Test ASUS PG43UQ – HDR-Gaming im XXL-Format
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BuB-Einstellungen

Der ASUS ROG Swift PG43UQ verfügt aufgrund des riesigen Panels sinnvollerweise über die Möglichkeit, eine zusätzliche Quelle auf dem Bild anzeigen zu lassen, und deshalb hierfür über eine Kategorie mit dem Namen „BuB-Einstellungen“.

OSD: Ebenen der BuB-Einstellungen
Ebenen der BuB-Einstellungen

„BuB“ bedeutet, dass zwei Quellen nebeneinander auf dem Bildschirm angezeigt werden. Die weitere Auswahl lässt zu, dass sich die Anordnung und die Farbeinstellung der jeweiligen Quellen wählen lassen. In der Regel gibt es in dieser Einstellungsebene eine weitere Funktion, die „BiB“ heißt und ein verkleinertes Fenster in einer der vier Ecken anzeigen lassen kann. Diese Option wird beim ASUS ROG Swift PG43UQ allerdings nicht geboten.

Um den kleinen LED-Projektor in Farbe und Beleuchtungsart steuern zu können, befindet sich innerhalb des Systemmenüs die Einstellungsebene „Aura RGB“. Zusätzlich ist zudem „Aura Sync“ verfügbar, das erst interessant wird, wenn auch die Aura-Software installiert wurde. Ist dies geschehen, erweitert sich der Umfang der Beleuchtungsarten enorm, und es lassen sich alle Aura-Sync-Geräte miteinander synchronisieren. Da beim ASUS ROG Swift PG43UQ aber einzig der LED-Projektor zum Einsatz kommt, ist die Synchronisation des Displays eher uninteressant.

Darstellung der BuB-Funktion
Darstellung der BuB-Funktion

Alternativ steht für die Bedienung des Displays die Software „ASUS DisplayWidget“ zum Download bereit und bildet damit die Software-gestützte Möglichkeit, den Monitor zu konfigurieren.

ROG-Logo wird durch den LED-Projektor auf den Untergrund projiziert
ROG-Logo wird durch den LED-Projektor auf den Untergrund projiziert

Hierüber sind sämtliche Einstellungen verfügbar, die auch das OSD-Menü bietet. Der Funktionsumfang wird über die Software sogar noch etwas erweitert und erlaubt Makros. Für Personen, die mit der Bedienung auf herkömmliche Weise nicht zurechtkommen, bildet die Software-gestützte Lösung durchaus eine Alternative.

OSD: Oberfläche von ASUS DisplayWidget
Oberfläche von ASUS DisplayWidget
Makromenü von ASUS DisplayWidget
Makromenü von ASUS DisplayWidget

Fernbedienung

Aufgrund der enormen Größe wurde dem ASUS ROG Swift PG43UQ eine Fernbedienung spendiert. Durch das Steuerkreuz lässt sich das OSD-Menü ebenso komfortabel bedienen wie mit dem Fünf-Wege-Joystick. Hilfreich ist zudem das vergrößerte OSD-Menü, wenn dies mit der Fernbedienung aktiviert wurde. So kann man die Menüeinträge auch aus der Entfernung gut erkennen.

Fernbedienung des ASUS ROG Swift PG43UQ
Fernbedienung des ASUS ROG Swift PG43UQ

Insgesamt ist die Bedienung des ASUS ROG Swift PG43UQ wieder sehr gut gelungen und funktioniert komplett intuitiv. Auch die Auswahl der Möglichkeiten ist sehr reichhaltig und für ein Gaming Display mehr als ausreichend.

Bildqualität

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 90, Kontrast 80, Gamma 2,2, Bildmodus „Racing Mode“. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Dem ASUS ROG Swift PG43UQ gelingt die Graustufendarstellung im Werkszustand sehr ordentlich. Die Graustufen in den Lichtern sind bis zum letzten und die Graustufen in den Schatten bis zum vorletzten Feld vom Hintergrund zu unterscheiden. In den Lichtern zeigen die ganz hellen Grautöne allerdings einen leichten Gelbstich. Im Grauverlauf, wo reines Weiß in helles Grau übergeht, wird auch beim ASUS ROG Swift PG43UQ eine minimale Farbtreppe angezeigt.

