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TESTBERICHT: Samsung BX2350 Teil 5


In der Helligkeitsverteilung befinden sich in unserer Testreihe nur zwei auffällige Abweichungen und zwar in der oberen rechten und linken Ecke mit ca. 11 Prozent. Weniger gut sieht es in der Bildhomogenität aus: Hier weichen viele Werte schon recht stark von dem Wert der Bildmitte ab. Auffällig sind hier die beiden Messungen in der rechten unteren Ecke. Auch im subjektiven Test konnten wir die Messwerte anhand eines – im Vergleich zur Mitte – wärmeren Weißpunktes verifizieren.

Blickwinkel

Laut Hersteller beträgt der Blickwinkel horizontal 170 und vertikal 160 Grad bei einem Kontrastverhältnis von 10:1. Diese Angaben beziehen sich jedoch nur auf den Restkontrast und nicht darauf, ob das Bild bei bestimmten Blickwinkeln Farbverfälschungen unterliegt.

Blickwinkel des Samsung BX2350.

Betrachtet man das Panel von der Seite, so verschiebt sich der Weißpunkt in wärmere Regionen. Von oben betrachtet kann neben einem Kontrastverlust keine Farbverfälschung ausgemacht werden. Bei der Ansicht von unten zeigt sich der für ein TN-Panel typische Negativeffekt: Farben werden hier umgekehrt und das Bild stark abgedunkelt.

Die Fotos wurden unter gleichem Blickwinkel aufgenommen. Links: MagicAngle "Aus", Rechts: Magic Angle "Zurücklehnmodus 2".

Zur Vermeidung der Blickwinkelschwächen kann der Samsung BX2350 jedoch mit einem besonderen Special glänzen. Unter dem Menüpunkt "MagicAngle" lässt sich das Bild dem Blickwinkel entsprechend optimieren. Die Technik dahinter ist ganz einfach: Aktiviert man einen bestimmten Modus, so werden Gamma und Helligkeit so optimiert, dass Kontrastschwächungen unter dem gewählten Blickwinkel weniger stark auffallen. Besonders die Zurücklehnmodi können bei dem Betrachten von Filmen aus tieferen Positionen – wie beispielsweise von einem Sofa aus – den Negativeffekt vermindern und bis zu einem gewissen Winkel sogar unterdrücken.

Ausmessung und Kalibration

Wir haben im Folgenden den Samsung BX2350 vor und nach Kalibration und Profilierung umfangreich vermessen und die Ergebnisse ausgewertet. Die Ergebnisse sind insbesondere für die elektronische Bildverarbeitung interessant. Für den Office-Betrieb und Spiele ist zumindest eine ausreichende Neutralität des Bildschirms wichtig. Die Messungen werden in einer eigenen Software ausgewertet. Das ermöglicht exakte und detaillierte Aussagen zum vorliegenden Testgerät.

Farbraumvergleich

Zunächst haben wir ermittelt, wie gut der Samsung BX2350 verschiedene Farbräume abdeckt. Als Referenz nutzen wir den Arbeitsfarbraum sRGB. Da es sich um einen Bildschirm ohne erweiterten Farbraum handelt, ist ein Arbeiten mit AdobeRGB oder ECI-RGB 2.0 nicht sinnvoll möglich. Zusätzlich haben wir mit dem "ISOcoated_v2_eci.icc"-Profil verglichen. Es basiert auf den FOGRA39-Charakterisierungsdaten und repräsentiert die Standard--Druckbedingungen für den Offset-Druck auf bestimmten Papiertypen.

sRGB ist gewissermaßen der kleinste gemeinsame Nenner für das Zusammenspiel verschiedener Eingabe und Ausgabegeräte im Consumerbereich. Zum Funktionieren dieser "sRGB-Kette" ohne Farbmanagement sollten allerdings alle beteiligten Komponenten die Spezifikationen möglichst exakt erfüllen, oder selbständig geeignete Transformationen durchführen. Für einen modernen Tintenstrahldrucker, der i.d.R. einen deutlich größeren Farbraum abdecken kann, bedeutet dies, dass treiberseitige Umrechnungen vorgenommen werden müssen. Ein Bildschirm mit erweitertem Farbraum muss einen brauchbaren sRGB-Modus besitzen.

3D-Farbraumvergleich

Erläuterung der 3D Ansichten: Das schwarze Netz stellt den jeweiligen Referenz-Farbraum dar, das weiße den Monitorfarbraum. Die tatsächliche Schnittmenge beider Farbräume macht der bunte Würfel kenntlich. Der Monitorfarbraum kann den Referenzfarbraum dann nicht mehr vollständig darstellen, wenn das schwarze Netz aus dem Würfel herausragt. Falls der Monitorfarbraum größer ist als der jeweilige Standardfarbraum, so ragt das weiße Netz aus dem Würfel heraus.

Die Farbraumansicht wurde anhand des während der Profilierung erstellten ICC-Matrix-Profils mit dem Programm ICC3D generiert. Es berechnet für die Aufbereitung eine Vielzahl von Stützstellen aus den vorhandenen Parametern. Durch die Kalibration auf den für den jeweiligen Arbeitsfarbraum empfohlenen Weißpunkt, der aber keine zwingende Vorgabe darstellt, wird der Farbraum gegenüber der Werkseinstellung etwas eingeschränkt bzw. verändert.

Die Abweichungen zu den im UGRA-Test ermittelten Abdeckungen kommen dadurch zustande, dass die dort vermessenen Tonwerte im Hinblick auf ein maximales DeltaE (originäre Definition von 1976) von 5 ausgewertet werden. Eine hier ermittelte Abdeckung von 100 Prozent führt daher nicht zwangsläufig zu einer vollständigen Abdeckung des angegebenen Referenzfarbraumes.

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