Test ASUS PG32UQX: HDR in Perfektion dank DisplayHDR 1400
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Ergebnis der Leuchtdichte-Anforderungen

Anforderungen Gemessene Werte
Auf einer Fläche von 10 % des Panels müssen 1400 cd/m² erreicht werden 1460 cd/m²
Das Panel muss auf der gesamten Fläche kurzzeitig 1400 cd/m² erreichen 1595 cd/m²
Das Panel muss auf der gesamten Fläche eine minimale Leuchtdichte von 900 cd/m² halten können ca. 1210 cd/m²

Bei den Schwarzwerten müssen wir uns auf die Herstellerangaben verlassen, da die untere Grenze des X-Rite i1Display Pro bei 0,2 cd/m² liegt.

In der Praxis äußern sich 1400 cd/m² nahezu mit einer Blendung. Anders lässt sich diese Helligkeit nicht schildern. Allein die Leuchtdichte, die auf kleinen Flächen entsteht, blendet so dermaßen, dass man eigentlich das Bedürfnis hat, die Helligkeit zu reduzieren. Wir durften bereits im letzten und vorletzten Jahr den ASUS PG35VQ und den ASUS PG43UQ testen, die mit DisplayHDR 1000 zertifiziert wurden. In Sachen HDR legt der ASUS PG32UQX allerdings erneut eine ordentliche Schippe drauf.

Während Bilder mit problematischen Lichtsituationen bei SDR („Standard Dynamic Range“) einfach nur flach und überstrahlt aussehen, erscheinen sie bei eingeschaltetem HDR kontrastreich und zeigen Nuancen in feinen Abstufungen, wie im folgenden Vergleich der Filmszene zu sehen ist. Hier helfen natürlich die 1152 Dimming-Zonen und können die starken Helligkeitsunterschiede sehr viel abrupter anzeigen. Dadurch entstehen eine enorme Plastizität und ein sehr immersives Gameplay, was wir so bislang auf keinem anderen Monitor erleben durften.

Flugszene in SDR (aus Battlefield 1)
Flugszene in SDR (aus Battlefield 1)
Flugszene in HDR (aus Battlefield 1)
Flugszene in HDR (aus Battlefield 1)

Variable Backlight

Wie gerade genannt, können die 1152 unabhängigen LED-Zonen natürlich sehr viel kleinere Bereiche mit starken Helligkeitsunterschieden darstellen, als es ein Monitor mit nur 16 Zonen könnte, ohne dass die hellen Bereiche die dunklen überstrahlen. Das ist beim Filmschauen oder im Gameplay auch eine tolle Sache. Dennoch weisen selbst 1152 Zonen, die auf 32 Zoll verteilt sind, gerade im Office-Betrieb nicht übersehbare Pixelhaufen auf, die als Halo-Effekt mit dem Mauszeiger ihre Bahnen ziehen. Dies ist besonders bei leicht schräger Draufsicht zu erkennen, wie das folgende Bild zeigt.

Halo-Effekt bei Stufe 3 der variablen Hintergrundbeleuchtung
Halo-Effekt bei Stufe 3 der variablen Hintergrundbeleuchtung
Halo-Effekt ist bei Stufe 1 der variablen Hintergrundbeleuchtung nahezu verschwunden
Halo-Effekt ist bei Stufe 1 der variablen Hintergrundbeleuchtung nahezu verschwunden

In diesem Fall sollte die variable Hintergrundbeleuchtung ausgeschaltet oder mindestens auf Stufe 1 herabgesetzt werden. Der Effekt ist dann nicht mehr zu erkennen.

Sound

Dem ASUS PG32UQX wurden keine Lautsprecher spendiert. Einzig über Kopfhörer sind dem Display Töne zu entlocken.

DVD und Video

Der ASUS PG32UQX verfügt über drei HDMI-Schnittstellen, an denen HD-Zuspieler wie BD-Player, Spielkonsolen oder HD-Receiver angeschlossen werden können. Der Ton wird an den Kopfhörerausgang weitergeleitet, sofern ein Klanggeber daran angeschlossen wird.