Graustufendarstellung des ASUS ROG Swift PG43UQ
Graustufen des ASUS ROG Swift PG43UQ

Bewegt man sich aus dem Zentrum des Bildes, wird der Gelbstich schnell prominenter und zeigt die hellen Grautöne ab einem Blickwinkel von 50 Grad in einem hellen Ockerton an. Auch die anfangs minimale Farbtreppe nahe der Mitte wird jetzt sehr viel stärker sichtbar und zeichnet einen klaren ockerfarbenen Strich, der nach außen in dunkles Grau verläuft.

Heftiger Ockerstich bei seitlichem Blickwinkel
Heftiger Ockerstich bei seitlichem Blickwinkel

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung des TFT-Panles bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung des TFT-Panels bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Bei der Schwarzbilddarstellung macht der ASUS ROG Swift PG43UQ einen hervorragenden Job. In vollkommen abgedunkelter Umgebung lassen sich an keiner Stelle des Panels Unregelmäßigkeiten erkennen, und es wird ein sehr schön sattes Schwarz geliefert. Auf dem linken Bild fällt es sehr schwer, überhaupt das Panel zu erkennen, wenn die Betriebs-LED nicht als Anhaltspunkt dienen würde. Selbst bei fünffach verlängerter Belichtungszeit kann man nur minimale Aufhellungen zu den Seiten erkennen. Solch ein Ergebnis bekommt man eher selten zu sehen.

Glow des ASUS ROG Swift PG43UQ
Glow des ASUS ROG Swift PG43UQ

Auch von der Seite kann sich das Panel durchaus sehen lassen. Der Glow zeigt sich in einem leichten Gelbton, aber auch hier leuchtet das Backlight nur wenig durch.

10 KOMMENTARE

  1. Hallo

    So wie ich dies mit der Latenzzeit verstanden habe, kommt der Bildschirm nur bei 144Hz und Overdrive 5 auf unter 4ms.
    Jedoch bekomme ich Probleme mit dem Bild bei Overdrive 5?

  2. Ich hatte den Monitor jetzt für 2 Wochen hier und kurz gesagt: er ging zurück. Habe mir jetzt einen 48″ OLED von LG gekauft. Leider noch vor der Mehrwertsteuer-Aktion von Saturn dieses Wochenende. Dort gibt es den LG gerade sogar günstiger als ich den ASUS bekommen hatte…

    Zum ASUS:
    Mein Modell hatte sporadische Bildaussetzer für wenige Sekunden (mehrere PCs + Original-HDMI bzw. DP-Kabel, daran kann es also eig. nicht liegen). Das Test-UFO bei BlurBusters konnte weder mit Overdrive noch mit ELMB in irgendeiner Frequenz ohne Artefakte/Ghosting/Motion Blur dargestellt werden (Mit ELMB kam es zu massivem laut BlurBusters „very bad“ strobe crosstalk mit Doppel-Bildern: https://blurbusters.com/faq/advanced-strobe-crosstalk-faq/). Beim Scrollen von Texten, u.a. der Produktseite des PG43UQ von ASUS, wurde alles völlig verschmiert und verblasst angezeigt (VA-Panel Problem mit dunkel-hell Schaltzeiten). Erst kurz vor Stillstand konnte man wieder etwas vom Text erkennen. 43 Zoll entsprechen 4*21,5 Zoll Monitoren, gewöhnt bin ich bereits 2*24 Zoll. Schrift ist durch die dadurch höhere Pixeldichte und das BGR Pixel-Layout leider in 100% Skalierung für mich absolut unangenehm zu lesen, das hätte ich schon vorher ahnen können… Über HDMI gehen beim ASUS nur 4K/60 Hz. Mit Grafikkarten vor der GTX 16er bzw. RTX 20er Reihe können 4K/120Hz bzw. 4K/144Hz über Displayport nur mit Subsampling YCbCr 422 übertragen werden (fehlendes DSC). In Kombination mit der Pixeldichte und dem BGR-Layout sorgte das bei mir für Kopfschmerzen. Text bekommt einen Farbsaum der auf diesem Monitor sehr deutlich dargestellt wurde. Für Spiele musste ich also immer manuell auf 120Hz umschalten und danach zum Lesen zurück auf 60Hz. Etwas unhandlich 🙂 Die mangelnde 4K/120Hz Unterstützung über HDMI (ja, die nächste Generation an Konsolen wird das eh nicht ausreizen, aber ELMB ist erst bei Frequenzen über 60 Hz verfügbar! )
    Letztlich habe ich mich wirklich geärgert für diesen Monitor 1500€ ausgegeben zu haben. Der im Grunde, durch mangelhafte Umsetzung der Gaming-Features, durch die Größe nicht mal 4 meiner Benq GW2470 (24″ FullHD, 60 Hz, auch VA-Panel, Einzelpreis 100€) ohne Rahmen enstpricht.

