Messungen vor Kalibrierung und Profilierung
Farbmodus: User1 (Werkseinstellung)
Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,15) ist ab Werk messtechnisch sehr gut. Die Delta-C-Range erzielt mit 0,33 ebenfalls einen sehr guten Wert. Die Farbtemperatur trifft mit 6508 K den Zielwert exakt. Das Gamma (Durchschnitt: 2,19) liegt im Soll.
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Bei der Graubalance (Delta-C-Average: 0,12; Delta-C-Range: 0,33) sind die Ergebnisse sehr gut. Die Farbwerte (Delta-E-2000-Average: 0,80) erzielen ebenfalls ein sehr gutes Resultat. Die Maximalabweichung liegt bei 2,14 Delta E 2000 (RGB: 0 0 255). Der Gammaverlauf beträgt im Schnitt 2,19 und verläuft korrekt.
Um eine Leuchtdichte von 140 cd/m² zu erzielen, sollte bei der Helligkeit ein Wert von 73 % gewählt werden.
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Vergleich DCI-P3-Modus mit dem DCI-P3-Arbeitsfarbraum

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Bei der Graubalance (Delta-C-Average: 0,14; Delta-C-Range: 0,32) sind die Ergebnisse sehr gut. Die Farbwerte (Delta-E-2000-Average: 1,26) erzielen ein gutes Resultat. Die Maximalabweichung liegt bei 2,82 Delta E 2000 (RGB: 63 255 0). Der Gammaverlauf beträgt im Schnitt 2,59 und verläuft korrekt.
Auffällig ist, dass im DCI-P3-Modus der Gammawert mit 2,6 korrekt eingestellt ist – dieser lässt sich jedoch nicht verändern. In den über das OSD auswählbaren Gammawerten taucht er allerdings nicht auf; der Maximalwert liegt dort bei 2,4.
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Messungen nach Kalibrierung und Profilierung
Für die nachfolgenden Messungen wurde der EIZO EV3851X aus DisplayCAL heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.
Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.
Für die Kalibrierung wurden im OSD folgende Werte eingestellt:
| Bildmodus: | User1 |
| Helligkeit: | 73 |
| Kontrast: | 50 |
| Gamma: | 2,2 |
| RGB: | 93|89|100 |
| Schärfe: | Aus |
Profilvalidierung

Der EIZO EV3851X zeigt keine auffälligen Drifts oder Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt, und alle Kalibrierungsziele wurden erreicht. Die Graubalance erzielt eine sehr gute Wertung (Delta-C-Average: 0,33; Delta-C-Range: 0,79). Die Farbwerte sind knapp sehr gut (Delta-E-2000-Average: 0,36; Delta-E-2000-Maximum: 1,60).
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Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Die Graubalance erzielt eine sehr gute Wertung (Delta-C-Average: 0,27; Delta-C-Range: 0,83). Die Farbwerte (Delta-E-2000-Average: 0,48) sind ebenfalls sehr gut. Der Gammawert beträgt im Schnitt 2,22, die Gammakurve verläuft weitestgehend korrekt. Die maximale Farbabweichung beläuft sich auf Delta-E-2000 2,95 (RGB: 0 0 255).
Die „Range“ bei Delta C (ΔC) bezieht sich auf den Bereich oder die Spanne der Farbunterschiede zwischen zwei Farben oder Farbwerten. Delta C ist eine Metrik, die in der Farbmessung und -analyse verwendet wird, um den Farbunterschied zwischen zwei Farbproben zu quantifizieren. Es misst, wie stark die Farben voneinander abweichen.
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Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)

Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,52; Delta-C-Range: 1,31) ist als gut bis sehr gut zu werten. Die Farbwerte sind gut (Delta-E-2000-Average: 0,78). Der Gammawert beträgt im Schnitt 2,63. Die maximale Farbabweichung beläuft sich auf ein Delta E 2000 von 3,06 (RGB: 127 255 0).
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Backlight
Die Hintergrundbeleuchtung des EIZO EV3851X wird nicht durch Pulsweitenmodulation (PWM) gedimmt, sodass keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flicker) auftreten. Getestet wurde bei einer Helligkeit von 100 %, 73 % (140 cd/m²) und 0 %. Damit ist der Bildschirm selbst bei reduzierter Leuchtdichte für ein längeres, ermüdungsfreies Arbeiten davor geeignet.
EcoView-Funktionen
Der EIZO EV3851X verfügt über zwei Energiesparfunktionen. Auto EcoView basiert auf einem Umgebungslichtsensor und passt die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung automatisch an. Dabei berücksichtigt er auch die Nutzerpräferenz, die in Form des eingestellten Helligkeitswerts vorliegt.
EcoView Optimizer 2 ist eine dynamische Kontraststeuerung, die abhängig vom Bildinhalt arbeitet. Der Monitor passt die Bildschirmhelligkeit automatisch an den Weißwert des Eingangssignals an. Trotz der eher zurückhaltenden Umsetzung lassen sich sichtbare Schwankungen nicht vermeiden.
Frühere Modelle verfügten zusätzlich über EcoView Sense, das über einen Infrarotsensor die Abwesenheit des Benutzers erkennen und nach einer definierten Zeit in den Energiesparmodus wechseln konnte. Bei Rückkehr war das Gerät sofort wieder betriebsbereit. Die Empfindlichkeit der Erkennung war in fünf Stufen einstellbar. Auf diese doch sinnvolle Funktion verzichtet EIZO jedoch seit geraumer Zeit.
Reaktionsverhalten
Das Reaktionsverhalten haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.
Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und unter „Farbe → Erweiterte Einstellungen → Overdrive“ im OSD zu finden. Hier gibt es die Stellungen „Verbessert“, „Standard“ und „Aus“. Ab Werk ist „Aus“ voreingestellt. Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 5 ms für GtG genannt.
Messverfahren: Anfängliche Reaktionszeit („initial response time“), Gamma-Korrektur (RGB-5-Toleranz) und RGB-Überschwinger.
Overdrive, 60 Hz
60 Hz, Overdrive „Aus“
In der Werkseinstellung „Aus“ messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel (0–255) mit 18,7 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 9,1 ms. Der Mittelwert über alle Messpunkte liegt bei 21,5 ms. Insgesamt sind die Messwerte als sehr langsam zu bezeichnen.
Überschwinger sind keine zu beobachten, die Abstimmung ist sehr neutral. Das Schaltzeiten-Diagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren und wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert.
60 Hz, Overdrive „Standard“
In der Overdrive-Stufe „Standard“ messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel (0–255) mit 14,6 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 6,5 ms. Der Mittelwert über alle Messpunkte liegt bei 12 ms. Insgesamt können die Messwerte als noch zufriedenstellend bezeichnet werden.
Überschwinger sind jetzt bei gewissen Farbkombinationen auszumachen, allerdings wirkten sie sich im Praxistest nicht negativ aus. Für den Alltagseinsatz ist die Overdrive-Stufe „Standard“ die optimale Wahl.
60 Hz, Overdrive „Verbessert“
In der höchsten Overdrive-Stufe „Verbessert“ messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel (0–255) mit 11,3 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 3,9 ms. Damit wird die vom Hersteller versprochene Reaktionszeit von 5 ms erreicht. Der Mittelwert über alle Messpunkte liegt bei 8,7 ms. Insgesamt können die Messwerte als gut bis befriedigend bewertet werden, obwohl es einige Ausreißer gibt.
Überschwinger sind deutlich erkennbar und führen zu spürbaren Einbußen bei der Bildqualität – im Praxistest waren sie klar sichtbar. Die EIZO-Ingenieure haben hier offenbar zu viel aus dem Panel herausholen wollen.

















