Test Monitor NEC LCD2690WUXi2-BK
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Stromverbrauch

Der Energieverbrauch bleibt unter der Herstellerangabe von maximal 111 Watt. Mit gut 91 Watt ist die Leistungsaufnahme bei 100 % Helligkeit etwas höher als beim Vorgängermodell, obwohl die Maximalhelligkeit geringer ist. Bei einer Leuchtdichte von 140 cd/m² sinkt der Verbrauch knapp um die Hälfte auf gut 48 Watt. Das stellt auch etwa die untere Grenze für die Leistungsaufnahme im Betrieb dar, weil der Regelungsbereich des Backlights mit Erreichen dieser Helligkeit erschöpft ist.

Mit dem seitlich eingebauten Netzschalter kann das Gerät völlig vom Stromnetz getrennt werden. Entsprechend sinkt der Verbrauch auf null Watt.

Hersteller Gemessen
111 W 91,3 W
k.A 48,5 W
k.A. 47,5 W
< 1 W 0,8 W
k.A. 0,0 W

Anschlüsse

Die Signaleingänge des NEC 2690WUXi2 sind senkrecht an der Gehäuserückseite eingelassen. Die zwei DVI-Eingänge (DVI-I und DVI-D) verarbeiten auch Signale, die mit HDCP geschützt sind. Analoge Signale können über den D-sub-VGA- oder, adaptiert, per DVI-I-Eingang zugespielt werden.

Nec Lcd2690wuxi2 Bk Monitor Nec 2690 Anschluesse
Übersichtlich: die drei Signaleingänge des NEC 2690WUXi2

Über eine neunpolige Mini-DIN-Buchse wird die optionale Soundbar mit dem Display verbunden. Ganz links befindet sich die Kaltgerätebuchse. Ein integrierter USB-Hub ist nicht vorhanden.

Nec Lcd2690wuxi2 Bk Monitor Nec 2690 Schalter
Mitgedacht: Der Netzschalter ist seitlich angebracht.

Bedienung

Das Bedienkonzept der „Professional Display“- und „Colour Management“-Reihe von NEC konnte bislang immer überzeugen. Auch beim 2690WUXi2 weicht NEC nicht von Aufbau und Bedienung ab.

Die untere rechte Ecke des Rahmens beherbergt sechs eingelassene Tasten, mit denen das OSD gesteuert, der Monitor ein- bzw. ausgeschaltet und zwischen den Signaleingängen gewechselt werden kann. Nur die Taste für den Wechsel des Signaleingangs ist dabei beschriftet, allerdings wird bei Aufruf des OSDs die Belegung auf dem Bildschirm selbst angezeigt.

Nec Lcd2690wuxi2 Bk Monitor Nec 2690 Tasten
Bewährtes Bedienkonzept: die Tasten zur Menüsteuerung.

Eine horizontale Doppeltaste wird, zusammen mit ihrem vertikalen Pendant, für die Navigation durch das OSD verwendet. Die horizontale Taste ist dabei nicht nur für die Auswahl des entsprechenden Obermenüs verantwortlich, sondern wird auch zum Verändern selektierter Werte eingesetzt.

Die Input-Taste ermöglicht einen direkten Wechsel zwischen den vorhandenen Signaleingängen. Ist das OSD geöffnet, wird über diese Taste eine Auswahl bestätigt. Die Taste rechts daneben öffnet bzw. schließt das OSD (sofern man sich auf der höchsten Ebene befindet), während die sich links anschließende Taste den Powerschalter repräsentiert.

Oben rechts, über der vertikalen Doppeltaste, befindet sich die Taste für die Rücksetzung in den Werkszustand. Diese Aktion muss allerdings zuerst über das OSD „angestoßen“ werden. Ganz links wurde der Helligkeitssensor positioniert, der in Verbindung mit der Option „automatische Helligkeit“ für die Ermittlung der Umgebungshelligkeit genutzt wird.

OSD

Ein Standard-Menü bietet Zugriff auf die wichtigsten Funktionen und überfordert den Benutzer nicht mit zu detaillierten Einstellungen. Auf diese kann in einem erweiterten Menü zugegriffen werden, das per Tastenkombination (Power- und Inputtaste und danach eine beliebige unbeschriftete Taste) beim Einschalten verfügbar wird.

Nachfolgend gehen wir kurz auf die Einstellmöglichkeiten des Standard-OSD ein:

Brightness/Contrast

Wie Name und Piktogramm dieses Menüpunktes bereits verraten, kann der Benutzer hier in erster Linie die Bildschirmhelligkeit und den Kontrast verändern. Die Helligkeit kann dabei über den Regelungsbereich des Backlights hinaus abgesenkt werden, was durch eine Magentafärbung der Helligkeitsanzeige angedeutet wird. Ab diesem Punkt verändert sich der Schwarzpunkt natürlich nicht mehr weiter nach unten, d. h., der Kontrast sinkt zunehmend ab.

Der „ECO“-Modus reduziert die Helligkeit in zwei fixen Schritten zu je 25 Prozent und kann über das erweiterte Menü auch individuell eingestellt werden. Eine weitere Absenkung der Helligkeit wird nicht erreicht, es handelt sich um eine reine „Komfortfunktion“.

