Test ASUS PG43UQ – HDR-Gaming im XXL-Format
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Technik

Betriebsgeräusche

Betriebsgeräusche wie Pfeifen oder Brummen sind auch bei speziellen Testbildern mit harten Kontrasten nicht hörbar. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 139 W 127,9 W
140 cd/m² < 48 W 47,7 W
Betrieb minimal k. A. 44,9 W
Energiespar­modus (Standby) < 0,5 W 0,1 W
Ausgeschaltet (Soft Off) < 0,5 W 0,1 W

Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Aura, USB und LIM)

Die Produkt-Website gibt keine Auskunft über den maximalen Stromverbrauch, sondern nennt <48 Watt bei einer Leuchtdichte von 200 cd/m². Mit 47,7 Watt legt der ASUS ROG Swift PG43UQ fast eine Punktlandung hin. Laut Energielabel verbraucht der Monitor maximal 139 Watt. Unser Messgerät zeigt hier 127,9 Watt an. Solch eine maximale hohe Leuchtdichte bringt allerdings nicht nur Vorteile mit sich. Wir konnten mit dem Helligkeitsregler keinen geringeren Wert als 181 cd/m² einstellen. Zwar wird hier mit einem Verbrauch von 44,9 Watt eine sehr gute Effizienz von 2,01 cd/W erreicht, allerdings eignet sich das Display nicht für komplett abgedunkelte Räume. Ob man es über die Power-Taste ausschaltet oder es sich im Standby befindet, ist stromtechnisch egal. In beiden Fällen werden nur 0,1 Watt verbraucht und somit die EU-Richtlinien eingehalten.

Großes Netzteil wird mit maximal 36 °C nicht sonderlich warm
Großes Netzteil wird mit maximal 36 °C nicht sonderlich warm

Ein großer leistungsfähiger Bildschirm benötigt auch ein größeres Netzteil. Mit einer Seitenlänge von 185 mm, einer Breite von 85 mm und einer Tiefe von 35 mm kann man es auch schon als solches bezeichnen. Mit einer maximalen Temperatur von 36 °C bleibt es aber schön kühl und lässt sich beliebig verstecken.

Anschlüsse

Neben dem bereits erläuterten USB-Hub verfügt der ASUS ROG Swift PG43UQ im hinteren Bereich noch über ein primäres Anschluss-Panel. Ein schneller Kabelwechsel gestaltet sich aufgrund des starren Designs und der vertikalen Kabelführung schwierig und macht überhaupt keinen Spaß. Die Konnektivität hingegen ist sehr gut. Neben dem seitlichen HDMI-2.0-Anschluss am USB-Hub gesellt sich hier ein weiterer seiner Art hinzu. Außerdem sind zwei DisplayPort-Schnittstellen in der Version 1.4 zu finden. Für den kleinen Projektor, der das ROG-Logo auf den Untergrund strahlt, existiert zudem eine USB-Schnittstelle mit Mini-B-Port. Die übrigen Anschlüsse befinden sich wie bereits genannt am seitlichen USB-Hub.

Gute Konnektivität des Asus PG43UQ mit zweitem DisplayPort-Anschluss
Gute Konnektivität mit zweitem DisplayPort-Anschluss

Bedienung

Auch der ASUS ROG Swift PG43UQ verfügt über die gewohnt einfache und intuitive Bedienung, die vier analogen Tasten und den Fünf-Wege-Joystick, wie sie bei den anderen ROG-Displays zum Einsatz kommen.

Gewohnte Bedienung des OSD-Menüs über Tasten und Fünf-Wege-Joystick
Gewohnte Bedienung des OSD-Menüs über Tasten und Fünf-Wege-Joystick

Während die untere und obere Taste fest mit der Power- und Verlassen-Funktion verknüpft sind, lassen sich die beiden Schalter dazwischen, die mit Eingangswahl und GameVisual vorbelegt sind, auch anders zuordnen. Der Fünf-Wege-Joystick ist nach wie vor der Dreh- und Angelpunkt und dient zur Navigation innerhalb des Menüs, verringert bzw. erhöht Werte und bestätigt schlussendlich die gemachten Einstellungen.

OSD

Das OSD-Menü zeigt das übersichtliche und dreispaltige Layout mit Kopfzeile, wie es auch bei anderen ROG-Displays zum Einsatz kommt.