Das Bild verfügt bereits in den Werkseinstellungen über eine neutrale Farbabstimmung. Hautfarben werden weder zu warm noch zu kühl darstellt. Der enorme Kontrastumfang bei variabler Hintergrundbeleuchtung macht sich besonders in düsteren Filmen positiv bemerkbar und gibt die Stimmung dieser Filme sehr realistisch wieder. Wenn das Material dann auch noch in HDR vorliegt und aktiviert ist, wird man mit einem fantastischen Bild, das über sehr viel Tiefe verfügt, belohnt, wie der folgende Vergleich zeigt:

HDR-Filmmaterial in SDR-Einstellungen
HDR-Filmmaterial in SDR-Einstellungen
HDR-Filmmaterial in HDR-Einstellungen mit enormer Tiefe und Plastizität
HDR-Filmmaterial in HDR-Einstellungen mit enormer Tiefe und Plastizität

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Material in 1080p und 720p wird richtig erkannt und als Vollbild dargestellt. Auch SD-Inhalte stellt der ASUS PG32UQX richtig mit Balken an den Seiten dar und skaliert das Bild auf die volle Panel-Höhe. Die Wahl des Seitenverhältnisses ist bei ASUS-Displays immer unter „Bildeinrichtung -> Kontrollen“ zu finden. Die Auswahl ist nicht großzügig, da einzig zwischen „Vollbild“ und „Seitenverhältnis“ gewählt werden kann. Eine pixelgenaue Darstellung ist somit nicht möglich.

Das Handbuch gibt keine Auskunft darüber, ob Interlaced-Signale entgegengenommen werden. Angeschlossen an einen HD-Receiver, zitterte das Bild bei 1080i, was uns bereits nach kurzer Zeit zum Ausschalten bewog. Auch die Info im OSD Menü, die aussagt, dass ein Signal mit 1920 x 540 Pixeln anliegt, macht klar, dass der ASUS PG32UQX keine Interlaced-Signale mag.

Ein 24-Hz-Support hingegen wird geliefert, was Cineasten durch die tollen Farben begeistern wird. DVDs werden bei 50 Hz abgespielt.

Farbmodelle und Signallevel

Der ASUS PG32UQX verarbeitet an den HDMI-Schnittstellen RGB- und YCbCr-Signale, und es wird automatisch Videolevel (Tonwertumfang bei 8 Bit Präzision: 16–235) gewählt. Die Wahl des richtigen Signallevels wird oft unterschätzt, ist aber notwendig für die korrekte Darstellung. Abstimmungsprobleme gehen entweder mit einem stark reduzierten Tonwertumfang oder einem ausgewaschenen Bild einher. Falls der Signallevel einmal nicht stimmen sollte, verfügt der Proband aber über keine weiteren Optionen, und es kommt auf das Zuspielgerät an, wie man diesem Problem begegnet.

Bewertung

Keine Angaben
4.1

(GUT)

Fazit

Optisch setzt der ASUS PG32UQX an dem bereits getesteten ASUS PG35VQ an. Wer es spektakulär und hell leuchtend mag, ist hier genau richtig. Natürlich lässt sich die Show-Beleuchtung auch deaktivieren, was wir als guten Kompromiss empfinden. Der Tisch sollte allerdings bei diesem Display über genügend Tiefe verfügen, damit man aufgrund der platzraubenden Basis nicht direkt vor der Mattscheibe klebt. Verarbeitungstechnisch gibt es ganz ROG-like abermals nichts zu meckern.

Wer seine Bilder im sRGB-Modus bearbeiten will, kann direkt loslegen, da die Pre-Kalibrierung ab Werk bereits so gut ist, dass eine weitere Software-Kalibrierung keine Besserung mit sich bringt. Die Helligkeitsverteilung ist auf einem guten und die Farbreinheit auf einem befriedigenden Niveau.

Soll der Proband für einen Filmabend herhalten, ist jede Menge Spaß garantiert. Hier kann der ASUS PG32UQX richtig punkten. Mit einer tollen Blickwinkelstabilität, einer Abdeckung des DCI-P3-Farbraumes von rund 95 % und einem 24-Hz-Support lassen sich bereits die meisten Cineasten hinter dem Ofen vorlocken. Liegt das Filmmaterial dann auch noch in HDR vor und verrichten die 1152 unabhängigen Beleuchtungszonen ihren Dienst, wird man mit einem fantastischen Bild belohnt, das wir noch bei keinem Monitor so genießen konnten.

Laut Produkt-Website wird der ASUS PG32UQX als Gaming-Display beworben. Schade, dass er hier nicht komplett das halten kann, was versprochen wird. Sicherlich erhält man tolle Farben und wahrscheinlich ein noch nie so perfekt erlebtes HDR-Gameplay, wenn die Spiele dies unterstützen. Performance-technisch reicht es allerdings nicht für die Top-Liga, da das Panel selbst bei 144 Hz einfach nicht schnell genug ist und bei schnellen Bewegungen zu viel Motion-Blur produziert. Das ist bei schnellen Shootern im wahrsten Sinne des Wortes „tödlich“, auch wenn die Gesamtlatenz auf einem Top-Niveau liegt. Die einzige Option wäre hier ein Blur-Reduction-Tool wie ULMB. Leider ist dies aber trotz Ankündigung auf der Produkt-Website nicht vorhanden. So ist der ASUS PG32UQX für dieses Spielgenre nicht die erste Wahl – oder zumindest nicht für diejenigen, die Ego-Shooter auf Wettkampfebene betreiben.

Letztendlich zielt beim ASUS PG32UQX alles auf HDR ab. Das haben wir auch bei noch keinem anderen Monitor in dieser Intensität wahrnehmen können. Dieses Erlebnis hat aber seinen Preis. Derzeit ist der Monitor noch nicht in Deutschland erhältlich und lässt sich nur im hauseigenen ASUS-Store für stolze 3.000 US-Dollar vorbestellen. Hierzulande ist voraussichtlich noch im Mai 2021 mit einer Veröffentlichung zu rechnen, wobei ein UVP von 3.499 Euro veranschlagt wird. Wir halten den Preis zwar für sehr ambitioniert, doch werden sich auch für dieses Display Käufer finden lassen, die etwas Besonderes suchen.

Testlogo ASUS PG32UQX

Hinweis in eigener Sache: PRAD erhielt den PG32UQX leihweise von ASUS zu Testzwecken. Herstellerseitig gab es weder eine Einflussnahme auf den Testbericht noch eine Verpflichtung zur Veröffentlichung oder eine Verschwiegenheitsvereinbarung.

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6 KOMMENTARE

  1. Guter Test mit einigen Einblicken der aber allgemein nur ein oberflächliches Bild vermittelt.
    Ihre Glaubwürdigkeit für mich Hr. Jachmann (oder andere Redaktion), ist schlagartig um 50 % gesunken.
    Bewertung: Gut … Mehr als 3,5 sollten nicht drin sein. Nimmt man den Preis dazu, dann <= 3.

    Ich lache etwas – dieser Monitor ist eine überteuert LCD Möhre.
    Als Unternehmen dass Monitore testet und davon lebt, beißt man natürlich nicht die Hand die einen füttert. Natürlich unpassend die LCD-Industrie und deren Produkte zu kritisieren, welche aus Südkorea, Taiwan und China, seit Jahren mit purer Absicht R&D und Investitionen zum Thema OLED verpennen und solange wie möglich den phase-out von LCD hinauszögern, um noch so viel Geld wie möglich für überteuerte und minderwertige LCD-Monitore zu erwirtschaften und eigene verplannten Handlungen aka LCD-Entwicklungen/R&D etc. noch in Geld verwandeln wollen, in Panik nicht ins Hintertreffen zu geraten und von Fernseheranbietern der 500 €-Klasse in Sachen Bildqualität nicht überrundet zu werden.

    Der Monitor hier ist meilenweit von der Bildqualität eines 1500 € 48 Zoll Oled entfernt; das einzige Plus ist die hohe Helligkeit.

    Hier mal richtige Kritik – was man für absurde 3500 € bekommt:
    – Coating? Da habt selbst ihr als Redaktion wohl längt die Hoffnung aufgegeben und kapituliert?
    Die LCD-Industrie verbaut seit mehr als einem Jahrzehnt nur das billigste und minderwertigste Coating, was die Bildqualität extrem mindert, und dies heißt matt (AG-Coating). Selbst Apple macht es seit Jahren besser.
    Argument "Aber gut gegen Spiegelungen" gilt schon lange nicht mehr, wie man schön am Smartphone- und Fernsehermarkt erkennen kann. Was da bei den OLEDs und selbst bei günstigen 700 € TVs für AR-Coating oder glossy-matt-Misch-Coatings verbaut werden, da ist dieses hier minderwertig. Und das für schlappe 3500 €.
    Nur das billigste für die professionellen Monitor-Nutzer!
    – HDR ist super? Bitte … Wecker klingeln lassen wenn Desktop-Monitore mindestens 100000 Dimming-Zonen haben, um Halos ganz zu vermeiden und kleine Objekte punktgenau zu beleuchten. Abseits von hoher Spitzenhelligkeit und 100%-Fläche, ist hier nichts besonderes.
    – Trägheit des FALD. Warum erwähnen Sie dies nicht? Bei jeder FALD-Implementierung wurden bis jetzt min. 30 ms zusätzliche Verzögerung getestet. Das ist der Wert abseits vom Display-Lag oder gesamter Signalverzögerung.
    Das FALD hinkt der eigentlichen Anzeige ständig hinterher; dieses Problem wird FALD immer haben.
    – Monitor typisch billiges Kunststoffgehäuse. Hochwertig schreiben Sie …
    – Absolutes No-go: Der Lüfter. Umgebungsgeräusche machen die Lüftergeräusche halb so schlimm? Jemand redet permanent im Hintergrund? Häh? Der Monitor scheidet alleine wegen dem Lüfter aus.
    – Kein HDMI 2.1, heißt 4K UHD bei 4:4:4 Farbunterabtastung bei max. 98 Hz. Geil, für 3500 €.
    – G-Sync Variable Overdrive wurde nicht richtig getuned
    – IPS-Panel der alten Generation und altbackene Pixel-Reaktionszeiten für heutige Verhältnisse.
    Der Monitor erfüllt höchstens die Ansprüche heutiger Strategie- oder Rollenspiel-Spieler.
    – IPS: nur 1200:1 Kontrast, Backlight-bleeding, leuchtende Ecke, IPS-glow (seitliches Schimmern), mäßige Bildhomogenität im Vergleich zu OLED.
    – IPS "sehr schönes sattes Schwarz"??? IPS kann nur dunkelgrau. 97 % sRGB vor Kalibrierung ist auch schwach.
    – Panel kann nicht nativ 10-bit Farbtiefe wiedergeben; nur 8-bit + FRC. 3500 €.

    Noch was vergessen? Bestimmt. Nun, reicht fürs Erste 😉

    Sie als Redaktion werden den kommenden LG UltraFine Display OLED Pro 32EP950 wohl auch die sehr gute Berwertung vergeben, korrekt?
    Für schlappe 3500 €, beinahe das dreifache des Straßenpreises eines Oled 48 Zoll.
    Nein, das RGB-OLED von JOLED treibt nicht den Preis nach oben und nichts an dem Monitor ist dermaßen "pro" dass es den hohen Preis rechtfertigt.
    Die PC-Desktop Kundschaft kann man halt schön ausnehmen. An grottige LCD-Produkte hat man Milliarden von Kunden über 2 Jahrzehnte beinahe schon konditioniert – da kann man halt alles verlangen.

    Die Angst echte Kritik zu äußern sehe ich bildlich am Fehlen echter Kritik – und dies schon seit mehr als ein paar Monaten auf prad.de
    Ein gewisser Teil der Kundschaft ist nach Jahren hochwertige OLEDs an Smartphones und Fernsehern einfach aufgewacht und lässt sich ungern diese überteuerten LCD-Monitore verkaufen. Der Wechsel ist längst überflüssig.

    Gruß

    PS: Würde mich natürlich wundern, würde die Redaktion solch einen negativen Kommentar veröffentlich, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren!

    • Klar lassen wir deine Kritik zu. Wer ein Produkt haben möchte, das aktuelle Technik verwendet, muss eben auch einen entsprechenden Preis zahlen. Oberflächlich testen, da bin ich anderer Meinung, denn wir testen die Geräte schon deutlich intensiver als andere Publikationen. Und wer unsere Testberichte inhaltlich auch liest, der weiß auch wie wir zu bestimmten Punkten stehen. Aber auch wir nehmen solche Beiträge ernst. Ich persönlich bin auch auf die OLED-Monitore gespannt, aber leider werden diese auch eine Menge Geld kosten.

