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TESTBERICHT: Iiyama GB2760QSU-B1 Red Eagle Teil 6


Sound

Die zwei kleinen 2-Watt-Boxen befinden sich direkt unter dem Belüftungsschlitz und strahlen nach oben ab. Für einen guten Klang können sie aber nicht sorgen, da kein Bass vorhanden ist.

DVD und Video

Der Iiyama GB2760QSU kann durch den HDMI-Anschluss direkt an Spielekonsolen, HDTV-Empfängern oder BD-Player angeschlossen werden. Der Ton wird direkt an die internen Lautsprecher oder bei angeschlossenem Kopfhörer an die Audiobuchse weitergeleitet.

Im i-Style-Menü existiert kein Kino- oder Filmmodus, und auch die anderen Presets sind nicht zu gebrauchen. Demnach greifen wir auf die Werkseinstellungen zurück. Mit einem Gamma von 2,17 ist hier schon eine ordentliche Basis geschaffen. Mit einer Farbtemperatur von 7100 Kelvin wirkt das Bild etwas zu kühl. Darauf kann mit den Gain-Reglern Einfluss genommen werden, indem die Blau- und Grünwerte etwas zurückgenommen werden.

Zwar kann durch die Möglichkeit, dass auch Filme in 24 Hz wiedergegeben werden, schon etwas Popcorn-Feeling aufkommen, doch ein Videoabend mit dem Iiyama GB2760QSU wird durch die mäßige Blickwinkelstabilität des TN-Panels nur in sehr kleiner Runde stattfinden können.

Filme werden auch in 24 Hz wiedergegeben

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

In den Werkseinstellungen ist "Vollbild" vorgegeben. Full-HD-Auflösungen werden auf dem 16:9-QHD-Display hochskaliert und als einwandfreies Vollbild angezeigt. SD-Material wird ebenso auf die volle Panel-Höhe interpoliert und mit Balken rechts und links unverzerrt dargestellt.

Das Handbuch gibt keine Auskunft darüber, ob der Monitor Interlaced-Signale ausgibt. Angeschlossen an einen HDTV-Empfänger, wird Material in 1080i ohne Probleme wiedergegeben.

Wir haben dem Iiyama GB2760QSU Material in Halbbildfolgen im 3:2- und 2:2-Rhythmus und zusätzlich echtes Videomaterial zugespielt. Material mit einem 2:2-Rhythmus wird dabei noch ordentlich angezeigt. Bei einem ungeraden Verhältnis tritt aber ein deutliches Zeilenflimmern und Moiré-Effekte auf. Auch Videomaterial zeigt die typische Kammbildung, was für einen nicht verbauten Interlacer spricht.

In Sachen Aktualisierungsraten zeigt sich der Iiyama GB2760QSU nicht wählerisch. Es werden Bildwiederholungsfrequenzen von 24 Hz, 48 Hz, 50 Hz, 60 Hz und 75 Hz über den HDMI-Anschluss angenommen. Dabei zeigte nur 24 Hz etwas Judder, was sich bei Filmen aber nicht negativ auswirkt.

Overscan

Overscan bietet das Gerät nicht an.

Farbmodelle und Signallevel

Der Iiyama GB2760QSU nimmt zwar YCbCr-422- und YCbCr-444-Farbmodelle entgegen, allerdings werden beide mit falschen poppigen Farben angezeigt. Das kann sich insbesondere bei alten BD-Playern bemerkbar machen, die keine Möglichkeit bieten, das Farbmodell zu wählen.

Farbmodelle YCbCr422 und YCbCr444 werden mit poppigen Farben angezeigt

Einzig das RGB-Farbmodell wird richtig angezeigt. Auch der Signallevel wird nicht richtig gewählt und zeigt an HDMI PC-Level (Wertebereich 0-255) an. Im Menü existiert zwar eine Option "HDMI RGB Bereich kompletter Farbbereich", die gerade dieses Problem abstellen sollte. Leider lässt sie sich auch an der HDMI-Schnittstelle bei keinem unserer Geräte aktivieren. Die einzige Möglichkeit, gegen ein verwaschenes Bild zu reagieren, besteht in der Einstellungsebene "Schwarzwert" unter "Bildeinstellung". Diese Option ist zwar nicht dafür gedacht, doch wird bei einer Stellung von -3 das Bild erheblich verbessert und sieht einfach satter aus.


