Test Monitor ASUS ROG STRIX XG35VQ

35-Zoll 21:9 Curved Gaming-Monitor mit 100 Hz und G-Sync zeigt ein tolles Bild, kann bei der Spiele-Performance aber nicht richtig überzeugen

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Einleitung

Vor gerade einmal vier Wochen erreichte uns das erste FreeSync-Gerät von ASUS‘ Gaming-Schmiede „Republic of Gamers“, schon trifft das nächste Display der Strix-Reihe ein, die das Pendant zu der bereits sehr etablierten G-Sync-Reihe bildet. Mit dem ASUS ROG Strix XG35VQ kommt die größere Ausführung des bereits von uns getesteten Monitors. Auch hier kommt ein VA-Panel mit einem 1800R-Krümmungsradius und einer Reaktionszeit von 4 ms (Gray to Gray) zum Einsatz. Dieses Gerät wird allerdings mit einem riesigen 35-Zoll-Panel im 21:9 Format ausgeliefert, das über ein WQUHD-Panel mit 3440 x 1440 Bildpunkten verfügt.

Bis auf die Panel-Größe und die Pixelanzahl scheint alles gleich zu sein. Auf den folgenden Seiten erfahren wir, ob weitere Features hinzugefügt wurden und nach der Panel-Vergrößerung auch die Performance gelitten hat.

Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und den Spezifikationen finden Sie im ASUS ROG STRIX XG35VQ Datenblatt.

Lieferumfang und Montage

Bereits der Transport des zweifelsohne hübschen, aber auch riesigen Motivkartons mit einer Seitenlänge von 96 cm und einem Gewicht von 16 kg bereitet großen und kräftigen Menschen Probleme, da einzig Griffmulden an den Außenseiten für den Transport zur Verfügung stehen.

Abbildung des Kartons
Riesige Ausmaße des Kartons mit einer Seitenlänge von 96 cm erschweren den Transport

Wahrscheinlich würde ein Trageriemen diese Last auch gar nicht halten können und einfach den Karton auf der Oberseite kaputtreißen. Ist dieser Kraftakt schlussendlich geschafft und der Karton an den Bestimmungsort transportiert worden, muss das Gerät zu allem Überdruss noch aus der schmalen Öffnung an der Oberseite gehievt werden, was nur gelingt, wenn der Karton auf die Seite gelegt wird. So kann der gesamte Inhalt aus der Öffnung gezogen werden, der aus zwei Lagen Styropor besteht, worauf der Inhalt verteilt ist.

Hands on Video zum ASUS ROG STRIX XG35VQ

Auf der oberen Lage sind das Zubehör und der Fuß in Fächern aufgeteilt, während auf der unteren Lage das Display auf dem Panel liegend samt angesetztem Monitorarm zu finden ist. Das Zubehör besteht aus HDMI- und DisplayPort-Kabel, USB-3.0-Upstream-Kabel, Projektionsabdeckung und austauschbarer Projektionsfolie, Quick-Start-Guide, Garantieheft in mehreren Sprachen sowie einer CD-ROM mit Handbuch als PDF-Datei, Treiber, Farbprofil und der Software „ASUS DisplayWidget“.

Lieferumfang des ASUS ROG Strix XG35VQ
Lieferumfang des ASUS ROG Strix XG35VQ

Der Aufbau funktioniert recht einfach, da einzig der Fuß und die Projektionsabdeckung an den bereits montierten Monitorarm angebracht werden müssen.

Spinnenartiger Fuß
Spinnenartiger Fuß besteht komplett aus Aluminium
Projektionsabdeckung
Projektionsabdeckung

Hierfür wird das Display mit dem Panel auf eine weiche Unterlage gelegt. Innerhalb des Rings am Fuß befinden sich Aussparungen, in die die Aufnahmezapfen des Monitorarms eingeführt werden.