      • Ich finde wiederum, dass dies hier ein gutes und ausführliches Review geworden ist, das ausreichend kritisch gegenüber dem Produkt war (Reaktionszeiten…), ohne seine Stärken zu ignorieren (HDR!!!).
        Vielleicht hätte man noch die Möglichkeit über DisplayPort DSC (Display Stream Compression) zu nutzen erwähnen können, um auf 4K 144Hz mit vollen 4:4:4 Farbunterabtastung / 120Hz mit HDR zu kommen und ob dies zu weiteren Latenzen oder anderen Problemen führt.
        Schade, dass der Monitor nicht etwas besser und/oder günstiger werden konnte…

        Ich warte schon seit Ewigkeiten auf einen solchen Monitor (~32″, UHD, 120Hz+, VRR) und seit über einem Jahr auf dieses konkrete Modell, habe nach diesem Testbericht jedoch gewisse Zweifel, weil ich unter anderem auch schnelle Shooter wie Overwatch und Apex Legends spiele. Ich nutze seit Jahren einen Dell UltraSharp U3011 (kein Gamermonitor, aber dennoch recht gut dafür) – ich hoffe, dass der PG32UQX zumindest nicht schlechter in Sachen Reaktionszeit ist! xD

      • Sie zensieren Kritik nicht. Hören und machen (etwas ändern) sind zwei verschiedene paar Schuhe.
        Stellt sich mir jetzt nur noch die Frage ob Sie so weitermachen wie die letzten 5 Jahre, und 2000+ € Profi-Monitore, oder auch günstigere, (die jene LCD-Industrie ausspuckt, welche seit 5 – 6 Jahren in Sachen Bildqualität beinahe auf der Stelle tritt),
        in Sachen Bildqualität derart gut bewerten, obwohl diese in Sachen Bildqualität etc. von günstigeren TVs oder Smartphones längst überholt wurden?
        Höchstwahrscheinlich werden Sie dass. Denn Sie sagen ja selbst wie sie dazu stehen, nämlich wie die letzten Jahre und an diesem Test sehend, relativierend und beschönigend.
        Das Profi-Argument was jeglichen Wucher relativieren soll gilt seit 4 – 5 Jahren nicht mehr.

        Ich meinte nicht allgemein oberflächlich, denn in dem Bereich testen sie als Redaktion ziemlich viel, was auch sehr gut ist (danke), sondern oberflächlich weil es teils deutlich in der Vertikalen fehlt.
        Bei einem Produkt was speziell für das Gaming und Video beworben wird, erwarte ich diese Kategorien die am meisten getestete und ausführlichste.
        Dies ist hier nicht der Fall, hier kommt auch die fehlende Kritik zum Vorschein.
        Sie bei prad geben keine Vergleiche in Sachen Bildqualität, Funktionsvielfalt, Technik und Software zu anderen Gerätenm wie TVs, Smartphones, Notebooks.
        Aus Scheu? Weil es nicht zu den Monitoren gehört? Sehr bequem …
        Aber warum fehlen selbst Vergleiche zu anderen Monitoren?
        Wenn diese Asus Monitor in Sachen Coating endlich mal etwas besseres als die Milliarden mit billigen und ein und demselben AG-Coating ausgestatteten Monitore hat – wäre es nicht der optimale Zeitpunkt darauf mehr einzugehen?
        Vergleiche mit Bildern und Beschreibung dazu?
        Sie wissen doch besser als ich das OLED nicht nur so gute Bildqualität wegen der Technologie an sich liefert, sondern wegen dem Coating.

        Reaktionszeit? Sie könnten darauf eingehen was genau dieses Panel so langsam macht und wie. Ist es die Schlierenbildung, die Unschärfe des bewegten Bildes, das inverse-Ghosting, Koronas, die unteren Bereiche der Schwarz-Grau-Übergänge, der Farbübergänge etc.
        Schauen Sie sich doch die Arbeit anderer Tester in diesem Gebiet an.
        Software? Was bietet Asus da?