Bewertung
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449,99 €
++ sehr gut, + gut, +/- zufriedenstellend, - schlecht, -- sehr schlecht

Datenblatt

Diskussion im Forum


Fazit

Äußerlich hat sich die Premium-Gaming-Reihe aus dem Hause Iiyama weiterentwickelt. Das Design wirkt durch das rahmenlose Display nun schlanker als sein Vorgänger. Außerdem ist mit dem Pivot-Modus jetzt das gesamte Ergonomiepaket vorhanden, von dem sich so mancher Büromonitor eine Scheibe abschneiden kann. Auch die Verarbeitung ist auf einem ordentlichen Niveau.

Farbtechnisch kann der Iiyama GB2760QSU nach der Kalibrierung überzeugen, nur die Farbdarstellung ab Werk ist weniger gelungen, was allerdings nicht so schwer wiegt, da ein TN-Panel für Grafiker oder Hobbyfotografen aufgrund der Blickwinkelabhängigkeit sowieso keine Option darstellt.

Für gelegentliche Filmabende bietet sich das Gerät bedingt an. Es wird zwar ein sehr gutes Schwarzbild gezeigt, und Material kann auch in 24p wiedergegeben werden, doch ist auch hier das TN-Panel der Schwachpunkt. Das erfordert eine zentrale Sitzposition und wird zu einer ziemlich einsamen Geschichte.

Die Gaming-Performance hingegen kann voll und ganz überzeugen. Die Reaktionszeit liegt im Spitzenbereich gegenüber den von uns bereits getesteten Modellen, und eine Aktualisierungsrate von 144 Hz ist ohnehin ein Augenschmaus. Sehr erfreulich ist auch die Performance von AMDs FreeSync, die uns in der Vergangenheit nicht immer überzeugen konnte. Beim Iiyama GB2760QSU zeigt die Funktion aber keine Schwächen, lässt sich auch durch Problemspiele nicht aus dem Tritt bringen und eliminiert Tearing so zuverlässig, wie man es erwartet.

Alles in allem erhält man ein gut ausgestattetes Gaming-Display mit einer tollen Performance zu einem vergleichsweise günstigen Preis seiner Klasse von rund 460 €. Aus diesem Grund erhält der Iiyama GB2760QSU eine Kaufempfehlung und ist gleichzeitig unser Preistipp.

Gesamturteil: GUT


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10 Kommentare vorhanden


Hallo @Oliver Jachmann
wäre für mich interessant, jedoch wirkt die Gesamtlatenz wegen der Signalverzögerungszeit von "11,2" ms etwas hoch.
Ist dies für schnelle Spiele als kritisch einzustufen? Der Monitor wird als Gaming-Monitor beworben.
Die anderen schnellen Monitore die hier getestet wurden, z.B. AOC AG241QX, Asus PG258Q oder Asus PG248Q, weisen Signalverzögerungen von 1,2 - 3,7 ms auf. Selbst der hier getestete AOC AG271QG, mit IPS-Panel und g2g Reaktionszeit von 4 ms, hat eine deutlich geringere Signalverzägerungszeit von 2 ms.
Kann dies ein Messfehler beim Iiyama GB2760QSU-B1 sein?
MfG
Hallo paskff,

wir schließen Messfehler mittlerweile aus, da wir jetzt mit zweierlei Messmethoden arbeiten. Zunächst mit der von uns entwickelten Messmethode und zusätzlich mit dem "Leo Bodnar Lag Tester" Hier liegen beide Testergebnisse nicht weit auseinander, so dass man von einer Gesamtlatenz zwischen 10,8 und 11,2 Millisekunden ausgehen kann. Ich persönlich habe nichts von einer merkbaren Latenz gespürt. Ich muss allerdings auch erwähnen, dass ich kein professioneller E-Sportler bin. Bei 11 Millisekunden wird dies meiner Meinung nach auch nur solchen Menschen auffallen, wenn überhaupt. Solltest Du also nicht zu dieser Spezies gehören, kannst Du problemlos auf diesen Monitor zurückgreifen. Ich hoffe, dass ich ein wenig behilflich sein konnte.

Viele Grüße
Oliver
Danke für die rasche Antwort.
Bin natürlich kein E-Sportler und somit sind 5 ms oder 10 ms für mich nicht bemerkbar oder relevant.
Hätte dennoch noch eine Frage:
Wie ich sehe beinflusst der Video Ausgang die Signalverzögerungszeit in keinster Weise; die Schaltzeiten über den DP-Ausgang sind ziemlich ähnlich http://www.prad.de/images/monitore/iiyama_gb2760qsu-b1/144Hz_schaltzeiten_overdrive_+2.jpg
Sehe ich das so korrekt?
laut Messergebnisse nur in geringer Weise. Allerdings sind an HDMI auch nur 60Hz möglich. Die bessere Wahl ist hier entweder DVI oder DP aufgrund der höheren möglichen Aktualisierungsrate, was sich enorm positiv auf das Spielerlebnis niederschlägt!