    Zum LG:
    Was soll ich sagen… Jetzt schreibe ich diesen Text auf dem LG und bin bisher absolut zufrieden.
    Selbst bei 60Hz (Ohne OLED Motion Pro zu aktivieren) ist Text noch als solcher erkennbar, wenn auch nicht wirklich gut lesbar (bei 60Hz eig. nur mit alten CRT-Monitoren möglich) und das Test-UFO ist wie für perfekte 60Hz zu erwarten (siehe auch: https://blurbusters.com/blur-busters-law-amazing-journey-to-future-1000hz-displays-with-blurfree-sample-and-hold/) -> Es gibt gute Gründe warum es 120Hz Displays gibt, 60Hz Sample-and-Hold sind einfach immer leicht verschmiert. Mit OLED Motion Pro auf Hoch (funktioniert wie rtings schon herausgefunden hatte nur im PC-Modus ohne Probleme) ist auch bei 60Hz Content das Test-UFO gestochen scharf. Das Bild wird durch das BFI (Black Frame Insertion) allerdings auch etwas dunkler. BFI/OLED Motion Pro entspricht in etwa dem ELMB vom ASUS, nur das es hier funktioniert. Strobe crosstalk sucht man vergeblich.

    Bei 4K/120Hz wird auf meiner Nvida-Karte mangels HDMI 2.1 auf Subsampling mit YCbCr 420 gewechselt. Trotz des Subsamplings ist die Text-Darstellung nur leicht verwaschen (Benachbarte Pixel stellen dadurch die gleiche Farbe dar). Ein Farbsaum ist hier natürlich auch vorhanden (liegt am ClearType, welches die Ränder für deutlichere Konturen farbig hinterlegt), aber (vermutlich durch die Pixeldichte) längst nicht so aufdringlich und für mich am Gaming-PC bis eine passende Grafikkarte mit HDMI 2.1 verfügbar ist, völlig in Ordnung.

    Schwarz ist schwarz stimmt zwar nur in absolut dunklen Räumen, da der Monitor reflektiert, aber Schwarz sieht auf dem LG trotzdem einfach besser aus als auf dem ASUS. Farben können beide vergleichbar gut und die Helligkeit vom ASUS ist auch etwas höher (BFI bei beiden aus). Für mich reicht sie beim LG aber für HDR noch aus und bei niedriger eingestellter Helligkeit ist der Kontrast beim LG immer noch vergleichsweise hoch. -> Als PC-Monitor brauche ich keine 100% Helligkeit, das ermüdet mich nur und sorgt bei Für mich nehme ich lieber Burn-In in Kauf als den halbgaren ASUS zu benutzen. Warten auf eine nächste bessere Generation war/ist für mich aktuell keine Option.

