Test 4K-UHD Monitor BenQ SW271
2/7

1
52130

Monitorblende

Die Monitorblende des SW271 besteht aus fünf (plus zwei) Einzelteilen, die erst zusammengebaut werden müssen. Das geht aber sehr einfach. Die Blende ist überwiegend aus robustem Kunststoff. Das Mittelteil oben besitzt eine Schiebe-Öffnung für das Kolorimeter, sodass die Blende zum Kalibrieren nicht entfernt werden muss.

Benq SW271 maximale Höhe mit Blende
Benq SW271 maximale Höhe mit Blende
Minimale Höhe mit Blende
Minimale Höhe mit Blende

 

Seitliche Ansicht mit Monitorblende
Ansichten: Drehung nach links …
Seitliche Ansicht mit Monitorblende
… und rechts mit Monitorblende

Die Innenseiten der Monitorblende sind mit einem samtartigen, lichtschluckenden Material ausgekleidet. An den Nahtstellen, wo die Teile ineinandergesteckt werden, fehlt es natürlich, sodass bei hellem Bildinhalt Reflexionen entstehen. Bei normaler Arbeitsplatz-Beleuchtung fällt das nicht so stark auf, bei sehr dunklem Raum aber schon und kann durchaus stören.
Bei der Lichtschutzblende hat BenQ zwischenzeitlich allerdings nachgebessert und liefert den SW271 künftig mit einer neuen Blende aus. Der Grund ist allerdings primär die sehr kleine Öffnung, die jetzt auch für den Spyder-5-Sensor passend gemacht werden soll. Inwieweit sich hier auch bei den Reflexionen etwas verbessert, können wir nicht beurteilen.

Monitorblende im Querformat
Monitorblende im Querformat (Screenshot Handbuch BenQ)
Monitorblende im Hochformat
Monitorblende im Hochformat (Screenshot Handbuch BenQ)

Mit den beiden weiteren Einzelteilen lässt sich die Monitorblende auch für die Nutzung im Hochformat umbauen. Das ist durchaus hervorzuheben, da bei anderen Herstellern dafür teils eine eigene Blende gesondert angeschafft werden muss.

Technik

Betriebsgeräusch

Wir haben beim BenQ SW271 keine Betriebsgeräusche wahrnehmen können. Sowohl im Standby als auch in Betrieb arbeitet der Monitor völlig geräuschlos, unabhängig davon, welche Helligkeit eingestellt ist. Nur mittels spezieller Testbilder ist dem Display ein Surren zu entlocken. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 43,4 W 59,8 W
Betrieb typisch
140 cd/m² k.A. 31,2 W
Betrieb minimal k.A. 18,3 W
Energiesparmodus (Standby) 0,5 W 0,58 W
Ausgeschaltet (Soft Off) 0,5 W 0,58 W
Ausgeschaltet (Netzschalter)

Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Lautsprecher und USB)

BenQ nennt im Datenblatt einen Maximalverbrauch von 43,38 Watt. Nach unseren Messungen liegt er mit 59,82 Watt doch beträchtlich darüber – immerhin 38 %.

Gut schneidet der SW271 dagegen beim Standby-Verbrauch ab. Das Betätigen des Powerbuttons kann man sich sparen: hier wie auch bereits im automatischen Standby messen wir weniger als 0,6 Watt. Einen Netzschalter, um den Monitor komplett vom Stromnetz zu trennen, hat der BenQ nicht.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz zeigt das Messgerät 31,2 Watt an, die Effizienz bei dieser Helligkeit berechnet sich zu 0,9 cd/W. Isoliert betrachtet ein mäßiges Ergebnis, doch angesichts des hohen Farbumfangs und der 4K-Auflösung durchaus ordentlich.

Anschlüsse

Mit Anschlüssen ist der BenQ SW271 sogar besser und vor allem moderner ausgestattet als sein großer Bruder SW320: 1 x DP (1.4), 2 x HDMI (2.0) und 1 x USB Typ C.

Ferner ist ein USB-3.0-Hub (bzw. „neudeutsch“ USB 3.1 Gen 1) verbaut, der zwei Downstream-Ports und einen Speicherkartenleser versorgt. Beides ist in einem Erker auf der linken Monitorseite untergebracht, allerdings spätestens bei montierter Lichtschutzblende eher schlecht zugänglich.