        „Wer ein Produkt haben möchte, das aktuelle Technik verwendet, muss eben auch einen entsprechenden Preis zahlen.“ – wieder Unwahrheit, Relativierung, Beschönigung, keine echte Kritik.
        TVs der mittleren Klasse, z.B. TCL, Hisense 2021 Generation selbst mit MiniLED und 1000 cd/m², überlegenem Coating, aktuellen Anschlüssen, vollgestopft mit Technik in Hardware und Sofware; in Größen ab 55 Zoll dennoch unter $ 2000.
        Dies geht schon seit 3 – 4 Jahren so.
        Ich bleibe bei Vergleichen aus der altbackenen und überteuerten Monitor LCD-Industrie: Der kommende Samsung G9, 49 Zoll, 2048 Dimming-Zonen, 2000 cd/m² Spitze bei HDR, in Sachen Bildqualität dank besserem Panel diesem Asus deutlich überlegen – UVP $ 1500.
        Wie macht man dies bei Samsung blos?
        Das Argument Skalleneffekt (economics of scales) greift hier nicht, denn auch der G9 ist ein Nischenprodukt mit wenig Umsatz.
        Asus muss $ 500 für das FPGA G-Sync Ultimate blechen? Tja, selber Schuld.
        Bei Samsung hat man eine eigene Lösung für FALD bei LCD-TVs schon seit Jahren entwickelt.
        Selbst wenn in wundersamer Weise der Asus Monitor in allen Belangen so gut (was er nicht ist) wäre wie der kommende Samsung G9 (welcher in allen Belangen besser sein wird, da dies bereits der 2020 G9 ohne FALD ist), wäre der Asus Monitor immer noch 1500 € zu teuer.
        Da gibt es keine Ausreden oder Erklärungen; das minderwertigere Produkt kostet doppelt so teuer.

        Wenn selbst Apple in ein 12,9 Zoll Ipad ganze 2600 Dimming-Zonen unterbringen kann, dann hätte die Chefetage bei Asus lieber mal bei Apple angefragt wegen dem Panel.
        Mit 15000 Dimming-Zonen für 3000 € wäre der Asus Monitor hier zwar für das Gebotene immer noch rund 1000 – 1500 € zu teuer, aber wenigstens würde die Überschrift „Perfektion“ stimmen.

        Ach was schreibe ich mir die Finger weg – Sie wissen doch selbst was Sie machen, da braucht sich keiner hier unwissend stellen.
        Kritik an der eigenen Arbeit, welche auf dem Testen von LCD-Produkten basiert, würde die Arbeit der Redaktion an sich in Frage stellen.
        Der letzte OLED-Fernseher Test ist 4 Jahre her und war nur oberflächlich.
        Und diejenigen die Testsamples ausstellen, deren Produkte kritisiert man ungern.
        Sie sind nicht mehr richtig glaubwürdig, ein Produkt was in Punkto Bildqualität, Anschlussvielfalt etc. von 800 € TVs oder 400 € Smartphones überholt wird und überaus schlechtes Preis-Leistung-Verhältnis hat, so gut zu bewerten.

        Das Sie als Redaktion welche sich auf Monitore spezialisiert hat, den schwersten Stand haben ist verständlich! Sie müssen seit 5 Jahren das nehmen was die LCD-Industrie so ausspuckt und wie wir alle dabei zusehen wie der TV-, Smartphone- sogar Notebook-Markt bessere Produkte erhält, welche weniger kosten.
        Aber das heißt doch nicht das sie als Redaktion teils wie bezahlte Advertiser agieren sollen und Kritik weglassen bzw. in seichter Form verschönen.
        Die letzen 3 Jahre LCD-Monitor Tests gab es keinen LCD-Monitor den sie als Redaktion unter 3,5 Sterne bewertet haben. Entschuldigung: Einen mit 3 1/3 Sternen habe ich gefunden. Gäbe es hier echte Kritik an LCD-Produkten, dürften die meisten alleine schon wegen dem minderwertigem AG-Coating nicht mehr als 4 Sterne erhalten und der Schnitt müsste um einen ganzen Stern fallen.