Übersichtliches Menü (OSD) des Monitors im bekannten Drei-Spalten-Layout
Übersichtliches Menü im bekannten Drei-Spalten-Layout

Eingeteilt ist es in acht übersichtliche Kategorien, deren Einstellungsebenen sinnvoll zugeteilt sind. Die Kategorie „GameVisual“ bietet acht Presets, deren Einstellungen eigentlich uninteressant sind. Wichtig ist, dass sich sämtliche Modi komplett konfigurieren lassen und diese auch die Einstellungen erhalten, bis ein Reset durchgeführt wird. Einzig der sRGB-Modus bildet hier wieder, wie bei allen ROG-Displays, eine Ausnahme und lässt keine grundlegenden Einstellungen zu. Zusammen mit der Kategorie „MyFavorite“, die weitere zwei Speicherplätze bietet, verfügt der ASUS ROG Swift PG43UQ über satte neun Speicherplätze, die mehr als genug sind und eine maximale Flexibilität gewährleisten.

Unter „GamePlus“ befindet sich die bereits bekannte Toolbox mit drei Target-Overlays in verschiedenen Formen und Farben, einer Timer-Funktion, einem fps-Zähler in numerischer und grafischer Darstellung und einer Anzeigenausrichtung für den Multi-Display-Betrieb.

OSD GamePlus-Toolbox des ASUS ROG Swift PG43UQ
GamePlus-Toolbox des ASUS ROG Swift PG43UQ

Die Kategorie „Farbe“ beinhaltet die üblichen Einstellungsebenen wie Helligkeit, Kontrast etc., die keiner weiteren Erklärung bedürfen.

Unter „Bildeinrichtung“ finden wir neben vielen bekannten Einstellungsebenen auch eine neue mit dem Namen „Unschärfe-Behebung“. Diese wird erst aktiv, wenn „ELMB“ („Extreme Low Motion Blur“) gewählt wurde, und reguliert über eine Skala bis 100 % in Zehnerschritten die Stärke des Effekts.

OSD: Erste Seite der Bildeinrichtungsebene
Erste Seite der Bildeinrichtungsebene
OSD: Zweite Seite der Bildeinrichtungsebene
Zweite Seite der Bildeinrichtungsebene

Auf der zweiten Seite dieser Kategorie gibt es zusätzliche Einstellungsebenen, die den HDR-Modus betreffen.

10 KOMMENTARE

  1. Hallo

    So wie ich dies mit der Latenzzeit verstanden habe, kommt der Bildschirm nur bei 144Hz und Overdrive 5 auf unter 4ms.
    Jedoch bekomme ich Probleme mit dem Bild bei Overdrive 5?

  2. Ich hatte den Monitor jetzt für 2 Wochen hier und kurz gesagt: er ging zurück. Habe mir jetzt einen 48″ OLED von LG gekauft. Leider noch vor der Mehrwertsteuer-Aktion von Saturn dieses Wochenende. Dort gibt es den LG gerade sogar günstiger als ich den ASUS bekommen hatte…

    Zum ASUS:
    Mein Modell hatte sporadische Bildaussetzer für wenige Sekunden (mehrere PCs + Original-HDMI bzw. DP-Kabel, daran kann es also eig. nicht liegen). Das Test-UFO bei BlurBusters konnte weder mit Overdrive noch mit ELMB in irgendeiner Frequenz ohne Artefakte/Ghosting/Motion Blur dargestellt werden (Mit ELMB kam es zu massivem laut BlurBusters „very bad“ strobe crosstalk mit Doppel-Bildern: https://blurbusters.com/faq/advanced-strobe-crosstalk-faq/). Beim Scrollen von Texten, u.a. der Produktseite des PG43UQ von ASUS, wurde alles völlig verschmiert und verblasst angezeigt (VA-Panel Problem mit dunkel-hell Schaltzeiten). Erst kurz vor Stillstand konnte man wieder etwas vom Text erkennen. 43 Zoll entsprechen 4*21,5 Zoll Monitoren, gewöhnt bin ich bereits 2*24 Zoll. Schrift ist durch die dadurch höhere Pixeldichte und das BGR Pixel-Layout leider in 100% Skalierung für mich absolut unangenehm zu lesen, das hätte ich schon vorher ahnen können… Über HDMI gehen beim ASUS nur 4K/60 Hz. Mit Grafikkarten vor der GTX 16er bzw. RTX 20er Reihe können 4K/120Hz bzw. 4K/144Hz über Displayport nur mit Subsampling YCbCr 422 übertragen werden (fehlendes DSC). In Kombination mit der Pixeldichte und dem BGR-Layout sorgte das bei mir für Kopfschmerzen. Text bekommt einen Farbsaum der auf diesem Monitor sehr deutlich dargestellt wurde. Für Spiele musste ich also immer manuell auf 120Hz umschalten und danach zum Lesen zurück auf 60Hz. Etwas unhandlich 🙂 Die mangelnde 4K/120Hz Unterstützung über HDMI (ja, die nächste Generation an Konsolen wird das eh nicht ausreizen, aber ELMB ist erst bei Frequenzen über 60 Hz verfügbar! )
    Letztlich habe ich mich wirklich geärgert für diesen Monitor 1500€ ausgegeben zu haben. Der im Grunde, durch mangelhafte Umsetzung der Gaming-Features, durch die Größe nicht mal 4 meiner Benq GW2470 (24″ FullHD, 60 Hz, auch VA-Panel, Einzelpreis 100€) ohne Rahmen enstpricht.

    Zum LG:
    Was soll ich sagen… Jetzt schreibe ich diesen Text auf dem LG und bin bisher absolut zufrieden.
    Selbst bei 60Hz (Ohne OLED Motion Pro zu aktivieren) ist Text noch als solcher erkennbar, wenn auch nicht wirklich gut lesbar (bei 60Hz eig. nur mit alten CRT-Monitoren möglich) und das Test-UFO ist wie für perfekte 60Hz zu erwarten (siehe auch: https://blurbusters.com/blur-busters-law-amazing-journey-to-future-1000hz-displays-with-blurfree-sample-and-hold/) -> Es gibt gute Gründe warum es 120Hz Displays gibt, 60Hz Sample-and-Hold sind einfach immer leicht verschmiert. Mit OLED Motion Pro auf Hoch (funktioniert wie rtings schon herausgefunden hatte nur im PC-Modus ohne Probleme) ist auch bei 60Hz Content das Test-UFO gestochen scharf. Das Bild wird durch das BFI (Black Frame Insertion) allerdings auch etwas dunkler. BFI/OLED Motion Pro entspricht in etwa dem ELMB vom ASUS, nur das es hier funktioniert. Strobe crosstalk sucht man vergeblich.

    Bei 4K/120Hz wird auf meiner Nvida-Karte mangels HDMI 2.1 auf Subsampling mit YCbCr 420 gewechselt. Trotz des Subsamplings ist die Text-Darstellung nur leicht verwaschen (Benachbarte Pixel stellen dadurch die gleiche Farbe dar). Ein Farbsaum ist hier natürlich auch vorhanden (liegt am ClearType, welches die Ränder für deutlichere Konturen farbig hinterlegt), aber (vermutlich durch die Pixeldichte) längst nicht so aufdringlich und für mich am Gaming-PC bis eine passende Grafikkarte mit HDMI 2.1 verfügbar ist, völlig in Ordnung.

    Schwarz ist schwarz stimmt zwar nur in absolut dunklen Räumen, da der Monitor reflektiert, aber Schwarz sieht auf dem LG trotzdem einfach besser aus als auf dem ASUS. Farben können beide vergleichbar gut und die Helligkeit vom ASUS ist auch etwas höher (BFI bei beiden aus). Für mich reicht sie beim LG aber für HDR noch aus und bei niedriger eingestellter Helligkeit ist der Kontrast beim LG immer noch vergleichsweise hoch. -> Als PC-Monitor brauche ich keine 100% Helligkeit, das ermüdet mich nur und sorgt bei Für mich nehme ich lieber Burn-In in Kauf als den halbgaren ASUS zu benutzen. Warten auf eine nächste bessere Generation war/ist für mich aktuell keine Option.

