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TESTBERICHT: LG Flatron IPS236V Teil 13


Reaktionsverhalten

Das Reaktionsverhalten eines Monitors wird im Wesentlichen von den Schaltzeiten, dem Beschleunigungsverhalten und der Latenzzeit bestimmt. Diese Einflussgrößen ermitteln wir mit Fotosensoren und einem Oszilloskop. Den IPS236V haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DVI-Anschluss vermessen.

Schaltzeiten

Nach der älteren Norm ISO 13406-2 wird der Monitor von Schwarz zu Weiß umgeschaltet und wieder zurück. Die gemessenen Schaltzeiten zwischen 10 und 90 Prozent Helligkeit hin und zurück (rise + fall) werden addiert und als Bildaufbauzeit bezeichnet. Die aktuelle Norm ISO 9241-305 beschreibt die Bildaufbauzeit als mittlere Übergangszeit zwischen fünf verschiedenen Grauwerten hin und zurück, hierbei darf der Hersteller die günstigsten Einzelwerte aus dem Messfeld heraussuchen. Die Bildaufbauzeit wird auch als Reaktionszeit oder Response Time bezeichnet.

Erläuterung der Darstellung: Die erste Messreihe enthält die Zeiten für einen Wechsel von Schwarz zu Grauwerten zwischen 30 % (RGB 77) und 100 % (RGB 255 = Weiß, entspricht ISO 13406-2). Diese Reihe beschreibt das Verhalten bei starken Kontrasten. Die zweite Messreihe enthält die Zeiten für einen Wechsel zwischen zwei Graustufen, deren RGB-Werte jeweils um 30 Prozent auseinander liegen. Diese Reihe beschreibt das Verhalten bei geringen Kontrasten.

Schaltzeiten, links: schwarz-zu-grau; rechts: grau-zu-grau 30%.

Das Datenblatt des IPS236V nennt eine Reaktionszeit von nur 8 Millisekunden. Wir messen allerdings etwas ganz anderes: die über alles gemittelte Bildaufbauzeit (hin und zurück) beträgt 30,8 Millisekunden. Eine Overdrive-Option gibt es nicht. Dieses IPS-Panel zählt somit zu den langsameren Vertretern dieser Bauart.

Overdrive

Jeder Helligkeitsstufe eines Bildpunktes ist eine ganz bestimmte Steuerspannung zugeordnet. Leider folgen die Pixel den Spannungsänderungen bei Helligkeitswechseln nur zögerlich, was bei schnell bewegten Bildern zu sichtbaren Qualitätseinbußen führen kann. Zur Beschleunigung der Wechsel kann man nun zunächst eine höhere Spannungsdifferenz anlegen als es dem Helligkeitsunterschied eigentlich entsprechen würde. Anschließend wird die Spannung korrigiert, um die Helligkeit auf den korrekten Zielwert zu bringen. Dieses Verfahren wird als Overdrive bezeichnet.

Beschleunigungsverhalten beim Grauwechsel 80-50.

Wir untersuchen das Beschleunigungsverhalten mit einer Folge von je fünf Frames, die zwischen 80 und 50 Prozent Grauwert wechseln. Die beiden Charts zeigen den gemessenen (grün) und den idealen (grau) Helligkeitsverlauf.

Bei der Beschleunigung hält sich der IPS236V sehr zurück. In allen Helligkeitsbereichen benötigt das Panel zwei Frames bis zum Abschluss eines Helligkeitswechsels, Überschwinger gibt es nicht. Angesichts der betulichen Schaltzeiten wäre ein etwas stärkerer Overdrive durchaus angebracht gewesen.

Latenzzeit

Neben kurzen Schaltzeiten, die für den schnellen Bildaufbau notwendig sind, ist vor allem die Latenzzeit (Verzögerung) eines Monitors von Bedeutung für das Reaktionsempfinden. Dies gilt besonders für Spiele mit schnellen Bewegungen, wie sie bei Rennsimulationen oder Shootern vorkommen. Wenn zwischen der Eingabe und der Bildausgabe zu viel Zeit vergeht, wird die Steuerung zu indirekt und der Spielspaß wird beeinträchtigt. Dieser Effekt wird als Input Lag bezeichnet.

Eine Normvorgabe für die Bestimmung der Latenzzeit bei Monitoren gibt es nicht (siehe hierzu auch unser Special "Untersuchung des Input Lag Testverfahrens"). Wir messen zunächst die Verzögerungszeit bis zum eindeutigen Beginn des Aufleuchtens (10 Prozent der Endhelligkeit). Zu diesem Wert addieren wir noch die Hälfte der mittleren Bildaufbauzeit (hin und zurück).

Erläuterung der Darstellung: Die Verzögerungszeit des LCD ergibt sich als die Zeitdifferenz zwischen dem Steuersignal (grün) und dem Aufleuchten des Pixels (10%-Schwelle, rote Kurve).

Die Verzögerungszeit des IPS236V ist sehr kurz.

Beim IPS236V messen wir eine Verzögerungszeit von nur 1,0 Millisekunden. Hinzu kommt jedoch noch die halbe mittlere Bildaufbauzeit von 15,4 Millisekunden, daraus ergibt sich die mittlere Gesamtlatenz zu 16,4 Millisekunden. Es wird kein Frame zwischengespeichert.

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