Über den „AUTO BRIGHTNESS“-Regler wird die automatische Helligkeitsregelung konfiguriert. Neben einer Steuerung über den integrierten Helligkeitssensor kann auch eine Einstellung gewählt werden, in der die Bildschirmhelligkeit abhängig vom konkreten Bildinhalt verändert wird.

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Screenshot des OSD-Menüs „Brightness/Contrast“.

Auto Adjust

Liegt ein analoges RGBHV-Signal an, lässt sich dasselbe via Auto-Adjust-Funktion automatisch justieren.

Image Adjust

Wichtigste Funktion dieses Menüpunktes ist die Festlegung des Interpolationsverhaltens. Die bildschirmfüllende Wiedergabe ist ebenso möglich wie eine Skalierung unter Berücksichtigung des vorliegenden Seitenverhältnisses (unterstellt werden quadratische Pixel). Mit der „CUSTOM“-Funktion kann die Skalierung im erweiterten Menü umfangreich beeinflusst werden, um zum Beispiel Signale mit nicht quadratischen Pixeln (im SD-Videobereich anzutreffen) unverzerrt darzustellen.

Darüber hinaus können horizontale und vertikale Bildposition verändert werden. Liegt ein analoges Signal an, ist auch die Bildgröße justierbar.

Nec Lcd2690wuxi2 Bk Monitor Nec 2690 Osd2
Nur für analoge Eingangssignale verstellbar: die Bildgröße.

Color Control Systems

Dieser Menüpunkt erlaubt u. a. den Zugriff auf die verschiedenen Bildmodi des NEC 2690WUXi2.

Vier Speicherplätze („1“, „2“, „3“ und „5“) sind für individuelle Einstellungen vorgesehen. Werden Sie ausgewählt, können sehr umfangreiche Einstellungen in Bezug auf die Farbsteuerung des Bildschirms vorgenommen werden. Das ist besonders im Rahmen einer Softwarekalibrierung wichtig.

Über drei RGB-Gain-Regler kann der Weißpunkt exakt eingestellt werden. Die beworbene Sechs-Achsen-Farbkorrektur ist über die Optionen „HUE“, „SATURATION“ und „OFFSET“ realisiert. In Bezug auf ihre Umsetzung gelten allerdings die gleichen Einschränkungen, die wir schon beim NEC 2490WUXi festgehalten haben: Neben einem geringen Regelungsbereich kann die Sättigung nur erhöht werden. Damit bleiben die Primärfarben selbst diesbezüglich unverändert. Auswirkungen zeigen sich nur in weniger gesättigten Farbtönen oder Mischungen mit dem jeweiligen Primärfarbanteil.

Im sRGB-Modus, sowie in dem Modi „N“ und „P“, können keine Veränderungen vorgenommen werden. Modus „N“ repräsentiert dabei einen Neutralzustand. Zugriff auf Änderungen in der Monitor-LUT, die während einer Hardwarekalibrierung nötig würden, böte der Modus „P“. Ob diese Möglichkeit beim NEC 2690WUXi2 grundsätzlich besteht, werden wir im Laufe des Tests prüfen.

Nec Lcd2690wuxi2 Bk Monitor Nec 2690 Osd3
Das OSD des NEC verfügt über drei Presets und vier anpassbare Bildmodi.

Tools

Zwei relevante Funktionen, die über diesen Menüpunkt gesteuert werden können, verbergen sich hinter dem „SHARPNESS“- und „COLORCOMP“-Regler. Der Schärferegler beeinflusst die Bildschärfe auch bei nativer Zuspielung, während „ColorComp“ die Homogenität der Darstellung verbessern soll. Über das Standard-Menü kann diese Funktion nur ein- bzw. ausgeschaltet werden.

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Machen das Bild schärfer oder homogener: die Tools im gleichnamigen Menü.

Menu Tools

Sprach- und OSD-Einstellung sind im vorletzten Menüpunkt zusammengefasst. Zusätzlich ist hier auch die Rücksetzung in den Werkszustand möglich.

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Information

Dieser Menüpunkt informiert über aktuelle Signalparameter (Horizontal- und Vertikalfrequenz, Auflösung, Signaleingang) und das eingesetzte Gerät (Modellbezeichnung und Seriennummer).

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Das erweiterte Menü/ OSD:

In den bisherigen Testberichten, die Geräte aus der „Professional Display“-Reihe von NEC unter die Lupe nahmen, haben wir das erweiterte Menü bereits ausführlich besprochen. An dieser Stelle sei insbesondere auf den nur wenige Monate zurückliegenden Test des NEC 2490WUXi verwiesen.

Das erweiterte Menü des NEC 2690WUXi2 geht dabei weder über die bisherigen Möglichkeiten hinaus, noch ist es eingeschränkt. Im Unterschied zum NEC 2490WUXi können wir letztlich nur festhalten, dass der „LOW BRIGHT MODE“ nicht mehr explizit implementiert wurde. Die Helligkeit kann dennoch in gleichem Umfang über den Helligkeitsregler abgesenkt werden.

Wichtige Funktionen erlauben unter anderem die individuelle Festlegung des Skalierungsverhaltens, Änderung der Gradation (Gamma in einem Bereich von 0,5 – 4,0), Steuerung der Overdrive-Implementierung und Konfiguration von „ColorComp“ in mehreren Stufen.

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