Monitor-Arm unten
Der Fuß wird über die Aufnahmen …
Standfuß wird auf den Arm gesteckt
… mit dem Standfuß verbunden

Anschließend wird der Fuß durch eine Schraube, die für den werkzeuglosen Aufbau über einen Bügel verfügt, fixiert und zuletzt die Projektionsabdeckung aufgebracht, die einfach nur aufgesteckt wird und über mehrere Nasen auf der Unterseite einrastet.

Der Fuß wird mit einer Schraube fixiert
Der Fuß wird mit einer Schraube fixiert
Die Projektionsabdeckung wird aufgesteckt
Die Projektionsabdeckung wird aufgesteckt

Hierfür muss man sich etwas Zeit nehmen und in Ruhe die Ausrichtung anschauen, da die Teile nur in bestimmten Richtungen zueinander passen.

Optik und Mechanik

Aufgestellt wirkt das Display durch die riesigen Ausmaße eher wie ein Fernseher im 21:9-Format als wie ein Monitor. Bis auf den metallischen Fuß besteht das Display vollständig aus hochwertigem Kunststoff und ist in Anthrazit gehalten. Die von ASUS 2016 ins Leben gerufenen Looks „ROG Armor Titanium“ und „Plasma Copper“ sind mittlerweile allgegenwärtig und zeigen sich auch beim XG35VQ.

Die Front des Displays ist sehr clean gehalten und zeigt bis auf den unteren Rahmen ein Frameless-Design. Hier wird das Panel, das über eine 1800R-Krümmung verfügt, durch ein 3 mm schmales Band eingefasst. Das bedeutet aber auch bei diesem Display, dass das sichtbare Bild erst innerhalb eines 5 mm breiten, schwarzen Streifens beginnt. Der untere Rahmen ist etwa 25 mm breit und trägt einzig in der Mitte das ROG-Logo in Silber.

Front zeigt das ROG-Logo in Silber
Einziges Detail der Front zeigt das ROG-Logo in Silber

Die Tiefe des Displays beträgt an allen Seiten 20 mm. Die Rückseite ist horizontal der Krümmung angepasst und nimmt zur Mitte hin an Tiefe zu, um Platz für die Elektronik zu schaffen. Hier ist das bereits angesprochene aufwendige Design zu finden, das sich von hinten gesehen von der Mitte auf die rechte Seite erstreckt und von einer Vielzahl von Lüftungsschlitzen eingefasst wird.

Belüftungsschlitze Rückseite
Eine große Anzahl von Belüftungsschlitzen bildet den Rahmen für das futuristische Design

Während diese beim bereits getesteten ASUS ROG Strix XG27VQ größtenteils nur dem Design zuträglich waren und zumeist über keine Öffnungen verfügten, ist das bei diesem Display anders, da sämtliche Schlitze durchlässig sind. Auf der linken Seite im unteren Bereich befinden sich die vertikal angeordneten Tasten mit dem Fünf-Wege-Joystick, wie sie auch bei den anderen aktuellen ROG-Geräten vorkommen. Innerhalb des chromfarbenen Ringes befindet sich eine Verblendung, die entfernt werden kann. Darunter ist das Display durch vier Schrauben mit dem Monitorarm verbunden und nach Entfernen der vier Schrauben bereit für alternative Haltevorrichtungen mit VESA-100-Norm. Durch das hohe Gewicht ist darauf zu achten, dass nur Wandmontagehalterungen mit UL-Listing-Prüfzeichen und einer Mindestbelastung von 28,8 kg (Schrauben: M4 x 10 mm) verwendet werden.

Innerhalb dieses Kreises ist das Display über ein Vertikalgelenk, das eine Neigung von -5 Grad nach vorne und +20 Grad nach hinten erlaubt, mit dem Schlitten für den Liftmodus verbunden.

Neigungswinkel nach hinten
Neigungswinkel des ASUS ROG Strix XG35VQ nach hinten …
Neigungswinkel nach vorne
… und Neigungswinkel nach vorne

Er läuft innerhalb des Monitorarms und ist dafür zuständig, dass das Display über einen Weg von 100 mm in der Höhe reguliert werden kann. In unterster Stellung beträgt der Abstand zwischen Tisch und Unterkante des Displays 90 mm.

