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TESTBERICHT: Samsung XL2370 Teil 6


Damit verfügt der Samsung XL2370 über einen sehr großen und günstig gewählten Regelungsbereich für die Bildhelligkeit von 232 cd/m², bei dem selbst die untere Helligkeitsgrenze noch sinnvoll nutzbar ist. Der obere Wert ist nicht nur für den PC-Betrieb mehr als ausreichend, sondern auch für die Betrachtung von Filmen in taghellen Räumen komfortabel.

Helligkeitsverteilung

Wir untersuchen Helligkeitsverteilung und Bildhomogenität an einem weißen Testbild, das wir an 15 Punkten vermessen. Daraus berechnen wir die Helligkeitsabweichung in Prozent und die Homogenität in DeltaE, jeweils bezogen auf den Wert in der Bildmitte. Für das DeltaE liegt die Wahrnehmungsschwelle bereits bei etwa 0,5. Ab einem Wert von 4,0 ist mit größeren Farbstichen zu rechnen.

Helligkeitsverteilung und Bildhomogenität sind befriedigend.

Die gemessene mittlere Leuchtdichteabweichung liegt bei 5 Prozent unter dem Bezugswert in der Bildmitte. Hohe Abweichungen treten jeweils rechts und links in mittlerer Höhe auf, sowie auch in der rechten oberen Ecke; ansonsten sind die Abweichungen tatsächlich nur gering. Bei der Homogenität verhält sich der Bildschirm auf mittlerer Höhe recht neutral, zum oberen und unteren Rand hin nehmen die Farbabweichungen über die ganze Breite aber deutlich zu.

Subjektiv beurteilt sind vor allem die Farbabweichungen oben und unten bei genauem Hinsehen durchaus wahrnehmbar, sie fallen aber nicht ungewöhnlich stark auf. Das Ergebnis ist für ein TN-Panel als leicht überdurchschnittlich einzustufen.

Blickwinkel

Das Datenblatt des XL2370 gibt die üblichen Werte von 170 bzw. 160 Grad für den horizontalen und vertikalen Blickwinkel an, bei einem Kontrastverhältnis von mindestens 10:1. In der Realität werden diese Werte von TN-Panels aber nur erreicht, wenn man drastische Farbverfälschungen akzeptiert.

Blickwinkel des Samsung XL2370.

Hier macht der Samsung XL2370 keine Ausnahme. Das Foto zeigt den Bildschirm bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad. Das Resultat überzeugt nicht: die Farben verblassen stark, Weiß wird silbrig und Orange verfärbt sich zu Gelb. Bei vertikalen Blickwinkeln von oben hellt sich das Bild noch etwas schneller auf, bleibt aber farbstabiler. Von unten betrachtet wird das Display wie bei allen TN-Panels sehr schnell dunkel, Gelb wird zu Orange, Blau und vor allem Braun dunkeln stark ab. Eine Negativdarstellung ist nicht zu beobachten.

Den besten Bildeindruck erhält man, wenn man möglichst mittig vor dem Bildschirm sitzt und vertikal in einem Winkel von etwa 5 Grad von oben auf die Bildfläche sieht. Kleine Kopfbewegungen führen sofort zu sichtbaren Auswirkungen auf die Farbdarstellung. Insgesamt bewegt sich die Blickwinkelstabilität für ein TN-Panel auf durchschnittlichem, letztlich aber unbefriedigendem Niveau.

Für die Fotobearbeitung hat sich der XL2370 damit disqualifiziert. Beim Filmspaß mit Freunden müssen seitlich sitzende Zuschauer auffällige Qualitätseinbußen hinnehmen.

Ausmessung und Kalibration

Wir haben den Samsung XL2370 vor und nach der Kalibration und Profilierung umfangreich vermessen und die Ergebnisse ausgewertet. Die Ergebnisse sind insbesondere für die Bildverarbeitung interessant. Für den Einsatz im Office, für den TV-Betrieb und für Spiele ist zumindest eine ausreichende Neutralität des Bildschirms wichtig. Die Messungen werden in einer eigenen Software ausgewertet, was eine exakte und detaillierte Aussage zum vorliegenden Testgerät ermöglicht.

Farbraumvergleich in Lab (D50)

Zunächst haben wir ermittelt, wie gut der Monitor verschiedene Farbräume abdeckt. Als Referenz nutzen wir den Arbeitsfarbraum sRGB. Zusätzlich haben wir mit dem Profil ISOcoated V2 verglichen. Es basiert auf den FOGRA39-Charakterisierungsdaten und repräsentiert die Standard-Druckbedingungen für den Offset-Druck auf bestimmten Papiertypen. Die exakten Bedingungen können als PDF-Dokument angesehen werden. Mit AdobeRGB und ECI-RGB 2.0 haben wir nicht verglichen, weil dieser Monitor nicht über einen erweiterten Farbraum verfügt.

sRGB ist gewissermaßen der kleinste gemeinsame Nenner für das Zusammenspiel verschiedener Eingabe und Ausgabegeräte im Consumerbereich. Zum Funktionieren der sRGB-Kette ohne Farbmanagement sollten allerdings alle beteiligten Komponenten die Spezifikationen möglichst exakt erfüllen, oder selbständig geeignete Transformationen durchführen. Für einen modernen Tintenstrahldrucker, der meist einen deutlich größeren Farbraum abdecken kann, bedeutet dies, dass treiberseitige Umrechnungen vorgenommen werden müssen. Ein Bildschirm mit erweitertem Farbraum muss einen brauchbaren sRGB-Modus besitzen.

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