Test ASUS PG32UQX: HDR in Perfektion dank DisplayHDR 1400
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Bildqualität

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 55, Kontrast 50, Gamma 2.2, Color-Temp 6500, Bildmodus „Racing“ und Variable-Backlight-Level 2. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Graustufendarstellung des IPS-Panels vom ASUS PG32UQX
Graustufen des ASUS PG32UQX

Die Darstellung der Graustufen gelingt dem ASUS PG32UQX augenscheinlich perfekt. Sowohl die Graustufen in den Lichtern als auch in den Schatten sind allesamt vom reinweißen/tiefschwarzen Hintergrund zu unterscheiden, und ein Farbstich lässt sich nicht erkennen. Selbst der Grauverlauf nahe der Mitte zeigt nur eine kaum erkennbare Farbtreppe.

Bewegt man sich aus dem Zentrum des Bildes, legt sich zwar ein leichter Gelbschleier über das Bild, doch kann man kaum einen Kontrastverlust erkennen, und die Farbtreppe nahe der Mitte wirkt auch nicht übermäßig prominent.

Auch bei seitlicher Ansicht wirkt das Graustufenbild noch ordentlich
Auch bei seitlicher Ansicht wirkt das Graustufenbild noch ordentlich

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung. Da es sich beim ASUS PG32UQX um ein Display mit variabler Hintergrundbeleuchtung handelt, haben wir diese für den Schwarzbildtest zunächst deaktiviert.

Ausleuchtung des IPS-Panels bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung des ISP-Panels bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Bei deaktiviertem variablen Backlight erhält man bereits ein sehr schön sattes Schwarz. Allerdings kann man in der linken und rechten unteren Ecke leichte Spots erkennen, die aber erst bei fünffach verlängerter Belichtungszeit stärker auffallen.

Glow des ASUS PG32UQX
Glow des ASUS PG32UQX

Von der Seite kann sich das Panel ebenfalls durchaus sehen lassen. Der Glow zeigt sich in einem Violettton, aber auch hier leuchtet das Backlight nur wenig durch.

Tiefschwarzes Bild selbst bei 30 Sekunden Belichtungszeit
Tiefschwarzes Bild selbst bei 30 Sekunden Belichtungszeit

Schaltet man die variable Hintergrundbeleuchtung hingegen ein, wird man mit einem tiefschwarzen Bild belohnt, bei dem man nur durch die Betriebs-LED erkennen kann, ob das Gerät überhaupt eingeschaltet ist. Selbst bei einer Belichtungszeit von 30 Sekunden erscheint das Bild komplett schwarz.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des vom IPS-Panel des Asus PG32UQX
Helligkeits- und Kontrastverlauf

Laut Handbuch erreicht der Gaming-Monitor im Normalbetrieb eine Leuchtdichte von 500 cd/m². Wir messen bei nativem Weißpunkt 513 cd/m². Nach den Anpassungen an den RGB-Reglern, um auf D65 zu kommen, bleiben schlussendlich noch hohe 463 cd/m² übrig. Trotz der hohen Leuchtdichte lässt sich das Display auf sehr niedrige 33 cd/m² herunterregeln, was ein Arbeiten in Dunkelheit problemlos ermöglicht.

Das durchschnittliche Kontrastverhältnis von 1216:1 ist für ein IPS-Panel sehr löblich. Nach der Kalibrierung steigt das Kontrastverhältnis sogar noch auf rekordverdächtige 1285:1 an.

Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Diagramm der Helligkeitsverteilung in %
Helligkeitsverteilung in %
Diagramm der Farbreinheit in Delta C
Farbreinheit in Delta C

Mit einer durchschnittlichen Helligkeitsabweichung von 3,19 % und einer maximalen Helligkeitsabweichung von 8,19 % wird ein sehr gutes Gesamtergebnis nur knapp verfehlt. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 1,37 und einem maximalen Delta C von 3,37 erreicht der Proband ein befriedigendes Ergebnis. Auffällig ist, dass die höheren Abweichungen ausnahmslos am oberen Bildrand zu finden sind.

Coating

Das Panel des ASUS PG32UQX verfügt über eine matt-kristalline Oberfläche. Durch die leicht spiegelnde Oberfläche werden kräftigere und brillantere Farben dargestellt als bei Displays mit stumpfmatter Oberfläche. In sehr hellen Räumen können allerdings Probleme durch das eigene Spiegelbild entstehen. Besonders dann, wenn die Bildinhalte sehr dunkel sind.

Coating des ASUS PG32UQX
Coating des ASUS PG32UQX
Referenzbild Coating
Referenzbild Coating

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des ASUS PG32UQX bei horizontalen Blickwinkeln von ±75 Grad und vertikalen von +60 und -45 Grad.

Horizontale und vertikale Blickwinkel vom IPS-Panel des Asus PG32UQX
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Das frontale Bild des ASUS PG32UQX kann man nur als sehr gut bezeichnen. Besonders, wenn der Wide-Gamut-Modus aktiviert ist, springen einen die Farben förmlich an. Bei den seitlichen Blickwinkeln verliert das Bild an Helligkeit, und die hellen Grautöne sowie reines Weiß erhalten einen Braunstich, doch die Farben bleiben davon unbeeindruckt, verlieren keine Leuchtkraft und bleiben stabil. Die vertikalen Blickwinkel zeigen sich nahezu in der gleichen Qualität wie die Frontalansicht. Hier kann man nur einen minimalen Kontrastverlust erkennen.

Interpolation

Das OSD-Menü bietet unter „Bildeinrichtung -> Kontrollen“ die Möglichkeiten „Vollbild“ und „Seitenverhältnis“. Am Computer ist die Auswahl zwar aktiviert, hat aber keinerlei Auswirkungen. Ein Schärferegler ist nicht vorhanden.

Wir prüfen die Qualität der Interpolation anhand einer Testgrafik. Bei der nativen Auflösung wird die Grafik erwartungsgemäß scharf und detailreich angezeigt. Setzt man die Auflösung auf 1280 x 720 Bildpunkte herunter, erscheint unsere Testgrafik zwar etwas kräftiger, aber zeigt nach wie vor die feinen Details wie etwa das Muster innerhalb des Kreuzes. Auch können wir nahezu keinen Schärfeverlust erkennen. Das ist eine gute Leistung.

Testgrafik native Auflösung
Testgrafik native Auflösung
Testgrafik bei 1280 x 720
Testgrafik bei 1280 x 720

Interpolierte Texte weisen bei einer reduzierten Auflösung von 1280 x 720 Pixeln zwar Artefakte auf, sind aber dennoch problemlos zu lesen.

Textwiedergabe bei nativer Auflösung
Textwiedergabe bei nativer Auflösung
Textwiedergabe bei 1280 x 720
Textwiedergabe bei 1280 x 720

6 KOMMENTARE

  1. Guter Test mit einigen Einblicken der aber allgemein nur ein oberflächliches Bild vermittelt.
    Ihre Glaubwürdigkeit für mich Hr. Jachmann (oder andere Redaktion), ist schlagartig um 50 % gesunken.
    Bewertung: Gut … Mehr als 3,5 sollten nicht drin sein. Nimmt man den Preis dazu, dann <= 3.

    Ich lache etwas – dieser Monitor ist eine überteuert LCD Möhre.
    Als Unternehmen dass Monitore testet und davon lebt, beißt man natürlich nicht die Hand die einen füttert. Natürlich unpassend die LCD-Industrie und deren Produkte zu kritisieren, welche aus Südkorea, Taiwan und China, seit Jahren mit purer Absicht R&D und Investitionen zum Thema OLED verpennen und solange wie möglich den phase-out von LCD hinauszögern, um noch so viel Geld wie möglich für überteuerte und minderwertige LCD-Monitore zu erwirtschaften und eigene verplannten Handlungen aka LCD-Entwicklungen/R&D etc. noch in Geld verwandeln wollen, in Panik nicht ins Hintertreffen zu geraten und von Fernseheranbietern der 500 €-Klasse in Sachen Bildqualität nicht überrundet zu werden.

    Der Monitor hier ist meilenweit von der Bildqualität eines 1500 € 48 Zoll Oled entfernt; das einzige Plus ist die hohe Helligkeit.

    Hier mal richtige Kritik – was man für absurde 3500 € bekommt:
    – Coating? Da habt selbst ihr als Redaktion wohl längt die Hoffnung aufgegeben und kapituliert?
    Die LCD-Industrie verbaut seit mehr als einem Jahrzehnt nur das billigste und minderwertigste Coating, was die Bildqualität extrem mindert, und dies heißt matt (AG-Coating). Selbst Apple macht es seit Jahren besser.
    Argument "Aber gut gegen Spiegelungen" gilt schon lange nicht mehr, wie man schön am Smartphone- und Fernsehermarkt erkennen kann. Was da bei den OLEDs und selbst bei günstigen 700 € TVs für AR-Coating oder glossy-matt-Misch-Coatings verbaut werden, da ist dieses hier minderwertig. Und das für schlappe 3500 €.
    Nur das billigste für die professionellen Monitor-Nutzer!
    – HDR ist super? Bitte … Wecker klingeln lassen wenn Desktop-Monitore mindestens 100000 Dimming-Zonen haben, um Halos ganz zu vermeiden und kleine Objekte punktgenau zu beleuchten. Abseits von hoher Spitzenhelligkeit und 100%-Fläche, ist hier nichts besonderes.
    – Trägheit des FALD. Warum erwähnen Sie dies nicht? Bei jeder FALD-Implementierung wurden bis jetzt min. 30 ms zusätzliche Verzögerung getestet. Das ist der Wert abseits vom Display-Lag oder gesamter Signalverzögerung.
    Das FALD hinkt der eigentlichen Anzeige ständig hinterher; dieses Problem wird FALD immer haben.
    – Monitor typisch billiges Kunststoffgehäuse. Hochwertig schreiben Sie …
    – Absolutes No-go: Der Lüfter. Umgebungsgeräusche machen die Lüftergeräusche halb so schlimm? Jemand redet permanent im Hintergrund? Häh? Der Monitor scheidet alleine wegen dem Lüfter aus.
    – Kein HDMI 2.1, heißt 4K UHD bei 4:4:4 Farbunterabtastung bei max. 98 Hz. Geil, für 3500 €.
    – G-Sync Variable Overdrive wurde nicht richtig getuned
    – IPS-Panel der alten Generation und altbackene Pixel-Reaktionszeiten für heutige Verhältnisse.
    Der Monitor erfüllt höchstens die Ansprüche heutiger Strategie- oder Rollenspiel-Spieler.
    – IPS: nur 1200:1 Kontrast, Backlight-bleeding, leuchtende Ecke, IPS-glow (seitliches Schimmern), mäßige Bildhomogenität im Vergleich zu OLED.
    – IPS "sehr schönes sattes Schwarz"??? IPS kann nur dunkelgrau. 97 % sRGB vor Kalibrierung ist auch schwach.
    – Panel kann nicht nativ 10-bit Farbtiefe wiedergeben; nur 8-bit + FRC. 3500 €.

    Noch was vergessen? Bestimmt. Nun, reicht fürs Erste 😉

    Sie als Redaktion werden den kommenden LG UltraFine Display OLED Pro 32EP950 wohl auch die sehr gute Berwertung vergeben, korrekt?
    Für schlappe 3500 €, beinahe das dreifache des Straßenpreises eines Oled 48 Zoll.
    Nein, das RGB-OLED von JOLED treibt nicht den Preis nach oben und nichts an dem Monitor ist dermaßen "pro" dass es den hohen Preis rechtfertigt.
    Die PC-Desktop Kundschaft kann man halt schön ausnehmen. An grottige LCD-Produkte hat man Milliarden von Kunden über 2 Jahrzehnte beinahe schon konditioniert – da kann man halt alles verlangen.

    Die Angst echte Kritik zu äußern sehe ich bildlich am Fehlen echter Kritik – und dies schon seit mehr als ein paar Monaten auf prad.de
    Ein gewisser Teil der Kundschaft ist nach Jahren hochwertige OLEDs an Smartphones und Fernsehern einfach aufgewacht und lässt sich ungern diese überteuerten LCD-Monitore verkaufen. Der Wechsel ist längst überflüssig.

    Gruß

    PS: Würde mich natürlich wundern, würde die Redaktion solch einen negativen Kommentar veröffentlich, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren!

    • Klar lassen wir deine Kritik zu. Wer ein Produkt haben möchte, das aktuelle Technik verwendet, muss eben auch einen entsprechenden Preis zahlen. Oberflächlich testen, da bin ich anderer Meinung, denn wir testen die Geräte schon deutlich intensiver als andere Publikationen. Und wer unsere Testberichte inhaltlich auch liest, der weiß auch wie wir zu bestimmten Punkten stehen. Aber auch wir nehmen solche Beiträge ernst. Ich persönlich bin auch auf die OLED-Monitore gespannt, aber leider werden diese auch eine Menge Geld kosten.

      • Ich finde wiederum, dass dies hier ein gutes und ausführliches Review geworden ist, das ausreichend kritisch gegenüber dem Produkt war (Reaktionszeiten…), ohne seine Stärken zu ignorieren (HDR!!!).
        Vielleicht hätte man noch die Möglichkeit über DisplayPort DSC (Display Stream Compression) zu nutzen erwähnen können, um auf 4K 144Hz mit vollen 4:4:4 Farbunterabtastung / 120Hz mit HDR zu kommen und ob dies zu weiteren Latenzen oder anderen Problemen führt.
        Schade, dass der Monitor nicht etwas besser und/oder günstiger werden konnte…

        Ich warte schon seit Ewigkeiten auf einen solchen Monitor (~32″, UHD, 120Hz+, VRR) und seit über einem Jahr auf dieses konkrete Modell, habe nach diesem Testbericht jedoch gewisse Zweifel, weil ich unter anderem auch schnelle Shooter wie Overwatch und Apex Legends spiele. Ich nutze seit Jahren einen Dell UltraSharp U3011 (kein Gamermonitor, aber dennoch recht gut dafür) – ich hoffe, dass der PG32UQX zumindest nicht schlechter in Sachen Reaktionszeit ist! xD

      • Sie zensieren Kritik nicht. Hören und machen (etwas ändern) sind zwei verschiedene paar Schuhe.
        Stellt sich mir jetzt nur noch die Frage ob Sie so weitermachen wie die letzten 5 Jahre, und 2000+ € Profi-Monitore, oder auch günstigere, (die jene LCD-Industrie ausspuckt, welche seit 5 – 6 Jahren in Sachen Bildqualität beinahe auf der Stelle tritt),
        in Sachen Bildqualität derart gut bewerten, obwohl diese in Sachen Bildqualität etc. von günstigeren TVs oder Smartphones längst überholt wurden?
        Höchstwahrscheinlich werden Sie dass. Denn Sie sagen ja selbst wie sie dazu stehen, nämlich wie die letzten Jahre und an diesem Test sehend, relativierend und beschönigend.
        Das Profi-Argument was jeglichen Wucher relativieren soll gilt seit 4 – 5 Jahren nicht mehr.

        Ich meinte nicht allgemein oberflächlich, denn in dem Bereich testen sie als Redaktion ziemlich viel, was auch sehr gut ist (danke), sondern oberflächlich weil es teils deutlich in der Vertikalen fehlt.
        Bei einem Produkt was speziell für das Gaming und Video beworben wird, erwarte ich diese Kategorien die am meisten getestete und ausführlichste.
        Dies ist hier nicht der Fall, hier kommt auch die fehlende Kritik zum Vorschein.
        Sie bei prad geben keine Vergleiche in Sachen Bildqualität, Funktionsvielfalt, Technik und Software zu anderen Gerätenm wie TVs, Smartphones, Notebooks.
        Aus Scheu? Weil es nicht zu den Monitoren gehört? Sehr bequem …
        Aber warum fehlen selbst Vergleiche zu anderen Monitoren?
        Wenn diese Asus Monitor in Sachen Coating endlich mal etwas besseres als die Milliarden mit billigen und ein und demselben AG-Coating ausgestatteten Monitore hat – wäre es nicht der optimale Zeitpunkt darauf mehr einzugehen?
        Vergleiche mit Bildern und Beschreibung dazu?
        Sie wissen doch besser als ich das OLED nicht nur so gute Bildqualität wegen der Technologie an sich liefert, sondern wegen dem Coating.

        Reaktionszeit? Sie könnten darauf eingehen was genau dieses Panel so langsam macht und wie. Ist es die Schlierenbildung, die Unschärfe des bewegten Bildes, das inverse-Ghosting, Koronas, die unteren Bereiche der Schwarz-Grau-Übergänge, der Farbübergänge etc.
        Schauen Sie sich doch die Arbeit anderer Tester in diesem Gebiet an.
        Software? Was bietet Asus da?

        „Wer ein Produkt haben möchte, das aktuelle Technik verwendet, muss eben auch einen entsprechenden Preis zahlen.“ – wieder Unwahrheit, Relativierung, Beschönigung, keine echte Kritik.
        TVs der mittleren Klasse, z.B. TCL, Hisense 2021 Generation selbst mit MiniLED und 1000 cd/m², überlegenem Coating, aktuellen Anschlüssen, vollgestopft mit Technik in Hardware und Sofware; in Größen ab 55 Zoll dennoch unter $ 2000.
        Dies geht schon seit 3 – 4 Jahren so.
        Ich bleibe bei Vergleichen aus der altbackenen und überteuerten Monitor LCD-Industrie: Der kommende Samsung G9, 49 Zoll, 2048 Dimming-Zonen, 2000 cd/m² Spitze bei HDR, in Sachen Bildqualität dank besserem Panel diesem Asus deutlich überlegen – UVP $ 1500.
        Wie macht man dies bei Samsung blos?
        Das Argument Skalleneffekt (economics of scales) greift hier nicht, denn auch der G9 ist ein Nischenprodukt mit wenig Umsatz.
        Asus muss $ 500 für das FPGA G-Sync Ultimate blechen? Tja, selber Schuld.
        Bei Samsung hat man eine eigene Lösung für FALD bei LCD-TVs schon seit Jahren entwickelt.
        Selbst wenn in wundersamer Weise der Asus Monitor in allen Belangen so gut (was er nicht ist) wäre wie der kommende Samsung G9 (welcher in allen Belangen besser sein wird, da dies bereits der 2020 G9 ohne FALD ist), wäre der Asus Monitor immer noch 1500 € zu teuer.
        Da gibt es keine Ausreden oder Erklärungen; das minderwertigere Produkt kostet doppelt so teuer.

        Wenn selbst Apple in ein 12,9 Zoll Ipad ganze 2600 Dimming-Zonen unterbringen kann, dann hätte die Chefetage bei Asus lieber mal bei Apple angefragt wegen dem Panel.
        Mit 15000 Dimming-Zonen für 3000 € wäre der Asus Monitor hier zwar für das Gebotene immer noch rund 1000 – 1500 € zu teuer, aber wenigstens würde die Überschrift „Perfektion“ stimmen.

        Ach was schreibe ich mir die Finger weg – Sie wissen doch selbst was Sie machen, da braucht sich keiner hier unwissend stellen.
        Kritik an der eigenen Arbeit, welche auf dem Testen von LCD-Produkten basiert, würde die Arbeit der Redaktion an sich in Frage stellen.
        Der letzte OLED-Fernseher Test ist 4 Jahre her und war nur oberflächlich.
        Und diejenigen die Testsamples ausstellen, deren Produkte kritisiert man ungern.
        Sie sind nicht mehr richtig glaubwürdig, ein Produkt was in Punkto Bildqualität, Anschlussvielfalt etc. von 800 € TVs oder 400 € Smartphones überholt wird und überaus schlechtes Preis-Leistung-Verhältnis hat, so gut zu bewerten.

        Das Sie als Redaktion welche sich auf Monitore spezialisiert hat, den schwersten Stand haben ist verständlich! Sie müssen seit 5 Jahren das nehmen was die LCD-Industrie so ausspuckt und wie wir alle dabei zusehen wie der TV-, Smartphone- sogar Notebook-Markt bessere Produkte erhält, welche weniger kosten.
        Aber das heißt doch nicht das sie als Redaktion teils wie bezahlte Advertiser agieren sollen und Kritik weglassen bzw. in seichter Form verschönen.
        Die letzen 3 Jahre LCD-Monitor Tests gab es keinen LCD-Monitor den sie als Redaktion unter 3,5 Sterne bewertet haben. Entschuldigung: Einen mit 3 1/3 Sternen habe ich gefunden. Gäbe es hier echte Kritik an LCD-Produkten, dürften die meisten alleine schon wegen dem minderwertigem AG-Coating nicht mehr als 4 Sterne erhalten und der Schnitt müsste um einen ganzen Stern fallen.

        Wollen Sie in dieser Weise als Redaktion noch weitere 2 – 3 Jahre Tests von LCD-Produkten in dieser Art veröffentlichen?
        Auch höchstwahrscheinlich den kommenden LG 32 Pro Oled, und auch hier wieder den Preis und das Gebotene mit dem „gerichtet an Profis“-Argument verklären, welches LG einfach nur zur Profitmaximierung dient?
        Und dann innerhalb von einem Jahr (irgendwann 2023 – 2024), wenn Oled-Monitore öfters vertreten sind, plötzlich Ihre Meinungen und Tests ändern „Ja, LCD ist nicht mehr so gut.“, oder wenn Eizo dennoch weiterhin LCD-Monitore anbietet „Ja, der $ 2000 Eizo Monitor ist noch immer spitze und zu empfehlen, denn der LG Oled kostet ja $ 3000“?

        2 – 3 Jahre sind es noch bis die neue Fabrik in Guangzhou fertig ist und auch TCL startet erst 2023+ mit der inkjet printing Produktion.
        Solange werden auch Monitore wie OLED Pro 32EP950 weiterhin für überteuerte $ 3000+ angeboten werden.
        Das Samsung 2022 die eigenen QD-Oled Panels auch an andere Monitorhersteller liefert ist unwahrscheinlich.

        Bitte überlegen Sie es sich doch mal als Redaktion. Nicht nur um ihrer Glaubwürdigkeit willen, sondern auch aus Anstand dem Leser gegenüber ehrlicher zu sein und Produkte so zu bewerten wie diese wirklich sind.
        Bezahlte Advertiser gibt es anderswo genug.

        Und natürlich gilt diese Kritik nicht einschließlich Ihnen als Redaktion. Gefühlt veröffentlichen 95 % der professionellen (oder Amateure) Tester ihre Arbeit über LCD-Monitore in dieser Art und Weise.

        • Also, dass das Produkt nicht für den Massenmarkt sondern für eine kleine Nische ist, ist bei dem Preis wohl klar.

          Sie zahlen hier eben eine saftige Prämie für ein Produkt, dass von der Bildqualität relativ nahe an OLED rankommt ohne dessen Nachteile zu haben (Burn-in und geringe Helligkeit).

          Gerade das Burn-in ist für manche eben ein Killer-Argument. Wenn ich viel zocke, und zwar viel dasselbe Spiel zocke, habe ich eben keinen Bock, nach 2 Jahren entweder den Monitor wegzuschmeissen (was ne Umweltverschmutzung) oder für immer die Umrisse des UIs von dem Spiel auf meinem Monitor zu sehen, obwohl gerade was anderes läuft.

          Der Preis ergibt sich aus Angebot und Nachfrage. Es gibt eben derzeit KEIN anderes Produkt, das Gaming-Tauglichkeit und sehr gute Bildqualität auf diese Art und Weise verbindet.

          OLED wird niemals LCDs in allen Belangen komplett übertreffen, dafür ist die Technologie einfach zu schlecht. Sie können das nicht sehen, weil Sie für alle Kriterien ausser der Bildqualität im abgedunkelten Raum direkt nach Kauf blind sind. Die Referenz kann aber genauso gut ein 4 Jahre alter OLED Fernseher sein, in dem einerseits schön das Playstation Menü eingebrannt ist und auf den andererseits voll die Sonne knallt, weil der Ehepartner tagsüber beim lesen keine Kino-Atmosphäre will.

          Irgendwann wird Micro-Led sowohl LCD als auch OLED in allen Belangen komplett übertreffen. Aber das ist erstens nicht übermorgen sondern vielleicht irgendwann 2024/2025, und zweitens werden Sie das in der Anfangsphase dann auch saftigst bezahlen müssen.

          Sind Sie eigentlich auf Auto-Foren unterwegs und posten dort Rants, dass ein Rolls Royce doch gefälligst zum Preis eines VW ID3 verkauft werden muss, weil letzterer ja sogar elektrisch ist?

          Ich finde das immer seltsam, wie in manchen Lebensbereichen 500.000 Euro für Luxusprodukte problemlos akzeptiert werden, und im PC Umfeld fängt bei 2.000 Euro schon die ganz große Schnappatmung an.

          Ich persönlich werde mir diesen Monitor vermutlich nicht kaufen. In der Preisklasse nehme ich einen lauten mini-Quirl nicht hin. Der Monitor ist ja jetzt nicht so klein, dass da nicht auch marktübliche hochwertige 92/120mm Lüfter hätten reindesignt werden können.

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