Anschlüsse
Anschlüsse: modern, auch USB-C ist vorhanden

Die Idee mit dem Speicherkartenleser bei einem Monitor für Fotografen ist zwar nachvollziehbar, in der Umsetzung aber mehr oder minder nutzlos. Zum einen nutzen Fotografen im professionellen Umfeld eher CF- oder XQD-Karten (als SD), zum anderen kommt man einfach zu schlecht heran.

Die beim SW320 im Test aufgetretenen Probleme am DisplayPort hatten wir beim BenQ SW271 glücklicherweise nicht. Völlig unproblematisch war es andererseits auch nicht. Bei unterschiedlichen Testrechnern bzw. Grafikkarten zeigte das Gerät teilweise beim ersten Anschließen etwas „seltsame“ Farben. Das fällt auch im Office-Betrieb sofort auf, beispielsweise beim Gelb der Ordnersymbole im Datei-Explorer.

Anschlüsse von schräg unten
Anschlüsse von schräg unten
USB-Hub und Speicherkartenleser seitlich
USB-Hub und Speicherkartenleser seitlich

Wir empfehlen, auf jeden Fall als Erstes den Treiber des Gerätes zu installieren und dann ggfls. in den Systemeinstellungen mit dem Schalter für die DisplayPort-Version (1.4 ab Werk, bzw. 1.1) zu experimentieren. Damit ist uns auf jeden Fall auch bei Grafikkarten, die nur DP 1.2 unterstützen, eine einwandfreie Darstellung in nativer Auflösung und bei 60 Hz gelungen.

Bedienung

Bedient wird der BenQ SW271 über gut zu erreichende Multifunktionstasten auf der Vorderseite des Rahmens oder über den zusätzlich im Lieferumfang enthaltenen OSD-Controller.
Die Tasten am Rahmen wie auch am Hotkey-Puck haben eine angenehme Größe und lassen sich mit klarem Druckpunkt sehr zuverlässig bedienen. Haptik und Reaktionsfähigkeit bei der OSD-Bedienung hinterlassen einen sehr guten und hochwertigen Eindruck.

Tasten am Rahmen
Tasten am Rahmen
Schnellauswahl
Schnellauswahl (Screenshot Handbuch BenQ)

Wie üblich führt ein Druck auf eine der Multifunktionstasten zunächst zu einer Schnellauswahl, deren Funktionen direkt über den Tasten angezeigt werden. Quellwahl, Farbmodus und Helligkeit lassen sich so ohne Umweg über das Menü erledigen.

Bedienung mit dem zusätzlichen OSD-Controller
Bedienung mit dem zusätzlichen OSD-Controller
Hotkey-Puck
Hotkey-Puck

OSD

Das OSD selbst ist erfreulicherweise hochauflösend und ausreichend groß, ohne dabei den Kalibrierungsvorgang zu behindern. Die Funktionen sind auf vier selbsterklärende Hauptebenen verteilt. Die Listen mit den Unterpunkten sind zwar teils recht lang. Alle wichtigen Bildeinstellungen sind dafür unter „Farbanpassungen“ („Color Adjustment“) zusammengefasst.

Die dort zu findenden Einstellmöglichkeiten sind umfangreich und professionell, beispielsweise können Farbtemperatur und Gamma als reale Werte eingestellt werden. Auch der Funktionsumfang ist enorm und beinhaltet nicht nur die übliche PiP-Funktionalität. Mittels „GamutDuo“ können Bildinformationen simultan nebeneinander in verschiedenen Farbräumen dargestellt werden.

OSD Displayeinstellungen
OSD Displayeinstellungen (Screenshot Handbuch BenQ)
OSD Farbeinstellungen
OSD Farbeinstellungen (Screenshot Handbuch BenQ)
OSD PiP-Einstellungen
OSD PiP-Einstellungen (Screenshot Handbuch BenQ)
OSD Systemeinstellungen
OSD Systemeinstellungen (Screenshot Handbuch BenQ)

Am OSD scheint BenQ auch im Detail gefeilt zu haben. Bestimmte Kritikpunkte, die wir beim SW320 noch bemängelt haben, wurden behoben.

1 KOMMENTAR

  1. That monitor looks more like faulty unit by the huge brightness differences. That difference is just way too much. Have you contacted BenQ for another model to test this or?

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen