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TESTBERICHT: BenQ SW320 Teil 4


Bildqualität

Sowohl der Panel-Rahmen als auch die Oberfläche des Panels sind matt und wirksam entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugt nur schwache Reflexionen auf dem Bildschirm. Mit aufgesetzter Monitorblende werden diese zudem perfekt abgeschirmt.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein:

Bildmodus (DV): Adobe RGB
Helligkeit: 43
Kontrast: 50
Gamma: 2,2
Farbtemperatur: 6500 K
RGB: nicht änderbar
Color-Gamut: Adobe RGB
DUE Priority: k.A.
Schärfe: 5
Reaktionszeit: Ein

Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf ist in der Werkseinstellung ausgezeichnet. Der Verlauf wie auch die einzelnen Abstufungen wirken völlig farbneutral. Wir konnten weder Banding noch Farbschimmer beobachten.

Graustufen

Alle Graustufen sind vollständig bis in die hellsten und dunkelsten Stufen zu erkennen. Bei den dunkelsten Stufen ist allerdings eine gewisse Blickwinkelabhängigkeit zu erkennen. Während auch extremere horizontale Blickwinkel kaum eine Rolle spielen, sind in der Vertikalen doch recht schnell deutliche Aufhellungen mit entsprechendem Verlust der Detailzeichnung auszumachen. Für das normale Arbeiten vor dem Monitor spielt das aber trotz der aufgrund der Display-Größe flacheren Betrachtungswinkel keine Rolle.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung

Der BenQ SW320 schneidet bei der Ausleuchtung merklich besser ab, als seine beiden 27-Zoll-Geschwister (SW2700PT und PV270), die wir kürzlich im Test hatten. Frontal und mittig betrachtet, wirkt der Bildschirm zunächst ungemein schwarz und sehr homogen, nur in den extremen Ecken bzw. an den Rändern werden Aufhellungen deutlich. Sie wirken ferner weitgehend farbneutral. Deutlich stärker werden sie nur sichtbar, wenn man die normale Arbeitsposition in der Mitte deutlich nach rechts oder links verlässt.

Diese Beurteilung gilt vor allem für die von uns empfohlene Arbeitshelligkeit von 140 cd/m2. Regelt man die Helligkeit auf die höchste Stufe hoch, werden die Aufhellungen auch aus einer zentrierten Position schon recht deutlich.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des BenQ SW320

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 315 cd/m². Das liegt 10 % unter der Herstellerangabe von 350 cd/m². Herunterregeln lässt sich die Helligkeit auf ein Minimum von 14 cd/m². Ab Werk liegt der gemessene Weißpunkt mit 6990 K merklich zu hoch. Wir haben die Farbtemperatur daher für die Kontrastmessung von eingestellten 6500 K benutzerdefiniert auf 6200 K heruntergesetzt und damit eine perfekte Kalibrierung auf D65 erhalten, ohne zusätzlich die RGB-Gain-Regler bemühen zu müssen.

Mit dieser Einstellung steigt die Maximalhelligkeit erstaunlicherweise deutlich auf 407 cd/m². Mit einer Minimalhelligkeit von 18 cd/m² kann der BenQ SW320 nach wie vor ziemlich weit heruntergeregelt werden, so dass ein Arbeiten in absoluter Dunkelheit problemlos möglich ist.

Das Kontrastverhältnis des IPS-Panels gibt der Hersteller mit 1000:1 an. Gemäß unseren Messungen liegt es nach der Kalibrierung im Durchschnitt bei guten 777:1.

Bildhomogenität

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 bis 20 %.

Die Helligkeitsverteilung ist mit einem Durchschnittswert von 8,92 % und einem Maximalwert von 15,68 % jeweils zufriedenstellend. Das Gleiche gilt auch für die Farbhomogenität. Die Maximalabweichung beträgt in der oberen rechten Ecke 3,25 Delta C.

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2 Kommentare vorhanden


Ein "Sehr Gut" in der Bewertung, obwohl Ihr den Monitor ohne Zweitmonitor erst gar nicht zum Laufen gekriegt hättet???
Ich finde den Monitor recht interessant, daher meine Frage: Gibt es eine Lösung für das Erkennungsproblem?

greetz
Nun die Frage ist immer, liegt es an der Grafikkarte/Rechner oder am Monitor? Leider haben auch wir nicht die Zeit hier die Rechner mit neuen Karten zu bestücken und das Test-Prozedere neu zu starten. Insofern können wir keine Lösung anbieten. Vielleicht macht der Monitor in einer anderen Hardware-Konstellation auch keine Probleme.

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