EIZO EV3851X im Test: Das Versprechen für die Ewigkeit
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EPEAT-Umweltsiegel

Der EIZO EV3851X ist nach EPEAT Gold und EPEAT Climate+ zertifiziert. EPEAT steht für „Electronic Product Environmental Assessment Tool“ und ist ein global anerkanntes Umweltsiegel, das die Umweltverträglichkeit von Elektronikprodukten bewertet. EPEAT ermöglicht es Käufern, die Umweltauswirkungen von Produkten über deren gesamten Lebenszyklus hinweg zu beurteilen, einschließlich Design, Produktion, Energieverbrauch, Recycling und Reparierbarkeit.

Produkte, die sich um das EPEAT-Siegel bewerben, werden in drei Kategorien eingeteilt:

1. Bronze: Erfüllt alle erforderlichen Kriterien.

2. Silber: Erfüllt alle erforderlichen Kriterien und mindestens 50 % der optionalen Kriterien.

3. Gold: Erfüllt alle erforderlichen Kriterien und mindestens 75 % der optionalen Kriterien.

EPEAT Climate+ ist eine Erweiterung der EPEAT-Zertifizierung, die Produkte auszeichnet, die besonders klimafreundlich sind – mit Fokus auf CO₂-Reduktion, Energieeffizienz und nachhaltige Materialien.

Anschlüsse

Kabelmanagement gehört zu den Aspekten, bei denen sich Monitore konstruktiv deutlich voneinander unterscheiden. Klassische Lösungen führen die Kabel entweder von unten nach oben oder horizontal von hinten nach vorn – beide mit spürbaren Schwächen: Das vertikale Einstecken erschwert die Suche nach der Öffnung, besonders ohne Pivot-Funktion, auch wenn sich die Kabel anschließend gut bündeln lassen. Die horizontale Variante geht leichter von der Hand, bringt aber Kabel hervor, die nach hinten abstehen, auf der Rückseite dauerhaft sichtbar bleiben und bei einer Wandmontage zusätzlich im Weg sind.

Anschlüsse des EIZO EV3851X
Anschlüsse

Beim EV3851X wählt EIZO einen anderen Weg und löst das Problem elegant: Die Anschlüsse sind zwar ebenfalls horizontal ausgerichtet, zeigen jedoch in Display-Richtung. Das macht Anschlüsse und Kabelwechsel deutlich unkomplizierter – ohne dass die Kabel nach hinten abstehen. Stattdessen lassen sie sich sauber am Standbein entlangführen und bündeln. Eine einfach aufzusteckende Abdeckplatte verbirgt sie anschließend nahezu vollständig, sodass das Gerät auch von hinten einen aufgeräumten, professionellen Eindruck hinterlässt – ein Vorteil, der gerade im Kundenkontakt nicht zu unterschätzen ist.

Auch die Anschlussausstattung kann sich sehen lassen: Der EIZO EV3851X bietet einmal USB-C (mit DisplayPort-Alternate-Mode), einmal DisplayPort und zweimal HDMI. Hinzu kommt eine RJ-45-Buchse, die Übertragungsraten von bis zu 2,5 Gbit/s unterstützt. Der USB-C-Port übernimmt dabei gleichzeitig die Funktion eines USB-Upstream-Anschlusses: Angeschlossene Geräte können darüber nicht nur ein Videosignal ausgeben, sondern werden im gleichen Zug mit LAN, einem USB-Hub und bis zu 94 Watt Ladeleistung versorgt – der Monitor agiert damit als vollwertige Dockingstation. Ein weiterer Upstream-Port ist als USB-B-Buchse ausgeführt.

Seitliche Anschlüsse
Seitliche Anschlüsse

Im seitlichen Erker links befinden sich vier gut zugängliche Downstream-Ports mit USB-3.0-Geschwindigkeit – dreimal Typ A und einmal Typ C mit einer Ladeleistung von 15 Watt.
Auf der Gehäuserückseite, nahe dem Stromanschluss, befindet sich ein Kensington-Schloss zur Diebstahlsicherung des Monitors.

Bedienung

Der EIZO EV3851X verfügt über sechs elektrostatische Bedienelemente, die links neben dem Power-Button zu finden sind. Betriebs-LED, Lautsprecher und Helligkeitssensor sind ebenfalls in den unteren Rahmen integriert. Das OSD lässt sich zudem komfortabel per Software steuern.

Elektrostatische Bedienelemente (Bild: EIZO)
Elektrostatische Bedienelemente (Bild: EIZO)

Die kapazitiven Touchtasten reagieren prompt auf Eingaben und sind intuitiv bedienbar. Eine akustische Rückmeldung gibt es nicht; die dezenten, linienförmigen Markierungen sind nur bei genauem Hinsehen erkennbar. Berührt man ein Bedienelement, werden die zugehörigen Funktionen direkt auf dem Bildschirm eingeblendet. EIZO bleibt seinem bewährten Bedienkonzept treu und verzichtet bewusst auf einen 5-Wege-Joystick.

