Test 4K-UHD Monitor BenQ SW271
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Bildqualität

Sowohl der Panel-Rahmen als auch die Oberfläche des Panels sind matt und wirksam entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugt nur schwache Reflexionen auf dem Bildschirm. Mit aufgesetzter Monitorblende werden diese zudem perfekt abgeschirmt.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein, die wir für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet haben.

Bildmodus: Adobe RGB
Helligkeit: 35
Kontrast: 50
Gamma: 2,2
Farbtemperatur: 6500 K
RGB: nicht änderbar
Color-Gamut: Adobe RGB
DUE Priority: k.A.
Schärfe: 5
Reaktionszeit: Ein

Graustufen

Der Grauverlauf ist in der Werkseinstellung ausgezeichnet. Der Verlauf wie auch die einzelnen Abstufungen wirken völlig farbneutral. Wir konnten weder Banding noch Farbschimmer beobachten.

Graustufen
Graustufen

Alle Graustufen sind vollständig bis in die hellsten und dunkelsten Stufen zu erkennen. Auch die Blickwinkelstabilität ist hier sehr gut. Selbst extremere Blickwinkel ändern kaum etwas an der sichtbaren Detailzeichnung in sehr hellen bzw. sehr dunklen Bildbereichen.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Die Ausleuchtung des BenQ SW271 ist sehr gut gelungen. Frontal und mittig betrachtet sind so gut wie keine Einstrahlungen zu erkennen – vor allem die sonst oft üblichen stärkeren Einstrahlungen an den extremen Rändern bleiben vollständig aus.

Wie im Video gut zu sehen, ist dabei auch die Blickwinkelstabilität ausgezeichnet. Selbst bei extremeren Blickwinkeln hellt sich das Bild nur geringfügig auf. Die letzte Perfektion fehlt allerdings. Wie vor allem im Bild mit verlängerter Belichtung zu erkennen, ist das Schwarzbild nicht vollständig farbneutral. An den Rändern sind rötlich-bläuliche Farbwolken zu erkennen.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des BenQ SW271
Helligkeits- und Kontrastverlauf des BenQ SW271

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 330 cd/m². Das liegt mit 6 % knapp unter der Herstellerangabe von 350 cd/m². Herunterregeln lässt sich die Helligkeit auf ein Minimum von 23 cd/m².

Die Maximalhelligkeit bleibt auch nach der Kalibrierung unverändert. Die Minimalhelligkeit steigt geringfügig auf 30 cd/m². Der zur Verfügung stehende Bereich gibt somit viel Spielraum zur Anpassung an unterschiedliche Arbeitsbedingungen und ermöglicht auch ein Arbeiten im Dunkelraum.

Das Kontrastverhältnis des IPS-Panels gibt der Hersteller mit 1000:1 an. Gemäß unseren Messungen liegt es nach der Kalibrierung im Durchschnitt bei sehr guten 1018:1.

Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 %.

Die Umsetzung einer perfekten Gleichförmigkeit bei Helligkeit und Farbtemperatur über die gesamte Bildfläche ist technisch alles andere als trivial und einer der Bereiche, wo sich die Spreu vom Weizen trennt.

Helligkeitsverteilung beim weißen Testbild
Helligkeitsverteilung beim weißen Testbild
Farbhomogenität beim weißen Testbild
Farbhomogenität beim weißen Testbild

Leider kann auch der BenQ SW271 als Grafikmonitor hier nicht uneingeschränkt professionellen Ansprüchen genügen. Während die Farbhomogenität zumindest messtechnisch noch zufriedenstellend ausfällt, ist das bei der Helligkeitsverteilung nicht mehr der Fall. Die Maximalabweichung von 21,78 % (Ecke links oben) ist zwar noch zufriedenstellend, bei einem Durchschnittswert von 14,42 % lässt sich hingegen auch kein Auge mehr zudrücken. Die größte Abweichung bei der Farbhomogenität beträgt in der Mitte unten 3,26 Delta C.

Auch subjektiv betrachtet wirken vor allem große, helle und einfarbige Flächen nicht sonderlich gleichmäßig. Besonders wichtig für die Bildbearbeitung ist dabei natürlich der Bereich in der Mitte, da an den extremen Rändern oft die Bearbeitungsleisten liegen. Doch gerade in der Mitte wird beim BenQ SW271 beim weißen Testbild ein deutlicher Hotspot sichtbar.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Coating des BenQ SW271
Coating des BenQ SW271
Coating Referenzbild
Coating Referenzbild

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der BenQ besitzt eine leicht stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Die Werksangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Das sind die für moderne IPS- und VA-Panels typischen Werte. Das Foto zeigt den Bildschirm des SW271 bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad.

Horizontale und vertikale Blickwinkel
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Auch bei extremeren Blickwinkeln bleiben die Farben dank des verbauten IPS-Panels sehr stabil. Wahrnehmbar sind vor allem die verminderte Helligkeit und eine etwas schlechtere Zeichnung in dunklen Bildbereichen. Bewegt man den Kopf seitlich bis an den rechten oder linken Bildschirmrand des riesigen Displays, ist die Zeichnung im schwarzen Rippen-Shirt der Damen auf der Abbildung noch zu erkennen. Geht man darüber hinaus, verschmilzt es zu einer schwarzen Fläche. Der Kontrasteindruck selbst leidet kaum.

1 KOMMENTAR

  1. That monitor looks more like faulty unit by the huge brightness differences. That difference is just way too much. Have you contacted BenQ for another model to test this or?

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