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TESTBERICHT: Dell UP3214Q Teil 14


Backlight

Das Hintergrundlicht des Monitors wird abhängig von der eingestellten Helligkeit gepulst. Bei 100% Helligkeit leuchten die Leuchtdioden durchgängig. Schon bei 99% Helligkeit werden die LEDs dann für kurze Zeit ausgeschaltet. Die Genauigkeit zur Verkürzung der Einschaltzeit beträgt etwa 24 kHz – also etwa Faktor 100 im Vergleich zur Periodendauer oder Grundfrequenz der PWM.

Anders ausgedrückt: Der Tastgrad der Pulsbreitenmodulation mit einer Periodendauer entspricht 240Hz, abhängig von der Helligkeitseinstellung (10 bis 99 %). Dementsprechend reicht die Helligkeit abhängig von der jeweiligen Einstellung von etwa 34 bis 340 cd/m².

LED-Backlight mit PWM.

Subjektive Bewertung

Natürlich profitieren auch Spiele von den soliden Reproduktionseigenschaften des DELL UP3214Q. Wer sich mit der erhöhten Latenzzeit arrangieren kann, sollte den sRGB-Modus nutzen. Ausbleibende Artefakte der Overdrive-Schaltung tragen ebenfalls zum positiven Spielerlebnis bei. Die hohe native Auflösung erfordert eine oder mehrere leistungsfähige Grafikkarten.

Unser Testsystem mit Nvidia GeForce GTX 780 und Intel Xeon E3-1230 war aber immerhin in der Lage, den Multiplayer-Modus von Battlefield 4 auf hoher Detailstufe (keine Kantenglättung) ohne kritische Geschwindigkeitseinbrüche darzustellen.

Die Pixeldichte von 140 ppi verbessert die Bildqualität sichtbar, allerdings reicht das beim üblichen Sichtabstand nicht aus, um Maßnahmen zur Kantenglättung überflüssig zu machen.


Bewertung
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Kein Preis verfügbar
++ sehr gut, + gut, +/- zufriedenstellend, - schlecht, -- sehr schlecht

Datenblatt

Diskussion im Forum


Fazit

Der UP3214Q ist eine gelungene Erweiterung des Monitor-Portfolios von DELL. Sein großes IPS-Panel beeindruckt vor allem durch eine für Computermonitore hohe Auflösung. Zusammen mit der sorgfältigen Integration erhält der Käufer ein stimmiges Gesamtpaket.

Die Werksabstimmung ist gelungen. Der DELL UP3214Q sticht hier positiv aus der UltraSharp-Serie hervor. Deren Modelle wiesen in der Vergangenheit abseits vorkalibrierter Bildmodi des Öfteren nicht ganz ideale Reproduktionseigenschaften auf. Nicht so beim jüngsten Spross: Die präzise Elektronik lässt ihre Muskeln unter allen Bedingungen spielen.

Dank optimierter LED-Hintergrundbeleuchtung (vermutlich GB-r-LED) reicht der Farbumfang deutlich über den des Vorgängerpanels hinaus. Das eröffnet dem UP3214Q auch Einsatzgebiete im Bereich von Bildretusche und Proofsimulation, wenngleich der Pixel-Riese trotz der Möglichkeit zur Hardwarekalibration kein Ersatz für Grafik-Monitore sein kann und will. Die entsprechende Software wurde zwar erweitert, kann jedoch bislang ausschließlich unter Windows verwendet werden und erreicht nicht den Funktions- und Leistungsumfang von Lösungen im High-End-Bereich.

Die beiden vorkalibrierten Bildmodi ermöglichen eine gute Wiedergabe von sRGB- und AdobeRGB-Inhalten in nicht farbmanagementfähiger Software. Der Emulationsmechanismus ist zudem in den Ablauf der Hardwarekalibration eingebunden.

Endlich funktioniert auch die Ausgleichsfunktion zur Verbesserung der Flächenhomogenität zufriedenstellend und verhilft unserem Testgerät zu einer gleichmäßigen Darstellung ohne störenden Farbdrift. Sie steht leider nicht in allen Bildmodi zur Verfügung. Ohne Anpassungen können wir störende Farbstiche ausmachen.

Ein Wermutstropfen: War die Schwarzdarstellung beim Vorgängerpanel auch aus dem Winkel noch sehr homogen, zeigen sich nun die für ein IPS-Panel typischen Aufhelleffekte. Sharp hat hier offensichtlich auf eine speziell angepasste Polarisationsfolie verzichtet.

Die flexible Signalverarbeitung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Darstellung nur bei 60 Hz frei von Mikrorucklern ist. Dafür sind die Skalierungseinstellungen erfreulich umfangreich.

In unserem Praxistest zeigt die Ansteuerung im MST-Betriebsmodus – eine Voraussetzung für den Betrieb in voller Auflösung und 60 Hz – noch einige Tücken. Das konnten wir aber so bereits beim Test des Asus PQ321QE beobachten und ist zum Teil sicher auch Grafikkarte bzw. deren Treiber geschuldet.

Der hohe Stromverbrauch im Standby-Modus wird sich um einen Defekt/Fehler unseres Testexemplars handeln. Mit diesem Wert dürfte der Monitor in Deutschland überhaupt nicht verkauft werden. Aber selbst mit dem vom Hersteller angegebenen Wert würde sich an der sehr schlechten Wertung beim Energieverbrauch nichts ändern.

Der Straßenpreis liegt bei derzeit gut 2000 Euro. Angesichts ausgeglichener Leistungen ist das angemessen und lässt den DELL UP3214Q nur haarscharf an einer sehr guten Bewertung vorbeischrammen – vorausgesetzt, die hohe Auflösung ist ein entscheidendes Kriterium für die Kaufentscheidung. Ansonsten winken in diesem Preisbereich schon echte Grafik-Monitore.

Gesamturteil: GUT

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3 Kommentare vorhanden


Liebe Tester bei Prad,
mich würde sehr interessieren, ob auch beim UP3214q der Bildschirm stets mit einem Monitor-Farbprofil verknüpft ist. Bei meinem up2414q besteht immer eine Verknüpfung mit dem bei der Installation geladenen Monitorprofil UP2414.icm - was mich irritiert, denn wenn sRGB und adobeRGB ja - wie bei 3414q - am Monitor (vorkalibriert)zu wählen sind, wäre das doch eine Hardwarekalibrierung,die dann doch nicht noch durch ein Monitorprofil unterstützt werden müsste.
Besten Gruß
L. Fiedler
Ich weiß nicht ob ich das jetzt richtig verstehe. Egal ob Hardware- oder Softwarekalibrierung, ein Profil wird immer gespeichert. Nur sind bei der Softwarekalibrierung im Profil Informationen für die Grafikkarte gespeichert, da diese ja korrigieren muss. Diese Informationen werden bei der Hardwarekalibrierung in die LUT des Monitors geschrieben. Darin besteht der Unterschied. Dennoch muss man der Software in der man farbverbindlich arbeiten will, in jedem Fall das Profil des Monitors zuordnen.
Aha - ich hatte gedacht, bei HW-Kailbrierung bräuchte es kein Profil mehr. Habe eben gesehen, dass es auch ein Forum für technische Fragen gibt, da werde ich mich ggf. mal weiter ausbreiten - meine dumme Frage hier könnt Ihr gerne löschen :-)
Vielen Dank in jedem Fall!

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