Viele Grüße
Oliver
Sehr geehrtes PRAD-Team,

der Test des "Iiyama GB2760QSU-B1 Red Eagle"
ist ja durchweg positiv ausgefallen,
scheinbar kann man mit der Wahl dieses Monitors
nichts falsch machen.

Was mich dann aber bei all der akribischen Prüfung
des Monitors stutzig macht, es wird in keiner Zeile darauf hingwiesen, dass Iyama diesen Monitor
anderst bewirbt als er in Wirklichkeit ist.

In eurem Artikel steht:
"... wurde auf ein rahmenloses Design zurückgegriffen. Das heißt, dass das Panel oben und an den Seiten von einem nur 1 mm schmalen Kunststoffrahmen eingefasst wurde."

Dass hier aber zusätzlich an den Seiten und dem oberen Rand nochmals, ein nicht zur Darstellung nutzbarer Rand von ca. 5-6mm kommt, wird nicht erwähnt?!?

Auf der Produktseite wirbt Iyama mit der Darstellung, das Bild des Monitors würde
bis an den 1mm schmalen Rand hinaus laufen.
Im direkten Bildvergleich mit anderen Monitoren ein klarer, optischer Vorteil.

Technisch ist das aktuell nicht möglich, dennoch
suggerieren die Produktbilder dies.

Somit ist das irreführende Werbung und nicht zulässig.

Wieso kein Wort darüber im Testbericht??
Bei den Produktbildern setzen die Grafiker einfach Bilder ein. Ungut aber leider üblich, ich denke aber auch auf der Iiyama Webseite wird nirgendwo behauptet, dass das Bild bis an den Rand geht. Obwohl wir das nicht im Text erwähnt haben, da es eben normal ist, kann man es auf dem 1. Bild unter Optik und Mechanik ganz klar erkennen. Noch besser wenn man es vergrößert.
eine irreführende geschäftliche Handlung ist auch dann gegeben, wenn Informationen bewusst weggelassen werden.
Da iiyama vermutlich nicht ausversehen das Bild des Monitors bis an den schmalen Rand mappen lässt,
kann man davon ausgehen, dass man sich damit bewusst vor den Mitbewerbern positionieren möchte.

Kaufentscheidend kann dies allemal sein.

Als "üblich" würde ich diese Geschäftspraktik daher absolut nicht sehen, obgleich es in der Vergangenheit auch schon andere Anbieter getan haben.

Vor Jahren gab es dies auch schon bei der LG Flatron Reihe.
Hier bei Prad wurde auch eins dieser Modelle getestet, seinerzeit wurde aber gezielt auf diesen
schwarzen Rahmen hingewiesen im Test.

http://www.prad.de/new/monitore/test/2012/test-lg-ips277l-bn.html

Tut mir leid, aber auf so eine Irreführung muss hingewiesen werden und eigentlich auch negativ in die Gesamtwertung einfließen.

Wie sonst soll der Verbraucher sich ein neutrales Bild von einem Produkt machen?
Keine Frage, ist nicht gut. Aber bei LG war das damals deshalb etwas kritischer, weil sie diese bearbeiten Bilder auch für den Karton des Displays verwendet haben. Wie gesagt auf den Pressebildern und auf den Webseiten ist das tatsächlich üblich, denn hier werden von Grafikern speziell erstellte Motive verwendet. Ich denke auch nicht, dass hier eine offensichtliche Täuschung herbeigeführt werden soll. Der Grafiker hat keine Ahnung, die Leute die die Webseite erstellen auch nicht, hier ist der Hersteller gefordert. Uns hat das deshalb wohl auch etwas abstumpfen lassen.
Nach deiner Therorie müsste es also auch den Fall geben, dass ein unwissender Grafiker ein viel kleineres Bild einsetzt als der Monitor tatsächlich darstellen könnte.

Somit würde das Gegenteil eintreten und man würde durch vermeintliche Unwissenheit im eigenen Haus, das eigene Produkt negativer bewerben.
Diese Situation schon gehabt?

Bei Iiyama ist die Täuschung btw identisch wie bei LG.
Hättet ihr nämlich die Rückseite des Kartons zum Testbericht verwendet, so hättet ihr die manipulierte Grafik auch auf dem Karton gesehen!

Die Irreführung zieht sich somit von der Iiyama Internetseite, über den Onlineshop von dem der Monitor bestellt wird, bis zur Lieferung nach Hause.
Erst wenn der Monitor angeschlossen wird merkt
man den Beschiss...
ist der direct-drive-modus für den inputlag besser oder overdrive auf "0" ??

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