Niedrigste Stellung von vorne
Niedrigste Stellung von vorne
Niedrigste Stellung von hinten
Niedrigste Stellung von hinten
Höchste Stellung von vorne
Höchste Stellung von vorne
Höchste Stellung von hinten
Höchste Stellung von hinten

Der Monitorarm ist aufgrund des hohen Gewichts recht wuchtig und läuft nach oben konisch zu. Im oberen Bereich auf der Rückseite ist erneut das ROG-Logo in Silber zu finden, während im unteren Bereich eine Öffnung für das Kabelmanagement vorhanden ist.

Elegantes Logo in Silber ziert den Monitorarm
Elegantes Logo in Silber ziert den Monitorarm
Öffnung für das Kabelmanagement
Öffnung für das Kabelmanagement

Unterhalb der Öffnung geht der Arm über ein weiteres Gelenk, das für die seitliche Drehung des Displays zuständig ist, in den Fuß über. Es ermöglicht einen Schwenk des Panels über 50 Grad zu beiden Seiten.

Seitliche Drehung nach links
Seitliche Drehung nach links
Seitliche Drehung nach rechts
Seitliche Drehung nach rechts

Der Fuß verfügt über drei Ausleger, die dem Display einen festen Stand verleihen. Der hintere Ausleger ist etwas kürzer geraten, damit der Monitor nicht mitten auf dem Tisch steht, was der Standfestigkeit aber keinen Abbruch tut. Der Fuß besteht komplett aus Aluminium und fügt sich mit dem einzigen roten Highlight sehr schön in das Design ein.

Monitor von seitlich vorne
Design des XG35VQ ist von vorne minimalistisch und von hinten futuristisch

Die Optik des ASUS ROG Strix XG35VQ richtet sich mit dem futuristischen Design wieder an all diejenigen, die es etwas verspielter mögen. Von vorn ist das Display aber trotzdem minimalistisch gehalten, was einen guten Kompromiss darstellt. Trotzdem sollte ein ausreichend großer Schreibtisch zur Verfügung stehen, der auch über eine ordentliche Tiefe verfügt, da wir trotz des kürzeren hinteren Auslegers immer noch 320 mm bis zum vorderen Rand des Displays messen. Auch die Breite von 835 mm ist nicht unerheblich und dürfte auf einem kleinen Tisch überdimesioniert wirken. Sehr positiv anzumerken sind die Mechanik, die über sämtliche Einstellungen butterweich läuft, sowie die Qualität der Verarbeitung mit gleichmäßigen Spaltmaßen und einem sauber eingepassten Panel.

Das externe Netzteil ist aufgrund der Größe und des höheren Energiebedarfs mit einer Seitenlänge von 85 mm und einer Tiefe von 30 mm etwas größer ausgefallen als das sehr oft verwendete Standardnetzteil vieler anderer ASUS-Monitore. Durch das fast zwei Meter lange Kabel lässt es sich aber sehr gut verstecken.

Netzteil
Das Netzteil ist etwas größer als das Standardnetzteil von anderen ASUS-Monitoren

2 KOMMENTARE

  1. Vielen Dank für den ausführlichen Test.
    Wie ist der Monitor im Gegensatz zu einem LG 34UC98-W zu sehen? Dieser wurde hier – vor längerer Zeit – für sehr gut befunden und ist nach wie vor im Handel erhältlich.

    Auf eBay ist der hier rezensierte Monitor gerade in Aktion für 699€ incl. erhältlich, etwas weniger habe ich für meinen LG gezahlt und bin völlig verwirrt ob ich nicht doch lieber den Asus kaufen sollte (weil Asus und is ja eigentlich teurer aber besser…).

    Danke!

    • Hallo Christoph,
      Du kannst getrost bei dem LG bleiben! Schau Dir einfach mein Fazit am Ende des Tests an und vergleich es mit dem Fazit des LG 34UC98-W! Da fällt die Entscheidung nicht schwer 😉

      Viele Grüße
      Oliver

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