        Wollen Sie in dieser Weise als Redaktion noch weitere 2 – 3 Jahre Tests von LCD-Produkten in dieser Art veröffentlichen?
        Auch höchstwahrscheinlich den kommenden LG 32 Pro Oled, und auch hier wieder den Preis und das Gebotene mit dem „gerichtet an Profis“-Argument verklären, welches LG einfach nur zur Profitmaximierung dient?
        Und dann innerhalb von einem Jahr (irgendwann 2023 – 2024), wenn Oled-Monitore öfters vertreten sind, plötzlich Ihre Meinungen und Tests ändern „Ja, LCD ist nicht mehr so gut.“, oder wenn Eizo dennoch weiterhin LCD-Monitore anbietet „Ja, der $ 2000 Eizo Monitor ist noch immer spitze und zu empfehlen, denn der LG Oled kostet ja $ 3000“?

        2 – 3 Jahre sind es noch bis die neue Fabrik in Guangzhou fertig ist und auch TCL startet erst 2023+ mit der inkjet printing Produktion.
        Solange werden auch Monitore wie OLED Pro 32EP950 weiterhin für überteuerte $ 3000+ angeboten werden.
        Das Samsung 2022 die eigenen QD-Oled Panels auch an andere Monitorhersteller liefert ist unwahrscheinlich.

        Bitte überlegen Sie es sich doch mal als Redaktion. Nicht nur um ihrer Glaubwürdigkeit willen, sondern auch aus Anstand dem Leser gegenüber ehrlicher zu sein und Produkte so zu bewerten wie diese wirklich sind.
        Bezahlte Advertiser gibt es anderswo genug.

        Und natürlich gilt diese Kritik nicht einschließlich Ihnen als Redaktion. Gefühlt veröffentlichen 95 % der professionellen (oder Amateure) Tester ihre Arbeit über LCD-Monitore in dieser Art und Weise.

        • Also, dass das Produkt nicht für den Massenmarkt sondern für eine kleine Nische ist, ist bei dem Preis wohl klar.

          Sie zahlen hier eben eine saftige Prämie für ein Produkt, dass von der Bildqualität relativ nahe an OLED rankommt ohne dessen Nachteile zu haben (Burn-in und geringe Helligkeit).

          Gerade das Burn-in ist für manche eben ein Killer-Argument. Wenn ich viel zocke, und zwar viel dasselbe Spiel zocke, habe ich eben keinen Bock, nach 2 Jahren entweder den Monitor wegzuschmeissen (was ne Umweltverschmutzung) oder für immer die Umrisse des UIs von dem Spiel auf meinem Monitor zu sehen, obwohl gerade was anderes läuft.

          Der Preis ergibt sich aus Angebot und Nachfrage. Es gibt eben derzeit KEIN anderes Produkt, das Gaming-Tauglichkeit und sehr gute Bildqualität auf diese Art und Weise verbindet.

          OLED wird niemals LCDs in allen Belangen komplett übertreffen, dafür ist die Technologie einfach zu schlecht. Sie können das nicht sehen, weil Sie für alle Kriterien ausser der Bildqualität im abgedunkelten Raum direkt nach Kauf blind sind. Die Referenz kann aber genauso gut ein 4 Jahre alter OLED Fernseher sein, in dem einerseits schön das Playstation Menü eingebrannt ist und auf den andererseits voll die Sonne knallt, weil der Ehepartner tagsüber beim lesen keine Kino-Atmosphäre will.

          Irgendwann wird Micro-Led sowohl LCD als auch OLED in allen Belangen komplett übertreffen. Aber das ist erstens nicht übermorgen sondern vielleicht irgendwann 2024/2025, und zweitens werden Sie das in der Anfangsphase dann auch saftigst bezahlen müssen.

          Sind Sie eigentlich auf Auto-Foren unterwegs und posten dort Rants, dass ein Rolls Royce doch gefälligst zum Preis eines VW ID3 verkauft werden muss, weil letzterer ja sogar elektrisch ist?

          Ich finde das immer seltsam, wie in manchen Lebensbereichen 500.000 Euro für Luxusprodukte problemlos akzeptiert werden, und im PC Umfeld fängt bei 2.000 Euro schon die ganz große Schnappatmung an.

          Ich persönlich werde mir diesen Monitor vermutlich nicht kaufen. In der Preisklasse nehme ich einen lauten mini-Quirl nicht hin. Der Monitor ist ja jetzt nicht so klein, dass da nicht auch marktübliche hochwertige 92/120mm Lüfter hätten reindesignt werden können.

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