Die Betriebs-LED rechts neben dem Ein-/Ausschalter ist unauffällig gehalten: Bei eingeschaltetem Monitor leuchtet sie weiß, im Stand-by-Modus wechselt sie zu Orange. Die Helligkeit kann im OSD angepasst werden. Auch eine vollständige Deaktivierung der LED ist möglich.

OSD

Mit einem beliebigen Tastendruck kann man zunächst eine Schnellauswahl aufrufen. Signalquelle inklusive PbP, Display-Modi, EcoView, Lautstärke und Helligkeit können so ohne Umweg über das Menü angesteuert werden. Mit der Taste „Menü“ gelangt man direkt in das Hauptmenü, das mit lediglich sechs Ebenen auskommt.

Menü-Einstieg und Schnellauswahl (Bild: EIZO-Handbuch)
Menü-Einstieg und Schnellauswahl (Bild: EIZO-Handbuch)

Die Anzeigedauer des OSDs kann leider nicht angepasst werden und schließt sich nach wenigen Sekunden automatisch.

Die angebotenen Funktionen sind klar und einfach strukturiert und dabei gleichermaßen professionell und benutzerfreundlich. Alle wichtigen Einstellungen zur Software-Kalibrierung, darunter auch Farbtemperatur- und Gamma-Regler mit genauen Zahlenwerten, sind vorhanden. EIZO unterscheidet bei den Einstellungen zwischen „Grundeinstellungen“, die über die Tasten direkt aufgerufen werden, und „Erweiterten Einstellungen“, die über das Menü zugänglich sind.

Grundeinstellungen

Signalquelle: Hier kann zwischen DisplayPort, HDMI 1 und 2 sowie USB-C gewählt werden. Auch die PbP-Funktion lässt sich dort einschalten.

PbP-Einstellungen: Sobald die Funktion aktiviert ist, erscheint ein weiteres Symbol zwischen den EcoView-Einstellungen und der Lautstärke-/Helligkeitsregelung. Darüber lässt sich jedem der beiden Fenster eine Signalquelle zuweisen, die Audioquelle festlegen und zwischen den USB-Anschlüssen wechseln.

Farbmodi: User1, User2, Eco, sRGB, Paper, BT. 709, DCI-P3, Display P3 und DICOM stehen zur Verfügung. Die User-Modi dienen dazu, einen nutzerspezifischen Bildschirmmodus einzustellen, und DICOM kann Digitalbilder für medizinische Zwecke basierend auf DICOM Part 14 anzeigen. Der EIZO EV3851X ist allerdings nicht für Diagnosezwecke vorgesehen.

Dass der EV3851X sowohl für DCI-P3 als auch für Display-P3 einen eigenen Modus bietet, ist bemerkenswert – er ist der erste Monitor in unserem Testlabor, der dies leistet. Der Gammawert ist fest vorgegeben: Bei Display-P3 ist es Gamma sRGB, bei DCI-P3 Gamma 2.6. Der Weißpunkt hingegen lässt sich frei wählen – für Display-P3 üblicherweise 6500 K, für DCI-P3 wären 6300 K die passende Wahl. Genau dieser Wert fehlt jedoch: Zwischen 6000 K und 6500 K ist kein weiterer Schritt verfügbar. EIZO sollte diesen Wert per Firmware nachrüsten – erst dann entfaltet der DCI-P3-Modus sein volles Potenzial.

EcoView-Einstellungen: Hier werden die Stromsparmöglichkeit, die CO₂-Reduzierung und die Öko-Leistungsstufe überprüft. Auto EcoView kann ein- und ausgeschaltet werden. Der Umgebungslichtsensor erkennt die Umgebungshelligkeit automatisch und justiert die Bildschirmhelligkeit selbstständig. EcoView Optimizer 2 kann ein- und ausgeschaltet werden. Hier stellt der Monitor die Bildschirmhelligkeit automatisch ein – entsprechend dem Weißwert des Eingangssignals.

Zur Ergonomie trägt beim EIZO EV3851X nicht nur die Mechanik, sondern auch die elektronischen Komponenten bei. Ein Sensor misst kontinuierlich die Veränderungen des Umgebungslichts und optimiert daraufhin die Bildschirmhelligkeit. Dabei berücksichtigt er auch die Nutzerpräferenz, die in Form des eingestellten Helligkeitswerts vorliegt. Dieser dient als Ausgangspunkt, um die Leuchtdichte bei Änderungen des Umgebungslichts nahezu unbemerkt anzupassen. Dies bietet den doppelten Vorteil, die Augen zu entlasten und gleichzeitig Energie sowie Kosten zu sparen.

Die Stromverbrauchsanzeige kann nach Wunsch auch dauerhaft auf dem Bildschirm angezeigt werden, und zwar in jeder Ecke, bis auf unten rechts.

Lautstärke: Dieser Menüpunkt ermöglicht die Lautstärke-Anpassung der Lautsprecher oder des Kopfhörers und kann von 0 bis 30 reguliert werden.

Helligkeit: Unter diesem Menüpunkt ist es möglich, die Helligkeit von 0 bis 100 zu justieren.

Menü: Über die Taste gelangt man in das Hauptmenü, das sechs Ebenen beinhaltet.

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