    Weitere Vorteile für mich: Optischer Audio-Ausgang (Nutzung der Boxen unabhängig vom Gerät ohne Umschalten). Wechsel auf integrierte Lautsprecher (besser als die vom ASUS) mithilfe der Fernbedienung mit wenigen Klicks möglich | Integrierte Apps für Netflix, Prime Video, Youtube (inkl. Geschwindigkeitsverstellung auf 2x möglich), Disney+, Apple TV, Sky Ticket und AirPlay -> ich habe eine höhenverstell- und schwenkbare Monitorhalterung und nutze den OLED sowohl als Monitor am Schreibtisch, als auch als „Monitor“ fürs Sofa. Inhalte kann ich damit auch übers Gerät bzw. Handy anzeigen lassen und muss mich nicht mit der 100% Skalierung bei ca. 2m Abstand ärgern. | Optik: Ist nicht so klobig wie der ASUS und durch die Dicke nun auch nochmal „etwas“ weiter weg von der Sitzposition (an der Halterung montiert) | Entspricht von der Größe echten 4*24″ Monitoren | Durch HDMI 2.1 sollte er, falls er sich nicht vorher durch Burn-In selbst zerstört, zukunftsfähiger sein

    –> Falls ihr Fragen habt, meldet euch gerne 🙂

    • Hallo Steffen, danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Das Forum würde sich dafür allerdings besser eignen, insbesondere wenn jemand Fragen an dich hat.

      • Hallo Andreas, ja, das ist wohl wahr. Schande über mein Haupt.
        Nachdem ich u.a. euren Test gelesen hatte (der bis dato der einzige ist/war 🙂 ) und ihn mir trotz der negativen Kommentare anderer User auf Reddit und Youtube doch gekauft hatte, wollte ich meine Erfahrungen hier teilen. Das nächste Mal werde ich mich hier kürzer fassen und im Forum den ausführlicheren Teil posten.

  3. No mention of the BGR-subpixel arrangement (as opposed to standard RGB)?
    This makes this screen very bad for small text display and esp. on MacOS.
    Would NOT use for text processing or coding.

    • Not true! I am using the Acer Predator CG437KP, which shares the same Panel and the BGR Layout, and I have no problem with coding on this monitor whatsoever!

  4. Hallo MF,
    Ich besitze eine MSI Radeon 5700, die nur DP 1.4 unterstützt. Ich meine, dass ich im AMD Control Panel bei UHD und 144Hz 10bit 4:4:4 gelesen habe. Leider habe ich davon keinen Screenshot gemacht, da für mich die Aussage seitens ASUS damit bestätigt wurde. Ich habe auch keine Qualitätsverluste z.B. Veränderungen am Schriftbild erkennen können, wie es z.B. beim „LG 38GL950G-B“ der Fall war. Hier konnte man klar den Qualitätsverlust erkennen. Das ist bei diesem Monitor definitiv nicht der Fall. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen.

    Viele Grüße
    Oliver

    Viele Grüße
    Oliver

  5. Gibt es keinen vergleichbaren Monitor mit kleinerem Display (27 bis 34 Zoll) für einen ähnlichen Preis?
    Ich möchte 4k, gutes HDR 1000, FPS-fähigkeit (mind. 120Hz, wenig Input-Lag), und v.a. gute Schwarz-Darstellung.
    Acer Predator oder Asus ROG sind mir dann mit >2000€ doch etwas zu teuer (vor allem bei 27 Zoll).

    Vielleicht lohnt es sich noch zu warten?

  6. Danke für den Bericht. IMHO ist das Handbuch von Asus fehlerhaft. Ihr dürft das auch gerne nochmal in den VESA-Specs nachlesen – für den Anfang dürfte aber auch der englische Wikipediartikel zu DP weiterhelfen, denn der ist detailierte als der deutsche: https://en.wikipedia.org/wiki/DisplayPort#1.4

    DP 1.4 unterstütz mit DSC 1.2 nur 120Hz, während DP 1.4a mit DSC 1.2a 144Hz unterstützt.

    Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied, denn man braucht dann auch eine entsprechende Grafikkarte, die DP 1.4a unterstützt, um 144Hz bei 4k zu erreichen.

    Mit welcher Grafikkarte habt ihr getestet bzw. könnte dieses Detail Einfluss auf eure Testergebnisse haben?

    • DP 1.4 unterstütz mit DSC 1.2 nur 120Hz, während DP 1.4a mit DSC 1.2a 144Hz unterstützt. <- Gemeint war natürlich bei einer Auflösung von 4k

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