1060 Beamer Lampe
Die Lampe ist leicht zu ersetzen (aus: Handbuch BenQ).

Die angegebene Lebensdauer der Lampe (BenQ 5J.J5405.001) ist mit bis zu 6000 Stunden im Normalmodus sehr groß. Für den Austausch einer defekten Lampe muss das Lampenfach an der Oberseite geöffnet werden. Der Wechsel wird im Handbuch genau erklärt und erfordert lediglich einen Schraubendreher, zuvor muss die vorgeschriebene Abkühlzeit von 45 Minuten abgewartet werden. Ersatzlampen sind bereits für günstige 130 Euro zu bekommen.

Anschlüsse

Für digitale Bildquellen bietet der W1060 gleich zwei HDMI-Eingänge an. Dennoch sind die analogen Buchsen immer noch zahlreicher, über DSub, Cinch und Mini-Din können VGA-, Komponenten-, S-Video- und Composite-Signale zugespielt werden.

Benq W1060 Beamer Anschluesse
Alle wichtigen Anschlüsse sind vorhanden, HDMI sogar doppelt.

Der Audioeingang ist mit Cinch- und Klinkenbuchsen versehen, den Audioausgang gibt es nur als Klinkenbuchse. Der RS232-Anschluss ist für Servicezwecke vorgesehen. Ein Steuerausgang für eine Motorleinwand fehlt.

Was denn der Zweck des USB-Anschlusses ist? Wir wissen es nicht, das Handbuch schweigt sich aus und das Datenblatt gibt einen einzigen dürren Hinweis: „1 x Mini Type B (Page up/down)“. Also haben wir den PC einfach einmal angeschlossen, doch erkannt wird nur ein Unbekanntes USB-Gerät, einen Treiber dazu liefern weder die CD noch die Webseite.

OSD

Das On-screen Display wird über die Menü-Taste am Projektor oder auf der Fernbedienung aufgerufen. Das Menü ist in sechs Bereiche mit bis zu 10 Optionen unterteilt, Folgeseiten sind nicht zu beachten. Zusätzlich gibt es Unteroptionen, Eingabefelder oder Scrollbalken.

Benq W1060 Beamer Osd 1
Benq W1060 Beamer Osd 2
OSD Menü, links: Bild; rechts: Einstellungen (aus: Handbuch BenQ).

Die Gestaltung ist sehr nüchtern und übersichtlich, die Gliederung ist logisch, und kleine Icons helfen ein wenig bei der Orientierung. Die Menüpunkte sind im Handbuch noch einmal aufgelistet, aber mehr in Form eines Inhaltsverzeichnisses ohne viele Erklärungen. Die Bedeutung zahlreicher nützlicher Optionen muss man ggf. andernorts erfragen. Insbesondere im Bereich Farbverwaltung sollte man einiges Wissen mitbringen, bevor man die Einstellungen verändert.

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