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TESTBERICHT: NEC LCD2690WUXi2-BK Teil 8


Die Differenzierung heller und dunkler Graustufen wurde mittels entsprechender Testbilder überprüft.

Kontrast- und Blacklevel-Regler liegen in der Standardeinstellung bei 50 Prozent. Bei einer Zuspielung in PC-Leveln (d. h. einem RGB-Wertebereich von 0-255) sind diese Vorgaben fast ideal. Eine leichte Anhebung des Blacklevel-Reglers auf 52 Prozent macht Tonwerte ab der ersten Stufe sichtbar. Der Schwarzpunkt leidet unter dieser sanften Erhöhung kaum. Am anderen (hellen) Ende des Spektrums werden lediglich die drei hellsten Tonwerte nicht mehr differenzierbar dargestellt. Wie bereits beim NEC 2490WUXi vermag eine Verringerung des Kontrastes keine weiteren Tonwertstufen sichtbar zu machen.

Bei 100 Prozent Helligkeit messen wir eine Leuchtdichte von knapp 323 cd/m². Die Werksangabe wird damit fast exakt getroffen. Diese Einstellung dürfte nur unter extremen Bedingungen überhaupt nutzbar sein, hinterlässt aber das beruhigende Gefühl, genügend Reserven in Bezug auf etwaige Alterungsvorgänge zu haben.

Eine Absenkung auf null Prozent Helligkeit führt zu einer Leuchtdichte von gut 36 cd/m². Der Regelungsbereich des Backlights ist hier weit überschritten (minimal kamen wir im Test auf knapp 139 cd/m²). Der Kontrast liegt, aufgrund des Schwarzpunktes von 0,16 cd/m², entsprechend bei nur noch gut 225:1.

Blickwinkel

Die Werksangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Die Angaben beruhen auf einem Restkontrast von 10:1. Das sind die für moderne IPS- und VA-Panels typischen Werte. Auch TN-Panels erreichen ähnliche Blickwinkel auf dem Papier, dies aber bei einem Restkontrast von 5:1. Damit sind die Werte nicht vergleichbar.

Wichtiger als die Blickwinkelangabe unter Einbeziehung des Restkontrastes, ist daher die tatsächliche, subjektive Blickwinkelstabilität ohne sichtbare Farbverfälschungen, Negativeffekte oder Veränderung anderer Bildparameter.

Auf hohem Niveau – die Blickwinkelunabhängigkeit des NEC 2690WUXi2.

Mit dem H-IPS-Panel war der NEC 2690WUXi2 faktisch schon auf ein sehr gutes Ergebnis "programmiert". Und tatsächlich hat er uns nicht enttäuscht. Die Blickwinkelstabilität ist auf hohem Niveau, extreme Winkel führen zu einer Kontrastverminderung aber keinen unschönen Farbveränderungen. Die wahrgenommene Gradation bleibt ebenfalls unverändert. Es kommt also nicht zum teilweise kontrovers diskutierten "Gammashift" (ein optisches Absinken des Gammawerts zu den Rändern hin), wie ihn Displays mit VA-Panels zeigen. Insgesamt dürfte das verwendete H-IPS Panel das derzeit Machbare in Bezug auf die Blickwinkelstabilität im LC-Display-Bereich darstellen.

Der Verzicht auf den A-TW-Polarisator macht sich bei dunklen Bildinhalten bemerkbar, da es aus dem Winkel nun zu leichten Aufhellungen kommt. Das sollte aber keine wirkliche Einschränkung im Alltagsbetrieb und bei überwiegend frontaler Betrachtung darstellen.

Ausmessung und Kalibration

Wir haben im Folgenden den NEC 2690WUXi2 bezüglich seiner Farbechtheit überprüft und getestet, wie gut sich der TFT-Monitor kalibrieren lässt. Die Ergebnisse sind hauptsächlich für die Grafik- und Fotobearbeitung interessant. Für den Officebetrieb und Spiele sind sie größtenteils vernachlässigbar, da bei diesen Anwendungen der subjektive Eindruck überwiegt.

Zunächst haben wir den maximalen Farbraum des TFTs ermittelt und einerseits mit dem Druckfarbraum ISOcoated und andererseits mit den Farbräumen sRGB, AdobeRGB und ECI-RGB 2.0 verglichen.

Farbraumvergleich

sRGB ist gewissermaßen der kleinste gemeinsame Nenner für das Zusammenspiel verschiedener Eingabe und Ausgabegeräte im Consumerbereich. Zudem geht Windows von sRGB aus, wenn zu einem Gerät oder einer Grafikdatei kein Farbprofil vorliegt. Zum Funktionieren dieser "sRGB-Kette" ohne Farbmanagement müssen allerdings alle beteiligten Komponenten die Spezifikationen erfüllen (und dürfen Sie, in Bezug auf den Farbraum, auch keinesfalls "übererfüllen").

Viele Farbdrucker arbeiten auf Normalpapier mit dem sRGB-Profil. Auch deshalb ist der sRGB-Farbraum im Gegensatz zum ISOcoated-Druckfarbraum für "Normalanwender" von Bedeutung.

Interessant ist der Vergleich zum ISOcoated-Farbraum des Offsetdrucks, da dieser in der Regel dem Mindesten entspricht, was aktuelle Tintenstrahldrucker bewältigen können. Viele moderne Tintenstrahldrucker und Druckverfahren decken darüber hinaus einen noch größeren Bereich ab.

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