Test TV Samsung UE46D7090
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DVB-Tuner

Der integrierte Triple-Tuner unterstützt DVB-T, DVB-C und DVB-S (HD fähig). Wir haben die Verarbeitung von DVB-S und DVB-S2 Signalen getestet. Durch den CI+ Schacht können verschlüsselte Programme empfangen werden.

Die Beurteilung der Qualität von integrierten Tunern krankt an dem Umstand, dass zwangsweise eine Weiterverarbeitung erfolgt. Scaler und (sofern kein Programm in 720p ausgewählt wird) Deinterlacer werden also immer mitgetestet.

Unsere Tests fördern, abgesehen von den bereits behandelten Rucklern, keine entscheidenden Qualitätsprobleme zu Tage. Das Augenmerk liegt daher eher auf der Integration seiner Funktionen in das Gesamtkonzept. Sie ist Samsung gut gelungen. Der Sendersuchlauf kann unkompliziert angestoßen werden und die Verwaltung der Programme stellt den Benutzer vor keine großen Hürden. Mit der Aufnahmefunktion ersetzt man inzwischen sogar dedizierte Festplattenrekorder.

Samsung Ue46d7090 Fernseher Tuner1
 
Samsung Ue46d7090 Fernseher Tuner2
Automatischer Sendersuchlauf.

Lautsprecher

Das extrem schmale Gehäuse verhindert den Einsatz leistungsfähiger Lautsprecher. Trotzdem ist die Tonqualität gegenüber älteren Modellen (wie dem zum Testzeitpunkt vorliegenden LE52F96) eher noch leicht gesteigert worden. Natürlich darf man sich keine zufriedenstellende Wiedergabe basslastiger Actionszenen erhoffen, aber für den Alltagseinsatz ist die Qualität durchaus ausreichend.

Spätestens für den Spielfilmabend sollte man aber separate Lautsprecher verwenden.

3D-Inhalte

Alle 3D-fähigen Bildschirme von Samsung vertrauen auf eine aktive Shutter-Technik. Rechtes und linkes Auge werden abwechselnd mit den passenden Bildern versorgt. Eine Shutterbrille ist mit dem Bildschirm synchronisiert (in diesem Fall per Bluetooth) und dunkelt die Gläser passend ab.

Samsung Ue46d7090 Fernseher 3d
Samsung UE46D7090: Die beigelegte Shutterbrille.

Gegenüber der passiven Lösung des LG 47LW650S wird die vertikale Auflösung nicht reduziert. Tatsächlich bleiben die leichten Aliasing-/ Treppenstufen-Effekte, die wir beim LG noch feststellen konnten, im 3D-Betrieb aus. Der Helligkeitsverlust hält sich in Grenzen, zumal die Hintergrundbeleuchtung hier genügend Reserven bietet. Die 3D-Darstellung ist nicht völlig frei von Crosstalk-Effekten, allerdings sind sie uns nur vereinzelt negativ aufgefallen. Der Samsung UE46D7090 liegt hier faktisch auf dem Niveau des LG 47LW650S und liefert eine sichtbar bessere Leistung als frühere Modelle. Man rückt damit ein Stück näher an die Möglichkeiten guter Plasma-TVs heran.

Die 2D-3D-Konvertierung kann uns auch in diesem Test nicht überzeugen. Hier sollte man entweder natives 3D-Material nutzen oder klassisch in 2D schauen.

Mit entsprechender Treiberausstattung ist auch die 3D-Darstellung vom Rechner aus möglich. nVidias „3D Vision“ mit einer Ausgabefrequenz von 120Hz wird aber nicht unterstützt. Hier ist man auf Lösungen angewiesen, die das Signal mit geringerer Bildwiederholfrequenz und „Side-by-Side“, „Top-and-Bottom“ oder per „Frame-Packing“ ausgeben.

Bewertung

3.9

(GUT)
Technische Spezifikationen

Diskussion in unserem Forum

Fazit

Der Samsung UE46D7090 kann uns in vielen Aspekten überzeugen, zeigt jedoch auch einige Schwächen. Das verwendete VA-Panel sorgt für einen hohen statischen Kontrastumfang. Selbst nach Anpassungen des Weißpunktes erreichen wir Werte von über 2000:1. Die Blickwinkelstabilität ist gut, auch wenn größere Veränderungen als bei einem IPS-Panel auftreten. Überraschend gut fällt die Bildhomogenität über die gesamte Bildfläche aus.

Die Werksabstimmung ist im „Movie“-Modus noch gut. Das integrierte CMS ist vollständig und erlaubt erfahrenen Benutzern umfassende Einstellungen. Die Ergebnisse nach unserer Kalibration fallen dementsprechend positiv aus.

Das beinahe rahmenlose Design weiß zu gefallen und verhilft dem Bildschirm zu einem edlen Auftritt.

Auch die Umsetzung des „Smart Hub“ ist gelungen. Der Mediaplayer ist gut in das Bedienkonzept eingebunden und ermöglicht sogar die Aufnahme von DVB-Streams, die über den internen Triple-Tuner empfangen werden.

Die aktive 3D-Shuttertechnik wurde sichtbar weiterentwickelt. Die Wiedergabe von 3D-Inhalten ist zwar nicht völlig frei von ungewünschten Artefakten, liefert aber dennoch ansprechende Ergebnisse.

Leider kommt es bereits in der Werkseinstellung zu leichtem Banding, das sich, abhängig von den Einstellungen, noch leicht verstärken kann. Hier arbeitet die Elektronik nicht ganz verlustfrei.

Während der Scaler solide Arbeit leistet, zeigt der Deinterlacer einige Schwächen in der Erkennung von Filmmaterial. Die Zwischenbildberechnung verbessert die Bewegtbilddarstellung deutlich, führt aber auch schnell zu Artefakten.

Ein zentraler Kritikpunkt sind die deutlichen Bildruckler, die in unserer Testumgebung während einer Interlaced-Zuspielung in Zusammenspiel mit der Zwischenbildberechnung auftreten. Wer fest mit ihrer Verwendung plant, sollte, sofern er nicht für eine durchgängig progressive Zuspielung sorgen kann, sich die Anschaffung des Samsung UE46D7090 in derzeitiger Version sehr genau überlegen.

Auf Samsungs To-Do-Liste sollte auch die Möglichkeit zur Deaktivierung der Micro- bzw. Global-Dimming-Funktion stehen. In den meisten Fällen ist sie eher kontraproduktiv.

Die abschließende Bewertung fällt uns sehr schwer. Wir entscheiden uns für ein knappes „gut“ und hoffen, dass der Hersteller insbesondere die bislang ungeklärten Bildruckler in den Griff bekommt. Dann wäre der Straßenpreis von etwa 1.500 Euro voll angemessen.

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