    Weitere Vorteile für mich: Optischer Audio-Ausgang (Nutzung der Boxen unabhängig vom Gerät ohne Umschalten). Wechsel auf integrierte Lautsprecher (besser als die vom ASUS) mithilfe der Fernbedienung mit wenigen Klicks möglich | Integrierte Apps für Netflix, Prime Video, Youtube (inkl. Geschwindigkeitsverstellung auf 2x möglich), Disney+, Apple TV, Sky Ticket und AirPlay -> ich habe eine höhenverstell- und schwenkbare Monitorhalterung und nutze den OLED sowohl als Monitor am Schreibtisch, als auch als „Monitor“ fürs Sofa. Inhalte kann ich damit auch übers Gerät bzw. Handy anzeigen lassen und muss mich nicht mit der 100% Skalierung bei ca. 2m Abstand ärgern. | Optik: Ist nicht so klobig wie der ASUS und durch die Dicke nun auch nochmal „etwas“ weiter weg von der Sitzposition (an der Halterung montiert) | Entspricht von der Größe echten 4*24″ Monitoren | Durch HDMI 2.1 sollte er, falls er sich nicht vorher durch Burn-In selbst zerstört, zukunftsfähiger sein

    –> Falls ihr Fragen habt, meldet euch gerne 🙂

    • Hallo Steffen, danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Das Forum würde sich dafür allerdings besser eignen, insbesondere wenn jemand Fragen an dich hat.

      • Hallo Andreas, ja, das ist wohl wahr. Schande über mein Haupt.
        Nachdem ich u.a. euren Test gelesen hatte (der bis dato der einzige ist/war 🙂 ) und ihn mir trotz der negativen Kommentare anderer User auf Reddit und Youtube doch gekauft hatte, wollte ich meine Erfahrungen hier teilen. Das nächste Mal werde ich mich hier kürzer fassen und im Forum den ausführlicheren Teil posten.

  3. No mention of the BGR-subpixel arrangement (as opposed to standard RGB)?
    This makes this screen very bad for small text display and esp. on MacOS.
    Would NOT use for text processing or coding.

    • Not true! I am using the Acer Predator CG437KP, which shares the same Panel and the BGR Layout, and I have no problem with coding on this monitor whatsoever!

  4. Hallo MF,
    Ich besitze eine MSI Radeon 5700, die nur DP 1.4 unterstützt. Ich meine, dass ich im AMD Control Panel bei UHD und 144Hz 10bit 4:4:4 gelesen habe. Leider habe ich davon keinen Screenshot gemacht, da für mich die Aussage seitens ASUS damit bestätigt wurde. Ich habe auch keine Qualitätsverluste z.B. Veränderungen am Schriftbild erkennen können, wie es z.B. beim „LG 38GL950G-B“ der Fall war. Hier konnte man klar den Qualitätsverlust erkennen. Das ist bei diesem Monitor definitiv nicht der Fall. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen.

    Viele Grüße
    Oliver

    Viele Grüße
    Oliver

  5. Gibt es keinen vergleichbaren Monitor mit kleinerem Display (27 bis 34 Zoll) für einen ähnlichen Preis?
    Ich möchte 4k, gutes HDR 1000, FPS-fähigkeit (mind. 120Hz, wenig Input-Lag), und v.a. gute Schwarz-Darstellung.
    Acer Predator oder Asus ROG sind mir dann mit >2000€ doch etwas zu teuer (vor allem bei 27 Zoll).

    Vielleicht lohnt es sich noch zu warten?

  6. Danke für den Bericht. IMHO ist das Handbuch von Asus fehlerhaft. Ihr dürft das auch gerne nochmal in den VESA-Specs nachlesen – für den Anfang dürfte aber auch der englische Wikipediartikel zu DP weiterhelfen, denn der ist detailierte als der deutsche: https://en.wikipedia.org/wiki/DisplayPort#1.4

    DP 1.4 unterstütz mit DSC 1.2 nur 120Hz, während DP 1.4a mit DSC 1.2a 144Hz unterstützt.

    Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied, denn man braucht dann auch eine entsprechende Grafikkarte, die DP 1.4a unterstützt, um 144Hz bei 4k zu erreichen.

    Mit welcher Grafikkarte habt ihr getestet bzw. könnte dieses Detail Einfluss auf eure Testergebnisse haben?

    • DP 1.4 unterstütz mit DSC 1.2 nur 120Hz, während DP 1.4a mit DSC 1.2a 144Hz unterstützt. <- Gemeint war natürlich bei einer Auflösung von 4k

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